Phänomen Traum: Der realistischste und daher unheimlichste Traum meines Lebens

Ich war in einem Alter ca 13-15 Jahre alt. Da es schon Jahrzehnte her ist, kann ich das nicht mehr ganz genau sagen. Ich wurde mitten in der Nacht wach und öffnete die Augen, zumindest kam es mir so vor. Ich lag auf dem Rücken. Ich schlief damals immer auf dem Rücken.
Alles erschien, wie es zu erwarten war. Das Zimmer mit allen Möbeln usw. erschien, wie es sein sollte und auch die Beleuchtung war, wie ich es erwarten würde. Zwar war es nachts und deshalb sehr dunkel, aber es drang auch immer etwas Licht durch das Fenster in den Raum, so dass es nun nicht völlig stockdunkel war. Mein Bett stand in einer Ecke des Raumes, neben der Zimmertür rechts, wenn man zum Zimmer hinein kam. Ich lag mit dem Kopf Richtung Zimmertür, so dass rechts und hinter mir also die Zimmerecke war und links halt das Zimmer.
Wie ich also auf dem Rücken in das Zimmer schauend da lag, spürte ich, dass links von mir ein Wesen war, dass auf mich zumindest genauso wirkte, wie es in dem Clip beschrieben wurde. Klein und mit einer Art Kutte, ähnlich wie bei einem Mönch oder fast so, wie diese Schrott sammelnden Figuren bei Star Wars.
Ich merkte dann, dass ich mich nicht bewegen konnte, mit Ausnahme meines Blickes, aber ich konnte weder die Augen selbst, noch sonst irgendwas bewegen, was mit meinem Körper zu tun hatte. Das einzige, was ging, war mein Blick, quasi geradewegs ins Zimmer. Deshalb konnte ich mich auch nicht nach links drehen oder dorthin schauen und deshalb konnte ich dieses Wesen oder diese Gestalt auch nicht direkt anblicken. Und, ehrlich gesagt, wäre es mir auch viel zu unheimlich gewesen. Und deshalb kann ich nur sagen, wie ich es wahrnahm oder empfand oder spürte. Ich sah auch keine Details, kein Gesicht oder sowas, mehr die Umrisse oder die Silhouette.
Die Situation wurde dann, wie man sich vorstellen kann, sehr beängstigend für mich. Das steigerte sich zunehmend. Dann hatte ich das Gefühl, dass dieses Wesen, oder was immer es auch war, scheinbar etwas an oder auf meiner Brust machte, auf dem Brustbein. Es fühlte sich an wie eine Art Handauflegen und ich spürte den Druck auf meiner Brust. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich meine, ich nahm auch eine Art Gemurmel wahr. Das ganze bekam die Wirkung oder den Eindruck einer Zeremonie oder einer religiösen oder rituellen Handlung. Es war sehr strange und unheimlich.
Meine Angst steigerte sich dramatisch. Ich versuchte nun, wach zu werden, falls es ein Traum war, oder mich bewegen zu können, um mich aus dieser hilflosen, unsäglichen und beängstigenden Situation zu befreien oder um mich zu wehren, abwenden oder was auch immer zu können. Doch es gelang mir nicht. Ich konnte mich nicht bewegen, egal, was ich auch versuchte. Meine Angst wurde deshalb nun zur Panik. Es ist grauenvoll. Diese Hilflosigkeit und das Ausgeliefert sein. Man kann sich das nicht vorstellen, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Es ist vernichtend, zermürbend, erschreckend und erschütternd. Meine Panik wurde dermaßen stark, dass ich es nicht mehr kontrollieren konnte und es mich überkam. Es war nur noch blanke Panik und Angst. Entsetzlich.
Das letzte Bild, was ich von meiner Umgebung in Erinnerung habe, ist dann der Blick nach vorn und etwas oberhalb, die Umrisse eines oder des Wesens. Es wirkte nun so, als stünde es an meinem Bettende, also demnach genau in meinem Blick. Ich konnte aber nur die Silhouette sehen, als stünde es halt im Dunkeln. Dahinter war aber das Fenster. Also, einfach eine dunkle Gestalt, dessen Umrisse von hinten durch das Fenster, durch das etwas Licht von draußen herein schien, deutlich wurde oder zu sehen war. Es sah nun aus, nicht mehr mit einer Kapuze, sondern mit glattem Kopf ohne Haare. Eher wie eine Art ’schlanker Buddha‘. Es blickte auf mich oder mich an.
Ich war mittlerweile dermaßen in nackter, unendlicher Panik verfallen und nun wachte ich vor Entsetzen ob dieser unsäglichen Situation schreiend auf. Das heißt, ich wollte schreien, so laut, wie ich es Zeit meines Lebens noch nie und auch bis jetzt nie wieder wollte oder musste. Doch, ich war dermaßen panisch, dass lediglich ein heiseres Aushauchen heraus kam, wegen dieser entsetzlichen Panik und überwältigenden Angst. Derart aufschreiend bzw eher keuchend, richtete ich mich im Bett auf, als ich wieder die Kontrolle über meinen Körper hatte. Jetzt, also im Wachzustand, spürte ich noch ganz deutlich diesen Druck auf meiner Brust, was das ganze natürlich noch viel unheimlicher machte. Ich weiß bis heute nicht, was das war oder was geschehen war. Wenn es ein Traum war, so war es der realistischste Traum meines Lebens und gleichsam deshalb der unheimlichste. Eine Zeit lang dachte ich, ich sei von Aliens untersucht oder entführt worden oder so etwas in der Art. Oder vielleicht war das ein Nahtodeserlebnis?
Nun, über 35 Jahre später, erinnere ich mich noch ziemlich genau an diesen ‚Traum‘. Und ich hatte seitdem sehr viele Träume. Doch niemals wieder etwas in dieser Form. Ich frage mich oft, wie ich wohl reagieren würde, wenn ich ein solches Erlebnis (oder Traum) heute hätte? Würde ich genauso in Panik verfallen, wie in diesen jungen Jahren? Vielleicht war ich damals nur nicht reif oder erfahren genug, damit umzugehen? Gleichzeitig war dieses Erlebnis oder Traum dermaßen erschreckend, dass ich es lieber nicht noch mal erleben möchte.

Menschen, die sich zu einem hohen Grad über andere definieren.

Eigentlich kann ich nicht so recht sagen, wieso ich derartige psychologische Themen stets immer wieder aufgreife. Denn im Grunde hege ich kein Interesse für die Psychologie als solches. Deshalb muss ich annehmen, dass es mich überwiegend aus meinem Interesse heraus beschäftigt, was es mit unserer Welt auf sich hat. Da ich nun in der Welt der Menschen beheimatet bin, und im Grunde den ganzen Tag deswegen mit Menschen zu tun habe, muss ich mich anscheinend deswegen damit beschäftigen.
Um der Sache auf den Grund zu gehen, weshalb Menschen (also, auch ich) so sind, wie sie sind. Und weshalb deshalb ‚unsere Welt‘, deren exakte und vollumfängliche Definition noch ausstehen muss, so ist, wie sie ist. Oder zumindest, wie sie (uns) erscheint.
Im Zusammenhang mit der gedanklichen Beschäftigung zum Thema ‚Corona‘ hatte ich mich damit beschäftigt, weshalb die Presse im weiteren Verlauf der Entwicklung der Pandemie in Deutschland, immer wieder Schlagzeilen produziert, in denen das Thema Urlaub behandelt wird. Wer die Presse und deren Motivationen kennt, wird sich bereits denken können, welcher Art diese Artikel waren. Wie es nämlich immer so ist, waren diese Themen derart gewählt und ausgearbeitet, dass sie stets das Negative hervorhoben. Also, derart, dass es beispielsweise ein Grauen ist, dass man nicht in den Urlaub fahren kann oder ‚darf‘. Oder, dass man nicht dorthin reisen kann oder darf, wohin es einem gelüstet. Manchmal wurde dies mit einer hintergründigen Kritik formuliert, als werde dies ‚von den Oberen‘ oder Entscheidungsträgern gar ‚verboten‘. Doch ich möchte die Darstellungen und Ausführungen diesbezüglich hiermit abkürzen.
Ich bin, zumindest ansatzweise, auf dieses Phänomen in meinem Artikel ‚Corona und die Deutschen: Sind wir bornierte Urlaubsaffen?‘ eingegangen.
Dieses Phänomen nun beobachtend, hatte ich mich gefragt, weshalb der Aspekt oder die Motivation ‚in den Urlaub fahren‘ bei derart vielen Menschen dermaßen ausgeprägt bzw. beherrschend ist? Ich konnte beobachten, dass es Menschen gibt, die sich augenscheinlich tatsächlich so verhalten, wie es in der Presse, zwar etwas überspitzter und stereotypischer dort dargelegt, beschrieben wird. Nun mag es diverse offensichtliche Gründe geben. Sagen wir, dass der Alltag zu trist, öde oder facettenlos ist, um es milde zu formulieren, dass der Urlaub als eine Art Ventil fungiert. Ich kürze auch dies ab, um zu meinem eigentlichen Anliegen dieses Artikels zu gelangen.
Mir ist dann der Gedanken oder die Idee gekommen, dass es auch sein kann, dass es viele Menschen gibt, die sich zu einem sehr hohen Grad über andere definieren. Und dies ist ein grundlegender Aspekt der menschlichen Existenz, denn davon frei machen kann sich wohl niemand bzw. ist in letzter Konsequenz ohne dem kaum eine Entwicklung oder Definition des Selbst möglich. Es scheint jedoch eine Frage des Grades dessen zu sein, in welchem Umfang ich mich über andere definiere.
Ich halte es für möglich, dass es viele Menschen gibt, die sich zu einem derart hohen Grad über anderen Menschen definieren, dass es mir schwer verständlich erscheint. Um beim Thema Urlaub zu bleiben, so machen viele Menschen wohl zu einem bestimmten Maß Urlaub, um anderen etwas darüber erzählen zu können. Auch vielleicht, um ‚als jemand zu gelten‘. Vielleicht auch, weil ‚man es geschafft hat‘, wenn man mindestens ein Mal im Jahr im Urlaub war. Mittlerweile ist es ja bald so, dass einmalig im Jahr in den Urlaub zu fahren bereits als ordinär gilt. Denn ich habe sehr oft schon gehört, dass viele Menschen mehrmals im Jahr in den Urlaub fahren. Man darf dann auch nicht vergessen, dass man dann, also, wenn man im Urlaub war, auch etwas zu erzählen und zu berichten hat. Dieses kann man dann mitteilen. Viele dieser Menschen definieren sich dann wohl auch über die Reaktionen der Gesprächspartner und reflektieren darüber. Nach dem Motto: ‚Ich sehe, wie der andere reagiert, was er/sie sagt usw. und kann daraus schließen, ob mein Urlaub richtig, toll, erfolgreich, erholsam usw. usf. war‘. Zwar klingt diese Erkenntnis banal, aber anscheinend ist es das für mich nicht.
Was gibt es dazu zu sagen? Zunächst fällt mir auf, dass ich es als ein eklatantes Defizit wahrnehme, dass anscheinend ein eigenes Urteilsvermögen und Gewissheit durch die eigene Gewichtung des Handelns und Entscheidens fehlt. Es ist wohl ein Unterschied, in welchem Umfang oder Ausmaß ich die Reaktionen der Gesprächspartner gewichte oder benötige, um die Bedeutung meines eigenen Urlaubes einzuschätzen. Es mag Menschen geben, die zu einem eher ungesunden oder drastisch erhöhtem Maß davon abhängig sind. Vielleicht, weil es ihnen an eigenem Urteilsvermögen mangelt. Vielleicht, weil sie ihre eigenen Bedürfnisse, Wünsche, Vorstellungen oder gar sich selbst kaum kennen? Ja, ich hatte mir gedacht, dass es sogar Menschen geben mag, die ihr eigenes Selbst von anderen abhängig machen bzw. dies definieren und fast garnicht selbst einschätzen können, was gut und richtig für sie und vorallem für andere ist?

Ich bin dann auch fündig geworden, da ich gerne die Kommentare bei youtube lese und dort auch mitunter schreibe. Es war garnicht so schwer, solche Argumentationsstrukturen zu finden, die zudem interessant sind.
Es handelt sich um ein drastisches und markantes Beispiel und gerade deshalb macht es deutlich, wie derartig strukturierte Menschen unterwegs sind. Es macht gleichsam deutlich, wie verbreitet das Phänomen ist, dass es Menschen gibt, die sich zu einem sehr hohen Grad einzig durch andere definieren und sich deshalb augenscheinlich selbst kaum kennen dürften.
Ich hatte einen sehr interessanten Kanal entdeckt, der sich mit den Kriegsverbrecherprozessen in den sechziger Jahren in Deutschland beschäftigt und dazu die original Tonbandaufnahmen in Form von Videos dort listet. An sich also bereits ein sehr schwieriges, grausames aber auch interessantes Thema.
Dort bin ich auf solch einen markanten Kommentar gestoßen, der sich direkt auf die Gräueltaten zu jener Zeit bezieht: ‚Andere Nationen haben das selbe getan‘.
Nun klingt dies zunächst nach einer einfachen Milchmädchen-Logik. Doch der Aspekt, den ich oben ausgearbeitet habe, wird hier wieder deutlich. Denn, die dahinter liegende Gedankenwelt, die Definition des Individuums, des Selbst des Autors bezieht sich dabei direkt darauf, dass die Gräueltaten relativiert bzw. mit Gräueltaten anderer verglichen werden. Die zur Diskussion stehenden Gräueltaten erhalten dadurch eine Rechtfertigung oder eine Daseins-Berechtigung. Denn wenn es andere tun, kann es ja prinzipiell auch durch das Selbst getan werden. Ich vergleiche damit, was andere tun, um ein (oder gar mein) Handeln als richtig oder falsch einschätzen zu können. Wichtig ist hierbei wohl, dass die Handlungen selbst als solches nicht mehr angezweifelt werden, weil es eben auch durch andere getan wird.
Eine moralische Gewichtung der Handlung als solches scheint somit vom Selbst nicht mehr stattzufinden oder aufgehoben zu sein.
Als ein absurdes Beispiel könnte also demnach gelten, dass es legitim oder gar richtig erscheint, die Wände der Wohnung mit Kot zu beschmieren, weil es eben Menschen, vielleicht in geschlossenen Anstalten, gibt, die dies auch tun. Hierbei wäre sogar die moralische Bedeutsamkeit einer derartigen Handlung geringer einzuschätzen, als es die Gräueltaten waren, die durch das Wirken des nationalsozialistischen Regimes bzw. der Ideologie ausgeführt wurden. Und somit scheint, nach dieser Logik, die Legitimation der Handlung ‚Wände mit Kot beschmieren‘ noch sehr viel mehr gegeben zu sein, als das Massakrieren von Menschen. Und somit ist diese Handlung eher legitim, richtig und und fast schon als normal einzustufen?
Wenn man dies in letzter Konsequenz verfolgt, könnte man annehmen, dass derartige Menschen kaum ein Vermögen besitzen, um das eigene Handeln einschätzen oder moralisch gewichten zu können. Weil es andere tun, kann man es prinzipiell auch tun. Bei diesem Beispiel, welchem man häufig begegnet, wird aber noch etwas anderes deutlich, denn es fehlt anscheinend sogar an prinzipiellem Rechts- oder Unrechtsverständnis und das auch wohl noch zudem, was die Moral und Ethik angeht.
Es mag sein, dass meine Beobachtung nicht besonders erscheint und bekannt ist. Ich finde jedoch, dass sich darüber sehr viele Entscheidungen und Handlungen erklären lassen, die Menschen ausführen. Denken wir an das dritte Reiche, wird dadurch sogar das Mitläufertum vieler Menschen der damaligen Zeit in unserem Land völlig logisch erklärbar. Und noch viele andere Dinge, wie etwa die Ausgrenzung von Minoritäten. Sehr viele Menschen werden allein deshalb entweder nichts dagegen unternommen haben, oder gar mitgeholfen haben, weil sie nach der o.g. Milchmädchen-Logik verfahren sind und ihr eigenes Selbst über andere definiert haben, inkl. der Aufhebung einer moralischen Selbsteinschätzung bzw. Gewichtigung. Wenn also der jüdische Nachbar getreten und abtransportiert wird, muss es wohl legitim und richtig gewesen sein, weil die anderen es auch machen.
Weil ich diese Logik und Ursache von menschlichen Entscheidungs- und Handlungsweisen als sehr ausschlaggebend für zahlreiche Reaktionen und Handlungen der Menschen erachte, werde ich meine Liste der Grundmotivationen der Menschen in meinem Beitrag ‚Irrational denkende und handelnde Wesen leben in einer rationalen Welt‚ ergänzen müssen.

Das Theater der galaktischen Schwachköpfe

Ignoranz, Gleichgültigkeit, Desinteresse, Phlegmatismus, Oberflächlichkeit, Egoismus oder sogar Hass. Das sind nur einige Begriffe menschlicher Eigenschaften, denen man täglich begegnet. Auf der Straße oder im Hausflur. Bei Menschen, die in der Nähe leben. Und natürlich bei fremden Menschen. Sie leben ihr Leben. Das Leben der anderen scheint ihnen am Arsch vorbei zu gehen. Sie verbreiten und transportieren die totale soziale Verwahrlosung und fühlen sich durch einen vermeintlich existierenden gesellschaftlichen Trend bestätigt. Missachtung grundlegender Höflichkeitsformeln, die für ein konstruktives Miteinander notwendig sind, sind für diese Menschen Gang und Gäbe. Sieht man ihnen ins Gesicht, überkommt einen Abscheu ob dieser negativen Schwingungen und man empfindet einen Flucht-Reflex.
Es ist schwer nachvollziehbar, wieso diese Menschen so sind, wie sie sind. Haben sie nicht alles, was sie brauchen? Wärme, ein Dach über dem Kopf, reichlich Auswahl an Essen und Trinken. Womöglich ein großes Poser-Auto vor der Tür stehen. Haus und Kinder. Doch anscheinend muss es an etwas anderem liegen. Woran denn bloß? Und weshalb läßt man seine negativen Energien an anderen Menschen aus? Was können die anderen Menschen dafür? Ist es nicht so, dass jeder zumindest ein Stück weit seines Glückes Schmid ist? Wenn ich also unfähig bin, mich aus dem psychischen Elend, indem ich mich anscheinend befinde, selbst zu befreien, dann ist es doch nicht die Schuld der anderen Mitmenschen?

Ich fürchte, diese Gedanken reichen bereits zu weit. Diese Menschen haben nicht gelernt, ein Ventil für ihr selbst herbei geführtes oder empfundenes Leid zu finden. Sie hassen vielleicht sogar die anderen, glücklicher wirkenden Menschen dafür. Und deshalb sind sie so.

Und auch die folgende, rational und logisch nachvollziehbare Überlegung wird diese Menschen nicht dazu veranlassen, die Dinge anders zu sehen und vielleicht freundlicher zu den Mitmenschen zu sein. Denn letztlich leben wir alle, wenn alles gut läuft, 70-80 Jahre auf diesem Planeten zusammen. Dann, wenn man der rein wissenschaftlichen Betrachtungsweise folgt, ist es aus. Ende. Nada. Finito. Game Over. Wieso also, sollte ich in dieser kurzen Zeit ein Arsch meinen Mitmenschen gegenüber sein? Wäre es dann nicht sinnvoller und konstruktiver, in dieser Zeit etwas konstruktives zu verkörpern und zu hinterlassen, anstatt in Kauf zu nehmen, dass nach meinem Ableben ein schlechtes Bild in meinen Mitmenschen von mir verbleibt und/oder diese im Nachhinein sogar froh sind, dass ich weg bin? Oder dass sie gar über mich lästern werden? Und wieso sollte ich in dieser kurzen Zeit überhaupt in irgendeiner Form destruktiv oder unfreundlich sein?

Zitate: Philip K. Dick

Ich begegnete einem Wesen, das mich mit heftigem Phosphoreszieren wach hielt. Das Wesen war anscheinend nicht an Raum und Zeit gebunden. Es teilte sich mir direkt in meinem Kopf mit einer Stimme wie von einem Computer oder einer künstlichen Intelligenz mit. Es klang nicht wie eine menschliche Stimme, es war weder männlich noch weiblich. Es war eine sehr angenehme Stimme, das schönste Geräusch, das ich je gehört habe. Es war eine ionisierende, atmosphärische, elektrische Lebensform, die nach Belieben durch Zeit und Raum reisen konnte und die sich tarnte, um nicht von uns gesehen zu werden.
Im Laufe der nächsten Tage führte die ‚Überlagerung‘ -das ist das richtige Wort dafür- die Überlagerung einer anderen Persönlichkeit über die meine zu verblüffenden Veränderungen meines Verhaltens. Ich schließe daraus, dass ich nicht Wahrnehmungfähigkeiten hinzugewonnen habe, sondern Wahrnehmungsfähigkeiten zurück gewonnen habe, denn wir sind durch unsere verstümmelten Fähigkeiten gefangen. Die Verstümmelung selbst läßt uns übersehen, wie deformiert wir sind.

Ich komme zu dem Schluss, dass ich nie erfahren werde, was da wirklich geschehen ist. Irgendein lebendes, hochintelligentes Wesen manifestierte sich in mir und in meiner Umgebung, doch was es war, welche Absichten es verfolgte und woher es kam – ich versuchte mich an tausenden von Theorien, und alle klangen gleich gut, doch ließen verschiedenen Daten unerklärt und ich weiß, dass sich dies nicht ändern wird.
Ich habe den Eindruck, dass da ein meisterlicher Magier, Zauberer und Trickser im Spiel ist.

Philip K. Dick (*1928 +1982), Science-Fiction-Autor, Auszug aus einem nicht fiktiven Bericht von 1978.

Corona und die Deutschen: Sind wir bornierte Urlaubsaffen?

Es ist jetzt ca. 2-3 Wochen her, da schrie eine auflagenstarke Tageszeitung das heraus, was viele Deutsche angeblich dermaßen wurmt, dass es, laut der Redaktion dieser Zeitung, scheinbar nicht mehr auszuhalten ist: Wir Deutsche werden wegen der Corona-Maßnahmen um unseren Urlaub gebracht!

Erst mussten wir auf das Reisen über Weihnachten verzichten, dann auf die Urlaubsreise zu Ostern und nun sei auch noch der Sommerurlaub stark gefährdet. Das geht natürlich garnicht!

Wenn ich solche Schlagzeilen lese, frage ich mich, in welchem Land ich lebe, bzw. welche Motivationen bei meinen Mitmenschen wohl vorherrschen? Dann steht natürlich die Frage im Raum, ob das, was dort steht, auch der Realität entspricht? Denn das würde ja bedeuten, dass viele meiner Mitmenschen eine Art ‚bornierte Urlaubssüchtige‘ wären, deren einziges oder wichtigstes Ziel es sei, in den Urlaub zu reisen. Denn in der Art wird es ja in dieser Zeitung dargestellt.
Dann fragt man sich, wie die Redakteure dieser Zeitung eigentlich darauf kommen, einerseits diese Schlagzeile zu formulieren bzw. sich einfallen zu lassen? Und andererseits, könnte diese Darstellung der Belange, Bestrebungen, Motivationen und Interessen tatsächlich dem entsprechen, was die Leser dieser Zeitung umtreibt? Oder ist es bloß das Bild, dass die Redaktion dieser Zeitung von ihren Lesern hat?
Kann ich als Leser dieser Zeitung eigentlich dieses Bild unterstützen? Dass ich also ein bornierter Urlaubssüchtiger bin, dem fast nichts wichtiger ist, als in den Urlaub, möglichst weit weg, zu reisen?
Aber wie komme ich eigentlich darauf anzunehmen, dass es borniert sei, ständig mit dem Gedanken zu spielen, in den Urlaub reisen zu müssen?

Mir kommen dabei immer meine Großeltern in den Sinn. Sie haben das Reisen auch geliebt, doch verhielt sich dies in einem ausgewogenen Rahmen. Meine Großeltern waren einfache Leute. Sie waren in einfachen Berufen tätig, Handwerk oder Industrie. Es wurde nur alle paar Jahre Urlaub gemacht und dann sind sie maximal nach Österreich gefahren. Mit dem Zug, versteht sich. Ein Auto war oder wäre erst nach (sehr) vielen Jahren des Sparens drin gewesen und eine solch weite Strecke mit dem Auto zurück zu legen, wäre ihnen nicht in den Sinn gekommen. Man hätte wohl die meiste Zeit im Auto verbracht. Damals war das Fliegen auch viel teurer als heute. Zudem hegte man Vorbehalte wegen der Sicherheit.
Um es zusammen zu fassen, auch, wenn meine Großeltern so gut wie nie ins Ausland gereist sind, so waren sie doch zufrieden, was das Stillen dieses ‚Bedürfnisses‘ angeht. Wenn etwas seltener vorkommt, wird es eben nicht zur Gewohnheit und man weiß es besser zu schätzen. Die Wertschätzung ist eine ganz andere, als wenn man es bloß konsumiert, weil es eben da ist, günstig ist und quasi ein wie Wegwerfartikel. Es wird dann seiner selbst Willen gemacht, und nicht etwa, weil es etwas besonderes ist.

Wie ist es heute? Rund um das Reisen ist eine riesige Industrie entstanden, die jeden Deppen dort hin bringt, wo er eben hin möchte. Reisen ist quasi schon mehr als nur ein Konsumartikel. Manchen Artgenossen zufolge, fehlt eigentlich nur noch ein Schritt dahin, dass es quasi als Grundrecht in das BGB aufgenommen wird. Es wird schon als Eingriff in ein imaginäres Grundrecht betrachtet, wenn man nicht jederzeit überall hin reisen kann.
Reisen wird konsumiert. Unreflektiert und uneingeschränkt. Dabei ist es manchen Menschen völlig egal, welche Folgen das Reisen oder der Tourismus hat. Hauptsache man kann fliegen und basta. Es wird eben seiner selbst Willen gemacht. Es ist eben eine Frage des Bewußtseins und damit ist es bei vielen Menschen eben nicht sonderlich weit her.
Fragt man nach oder äußert man sein Unverständnis ob dieser seltsamen Entwicklung, bekommt man gesagt, dass man dafür Verständnis haben müsse, denn vielen Menschen ist der Alltag derart trist, dass ein Urlaub, beispielsweise auf Mallorca, einer der wenigen Lichtblicke im Jahr ist.
Dazu muss man sagen, dass, wenn die Ursache der triste Alltag ist, wieso die Menschen dann nicht diese Ursache angehen, anstatt als Ventil einen Urlaub zu machen? Wenn man derart frustriert ist wegen der eigenen Lage, wieso wird man nicht kreativ und sucht sich Methoden, um den langweiligen und tristen Alltag zu verbessern? Kann ein Urlaub wirklich das übrige verzweifelte und bedauernswerte Leben retten bzw. verbessern? Und wenn schon das eigene Zuhause derart langweilig, öde und trist ist, wieso gestaltet man es nicht mit dem Geld, welches ich spare, wenn ich nicht in den Urlaub fahre, neu, bunter und abwechslungsreicher?
Mir ist das alles zu hoch und es kommt mir vor, dass diese ganze Entwicklung nicht angemessen und peinlich ist. Ich komme mir vor, als lebe ich nicht ‚im Land der Dichter und Denker‘, sondern eher im Land der hirntoten Konsumtiere, denen als letztes verbliebenes Mittel der persönlichen Ausdruckweise und des Aufbegehrens das Verhalten eines bornierten Urlaubsaffen bleibt.
Aber vielleicht sind viele Menschen ja garnicht so, wie in dieser Zeitung dargestellt? Ich habe da so meine Zweifel…

Ernte in unserer Brennstoff-Plantage und die alte Dame, die keine Hunde mag…

In unserer Brennstoff-Plantage wurde neulich geernet. Der Besitzer brauchte wieder Geld. Außerdem muss die Baumkrone gelichtet werden, weil das besser für die Natur ist.

Herr W. und Frau Z. bekommen auch einige Raummeter Brennstoff, damit ihnen im Winter nicht kalt ist und sie nicht frieren müssen.

In den Wochen danach, kamen Herr W. und Frau Z. und viele andere mit dem Auto direkt in den Wald gefahren und haben die Bäume mit Kettensägen zu Brennholz geschnitten, weil das einfacher ist und es sich nicht vermeiden läßt, wie Herr W. mir persönlich innerhalb eines Gespräches auf Nachfrage sagte.

Herr W. und Frau Z. und die vielen anderen konnten aber nicht alles gebrauchen, nur das große oder gute Holz, weil das für den Kamin geeignet ist. Deshalb haben sie den Rest im Wald liegen gelassen. Ist ja auch irgendwie hübsch anzusehen.

Später, als wir durch die auf diese Weise interessant neu gestaltete Brennstoff-Plantage mit unseren Hunden gewandert sind, wurden wir von einer alten Dame angesprochen. Sie wies uns darauf hin, dass einer unserer Hunde nicht an der Leine lief. Doch dies ist in Deutschland jedes Jahr ab dem 01.04. Pflicht. Wir hatten nicht daran gedacht.
Innerhalb eines Gespräches verriet die Dame uns, dass sie bereits seit 50 Jahren durch diesen Wald spazieren geht und festgestellt hat, dass die Population der dort beobachteten Vögel in den letzten Jahren drastisch abgenommen habe. Deshalb sei es auch wichtig, dass wir unseren Hund ab dem 01.04. an der Leine führen.
Das habe ich als logisch und folgerichtig empfunden, insbesondere, da ja ansonsten auch nicht gerade pfleglich mit dem Wald, bzw. der Brennstoff-Plantage, umgegangen wird.
Denn dann werden die Vögel zumindest nicht von etwaig frei laufenden Hunden verscheucht. Das macht Sinn.
Es macht zudem vorallem auch deshalb Sinn, damit unsere Hunde nicht im Flüsschen Dinge aufsammeln können, die dort vorzufinden sind, wie etwa altes Gummi oder Öl-Lachen, die sich in kleinen Aussparungen entlang des Ufers ansammeln.

Wenn die Hunde an der Leine sind, können sie das Öl und sonstige Hinterlassenschaften der Zivilisation auch nicht aufnehmen. Denn sonst würde ihnen ja schlecht werden oder sie könnten sich vergiften.
Deshalb auch meinen Dank an die alte Dame, die keine Hunde mochte.
Es gibt doch nichts über pflichtbewußte und weitaus vorausschauende Menschen, deren ehernes Ziel und Motivation die Gesundheit und das Wohlergehen der Mitmenschen und Tiere ist.

Können wir die Fragen und Rätsel nach dem Leben und dem Tod wissenschaftlich, d.h. rational verstehen?

Ein kleiner Beitrag, den ich zu dieser Fragestellung bei yt geschrieben habe. Dank geht auch an Philzer, für die Ideen und Anregungen, dies besser zu verstehen, zu ordnen und gedanklich sinnvoll in eine Formulierung koordiniert zu bekommen.

Mit unserem rationalen Denken und Verständnis dessen, was Leben und Tod ist oder bedeutet/bedeuten könnte, werden wir diese Fragen oder Rätsel nicht lösen können, denn die Welt ist irrationaler Natur.
Das ist sogar wissenschaftlicher Konsens. Oder sollte es zumindest nach dem materialistischem Weltbild sein. Denn jede Annahme eines rationalen Urgrundes oder Ursprungs führt zu einer Form der zielgerichteten Entwicklung, sprich hin zu einem Plan oder Design. Denn Rationalität bedeutet, hin zu einem Ziel zu denken, zu entscheiden, zu planen und zu handeln. Und, dass die Natur einem Plan folgt oder sich hin zu einem Ziel entwickelt, das dürfte wohl so ziemlich das letzte sein, was die Wissenschaft haben möchte. 😉
Wir Menschen haben vielmehr die Rationalität für uns entdeckt, oder waren aufgrund unserer körperlichen Ausgestaltung dazu in der Lage, die Welt rational zu deuten, zu beschreiben, zu verstehen oder zu nutzen, was wiederum aber gleichzeitig nicht bedeutet, dass die Natur selbst rational ist. Das führte zu dem, was wir heute kennen.
Das gab es vor uns Menschen nicht. Warum? Weil es vorher keine Lebensformen auf der Erde gab, die eben die Rationalität genutzt haben. Es gab nur die Natur. Zwar nutzen wir unsere Rationalität, wir verfolgen damit aber überwiegend irrationale Ziele. Das wundert nicht, denn wir selbst entstammen der irrational operierenden/’funktionierenden‘ Natur und sind somit selbst im tiefsten Inneren unseres Selbst irrational.
Beispiele. Ich liebe. Ich werde nicht geliebt. Ich bin gierig. Ich will immer mehr. Ich will Erfolg. Ich will Millionär werden. Ich will Anerkennung. Ich will Macht. Ich freue mich. Ich bin traurig. Ich möchte besser sein als andere. Ich möchte schnell und einfach und möglichst bequem von A nach B kommen. Und so weiter und sofort. Das sind alles, aus der Sicht der natürlichen Begebenheiten und Mechanismen (des natürlichen Ursprungs), völlig irrationale Bestrebungen. Denn wir können diese Motivationen rational nicht erklären, denn im eigentlichen Sinne sind sie irrational. Wenn wir im tiefsten Inneren rational agierende/funktionierende/denkende und handelnde Wesen wären, hätten wir diese Motivationen nicht und würden nicht danach trachten, ihnen nachzugehen bzw. diese Ziele zu verfolgen. Aber exakt das tun wir bzw. sind das unsere Motivationen.
Wir nutzen also die Rationalität, um unsere irrationalen Ziele zu erreichen. Dieses Werkzeug der Rationalität nun dazu zu nutzen, um Leben und Sterben zu verstehen oder zu deuten oder etc. (Erscheinungen, die der Natur entstammen), halte ich daher für nicht angemessen, irrig, falsch und nicht zielführend. Denn wir können per definitionem die Natur, oder gar diese Welt, nicht rational verstehen. Denn sie ist irrationaler Natur. Siehe oben.

Phänomen Traum. Serienträume. Das schwarze Nichts und die irreversible Zerstörung der Umwelt.

Mit der Reihe ‚Phänomen Traum‘ möchte ich vehement der materialistisch orientierten Auffassung der Hirnforschung entgegentreten, die davon ausgeht, dass Träume im Grunde eine Art Neben- oder Abfallprodukt der Prozesse sind, die während des Schlafes potentiell im Gehirn stattfinden. Es sind nur Indizien, die ich liefern kann. Jedoch weisen diese in eine Richtung, die darauf hindeuten könnte, dass Träume viel mehr sind, als irgendwelche wert- und sinnlosen Geschichten, die sich das Hirn zusammen reimt.

Vor einigen Jahren hatte ich, wiederum über Jahre hinweg, zahlreiche ähnliche Träume, die stets das gleiche Element beinhalteten: Die irreversibel zerstörte Umwelt. Dies wurde in diesen Träumen fast ausschließlich als eine Art schwarze Wolke am Himmel dargestellt. Lediglich in einem Traum befand sich diese schwarze Wolke nicht am Himmel, sondern in Bodennähe.
Die Träume skalierten in der Dramatik, d.h. sie wurden immer drastischer in dem, was geschah und welchen (bleibenden) Eindruck sie hinterließen.
Ich erinnere mich, dass einer der ersten Träume damit begann, dass ich mich in meiner Wohnung befand (also, nicht in einer Wohnung, die mir aus dem RealLife bekannt wäre, sondern eine Wohnung, welche ich in der Traumwelt als ‚meine Wohnung‘ erachtete oder empfand) und durch das Zimmerfenster schaute. In einiger Entfernung bildete sich diese schwarze Wolke ab. Ähnlich, als ob ein Unwetter aufzieht und sich alles dunkelgrau verzieht. Nur war dort eine sehr dunkle Wolke, die eben so dunkel war, dass sie tief schwarz war. Blankes Schwarz, nur schwarz. Keine Strukturen, vielleicht am Rand dieses Gebildes. Aber der große Kern einfach nur schwarz. Das wirkte sehr bedrohlich und machte Angst. Ich hatte auch den Eindruck, dass es keine Wolke als solches darstellen sollte, sondern es symbolisierte eine Art Nichts. Ein schwarzes Nichts. Und dieses Nichts war dadurch entstanden, weil wir die Umwelt derart zerstört hatten, dass dieses Nichts nun in unserer Welt war und auch nicht weg geht. Es war dramatisch und diese Dramatik war das Symbol dafür, dass der Schritt oder der Zeitpunkt überschritten war, dass wir in der Lage wären, Gegenmaßnahmen gegen die Umweltzerstörung (d.h. gegen das schwarze Nichts) einzuleiten und das Blatt noch wenden zu können. Wir haben keinen Handlungsspielraum mehr, um das Blatt zu wenden. Es wird uns heimsuchen und wir können nichts dagegen unternehmen. Das Symbol dafür, dass es keinen Weg mehr zurück gibt, dass die (Um)Welt im Begriff ist, unterzugehen. Unsere Welt ist im Begriff unterzugehen oder sich zumindest in eine Art Chaos zu verwandeln. Und das schwarze Nichts wuchs in der Reihe dieser Träume. Es wurde immer bedrohlicher.
Da diese Traumreihe etliche Jahre her ist, kann ich die einzelnen Träume in der Reihenfolge nicht mehr einzeln beschreiben. Ich weiß nur noch, dass es zu dieser aufsteigenden Dramatik kam.
In dem o.g. Traum, der einer der ersten dieser Art war, zog ich einfach die Gardinen, Vorhänge oder so etwas zu oder ich drehte mich um, um ‚das Problem‘ zu ignorieren und nicht mehr hinblicken zu müssen.
Das gelang auch. Ich sah es nicht mehr und musste nicht daran denken.
Doch, in Folge der Träume, war dies nicht mehr möglich. In einem der darauf folgenden Träume, krachte das Fenster auf, oder etwas in der Art. Die schwarze Wolke war derart groß angewachsen, dass das Fenster nicht mehr hielt. Das schwarze Nichts wächst und wächst.
In einem Traum dieser Reihe war das Nichts eine Art große Wolke, die sich, wie oben erwähnt, jedoch in Bodennähe bewegte. Einige andere Menschen und ich liefen vor ihr weg. Dabei war das Nichts direkt hinter uns und wir konnten eine Weile gerade eben so davor weg laufen. Doch es war direkt hinter uns. Das war sehr bedrohlich. Das Nichts würde alles verzehren und was folgt, ist die Nicht-Existenz. Es würde alles einfach verschlingen und dann wäre Nichts. Einfach so. Alles, was unsere Welt ausmacht, inhaltlich und aber auch materiell. Alles das wäre einfach weg. In dem Nichts verschlungen.
Immer, wenn jetzt ein Unwetter im RealLife aufzieht und/oder es blitzt und donnert, erinnert es mich an diese Träume und ich denke daran, dass dies das Verderben ist oder andeutet. Und ich fühle das gleiche wie in diesem Träumen. Es ist schrecklich. Der Untergang, unser Untergang, wird damit beginnen. Das Wetter wird Chaos sein und Vernichtung wird einhalten. Es wird uns verschlingen. Deshalb bekomme ich auch zunehmend Angst, wenn es wieder solche Wetter-Kapriolen gibt wie in den letzten Jahren. Denn für mich ist es dann nicht einfach ’schlechtes Wetter‘, das lediglich temporär ist oder anhält. Es ist der Beginn des Endes. Das alles verzehrende Nichts ist in unserer Welt. Weil wir sie zerstört haben. In unserer Dummheit. Und nun ist es da und geht nicht mehr weg. Eine zunehmende Bedrohung unserer Existenz. Ein immer größer werdendes Problem, wogegen wir nichts mehr tun können. Doch das zermürbende und alles erdrückende Gefühl ist eben, dass es da ist, weil wir so dumm waren und, dass es wachsen wird. Immer weiter, bis es nichts mehr gibt. Und niemand und nichts wird dagegen etwas unternehmen können. Es ist einfach schrecklich, diese Perspektivlosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Hilflosigkeit.