Kategorie: Gesellschaft & Politik

Brain Fuck N° 1 : Autonomes Fahren

Ja, das Autonome Fahren. Kaum eine Ausgabe einer Zeitschrift oder Zeitung, die ohne dieses Thema auskommt.
Es wirkt, wie die Einstimmung auf eine unausweichliche Verheißung der Wirtschaft, die uns alle glücklich(er) macht.
Seltsamerweise habe ich noch nie einzelne Personen oder gar Menschengruppen wahrgenommen, die brennend auf diese Technik warten, jubelnd auf der Straße stehen und es kaum noch aushalten können, mit einem solchen Vehikel zu fahren. Im Grunde widerspricht es ja der Erfahrung des Autofahrens als solches. Das Fahren wird zur Nebensache, ein notwendiges Übel. Denn eigentlich wussten wir es schon lange. Das Autofahren ist doch nur lästig und hält von den wichtigen Dingen des Lebens ab.
Kurioserweise wird damit in diesem Zusammenhang sogar geworben, obgleich es bisher noch kein autonom agierendes Fahrzeug zu kaufen gibt, was an sich bereits markant aber auch suspekt anmutet. Die alten Taschenspielertricks der Marketing-Industrie für das Kaufvieh der Moderne.
Das Autonome Fahren spart Zeit. Man kann dann bereits auf dem Weg zur Arbeit arbeiten oder zumindest die News lesen, um auch über die aktuellen Börsenkurse informiert zu sein. Na, wenn das kein echter Vorteil ist…

Wenn das Autofahren zur Nebensache wird, was machen dann all die Leute, für die Autofahren eine Betätigung, Spass, Herausforderung oder gar Leidenschaft ist? Diese Menschen sind wohl kaum die Zielgruppe dieser neuen und innovativen Technik. Aber die werden sich schon noch umgewöhnen (müssen). Und schließlich werden auch diese Leute profitieren vom Mehr an Zeit, die sie dann bereits im Auto zum Arbeiten nutzen können oder dafür, so wichtige Fragen der Kinder wie ‚Pappa, wo bist du gerade?‘ noch auf dem Heimweg zu beantworten.

Dabei ist es ja nicht nur das Autonome Fahren, das Einzug hält. Online-Module, mit denen diese Fahrzeuge ständig eben ‚online sind‘, werden ja auch gleich mit eingebaut. Diese Fahrzeuge kommunizieren natürlich (nicht nur) mit den umgebenden Fahrzeugen und mehr. Die völlige Digitalisierung des Lebens und der Lebensumstände. Wo ist wer, was macht wer gerade? Alles kein Problem.
Glücklich darüber dürften diejenigen sein, die sich diese Daten aneignen. Eine weitere Schatzgrube der Kommerzialisierung des Lebens der Massen, mit dem sich (wieder einmal) Billiarden verdienen lassen. Entsprechende Profile dieser Menschen, in Verbindung mit den zahllosen anderen Daten, die ein Mensch landläufig hinterlässt, dürften eine gute Stange Geld wert sein.

Der zweite Vorteil, der aktuell immer wieder hervor geholt wird, sind die Unfallzahlen.
Dabei gilt das jedes Jahr neu aufgeworfene Credo: Jeder Unfalltote ist zu viel. Im Jahre 2017 waren es mehr als 3000 Unfalltote in Deutschland. Bei Milliarden Fahrten jährlich ist das natürlich viel zu hoch. Um die Zahl 3000 auf, sagen wir, 2 pro Jahr zu senken, bedarf es natürlich der Technik des Autonomen Fahrens. Und dies ist natürlich eine Rechtfertigung schlechthin. Und es war natürlich die Hauptmotivation der Entwickler, die Unfallzahlen zu minimieren, ganz klare Geschichte. Und einzig aus diesem Grunde wird das Autonome Fahren sinnvoll sein. Deshalb schlage ich vor, dass man einen Großteil der zukünftig eingenommenen Gewinne in die Erforschung der Antibiotika-Resistenzen steckt, denn deren ‚Opferzahlen‘ dürften aktuell bereits jährlich in der Bundesrepublik höher als 3000 sein. Das wäre doch mal sinnvoll. Man sollte dies den Spekulanten, Aktionären und Profiteuren der Technik des Autonomen Fahrens vorschlagen. Ob die darauf eingehen werden? (/Ironie Ende)

Mit total vernetzten und automatisierten Fahrzeugen sollten Auffahrunfälle oder Unfälle als solches garnicht mehr vorkommen. Kann ja auch nicht, denn die Algorithmen ‚wissen ja alles‘ bzw. beherrschen jede Situation. Wer’s glaubt. Wer einmal in seinem Leben ausgiebig programmiert hat, weiß, dass ein Programm nur so schlau ist, wie die Entwickler, die dieses Programm umgesetzt haben.

Dann wären wir bei den neuronalen Netzen, eine Programmform, die in Anlehnung an die Funktion von Nervenzellen, also Neuronen, angelehnt ist. Aber die müssten es doch hinkriegen, auf jedwede Situation angemessen zu reagieren? Das hängt davon ab, wie gut das Netz konditioniert ist und in der Lage sein wird, sich selbst zu konditionieren bzw. anzulernen oder weiter zu entwickeln.

Die Antwort der Natur war in diesem Zusammenhang die Entwicklung des Bewußtseins. Das Bewußtsein befähigt das Individuum zur individuellen Lösungsfindung je nach Situation, Zeit, Umstand, Umgebungsfaktoren und Zusammenhang. Gewissermaßen eine Übertragung der Verantwortung auf das Individuum, welches innerhalb eines gewissen Freiheitsgrades eigenmächtig entscheiden und handeln kann.
Das geht schneller, d.h. die Organismen können sich schneller und effektiver an geänderte Lebensumstände (biotisch und abiotisch) anpassen. Als Beispiel kann der Angriff eines Löwen gelten. Wie kann ein menschlicher Vorfahre am effektivsten dieser Gefahr begegnen und das Aussterben der ganzen Art verhindern, also bevor allesamt aufgrund ihrer Dummheit oder Handlungsunfähigkeit von Löwen aufgefressen worden sind? Wenn nun rein genetisch das Verhalten ‚Lauf weg und klettere auf einen Baum‘ etabliert wird, könnte dies gemäß der Mechanismen der Evolution Jahrtausende, wenn nicht länger dauern. Und was, wenn das nächste Mal ein Tiger angreift? Es ist also klar, dass ein Bewußtsein und die dadurch mögliche Bildung des ‚Ichs‘ oder Egos eine ziemlich geniale ‚Idee‘ der Natur war. Dabei gilt, je komplexer der neuronale Aufbau, desto komplexer das Bewußtsein und die damit einhergehende Handlungsfreiheit, d.h. das autarke Handlungsvermögen.
Was im Übrigen beinhaltet, dass alles Leben ein Bewußtsein haben dürfte. Aber das würde jetzt in ein anderes Themengebiet führen.
Nun, was soll das ganze Geschwafel über das Bewußtsein, wir waren doch bei neuronalen Netzen?
Ganz klar, ein auf Silikon gebanntes und künstlich geschaffenes neuronales Netz wird niemals so gut sein wie ein ‚echtes Bewußtsein‘. Denn einem neuronalem Netz sind per se Grenzen gesetzt. Das natürlich und über Jahrmilliarden entwickelte Bewußtsein ist das aktuelle Optimum, was an individueller Intelligenz, Handeln und Ermessen möglich ist. Zudem ist es um Zehnerpotenzen effektiver als jeder aktuell umsetzbare Rechner.
Mag sein, dass man ein wie auch immer geartetes Bewußtsein eine Tages künstlich erschaffen können wird. Aber das wäre nun wirklich Sciencefiction. Heute weiß niemand auf der Welt auch nur ansatzweise, was überhaupt das Bewußtsein ist oder gar, wie es zustande kommt oder funktioniert.

Und was bedeutet das schon wieder? Nun mit der Entwicklung des Autonomen Fahrens werden neue Ängste in den Markt gehauen. Denn wenn bereits ein Fahrzeug selbständig und anscheinend intelligent durch die Gegend fährt, ist es ja nicht mehr lange hin, bis auch Androiden durch die Gegend laufen und uns ablösen werden. Die ebenso intelligent, wenn nicht sogar intelligenter sein werden.
Laßt euch nicht verarschen. Bisher weiß niemand, wie das Bewußtsein funktioniert, wie es zustande kommt und worum es sich dabei eigentlich handelt. Meine o.g. Ausführungen haben auch nur die Vorteile skizziert, die ich annehme.

Wir können also festhalten, dass das Autonome Fahren erneut einen Markt der Extreme öffnet und ein Bedürfnis schafft, von dem die Menschen bisher nichts wussten. Oder besser gesagt, nichts wissen konnten. Einfach, weil es dieses Bedürfnis und diese neue, tolle Technik bisher nicht gab. Aus Sicht der Wirtschaft ist es stets eine gute Sache oder das marktwirtschaftliche Optimum, neue Bedürfnisse zu schaffen, mit denen man Billiarden Euro, Dollar Yen oder was auch immer verdienen kann. Das wiederum heizt die Spirale an. Mal abgesehen von den Haupt-Profiteuren, das sind Unternehmen, deren leitende Manager und Vorstände sowie Aktionäre, wird es ein neues und modernes Ziel der gesichtslosen Massen sein, von dieser Entwicklung zu profitieren. Diesem Ziel, quasi als nüchterner Ersatz für die materialistisch nicht zu beantwortende Frage nach dem eigentlichen Sinngehalt des persönlichen oder gar des Lebens als solches, kann man dann nachstreben. Für diejenigen, die das Glück haben werden, von dieser Technik materiell zu profitieren, wird es als Genuß ausreichend sein, sich das Leben zu erklären. Denn ein Leben mit und durch die Technik entspricht dem Konsens, dem Dogma und dem Weltbild des Materialismus, den die Wissenschaft als einzige Wahrheit proklamieren mag.
Letztlich handelt es sich beim Autonomen Fahren einerseits um einen neuen, modernen und hippen Begriff. Das muss man eben haben, um sich, oberflächlich betrachtet, günstig darzustellen.
Andererseits ist es wohl primär schlicht ein neues Verkaufsargument. Wer möchte schon die alten Kamellen mit veralteter Technik kaufen? Und Kaufen sollte ja unsere Hauptaufgabe, Lebensinhalt und Lebensziel sein.

Doch die meisten werden wohl, wie schon so oft, leer ausgehen.
Das alte, würde- und geistlose Gesicht der Zahlen, des Kapitalismus und des Kommerzes.
Die Rechnung werden also, wieder mal, andere begleichen müssen.

Lasst euch nicht mit diesen blumigen Marketing-Verheißungen einlullen.
Für uns ‚Organische Lebensformen‘ gibt es immer noch erstrebenswertere Ziele als die der Wirtschaft.
Auch wenn das vielen nicht bewußt ist. Das sind dann eben arme Schweine.

Und deshalb ist das Autonome Fahren ein klassischer ‚Brain Fuck‘.
Unser Gehirn wird gefickt und mit Inhalten gefüttert, die uns persönlich und ‚effektiv‘ eigentlich nichts bringen, sondern eher nur den Profiteuren aus Wirtschaft oder Politik.
Aber nur wenigen fällt es auf, wenige scheren sich drum oder interessieren sich für diesen Zusammenhang.
Deshalb Scheiß drauf! Das ist eben der Lauf der Dinge. 🙂

Die Nachrichten des heutigen Tages

‚Trump verhängt Sanktionen gegen Rußland‘
Oh Mann, dieses Spiel der ehemaligen Großmächte ist sowas von ‚den menschlichen Geist verletzend‘, dass es für mich bereits eine Überwindung ist, da zuzuhören. In einer Welt, in der nur Zahlen, Konsum, Wirtschaft und Profit herrschen, ist es kein Wunder, dass privilegierte Hohlköpfe mit dem Bewußtsein eines Vorschulkindes die Welt regieren. Denn was dazu an geistiger Qualität notwendig ist, passt wohl augenscheinlich geschrieben auf eine Briefmarke.
Als sei alles nur ein Spiel!?
Die Verantwortung von Milliarden Menschen und ein vielfaches an anderen Lebensformen in der Hand von Psychopathen.
Na, wenn das keine positive Perspektive für die Zukunft der Menschheit ist.

Seinerzeit, nachdem die Mauer gefallen und das alte System der UDSSR am Ende war, hatte ich doch tatsächlich die Hoffnung, dass sich der Westen nun an Rußland annähert. Eben, weil nun die Chance dafür gegeben war. Doch anscheinend geht es nicht um einen globalen Frieden, Verständigung, Ausgleich und Harmonie. Es geht wohl nur um Macht, Differenzen, Gier, Neid und vorallem Feindbilder.

‚Konflikt Israel und Palästinenser‘
Tagesschau vor 20 Jahren? Nein, die aktuelle Ausgabe. Nur die Namen haben sich leicht verändert. Ansonsten das gleiche wie damals. Die einen schießen Raketen hier und dort drauf, die anderen reagieren mit sonstigen Angriffen. Das ist alles nicht auszuhalten. Seitdem ich Nachrichten in irgendeiner Art verfolge, ist diesen Parteien keine Einigung gelungen. Nicht zu fassen. Dabei ist es doch ganz einfach. Wenn man in ein Land zieht und die dort lebenden Menschen quasi vertreibt, muss man sich nicht wundern, wenn diese sich wehren. Und, was unternimmt man da? Klar, man erschießt hier und dort jemanden. Ganz klare Geschichte, klingt einleuchtend und hilfreich.

‚Liga Saudi-Arabien beschießt Jemen‘
Die Liga der saudiarabischen Staaten (oder sowas in der Art) hat Ziele in Jemen beschossen. Die durch Öl zu Reichtum gekommenen Scheichs haben sich, quasi als Extra-Ausgabe, um Steuern zu sparen, eine fette Armee aufgebaut und räumen hier und da in der Region auf. Doch warum werden immer wieder unschuldige Menschen dabei getötet, was wohl kaum zu vermeiden ist, und, laut Moderator des Films ‚keine Rücksicht genommen‘?
Tja, da muss ich mich doch fragen, ob es sich bei den Moslems ähnlich wie mit den Christen verhält?
Den ganzen Tag schlaue Verse aus der Schrift vortragen und auswendig gelernt haben und nichts dabei gelernt?
Steht in den Schriften etwa: Macht sie alle platt??
Doch, der Glaube und Rituale sind das wichtigste.
Aber nicht verstanden, was in den Schriften steht?
Ist die intellektuelle Herausforderung etwa zu groß?

 

Ich frage mich, wieso ich in einer solch fragwürdigen und vorallem unwürdigen Welt leben muss?
Eine Welt, scheinbar ohne Werte, Würde, Moral und geistigem Anspruch.
Wieso ist das so primitiv, dass es zum Himmel schreit?
Ein bisschen mehr hätte ich mir schon erwartet, als ich meinen ersten Schritt in diese Welt gesetzt hatte.
Es beschämt mich und möchte am liebsten ausbrechen.
Gibt es nicht irgendwo eine weiter entwickelte Spezies, die mich mit nehmen möchte?
Bitte holt mich hier ab von diesem Planeten der Schwach- und Hohlköpfe!

Im ersten deutschen Fernsehen geht ab kurz vor 8 Uhr alles gerecht zu…

Ja, in der heilen Welt des deutschen Wohnzimmers, geht kurz vor 8 Uhr alles sehr gerecht zu.

Um 8 Uhr kommt die Tagessschau und für diejenigen, die bereits vorher einschalten, gibt es die sonstigen, interessanten News aus der Welt des Wetters und Börse.

Zunächst kommt der Wetterbericht.
Seit 3 Monaten immer das gleiche: Die Hitzewelle mit min. 30-35 C°.
Die Natur, die Tiere und der Mensch leidet unter dieser extremen Hitze.

Ein Schelm, der da nicht an den längst bewiesenen, aber unbeachteten Klimawandel denkt.
Zu meinem Erstaunen, haben die Meteorologen in den letzten Tagen doch tatsächlich und öffentlich im TV eingeräumt, dass diese unerträgliche Hitze, die dazu führt, dass Städte wie Hamburg und Bremen das Trinkwasser limitieren (müssen), auf den Klimawandel zurück zu führen ist! Nein! Ehrlich? Ist doch nicht wahr… da war das langjährige Studium und die seit Jahrzehnten andauernden Auftritte im TV doch nicht umsonst gewesen.

Nach dem deprimierenden Wetterbericht bekommen auch direkt die Verursacher des Klimawandels eine Plattform geboten: Die Börse im Ersten.
Welche Werte gibt es, wieviel konnte (wieder mal) mehr aus der Erde herausgeholt werden?
Wer ist der Verlierer, wer der Gewinner? Wetteifern um die letzten Ressourcen, die letzten geilen Posten auf dem hart umkämpften Markt. Das Gesetz des Dschungels, Survival Of The Fittest, Darwin hatte doch Recht, alles nur ein Kampf um Fleisch und Blut. Wer den anderen platt macht, hat gewonnen, so einfach ist das. Die Natur kann man ungestraft und ungefragt platt machen.
Wer fragt da schon genauer nach? Eben: Fragen sind nur unangenehm und unbequem. Man müsste nachdenken, um diese Fragen zu beantworten und das will ja keiner. Zumindest nicht in der einfachen, von Zahlen beherrschten Welt der Finanzen und Bilanzen.
Diese von Menschen gemachten Welt, in der rein rational argumentiert und gehandelt wird, deren Motivation jedoch völlig irrational ist. Ängste und Emotionen sind der Antrieb. Das ist dann in Summe aber befriedigend. Weil man eben zu den Gewinnern zählen könnte. Nur zu doof, dass man dabei vergisst, dass dieses System völlig blöd ist, denn es zerfrisst die Lebensgrundlage der Menschheit. Aber das ist ja nur Panikmache.
Und dass die alten und kranken Menschen wegen der Hitzewelle tot umfallen, könnte letztlich ja nicht an der Hitze liegen, sondern nur daran, dass sie eben alt und/oder krank waren. Warum sind sie auch nicht jung und fit? selbst schuld!

Tja, in der heilen, deutschen Welt im TV kurz vor 8 ist doch alles noch völlig in Ordnung:
Denn in der darauf folgenden Tagesschau gibt es auch nicht wirklich Neues zu sehen, außer die üblichen Brandeinsätze der Feuerwehr in Schweden und Griechenland. Puh…ist das langweilig.
Aber gleich kommt ja der Tatort.

Intelligenz und Verhalten. Meine ersten Erfahrungen als junger Mensch.

Ganz klar, es gibt Wegpunkte der Erkenntnis im Leben eines Menschen, die stets in Erinnerung bleiben.
Eine tiefgreifende Einsicht hinsichtlich des Zusammenhanges zwischen Intelligenz und Verhalten ereilte mich, als ich etwa Anfang zwanzig war.
Ich war seinerzeit als Handwerker tätig, ein Ausbildungsberuf, den ich direkt nach meiner regulären Schulzeit erlernt hatte.
Aufgrund meines jungen Alters und der damit verbundenen fehlenden Erfahrung, hatte ich lediglich meine persönliche und autodidaktische Einschätzung oder Vorstellung dessen, wie es sich in der Welt der Menschen mit der Macht und der Position und der damit verbundenen Intelligenz verhält.
So war ich der einfachen aber logischen Annahme, dass sich je nach gesellschaftlicher, politischer oder beruflicher Position die Intelligenz der betreffenden Person äquivalent verhält. Je angesehener und gehobener die Position, desto intelligenter die Person.

Nun kann man diese Annahme natürlich noch präzisieren. Was bedeutet z.B. Intelligenz und wie misst man sie?
Aus meiner damaligen Sicht (in Grundzügen vertrete ich es heute immer noch) äußert sich Intelligenz durch intelligentes Verhalten.
Welches Verhalten ist intelligent? Es könnte sich um Verhalten handeln, das Rückschlüsse zulässt, dass die- oder derjenige objektiv betrachtet, soweit das irgend möglich ist, unter Berücksichtigung sämtlicher bekannten Informationen und Faktoren, die bestmögliche Entscheidung getroffen hat und zwar nicht nur für sich, sondern für die Mehrzahl der denkbaren Zusammenhänge und Faktoren.

Mein gedankliches Beispiel seinerzeit war schlicht aber einleuchtend: Welches Auto fahre ich?

Ich dachte, dass sich doch anhand eines simplen Vorganges wie die Wahl des Autos, bereits der Grad der Intelligenz abmessen ließe. Dementsprechend war ich davon ausgegangen, dass die Menschen mit einem gehobenen Grad an Intelligenz auch ein Auto besäßen, dass davon zeugt. Dies müsste man noch weiter präzisieren.

Aber ich denke, es ist sinnvoll, wenn ich meine Geschichte als solche an dieser Stelle weiter führe.
Ich war also Handwerker und für eine gewisse Zeit bei einem Kunden, einem mittelständischen Unternehmen, tätig. Dieses Unternehmen machte auf mich einen innovativen, modernen Eindruck. Alles war gut organisiert, sauber und wirkte korrekt. Es gab dort Parkplätze und natürlich, wie bei so vielen Unternehmen, reservierte Parkplätze für die Unternehmensleitung. Doch das wusste ich erst nicht. Dort standen immer sehr große Limousinen eines großen, bekannten deutschen Fahrzeugherstellers. Auf Nachfrage erklärte man mir, dass dies die Autos der Geschäftsführung seien.
Das verwunderte und erschütterte mich mit meiner o.g. Grundannahme. Wenn dies die Autos der ‚Chefetage‘ sind, wieso stehen dort nur große, überdimensionierte und luxuriöse Autos? Moment, nochmal zurück zur Intelligenz.
Was bedeutet Intelligenz im Zusammenhang mit einem Auto?

Betrachten wir die Sache mal objektiv und völlig unvoreingenommen und unemotional.
Das ist beim Thema ‚Auto‘ in Deutschland zwar extrem schwierig, aber nur mal in den Raum gestellt.

Das Auto als solches ist ein Transportmittel. Man nutzt es, um damit von A nach B zu fahren.
Das ist als solches kein Problem. Das Problem an sich entsteht einerseits dadurch, dass das Fahren mit einem Auto, das auf Verbrennung ausgelegt ist, Emissionen freisetzt. Was Emissionen sind uns weshalb sie nicht gut sind, bitte bei wikipedia nachlesen.
Ich setze diese Informationen nachfolgend voraus.

Zudem wird das Problem der Emissionen einerseits dadurch erheblich verschlimmert, wenn nicht nur ein Auto in der Welt fährt, sondern Millionen oder gar Milliarden Autos. Andererseits, wenn Millionen oder Milliarden Autos in der Welt fahren, wird das Problem zusätzlich verschlimmert, wenn diese Autos ineffizient betrieben werden, so dass sie mehr Emissionen freisetzen, als eigentlich notwendig wäre, um, sagen wir, eine Person von A nach B zu transportieren (Zweckmäßigkeit).
Dann gibt es natürlich noch Faktoren, wie unnötige Fahrten mit Fahrzeugen, die zudem nicht optimal genutzt werden (zu wenige Passagiere) usw. usf.

Die oben aufgeführten, objektiven Fakten hatte ich seinerzeit bereits gedanklich für mich voraus gesetzt.

Zurück zur Intelligenz. Was würde man (die zuvor genannten objektiven Grundgedanken und Fakten vorausgesetzt) vermuten, würde jemand, der eine hohe Intelligenz besitzt, bei der Wahl seines Fahrzeuges beachten?

  • Würde er ein Auto fahren, dass extrem ineffizient fährt, d.h. beispielsweise es muss eine viel zu große Masse beschleunigt werden, was einen erhöhten Emissionsausstoß bedeuten würde?
  • Würde er ein Fahrzeug fahren, dass auf Verbrennung eines Kraftstoffes ausgelegt ist und somit generell Emissionen freisetzt oder eher ein Fahrzeug, dass kaum oder keine Emissionen freisetzt (Elektroantrieb, Wasserstoff, Muskelbetrieb)?
  • Würde er ein Auto fahren, bei dessen Produktion bereits unverhältnismäßig viel Emissionen freigesetzt wurden, weil das Auto schlicht zu groß ist für seinen Nutzen (Person von A nach B transportieren)?

Ich denke, man kann bequem, alle o.g. Fragen mit ‚Nein‘ beantworten.
Und genau das ging mir seinerzeit, im zarten Alter von Anfang zwanzig, im Kopf herum.
Ich meine, das sind ja per se logische Grundannahmen, die man, unbedarft und jung, durchaus haben kann und die sicherlich nicht völlig fehl am Platze  sind.

Angesichts dessen war ich natürlich davon ausgegangen, dass die Geschäftsleitung dieses Unternehmens aus Personen besteht, die einerseits die intelligentesten Mitglieder dieses Unternehmens sind. Sonst hätten sie ja nicht diese Position.
Andererseits, wenn sie die intelligentesten Mitarbeiter sind, müsste das natürlich auch bei einem simplen Vorgang wie der Wahl des Autos deutlich werden oder erkennbar sein.

Demzufolge hatte ich natürlich, und wie selbstverständlich, erwartet, dass die Mitglieder der Geschäftsführung (nachfolgend MdG genannt) Autos fahren, die in irgendeiner Weise innovativ sind, was den Ausstoß von Emissionen angeht. Vielleicht Elektroautos, neuartige Antriebe jedweder Art, die in irgendeiner Weise zukunftsweisend, d.h. ressourcenschonend, sparsam und dem Zweck (Transport von A nach B) angemessen sind.

Doch das traf anscheinend nicht zu. Wie ist das zu erklären?
Es stellte mich seinerzeit tatsächlich vor eine kleine Sinnkrise. Diese Beobachtung schockierte und irritierte mich und ich brauchte eine gewisse Zeit, bis ich es durchdacht und verstanden hatte.

Ich war nach obigen objektiven Grundannahmen davon ausgegangen, dass ich in eine Welt oder menschliche Gesellschaft hinein geboren worden war, die dem Stand ihrer Entwicklung entsprach. Ich hatte anscheinend den Eindruck, dass die Menschheit, angesichts der wissenschaftlichen Errungenschaften und Erkenntnissen, recht weit fortgeschritten war.
Doch bei diesem o.g. Aspekt (Wahl des Autos) schien dies nicht zuzutreffen, eher im Gegenteil.
Diese Autos schienen protzig, viel zu groß, oberflächlich imponierend und überhaupt nicht dem Zweck angemessen.

Also, blieben mir nur die folgenden, wie ich fand, logischen Schlussfolgerungen:

  1. Die MdG sind nicht intelligent. Aber wieso haben sie dann diesen gehobenen Posten?
  2. Die MdG sind zwar intelligent, jedoch äußert sich das anscheinend nicht in ihrer Handlung. Aber wieso haben sie dann diesen gehobenen Posten?

Wie man anhand meiner gedanklichen Schlussfolgerungen erkennen kann, ergab sich bei der Beantwortung der Frage, wieso die MdG diese gehobenen Positionen inne haben, keine Antwort. Was bereits ziemlich verwirrend ist bzw. war.

Bleibt die Frage übrig, ob die MdG intelligent sind oder nicht?
Lassen wir den Punkt 1. außer Acht, denn ich möchte einerseits nicht provozieren, andererseits gehen wir mal davon aus, dass die MdG in irgendeiner Form intelligent gewesen sein könnten.
Und da sind wir bereits bei der Auslegung der Intelligenz. Sie ist anscheinend variabel, d.h. es kann durchaus jemand auf irgendeine Weise intelligent sein, sich jedoch überhaupt nicht so verhalten.
Das wiederum impliziert, dass Intelligenz sich auf einzelne ‚Handlungsfelder‘ beschränken kann.
Ein Beispiel wäre das Rauchen. Ein Mann wie Helmut Schmidt war sehr intelligent auf seine spezifische Weise und in bestimmten Zusammenhängen. Und dennoch hat er geraucht, wovon man behaupten kann, dass es eher von einer unintelligenten Handlung zeugt, wenn man voraussetzt, dass das Grundbestreben aller Menschen ein langes Leben ist.

Das heißt. Intelligenz akkumuliert sich nicht im vollen Umfang der Handlungen bzw. des Verhaltens einer Person.
Da muss man als junger Mensch erstmal drauf kommen.

Aber das eigentlich zugrunde liegende Prinzip bei diesem Beispiel mit den Autos ist ja das marktwirtschaftliche Prinzip, das zu einem bestimmten, augenscheinlich unintelligenten Handeln zwingt.
Diese Erkenntnis kam mir dann später. Es ist gut möglich, dass diese MdG privat und persönlich auch in einem globalen Zusammenhang (und nicht nur in Einzelaspekten ihres Daseins) intelligent waren, nur das geschäftliche Gebahren und die Sitten und Riten innerhalb des Geschäftsprinzipes haben sie zur Wahl der unökonomischsten und ineffizientesten Automobile gewissermaßen gezwungen. Weil ansonsten beispielsweise keine guten Geschäfte gemacht werden könnten.

Was für ein Bild wirft das auf die ‚Intelligenz der Geschäftswelt‘?

Perverser Sadist legt Giftköder in unserem Ort aus

Hundekoeder-438x640 in Wenn man unbedarft, annähernd unvoreingenommen und stetig in gutem Glauben durch die Welt marschiert, kann man sich so einige Perversitäten, die in menschlichen Köpfen vorkommen können, schlicht nicht vorstellen.
Was ist das, was Menschen dazu veranlasst, Giftköder auszulegen, um Hunde zu vergiften und ihnen Qualen, ja, wenn nicht gar, den Tod beizubringen? Kann oder möchte man das verstehen?
So geschehen in den letzten Wochen in unserem Ort. Warnschilder weisen darauf hin, dass es mehrere Fälle gegeben hat, bei denen Tierärzte festgestellt haben, dass die Hunde Gift aufgenommen haben müssen.
Anscheinend gibt es Menschen, die nicht nur pervers und feige sind, sondern auch noch nicht zurechnungsfähig und eine Gefahr für das Gemeinwohl.
Mein erster Gedanke war, dass ich diese miese und feige Drecksau fertig machen werde, wenn ich ihn (oder sie?) kriege.
Mein zweiter Gedanke war, was wohl in solch einem kranken Hirn vor sich geht?
Klar, wahrscheinlich handelt es sich um einen Menschen, der in irgendeinen Hundehaufen getreten ist oder mal gebissen wurde oder sonstwie schlechte Erfahrungen mit Hunden gemacht hat. Wer weiß das schon? Aber das wären wohl  wahrscheinliche und denkbare Szenarien.
Dann dachte ich, dass diese Leute wohl unglaublich feige sein müssen. Denn schließlich könnten sie sich ja an die Hundebesitzer wenden, anstatt per se unschuldige Tiere vergiften zu wollen.
Wie kommt man überhaupt auf den Gedanken, andere Lebewesen absichtlich und bewußt aktiv töten zu wollen?
Wie kann man sich die Denke dieser perversen Menschen vorstellen? Wenn ich mich vom Gekreische der Nachbarskinder gestört oder genervt fühle, kann ich denen ja auch mit Rattengift vergiftete Lollys in die Hand drücken? Was denkt man, ändert sich dadurch? Denkt man dann: „Denen habe ich es aber gegeben. Die schreien jetzt nicht mehr rum!“ Oder was?
Denken diese Leute, dass eine Welt ohne Hunde besser wäre? Und dann? Wenn das nächste nervt, gehe ich dann dagegen vor?
In was für einer Welt wollen diese Menschen leben? Freuen sich diese Menschen, dass 75% der Fluginsekten durch Pestizide weggestorben sind, denn dann gibt es ja auch weniger Fliegen, Mücken und solch ein Zeugs?
Was wäre die Idealwelt dieser Menschen? Keine Hunde, keine Katzen, keine Tiere, keine Kinder, kein alles, was irgendwie mir unangenehm ist oder mich stört? Kann man sich dann nicht gleich erschießen bei einem Leben ohne Leben in meinem Umfeld?
Stellen sich diese Menschen überhaupt etwas vor? Reflektieren diese Menschen überhaupt in irgendeiner Form ihr Handeln oder ihre Welt?

Ich glaube nicht. Sie sind einfach verhasst auf Hunde und legen diese Köder aus. Und das war es dann.
Es gibt anscheinend Menschen, und das muss ich anscheinend erst noch lernen, die sich keine großen Gedanken über sich und ihr Verhalten machen. Denen das alles egal ist, Hauptsache man hat seine Sache umgesetzt. Fertig ist.
Es ist kaum zu glauben, aber anders stelle ich mir diese Leute nicht vor. Hirnamputierte, gefährliche Geisteskranke, die zudem noch hier in der Gegend umher laufen. Und wer weiß, vielleicht bin ich diesen miesen Typen bereits irgendwo begegnet. Oder habe einem von ihnen bereits die Hand geschüttelt. Mein Gott. Was für eine Vorstellung.
Es sind diese miesen, niederträchtigen und zutiefst verachtungswürdigen Abgründe der menschlichen Psyche, die mich immer fassungslos zurück lassen. In was für einer Welt lebe ich, wo jemand Giftköder auslegt und das Leben meiner Tiere gefährdet? Was für eine arme und miese Welt, in der ich leben muss.

Die alte Kirche in Wallenhorst: Ein Blick in die Geschichte verrät, weshalb wir so sind, wie wir sind.

Diese kleine, schnuckelige Kirche am Rand des Kerns von Wallenhorst. Ich kenne sie schon lange, doch so richtig damit auseinander gesetzt hatte ich mich bisher nicht. Und als wir neulich hier spazieren gegangen sind, habe ich mir das in der Nähe angebrachte Schild durchgelesen. Es wird auch von der Geschichte dieser Kirche berichtet. Das kann man auch bei wikipedia nachlesen. Demnach siegte Karl der Große über Widukind. Danach ließ er einen heidnischen Tempel zerstören und darauf diese Kirche bauen.
Was für viele nichts besonderes zu sein scheint, hat mich doch tief erschüttert. Das erste, was ich dachte war, dass ich vor diesem Hintergrund doch lieber den heidnischen Tempel betrachten würde, als diese Kirche. Wieso?
Ich habe dann gleich die Bilder vor Augen. Indigene Völker, die hier lebten, hatten einen Glauben erschaffen, der aus sich heraus kam und nicht von einer expandierenden, fremden Religion her stammte. Doch wieso empfinde ich ‚aus sich heraus‘ als eher besonders als einen Glauben, der indoktriniert worden ist? Na ja, die Antwort steht bereits im letzten Satz. Auch wenn wir es heute einen heidnischen Glauben nennen und auch die Römer von ‚den Barbaren‘ sprachen (negativ besetzte Begriffe), ist es doch das Resultat der Auseinandersetzung der Ureinwohner mit ihrer Umwelt. Wie sie es sahen und empfunden haben. Es ist etwas besonderes, eben weil es nicht von außen aufgezwungen, es also kein fremder Glaube war.
Zudem hatten die sog. Heiden, also unsere Vorfahren, einen engen Bezug zur Umwelt. Sie glaubten daran, dass alles zusammenhängt. Dass es einen Zusammenhang zwischen uns und unserer Umwelt gibt. Letztlich ist es ja genau das, was sehr viel sinnvoller erscheint und auch wohl richtig ist. Ob es nun einen, zwei, drei oder sehr viele Götter gibt, ist doch eigentlich erstmal sekundär. Wenn es nach der Wissenschaft geht, gibt es sogar keinen Gott.
Doch darum geht es auch garnicht. Es geht mir um das Wertvolle. Es ist wertvoll, weil es aus dem Leben der Ureinwohner heraus entstanden und nicht sozusagen ‚künstlich‘ ist oder etwas, was auf einem anderen Erdteil entstanden ist.
So ‚groß‘ im Geiste kann also Karl der Große nicht gewesen sein. Wohl eher ein Büttel der durch ihn vertretenen Mächte. Oder wie weise ist es wohl, auf die Ureinwohner gewissermaßen zu scheißen, diese platt zu machen und, gewissermaßen als extreme Provokation auf deren Heiligtum ein Symbol für den neuen Glauben zu pflanzen?

Wundert es da, was z.B. im dritten Reich geschehen ist? Sozusagen, weil es schon immer so war. Die einen meinen Recht zu haben, machen die anderen platt, suchen sich dazu eine Rechtfertigung und das war’s dann.
Die vielen wundervollen Entwicklungen des menschlichen Geistes, der Kulturen und auch des Glaubens werden einfach unterjocht und platt gemacht. Platz für die neue Überzeugung. Fertig ist.
Mittlerweile haben jedoch die Kinder des Christentums, namentlich die Wissenschaftler, längst definiert, dass es keinen Gott braucht, um die Welt zu erklären. Man stelle sich vor, man würde jetzt hingehen, die Kirchen abreißen und dort beispielsweise Labore bauen. Eben, weil es passend zum neuen ‚Glauben‘ wäre und auch provokativ genug ist.
Man fragt sich, wieso das so nicht geschieht?
So, oder so ungefähr ist wohl das Vorgehen von Karl dem Großen zu verstehen.
Kann das als geistige Höchstleistung verstanden werden? Als weises Vorgehen und umsichtiges Verhalten im Leben?
Geht man so mit Kulturen um?
Dazu passt doch ziemlich genial die Aussage von Hans-Peter Dürr: Ein Baum, der fällt, macht mehr Lärm, als ein Wald, der wächst. Und die menschliche Geschichte ist die Geschichte der fallenden Bäume…

Karl der Große hat sicherlich viele Schlachten geschlagen und ist ‚irgendwie aufgefallen‘ in der Geschichte der Menschheit. Aber ob ihn das besonders auszeichnet? Wie oben erwähnt, finde ich eher, dass er ein Blödmann gewesen sein muss, der nicht allzu viel in der Birne hatte, außer vielleicht, wie man andere platt macht. Kann man zumindest in diesem Zusammenhang wohl nur schwerlich anders sehen.
Na ja, im Grunde verfährt der Mensch noch immer auf diese Weise. Kein Wunder, weshalb die Welt heute so ist wie sie ist.
Deshalb hätte ich hier lieber den heidnischen Tempel bewundert als dieses Symbol eines indoktrinierten Glaubens, das auch noch genau hier in zynischer und provokanter Weise platziert worden ist.
Gewalt, Einfältigkeit und Dummheit ist eben etwas, worin sich der Mensch besonders gut versteht.

Es gibt viele Gründe, weshalb ich mich schäme, ein Mensch zu sein…

25022018 Umweltverschmutzung Muell 1-640x360 in Es gibt viele Gründe, weshalb ich mich schäme, ein Mensch zu sein.
Ich kann mich noch erinnern, als ich diese Bilder sah, von den Färöer-Inseln, wo regelmäßig Delphine und Kleinwale abgeschlachtet werden. Im Blutrausch waten die Killer am Strand im vom Blut rot gefärbten Wasser umher und freuen sich. Was eine wahre Horror-Show des Wahnsinns.
Wer einmal diese entsetzlichen Schreie dieser unschuldigen, intelligenten und schützenswerten Tiere gehört hat, der weiß, dass diese Schreie wie aus der Hölle sind. Die wahrhafte Hölle, die wir ihnen bereitet haben. Grundlos.
Es ist ja nicht so, dass die Menschen auf den Färöer-Inseln diese Tiere unbedingt als Nahrungsmittel benötigen. Denn dafür quälen wir ja schon die Tiere in der Massentierhaltung. Anscheinend reicht das nicht aus. Es ist noch nicht genug sinnloses Leid verteilt worden auf Arten und Lebewesen, die mit unserem Spiel des Todes, der Qualen, des Leids und des Wahnsinns an sich eigentlich so garnichts zu tun haben. Ich hatte jedenfalls, als ich die Video-Aufnahmen von diesem Massaker gesehen hatte, Tränen in den Augen und schämte mich, ein Mensch zu sein. Es wäre ja auch seltsam, wenn man das nicht täte.

Dann ist da noch die Geschichte mit den riesigen Fabrik-Fangschiffen, mit welchen wir Menschen mal eben ganze Schwärme Thunfisch abfischen. Denn die Technik macht es möglich. Radar, Echolot und was gibt es alles. Da sind sie. Eben in einem Umkreis von mehreren Kilometern Netze runter lassen und los geht’s das Schlachten. Mal eben ein paar tausend Thunfische weniger in diesem Abschnitt des Meeres. Wen kümmert’s schon?
Wenn es aus Not wäre, z.B. um ein Volk vor dem Verhungern zu retten, welches eine Hungersnot aufgrund einer extremen und seltenen Wetterlage durchleidet. Weil keine anderen Mittel zur Verfügung stünden oder dergleichen.

Nein, das perfide 25022018 Umweltverschmutzung Abfahrt-640x354 in und hinterhältige an unserem System ist, dass wir es garnicht nötig haben. Wir tun das aus blanker Gier. Damit wir auf unserer Pizza eben mehr Auswahl haben, die wir uns in der warmen Küche zusätzlich zu den bereits bestehenden Pfunden in den Magen schlingen. Das ist das verächtliche an der ganzen Sache. Wir tun es, weil es möglich ist. Aus Überheblichkeit. Weil wir es können.
Es ist dieser Hochmut, der uns hoffentlich bald zu Fall bringt, bevor wir noch mehr Leid anrichten.

 

Dann ist da noch diese Geschichte mit dem Müll.
Müll-Inseln im Pazifik. Doch das ist weit weg. Mülldeponien, die überquellen, weil wir den Hals nicht voll kriegen. Immer mehr und mehr. Doch leider auch immer mehr Müll.
Das wächst uns eindeutig über den Kopf, wie meine Bilder vom heutigen Tage belegen. Da bin ich spazieren gegangen. Quasi direkt vor meiner Haustür. Es sind nur drei Bilder. Ich hätte etliche mehr aufnehmen können. Fast wie eine Dokumentation der Apokalypse.
Und wieder ist es da, dieses Gefühl der Scham. Weil wir so unsagbar dumm sind.
Alles wird einfach in die Gegend geworfen. Und es macht niemandem etwas aus.
Eben bei Mekkes nen Burger reinschieben, Fenster vom Auto auf und ab dafür. Wie ich das hasse.

Unsere Gedankenlosigkeit, Arroganz und Überheblichkeit kotzt mich so dermaßen an. Es macht mich wütend. Doch gleichsam fühle ich mich so hilflos. Ein Rädchen im System der Menschen, die eigentlich unwürdig sind, auf diesem Planeten zu existieren.
Denn, was ha25022018 Umweltverschmutzung Feld-360x640 in ben wir schon geleistet und beigetragen zum Großen, Ganzen?

Was kann man von den Nachkommen der Schlächter und Mörder schon erwarten? Als die indigenen Völker in Amerika ausgerottet wurden?
Spätestens damit fing es neuzeitlich meiner Meinung nach an. Die globalisierte Ursünde am Vermächtnis der Erde und Zivilisationen, der kulturellen Evolution. Die glorreiche Neuzeit, deren Teil wir sind. Aktuell stehen wir am Ende der Entwicklung und sind daher fortschrittlich, aufgeschlossen, weise und umsichtig. Wir haben aus unseren Fehlern gelernt. Könnte man denken, doch das haben wir nicht. Eher im Gegenteil. Wir haben nicht einen Deut dazu gelernt. Wir sind ja schon stolz darauf, dass es seit mehr als 80 Jahren in Europa keinen (Welt)Krieg mehr gegeben hat. Das ist doch schon mal was. Darauf können wir uns was einbilden. Doch im Geschehen der Erde ist das nicht mal ein Furz. Wir können uns auf nichts etwas einbilden. Nicht mal auf die neueste Generation an Handys. Gemacht für den schnellen Profit. Einfach, weil man es kann. Und das reicht uns schon. Wir werden alle verarscht. Und keiner merkt es.

Sehr wahrscheinlich gibt es im Umkreis von einigen hundert Lichtjahren keinen Planeten mehr wie die Erde, der ideale Bedingungen für die Entstehung von Leben bietet oder besser geboten hat.
Dieser Planet, der unsere Entwicklung begünstigt und ermöglicht hat, wird von uns mit Füßen getreten. Zugemüllt und vergiftet. Es ist beschämend, wie wir mit unserer Umwelt umgehen.
Beim letzten hier abgebildeten Foto, wurde mir übel. Es war einer dieser Gräben am Rande eines Feldes. Oben auf schwamm eine Lache aus Öl oder etwas, das wie Öl aussah. Ich frage mich, wer eigentlich das essen soll, was auf diesem Feld wächst? Igitt. Und wir fressen das alles. Da müssen wir uns auch nicht wundern, wenn man mal eben Krebs kriegt und dergleichen. Das ist alles derart hohl und bekloppt, dass mir die Worte fehlen.
In diese Brühe am Rande eines Feldes, ist der Ball unseres Hundes gefallen. Ich habe den Ball herausgefischt und nicht wieder unserem Hund zum Spielen gegeben. Das war einfach zu abartig, diese Giftbrühe am Ball. Zuhause habe ich den Ball erstmal gründlich ausgewaschen. Gott steh uns bei.

Und? Was sind nun die Maßnahmen, um uns aus dieser unwürdigen und unsägliche Situation zu retten? Welche Strategie verfolgt die Politik? Irgendwie klingt das nun doch etwas zynisch. Fast wie eine rhetorische Frage. Eben, weil wir viel zu doof sind, als dass von uns eine solche Lösung und Strategie zu erwarten wäre. Wir sind so doof wie Bohnenstroh oder bestenfalls so schlau wie die A49 bei Kassel.

Werden unsere Kinder nun in der Schule derart ausgebildet, dass sich in einigen Jahrzehnten etwas bessert? Ein Schulfach ‚Umwelt‘ zum Beispiel? Dass den Kindern der Blick für das Große, Ganze geschärft wird? Weil, wenn wir es schon nicht gebacken bekommen, müssten wir doch unseren Kindern die Werkzeuge mit auf den Weg geben, dass sie es besser machen. Dass sie wissen, wie man mit dem ganzen Müll, Unrat und Atommüll umgeht und wie man das vermeiden kann. Wenn unsere unwürdige und gedankenlose Generation weg gestorben ist. So geht das.
Okay, solch eine Forderung wäre ja von der Krone der Schöpfung wohl zuviel verlangt.
Die Schulen sind ja für etwas anderes da. Es sollen ja ordentliche Konsumenten und Profiteure heran gezüchtet werden, die den Kreislauf von Nehmen und Nehmen am Laufen halten. Die nicht nachdenken und in den Tag hinein leben. Bis ihnen der ganze menschliche Müll den Atem nimmt. Dann ist es vielleicht zu spät. Und wir sind bereits zu blöd, um letztgenanntes zu erkennen.
Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Wie die Lemminge stolzieren wir in den Abgrund. Wenn nur wir elendich an unseren Altlasten und an unserer Dummheit verrecken würden, wäre es ja durchaus okay und vorallem mehr als angemessen. Aber nein, wir ziehen auch noch unzählige andere Kreaturen, die sich einen Platz auf unserer (ehemals) wunderschönen Erde leidlich verdient hätten, mit ins Verderben. Alles andere wäre auch viel zu milde. Lieber noch einen rein treten in diese Mistviecher. Die nehmen wir doch besser mit in den Tod. Dafür müssten wir uns nochmal oben drauf schämen, in Grund und Boden. Wir sind es einfach nicht wert. Denn sie wissen nicht, was sie tun. Gott steh uns bei.