Kategorie: Gesellschaft & Politik

Die alte Kirche in Wallenhorst: Ein Blick in die Geschichte verrät, weshalb wir so sind, wie wir sind.

Diese kleine, schnuckelige Kirche am Rand des Kerns von Wallenhorst. Ich kenne sie schon lange, doch so richtig damit auseinander gesetzt hatte ich mich bisher nicht. Und als wir neulich hier spazieren gegangen sind, habe ich mir das in der Nähe angebrachte Schild durchgelesen. Es wird auch von der Geschichte dieser Kirche berichtet. Das kann man auch bei wikipedia nachlesen. Demnach siegte Karl der Große über Widukind. Danach ließ er einen heidnischen Tempel zerstören und darauf diese Kirche bauen.
Was für viele nichts besonderes zu sein scheint, hat mich doch tief erschüttert. Das erste, was ich dachte war, dass ich vor diesem Hintergrund doch lieber den heidnischen Tempel betrachten würde, als diese Kirche. Wieso?
Ich habe dann gleich die Bilder vor Augen. Indigene Völker, die hier lebten, hatten einen Glauben erschaffen, der aus sich heraus kam und nicht von einer expandierenden, fremden Religion her stammte. Doch wieso empfinde ich ‚aus sich heraus‘ als eher besonders als einen Glauben, der indoktriniert worden ist? Na ja, die Antwort steht bereits im letzten Satz. Auch wenn wir es heute einen heidnischen Glauben nennen und auch die Römer von ‚den Barbaren‘ sprachen (negativ besetzte Begriffe), ist es doch das Resultat der Auseinandersetzung der Ureinwohner mit ihrer Umwelt. Wie sie es sahen und empfunden haben. Es ist etwas besonderes, eben weil es nicht von außen aufgezwungen, es also kein fremder Glaube war.
Zudem hatten die sog. Heiden, also unsere Vorfahren, einen engen Bezug zur Umwelt. Sie glaubten daran, dass alles zusammenhängt. Dass es einen Zusammenhang zwischen uns und unserer Umwelt gibt. Letztlich ist es ja genau das, was sehr viel sinnvoller erscheint und auch wohl richtig ist. Ob es nun einen, zwei, drei oder sehr viele Götter gibt, ist doch eigentlich erstmal sekundär. Wenn es nach der Wissenschaft geht, gibt es sogar keinen Gott.
Doch darum geht es auch garnicht. Es geht mir um das Wertvolle. Es ist wertvoll, weil es aus dem Leben der Ureinwohner heraus entstanden und nicht sozusagen ‚künstlich‘ ist oder etwas, was auf einem anderen Erdteil entstanden ist.
So ‚groß‘ im Geiste kann also Karl der Große nicht gewesen sein. Wohl eher ein Büttel der durch ihn vertretenen Mächte. Oder wie weise ist es wohl, auf die Ureinwohner gewissermaßen zu scheißen, diese platt zu machen und, gewissermaßen als extreme Provokation auf deren Heiligtum ein Symbol für den neuen Glauben zu pflanzen?

Wundert es da, was z.B. im dritten Reich geschehen ist? Sozusagen, weil es schon immer so war. Die einen meinen Recht zu haben, machen die anderen platt, suchen sich dazu eine Rechtfertigung und das war’s dann.
Die vielen wundervollen Entwicklungen des menschlichen Geistes, der Kulturen und auch des Glaubens werden einfach unterjocht und platt gemacht. Platz für die neue Überzeugung. Fertig ist.
Mittlerweile haben jedoch die Kinder des Christentums, namentlich die Wissenschaftler, längst definiert, dass es keinen Gott braucht, um die Welt zu erklären. Man stelle sich vor, man würde jetzt hingehen, die Kirchen abreißen und dort beispielsweise Labore bauen. Eben, weil es passend zum neuen ‚Glauben‘ wäre und auch provokativ genug ist.
Man fragt sich, wieso das so nicht geschieht?
So, oder so ungefähr ist wohl das Vorgehen von Karl dem Großen zu verstehen.
Kann das als geistige Höchstleistung verstanden werden? Als weises Vorgehen und umsichtiges Verhalten im Leben?
Geht man so mit Kulturen um?
Dazu passt doch ziemlich genial die Aussage von Hans-Peter Dürr: Ein Baum, der fällt, macht mehr Lärm, als ein Wald, der wächst. Und die menschliche Geschichte ist die Geschichte der fallenden Bäume…

Karl der Große hat sicherlich viele Schlachten geschlagen und ist ‚irgendwie aufgefallen‘ in der Geschichte der Menschheit. Aber ob ihn das besonders auszeichnet? Wie oben erwähnt, finde ich eher, dass er ein Blödmann gewesen sein muss, der nicht allzu viel in der Birne hatte, außer vielleicht, wie man andere platt macht. Kann man zumindest in diesem Zusammenhang wohl nur schwerlich anders sehen.
Na ja, im Grunde verfährt der Mensch noch immer auf diese Weise. Kein Wunder, weshalb die Welt heute so ist wie sie ist.
Deshalb hätte ich hier lieber den heidnischen Tempel bewundert als dieses Symbol eines indoktrinierten Glaubens, das auch noch genau hier in zynischer und provokanter Weise platziert worden ist.
Gewalt, Einfältigkeit und Dummheit ist eben etwas, worin sich der Mensch besonders gut versteht.

Es gibt viele Gründe, weshalb ich mich schäme, ein Mensch zu sein…

25022018 Umweltverschmutzung Muell 1-640x360 in Es gibt viele Gründe, weshalb ich mich schäme, ein Mensch zu sein.
Ich kann mich noch erinnern, als ich diese Bilder sah, von den Färöer-Inseln, wo regelmäßig Delphine und Kleinwale abgeschlachtet werden. Im Blutrausch waten die Killer am Strand im vom Blut rot gefärbten Wasser umher und freuen sich. Was eine wahre Horror-Show des Wahnsinns.
Wer einmal diese entsetzlichen Schreie dieser unschuldigen, intelligenten und schützenswerten Tiere gehört hat, der weiß, dass diese Schreie wie aus der Hölle sind. Die wahrhafte Hölle, die wir ihnen bereitet haben. Grundlos.
Es ist ja nicht so, dass die Menschen auf den Färöer-Inseln diese Tiere unbedingt als Nahrungsmittel benötigen. Denn dafür quälen wir ja schon die Tiere in der Massentierhaltung. Anscheinend reicht das nicht aus. Es ist noch nicht genug sinnloses Leid verteilt worden auf Arten und Lebewesen, die mit unserem Spiel des Todes, der Qualen, des Leids und des Wahnsinns an sich eigentlich so garnichts zu tun haben. Ich hatte jedenfalls, als ich die Video-Aufnahmen von diesem Massaker gesehen hatte, Tränen in den Augen und schämte mich, ein Mensch zu sein. Es wäre ja auch seltsam, wenn man das nicht täte.

Dann ist da noch die Geschichte mit den riesigen Fabrik-Fangschiffen, mit welchen wir Menschen mal eben ganze Schwärme Thunfisch abfischen. Denn die Technik macht es möglich. Radar, Echolot und was gibt es alles. Da sind sie. Eben in einem Umkreis von mehreren Kilometern Netze runter lassen und los geht’s das Schlachten. Mal eben ein paar tausend Thunfische weniger in diesem Abschnitt des Meeres. Wen kümmert’s schon?
Wenn es aus Not wäre, z.B. um ein Volk vor dem Verhungern zu retten, welches eine Hungersnot aufgrund einer extremen und seltenen Wetterlage durchleidet. Weil keine anderen Mittel zur Verfügung stünden oder dergleichen.

Nein, das perfide 25022018 Umweltverschmutzung Abfahrt-640x354 in und hinterhältige an unserem System ist, dass wir es garnicht nötig haben. Wir tun das aus blanker Gier. Damit wir auf unserer Pizza eben mehr Auswahl haben, die wir uns in der warmen Küche zusätzlich zu den bereits bestehenden Pfunden in den Magen schlingen. Das ist das verächtliche an der ganzen Sache. Wir tun es, weil es möglich ist. Aus Überheblichkeit. Weil wir es können.
Es ist dieser Hochmut, der uns hoffentlich bald zu Fall bringt, bevor wir noch mehr Leid anrichten.

 

Dann ist da noch diese Geschichte mit dem Müll.
Müll-Inseln im Pazifik. Doch das ist weit weg. Mülldeponien, die überquellen, weil wir den Hals nicht voll kriegen. Immer mehr und mehr. Doch leider auch immer mehr Müll.
Das wächst uns eindeutig über den Kopf, wie meine Bilder vom heutigen Tage belegen. Da bin ich spazieren gegangen. Quasi direkt vor meiner Haustür. Es sind nur drei Bilder. Ich hätte etliche mehr aufnehmen können. Fast wie eine Dokumentation der Apokalypse.
Und wieder ist es da, dieses Gefühl der Scham. Weil wir so unsagbar dumm sind.
Alles wird einfach in die Gegend geworfen. Und es macht niemandem etwas aus.
Eben bei Mekkes nen Burger reinschieben, Fenster vom Auto auf und ab dafür. Wie ich das hasse.

Unsere Gedankenlosigkeit, Arroganz und Überheblichkeit kotzt mich so dermaßen an. Es macht mich wütend. Doch gleichsam fühle ich mich so hilflos. Ein Rädchen im System der Menschen, die eigentlich unwürdig sind, auf diesem Planeten zu existieren.
Denn, was ha25022018 Umweltverschmutzung Feld-360x640 in ben wir schon geleistet und beigetragen zum Großen, Ganzen?

Was kann man von den Nachkommen der Schlächter und Mörder schon erwarten? Als die indigenen Völker in Amerika ausgerottet wurden?
Spätestens damit fing es neuzeitlich meiner Meinung nach an. Die globalisierte Ursünde am Vermächtnis der Erde und Zivilisationen, der kulturellen Evolution. Die glorreiche Neuzeit, deren Teil wir sind. Aktuell stehen wir am Ende der Entwicklung und sind daher fortschrittlich, aufgeschlossen, weise und umsichtig. Wir haben aus unseren Fehlern gelernt. Könnte man denken, doch das haben wir nicht. Eher im Gegenteil. Wir haben nicht einen Deut dazu gelernt. Wir sind ja schon stolz darauf, dass es seit mehr als 80 Jahren in Europa keinen (Welt)Krieg mehr gegeben hat. Das ist doch schon mal was. Darauf können wir uns was einbilden. Doch im Geschehen der Erde ist das nicht mal ein Furz. Wir können uns auf nichts etwas einbilden. Nicht mal auf die neueste Generation an Handys. Gemacht für den schnellen Profit. Einfach, weil man es kann. Und das reicht uns schon. Wir werden alle verarscht. Und keiner merkt es.

Sehr wahrscheinlich gibt es im Umkreis von einigen hundert Lichtjahren keinen Planeten mehr wie die Erde, der ideale Bedingungen für die Entstehung von Leben bietet oder besser geboten hat.
Dieser Planet, der unsere Entwicklung begünstigt und ermöglicht hat, wird von uns mit Füßen getreten. Zugemüllt und vergiftet. Es ist beschämend, wie wir mit unserer Umwelt umgehen.
Beim letzten hier abgebildeten Foto, wurde mir übel. Es war einer dieser Gräben am Rande eines Feldes. Oben auf schwamm eine Lache aus Öl oder etwas, das wie Öl aussah. Ich frage mich, wer eigentlich das essen soll, was auf diesem Feld wächst? Igitt. Und wir fressen das alles. Da müssen wir uns auch nicht wundern, wenn man mal eben Krebs kriegt und dergleichen. Das ist alles derart hohl und bekloppt, dass mir die Worte fehlen.
In diese Brühe am Rande eines Feldes, ist der Ball unseres Hundes gefallen. Ich habe den Ball herausgefischt und nicht wieder unserem Hund zum Spielen gegeben. Das war einfach zu abartig, diese Giftbrühe am Ball. Zuhause habe ich den Ball erstmal gründlich ausgewaschen. Gott steh uns bei.

Und? Was sind nun die Maßnahmen, um uns aus dieser unwürdigen und unsägliche Situation zu retten? Welche Strategie verfolgt die Politik? Irgendwie klingt das nun doch etwas zynisch. Fast wie eine rhetorische Frage. Eben, weil wir viel zu doof sind, als dass von uns eine solche Lösung und Strategie zu erwarten wäre. Wir sind so doof wie Bohnenstroh oder bestenfalls so schlau wie die A49 bei Kassel.

Werden unsere Kinder nun in der Schule derart ausgebildet, dass sich in einigen Jahrzehnten etwas bessert? Ein Schulfach ‚Umwelt‘ zum Beispiel? Dass den Kindern der Blick für das Große, Ganze geschärft wird? Weil, wenn wir es schon nicht gebacken bekommen, müssten wir doch unseren Kindern die Werkzeuge mit auf den Weg geben, dass sie es besser machen. Dass sie wissen, wie man mit dem ganzen Müll, Unrat und Atommüll umgeht und wie man das vermeiden kann. Wenn unsere unwürdige und gedankenlose Generation weg gestorben ist. So geht das.
Okay, solch eine Forderung wäre ja von der Krone der Schöpfung wohl zuviel verlangt.
Die Schulen sind ja für etwas anderes da. Es sollen ja ordentliche Konsumenten und Profiteure heran gezüchtet werden, die den Kreislauf von Nehmen und Nehmen am Laufen halten. Die nicht nachdenken und in den Tag hinein leben. Bis ihnen der ganze menschliche Müll den Atem nimmt. Dann ist es vielleicht zu spät. Und wir sind bereits zu blöd, um letztgenanntes zu erkennen.
Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Wie die Lemminge stolzieren wir in den Abgrund. Wenn nur wir elendich an unseren Altlasten und an unserer Dummheit verrecken würden, wäre es ja durchaus okay und vorallem mehr als angemessen. Aber nein, wir ziehen auch noch unzählige andere Kreaturen, die sich einen Platz auf unserer (ehemals) wunderschönen Erde leidlich verdient hätten, mit ins Verderben. Alles andere wäre auch viel zu milde. Lieber noch einen rein treten in diese Mistviecher. Die nehmen wir doch besser mit in den Tod. Dafür müssten wir uns nochmal oben drauf schämen, in Grund und Boden. Wir sind es einfach nicht wert. Denn sie wissen nicht, was sie tun. Gott steh uns bei.

Mein Haus, mein Auto, mein TV, mein Handy. Aber die Umwelt will keiner haben.

Keine Frage, um die Qualität des eigenen Bewußtseins zu verbessern, bedarf es oftmals nur kleiner, banaler Maßnahmen.
So reicht ein Wort aus, um sich selbst hinsichtlich des Schutzes der Umwelt zu sensibilisieren.
Denn üblicherweise sagt man: Die Umwelt.
Aber wieso sagt und vorallem denkt man nicht: Meine Umwelt? Oder Deine Umwelt? Oder unsere Umwelt?
Die Umwelt scheint ein Ding zu sein, das fern von uns selbst irgendwas abstraktes zu sein scheint.
Und dass uns deshalb anscheinend nicht weiter tangiert. Irgendwie ‚ein Ding‘.
Doch Umwelt ist beispielsweise und ganz konkret die Luft, die wir zum Atmen brauchen.
Oder das Wasser, das wir trinken müssen, um zu überleben.
Eine intakte Umwelt ist die Grundlage, die unsere und meine Existenz sicherstellt.
Wenn ich also in dem Bewußtsein durch die Welt gehe, dass es nicht Die Umwelt ist, sondern Unsere Umwelt, die Umwelt meines Nächsten und auch Meine Umwelt, dann beginnt ein Prozess in uns selbst, der dazu führt, dass man eher reagiert, wenn jemand unsere Umwelt verpestet oder mit Füßen tritt.

Seitdem ich so denke und es mir stets bewußt mache, finde ich z.B. das Verhalten, dass Leute das Auto laufen lassen, während sie bequem zum Bankautomaten gehen, eine Zumutung.
Denn sie verpesten damit unsere und meine Umwelt. Die Umwelt gehört nicht allein denjenigen, die sie verpesten. Sie gehört allen und jedem ein Stück weit. Damit ist das laufen lassen des Motors ein echter Angriff auf unser und speziell mein Wohlergehen.
Dieser gedankenlose Banause verpestet also nicht irgendwas, was mich nichts angeht. Er verpestet unsere und meine Welt.
Das muss man sich bewußt machen!
Wenn er schon so blöde ist, und sich keine Gedanken um sein eigenes oder das Wohlergehen seiner Nachkommen macht, was bereits nicht zu tolerieren ist, dann muss er sich dafür verantworten, die Umwelt seiner Mitmenschen zu verpesten!
Er verpestet nicht irgendwas abstraktes. Es ist ganz konkret meine und unser aller Luft, die verpestet wird!

Was mir zur Regierungszeit von Helmut Kohl einfällt

Helmut Kohl ist heute gestorben.
Ich weiß. Man soll nicht schlecht über Verstorbene sprechen.
Daher halte ich hier lediglich fest, was mir zu der Zeit einfällt, wo diese Person regiert hat und wie diese Ereignisse sich seinerzeit für mich ganz persönlich dargestellt haben.

  1. Helmut Kohl ist nicht regulär durch Wahlen an die Macht gekommen. So stellte es sich für mich seinerzeit dar. Ich war 13 Jahre alt.
    Er hat nur durch einen Trick Helmut Schmidt, der ihm -meiner Meinung nach- in mannigfaltiger Art und Weise bei weitem überlegen war, absetzen können.
  2. Zur Zeit, als die CDU mit Helmut Kohl an die Macht kam, war unsere Familie vom Sozialamt abhängig, weil meine Eltern sich haben scheiden lassen. Meine Mutter sagte damals: „Wenn die CDU an die Macht kommt, werden uns mit Sicherheit Leistungen gestrichen.“ Tatsächlich, wenn ich mich recht erinnere, gab es Kürzungen im Sozialsystem.
  3. Nach dem Fall der Mauer kamen sehr viele Menschen nach Deutschland, die vorher hier nicht gelebt haben. Viele dieser Menschen haben sehr schnell Häuser bauen können. Es gibt sogar halbe Siedlungen, wo sich diese Menschen Häuser gebaut haben. Während gleichzeitig im Sozialsystem Kürzungen vorgenommen worden sind. Das habe ich nie wirklich verstanden, wie man mit dem eigenen Volk derart umgehen kann.
  4. Als ich das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nachgemacht hatte und Bafög bezog, um über die Runden zu kommen, sah ich ein Interview im Fernsehen, wo Helmut Kohl von einer ‚Bringschuld‘ für Leute sprach, die Bafög bezogen. Anschließend fühlte ich mich schlecht und kam mir vor wie ein Sozial-Schmarotzer. Dabei hatte ich nur vor, mich weiter zu bilden und somit meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. Dazu nahm ich Rechte wahr, die dazu vom Staat geschaffen worden sind. Kohl (oder seine Experten-Mitarbeiter) hatte wohl dieses Grundprinzip nicht verstanden, dass es aus Sicht des Staates sehr viel lukrativer ist, Menschen zu unterstützen, die später potentiell mehr verdienen und somit mehr Steuern zahlen können als dass man gar nichts wieder bekommt. Zudem zahlen diese Leute einen Teil der geliehenen Mittel sogar wieder zurück. Selbst lebte Kohl von seinen Verdiensten wohl auch nicht so schlecht. Gelder, die von Steuerzahlern stammten. Ich glaube nicht, dass ihm jemand deshalb mal ein schlechtes Gewissen eingeredet hat.
  5. Zur vierten Bundestagswahl, bei der Kohl kandidierte, hatte jemand in Ibbenbüren auf ein Wahlplakat der CDU mit Kohl drauf ein Graffiti hinterlassen: „Unser dicker König“. Das fand ich lustig. Es repräsentierte die subjektiv wahrgenommene Unendlichkeit seiner Regierungszeit. Es stand auch für das Gefühl in der Bevölkerung der Stagnation und des puren Machtinteresses dieser Person, die einfach nie genug von Macht und Einfluss haben konnte und immer wieder kandidierte und immer wieder kandidierte und immer wieder kandidierte und immer wieder….
  6. Ich erinnere mich daran, dass die Wirtschaft in den 80er Jahren nie wirklich in Bedrängnis war bzw. es wirtschaftlich sehr gut ging. Dennoch wurden jedes Jahr 40-50 Milliarden DM an Schulden aufgenommen. Dabei gab es doch das Prinzip nach Keynes: In guten Jahren spart man. Das ersparte Geld setzt der Staat wieder in schlechten Jahren ein, um Arbeitsplätze zu sichern und die Wirtschaft zu unterstützen. Das hatte Kohl oder deren Wirtschaftsexperten wohl auch nie wirklich verstanden. Da kommt über einen so langen Zeitraum einiges an Milliarden an Schulden zusammen, was unter anderem zum immensen Schuldenberg geführt hat, den wir heute noch abtragen müssen. Besten Dank auch.
  7. Nach der Parteispendenaffäre sah ich eine Diskussionsrunde, wo jemand zugegen war, der Mitglied der Kommission war, die diese Affäre untersuchen sollte. Dieser Mann war selbst Mitglied der CDU. Er äußerte sich empört und sprach von erschreckenden Verhältnissen innerhalb der CDU. Als Beauftragte PCs der CDU sicherstellen sollten, waren diese verschwunden oder zerstört und Belege vernichtet worden oder ähnliches, genau erinnere ich mich nicht mehr an die Einzelheiten dieses Zeugen. Das ist nur das, woran ich mich erinnere.

NRW wählt Langeweile

Mein Gott. Was ist das ein niederschmetterndes Wahlergebnis heute in NRW.

Wieder haben die alten ‚Nachkriegsparteien‘ die meisten Stimmen erhalten.
Ich schreibe hier ‚Nachkriegsparteien‘, nicht weil ich nicht weiß, dass es z.B. die SPD bereits vor dem zweiten Weltkrieg gegeben hat.
Ich schreibe das, weil CDU, SPD und FDP Parteien sind, die seit dem zweiten Weltkrieg quasi nichts fundamental geändert haben.
Es wurde nichts gewagt, z.B. das Steuersystem reformiert, es wurde alles belassen wie es ist. Nach dem Motto ‚Bleibt alles anders‘.
Oder: ‚Wenn ich nichts mache, kann ich auch nichts falsch machen.‘

Es wurde nur an zahlreichen Schrauben gedreht und alles derart extrem komplex gemacht, so dass niemand mehr durchsteigt und dadurch die Gefahr steigt, dass das Resultat des Systems unfair und undurchschaubar wird.

Dabei befinden wir uns aber nicht mehr in der Nachkriegszeit, sondern im 21. Jahrhundert.
Es reicht nicht mehr, zu palavern und die Hände in die Taschen zu stecken. Es muss gehandelt werden!

Dieses Jahrhundert, eigentlich schon seit Ende des vergangenen Jahrhunderts, verlangt nach neuen Lösungen!

Ich spreche hier von folgenden Problemen und Herausforderungen:

1. Massive Umweltzerstörung
Auch wenn es viele nicht wahr haben wollen: Es gibt fast keine Natur mehr in Deutschland. Aktuelles Beispiel: Der sog. ‚Stumme Frühling‘.
Was ist das? Es meint, dass wenn weiter mit Insektiziden im großen Stil die Felder zugemüllt werden, sehr bald keine Vögel mehr zu finden sein werden. Einfach, weil es keine Insekten mehr gibt und Vögel daher verhungern werden. Daher wird es irgendwann kein Gesang mehr in den Gärten geben. Was eine tolle Vorstellung für die Zukunft, vorallem der Zukunft unserer Kinder!
Zynisch: ‚Na ja, die kann man ja vor ein Smartphone setzen, kriegen die eh nichts mehr vom Real Life mit.‘
Es gibt noch unendlich viele weitere Umwelt-Themen, das würde jetzt allerdings diesen Rahmen sprengen. Leute, denkt doch zumindest an die Zukunft eurer Kinder! Wenn ihr bereits auf eure Zukunft keinen Wert legt, doch bitte für eure Kinder: Es geht um nichts geringeres als um die Zukunft unserer Spezies!

2. Gerechte Verteilung des Wohlstandes
Menschen, die in der Fußgängerzone nach Pfandflaschen im Mülleimer suchen. Mehr als 1,5 tausend Kinder, die in Osnabrück wöchentlich zur Tafel gehen müssen, weil sie zuhause nichts zu essen bekommen. Renter, die vom Sozialamt Zulagen bekommen müssen, weil sie sonst erfrieren oder verhungern würden. Ein Mindestlohn, von dem ein Arbeitnehmer nicht existieren kann  usw. usf.
Als Gegensatz dazu Superreiche, die nicht wissen, wohin mit dem Geld. Die noch subventioniert werden durch massive Steuerbegünstigungen. Manager, die mehrere Millionen Gehalt pro Jahr erhalten inkl. Gelder für Vorstandspositionen usw. usf.
Das alles scheint mittlerweile völlig normal.
Ist es aber nicht! Es muss geändert werden!

3. Renten
Es kann doch nicht sein, dass wenn man 35-40 Jahre gearbeitet hat, mit dem Geld der Rente nicht (über)leben kann! Aus der eigenen Verwandtschaft und Bekanntschaft stelle ich Fälle fest, die schlicht menschenverachtend sind, insbesondere im Vergleich zu den Renten, die beispielsweise Politiker bekommen, die lediglich wenige Jahre in Positionen mit Verantwortung waren.
Das Thema Rente ist an dieser Stelle sicherlich noch ausbaufähig, möchte es jetzt aber nicht weiter behandeln.
Die Rente muss, zumindest nach dem Vorbild Österreich, angepasst und verbessert werden. Schluss mit der Angst- und Panikmache!
Lasst euch nicht verarschen, es wäre genug Geld da, wenn es nicht nach Brüssel oder Frankfurt geleitet werden würde. Es steht uns zu, denn wir haben dafür ein Leben lang gebuckelt!

4. Steuersystem
Ich habe bereits erwähnt, dass das Steuersystem Wohlhabende begünstigt.
Außerdem muss es stark vereinfacht werden, damit man es als normaler Arbeitnehmer versteht und auch selbst einschätzen kann.
Steuern, die nicht das bieten, was sie versprechen, z.B. die Ökosteuer, müssen rigoros abgeschafft oder zumindest umbenannt werden. Das schafft Transparenz. Ansonsten muss der Verdacht gestattet sein, dass es sich hier nur um Geldbeschaffung handelt und der normale Bürger nur verarscht und abgezockt wird.

Das ganze Thema, was man alles dringend ändern muss(!) ist sehr umfangreich und deshalb habe ich hier nur die aus meiner Sicht auffälligsten Punkte genannt.

All das wollen die o.g. ‚Nachkriegsparteien‘ im Grunde aber nicht wirklich anfassen, sondern eher vermeiden.
Diese Parteien sind satt, quasi die Altlast des Wirtschaftswunders.
Und jedes Jahr langweilen sie mich mit ihren Ausdünstungen im Fernsehen, ohne Inhalte und Fundament. Ohne Willen zur Veränderung und ohne Rückgrat, um notwendige Änderungen durchzusetzen.

Nun geht es wieder los, nach dieser Wahl.
Das unwürdige Geschachere, wer welche Position bekommt.
Inhalte? Pah, was juckt mich das Gerede von gestern!
Was kotzt mich dieses würdelose Gelechze und Zugeschiebe nach den besten Posten an!

Wieso wählen die Menschen diese Altlasten?
Früher waren zumindest noch Politiker mit Charakter und Willensstärke dabei (siehe Brand und Schmidt).

Doch heute handelt es sich doch nur um Opportunisten, die im Grunde ihren gesamten beruflichen Weg danach ausgerichtet haben, eine möglichst erfolgreiche und glatte Karriere hinzulegen. Keine Frage, dass es hier nicht um das Wohl des Volkes, der Bevölkerung oder der Spezies geht.

Was bin ich müde, dies mit anzusehen.
Ich glaube, der Mensch hat es nicht besser verdient.
Das Leben heißt Veränderung!
Was sagt uns dazu das Ergebnis dieser Wahl?

Weitere 4 Jahre Langeweile und Kompromisse mit denen, denen das Wohl der Bevölkerung völlig egal ist, die nur reich sein und ihre Gier gestillt sehen wollen. Warum ist das alles so primitiv?

Liebe Niedersachsen, wehrt Euch, denn das ist nicht schwer, kauft einfach kein Homann mehr

Es ging heute durch die Presse. Homann, ein bekannter und regional ansässiger Feinkosthersteller, will seine Werke in Dissen und Bad Essen dicht machen und entweder in Polen oder Sachsen wieder aufbauen.
Damit einhergehend würden in der Region ca. 1500 Arbeitsplätze wegfallen.
Die Stimmen der Interviewpartner, Mitarbeiter der Betriebe, wirkten ziemlich entmutigend, enttäuscht und hilflos.

Dabei ist man nicht völlig machtlos. Vielmehr besitzt der einzelne Konsument mehr Macht als er meint.

Das Problem ist eben der Zusammenhalt, was uns durch politische Maßnahmen in der jüngsten Vergangenheit versagt, aberzogen oder gar unterbunden wurde.
Denn das Gute an der radikalen, neoliberalen Marktwirtschaft ist die Einfachheit mit der es funktioniert.
Der Hintergrund dieser aller Entwicklungen läßt sich mit einem Wort beschreiben: Geld.
Es geht einzig ums Geld, das ist auch schon alles.

Man muss lernen, als mündiger Bürger und Konsument diese Monstren der Wirtschaft zu lenken und zu beherrschen.

Angenommen, die Mehrheit (zumindest) der Niedersachsen würde ab heute keine Produkte von Homann mehr kaufen, und zwar stringent, diszipliniert und auch nicht nur für eine Woche, sondern langfristig, und damit meine ich mehrere Jahrzehnte, würde sich die Führung dieses Unternehmens es sich mehrmals überlegen, ob sie die o.g. Werke schließt.
Das ist doch keine Kunst, sich das auszumalen.
Es würde auf jeden Fall wirken!

Seid ihr also bereit, diese Boykott zu leben und damit den Kollegen dieser Werke zur Seite zu stehen?
Auch, wenn ich fürchte, dass es niemals zu diesem Boykott kommen wird (dafür habe ich meine pessimistischen aber berechtigten Gründe), habe ich persönlich beschlossen, für den Rest meines Lebens keine Homann-Produkte mehr zu kaufen.
Ich kann euch versprechen, dass ich mich daran halten werde, wie ich es bereits mit anderen Produkten getan habe.

Für mich ist das keine besondere Herausforderung, denn ich gehe mit offenen Augen durch die Welt und habe meine Prinzipien.
Ich kaufe nicht einfach wie ein Konsumvieh alles, was mir im Geschäft zwischen die Finger kommt, sondern ich wäge stets genau ab, ob ich das kaufen will oder gutem Gewissens nach kaufen kann oder dergleichen.

Wird sich jemand daran beteiligen?
Werdet mündig und nutzt eure Macht!

An sich ist das kein Problem.
Das Internet hilft dabei, sich zu organisieren, Informationen auszutauschen und sich abzustimmen.

Verlasst euch nicht auf die Politik oder die Wirtschaft und nehmt euer Schicksal selbst in die Hand!
Wozu seid ihr sonst auf der Welt? Wollt ihr nur essen, arbeiten und schlafen gehen?
Gebt euch nicht auf!

6000 km in 20 Monaten mit dem Rad zur Arbeit: Wieso gibt es keine Steuerfreibeträge?

Mein Tacho beweist es: Ich bin in den letzten 20 Monaten 6000 km mit dem Rad gefahren.
Der Großteil der Strecke setzt sich aus dem Weg zur Arbeit und wieder zurück zusammen.
Fast täglich fahre ich den Weg zur Arbeit hin und zurück.
Wenn es nicht gerade regnet oder schneit oder ich mich sonstwie nicht gerade schlecht fühle.

Einfache Strecke ca. 10,15 km, täglich also ca. 20,2 km.

Bei einem Verbrauch von ca. 7,5 l pro 100 km (unser Auto im Stadtverkehr), habe ich umgerechnet 450 l Sprit gespart.
Bei einem Preis von im Mittel und geschätzt 1,38 Euro pro Liter Super, habe ich 621 Euro in 20 Monaten und 372 Euro in 12 Monaten gespart.

Dabei habe ich ca. 1048 kg CO2 (Annahme von 2,3 kg pro Liter Treibstoff Super) per Verbrennung durch unser Auto nicht ausgestoßen.

Weiterer Benefit: Ich fühle mich besser und bin potentiell gesünder. Unter dieser Annahme könnte es sein, dass ich länger gesund bleibe als wenn ich nicht Rad fahren bzw. mich sehr wenig bewegen würde.

In Summe, wenn also Millionen Menschen in der Bundesrepublik mit dem Rad zur Arbeit fahren würden, ließen sich sehr wahrscheinlich enorme Ausgaben im Gesundheitsbereich sparen.

Das sind die Fakten.

Doch wenn ich (mit dem Rad) zur Arbeit fahre, treffe ich eher selten auf andere Radfahrer.
Eigentlich kann man diese an einer Hand abzählen, wenn es hoch kommt!

Da habe ich mich gefragt, wie man mehr Menschen auf das Rad bekommen könnte.
Freiwillig oder aus idealistischen Gründen, wird das wohl leider schwer umsetzbar sein.
Dies bereits allein, weil es so viel bequemer ist, sich im warmen Auto, von Musik berieselt, zur Arbeit gleiten zu lassen.

Doch, wäre es nicht eine gute Idee, wenn man Arbeitnehmern, die nachweislich mit dem Fahrrad zur Arbeit (und/oder zurück) fahren, ganz einfach Steuervergünstigungen in Form z.B. von Freibeträgen zusprechen würde?

Die Grundfrage ist doch: Wie kann ich die Umwelt schonen oder schützen und gleichzeitig die negativen Aspekte des bestehenden, radikal-kapitalistischen Systems ohne viel Aufwand nutzen und umwandeln?
Und vielleicht sogar langfristig eine Änderung des Bewußtseins hervorrufen?

Da halte ich doch einen Steuerfreibetrag für ideal geeignet!
Sehr viele Menschen wechseln bereits wegen 100 Euro pro Jahr die Versicherung oder den Handyvertrag.
Was also, würde es allein bewirken, wenn man, sagen wir 400 Euro pro Jahr, an Steuern sparen könnte?
Das wäre doch enorm. Aber ich denke, um eine prägnante Umwälzung in diesem Sinne zu erreichen, müßten schon mehrere hundert Euro jährlich drin sein.

Doch, wieso gibt es das nicht längst schon?
Könnte man annehmen, dass der Umweltschutz und die Gesundheit der Bevölkerung der Politik nicht wichtig ist?
Dass es kein übergeordnetes Ziel im politischen Handeln und lediglich Lobbyismus gibt?

Wieso gibt es keine einfachen Anreize, die Bevölkerung dazu zu bringen, nicht mit dem Auto zur Arbeit zu fahren und sich gesünder zu verhalten?

Klar, die technische Umsetzung dürfte anspruchsvoll sein.
Schließlich muss man jedweden Mißbrauch unterbinden.
Vielleicht wird es sogar Leute geben, die ihr Fahrrad in den Kofferraum packen, um somit vorzutäuschen, mit dem Rad zur Arbeit gefahren zu sein.
Da habe ich auch bereits Ideen, um derartige Betrugsfälle ‚abzufangen‘.
Es liefe alles nur auf die Raffinesse der technischen Umsetzung hinaus. Ich halte es aber nicht für unmöglich.
Es ist, wie so oft, einfach nur eine Frage des Willens.

Sinnvoller, als eine Pseudo-Steuer (Ökosteuer) zu erheben, mit dessen Geldern rein garnichts für die Umwelt gemacht wird, würde es auf jeden Fall sein.

Ökosteuer: Ein zynischer Hoax zum Stopfen von Steuerlöchern

Wenn man noch jung und unbefangen ist, denkt man sicher, dass mit den Geldern der Ökosteuer, ganz sicher ökologische Maßnahmen finanziert werden. Vielleicht wird hier ein Naturpark begründet oder dort Wälder aufgeforstet. Vielleicht wird die Begrünung von Städten damit finanziert oder Arten geschützt, die ansonsten vom Wildwuchs der Zivilisation vom Angesicht der Erde getilgt werden würden?

Leider ist dies nicht so. Denn mit den Geldern der Ökosteuer werden lediglich allerlei Löcher in den Finanzkassen des Staates geflickt.
So fließt das Geld etwa in den Sozialhaushalt oder in die Rentenkassen.

Wieder eine Steuer, die eigentlich ein Hoax ist, da sie nicht das leistet, was sie verspricht.
Wieso hat man die Steuer nicht gleich ‚Steuerlochsteuer‘ genannt?
Weil sonst niemand bereit wäre, dafür zu zahlen?
Weil es sonst allzu offensichtlich wäre, dass sie nur dazu dient, weiteres Geld einzutreiben?

Wieso macht man sich einen Scherz aus einem Thema, das derart wichtig und eigentlich sehr ernst ist?
Ein Thema, das für unsere Kinder und Kindeskinder sehr wichtig sein wird, wenn erst alles ruiniert ist, was diese zum Leben benötigen?
Ist das nicht mehr als zynisch?

Davon mal abgesehen, dass die kassierten Gelder nicht dafür eingesetzt werden, wofür es namentlich deklariert ist, könnte man ihr noch zu Gute halten, dass durch die Besteuerung von Energie, dessen Verbrauch gedrosselt werden könnte. Weil es eben mehr kostet (Strom, Treibstoff usw.).
Das wäre ja keine schlechte Sache, wenn denn die Gelder auch für den ‚Wiederaufbau‘ einer besseren Umwelt ausgegeben werden würden und nicht zweckentfremdet werden.

Aber mal ehrlich: Wer ausreichend Geld hat, dem ist es doch völlig egal, ob er an der Tanke 1,30 Euro pro Liter zahlen muss oder 2 Euro.
Das bedeutet, dass die Ökosteuer hauptsächlich die Menschen trifft, die sowieso wenig auf der Tasche haben.

Letztlich werde ich das Gefühl nicht los, dass hier einzig ein Instrument geschaffen werden sollte, um mehr Geld einzunehmen.
Würde dem Staat etwas daran liegen, dass sich unsere Umwelt verbessert, würde genau dieses Geld z.B. zur Aufforstung und Renaturierung Deutschlands eingesetzt werden. Oder vielleicht noch in die Subventionierung von Solarpanel auf jedem Dach in Deutschland oder dergleichen.
Weil dem nicht so ist, hege ich die Vermutung, dass dem Entwickler dieser Steuer die Umwelt sprichwörtlich völlig schnuppe gewesen sein muss. Hauptsache, es kommt weiteres Geld rein für das niemals gesättigte Monster der monatlichen Ausgabenströme, die schon längst niemand mehr durchschaut.