Kategorie: Philosophie

Meine geistige Nahrung

Das Theater der galaktischen Schwachköpfe

Ignoranz, Gleichgültigkeit, Desinteresse, Phlegmatismus, Oberflächlichkeit, Egoismus oder sogar Hass. Das sind nur einige Begriffe menschlicher Eigenschaften, denen man täglich begegnet. Auf der Straße oder im Hausflur. Bei Menschen, die in der Nähe leben. Und natürlich bei fremden Menschen. Sie leben ihr Leben. Das Leben der anderen scheint ihnen am Arsch vorbei zu gehen. Sie verbreiten und transportieren die totale soziale Verwahrlosung und fühlen sich durch einen vermeintlich existierenden gesellschaftlichen Trend bestätigt. Missachtung grundlegender Höflichkeitsformeln, die für ein konstruktives Miteinander notwendig sind, sind für diese Menschen Gang und Gäbe. Sieht man ihnen ins Gesicht, überkommt einen Abscheu ob dieser negativen Schwingungen und man empfindet einen Flucht-Reflex.
Es ist schwer nachvollziehbar, wieso diese Menschen so sind, wie sie sind. Haben sie nicht alles, was sie brauchen? Wärme, ein Dach über dem Kopf, reichlich Auswahl an Essen und Trinken. Womöglich ein großes Poser-Auto vor der Tür stehen. Haus und Kinder. Doch anscheinend muss es an etwas anderem liegen. Woran denn bloß? Und weshalb läßt man seine negativen Energien an anderen Menschen aus? Was können die anderen Menschen dafür? Ist es nicht so, dass jeder zumindest ein Stück weit seines Glückes Schmid ist? Wenn ich also unfähig bin, mich aus dem psychischen Elend, indem ich mich anscheinend befinde, selbst zu befreien, dann ist es doch nicht die Schuld der anderen Mitmenschen?

Ich fürchte, diese Gedanken reichen bereits zu weit. Diese Menschen haben nicht gelernt, ein Ventil für ihr selbst herbei geführtes oder empfundenes Leid zu finden. Sie hassen vielleicht sogar die anderen, glücklicher wirkenden Menschen dafür. Und deshalb sind sie so.

Und auch die folgende, rational und logisch nachvollziehbare Überlegung wird diese Menschen nicht dazu veranlassen, die Dinge anders zu sehen und vielleicht freundlicher zu den Mitmenschen zu sein. Denn letztlich leben wir alle, wenn alles gut läuft, 70-80 Jahre auf diesem Planeten zusammen. Dann, wenn man der rein wissenschaftlichen Betrachtungsweise folgt, ist es aus. Ende. Nada. Finito. Game Over. Wieso also, sollte ich in dieser kurzen Zeit ein Arsch meinen Mitmenschen gegenüber sein? Wäre es dann nicht sinnvoller und konstruktiver, in dieser Zeit etwas konstruktives zu verkörpern und zu hinterlassen, anstatt in Kauf zu nehmen, dass nach meinem Ableben ein schlechtes Bild in meinen Mitmenschen von mir verbleibt und/oder diese im Nachhinein sogar froh sind, dass ich weg bin? Oder dass sie gar über mich lästern werden? Und wieso sollte ich in dieser kurzen Zeit überhaupt in irgendeiner Form destruktiv oder unfreundlich sein?

Können wir die Fragen und Rätsel nach dem Leben und dem Tod wissenschaftlich, d.h. rational verstehen?

Ein kleiner Beitrag, den ich zu dieser Fragestellung bei yt geschrieben habe. Dank geht auch an Philzer, für die Ideen und Anregungen, dies besser zu verstehen, zu ordnen und gedanklich sinnvoll in eine Formulierung koordiniert zu bekommen.

Mit unserem rationalen Denken und Verständnis dessen, was Leben und Tod ist oder bedeutet/bedeuten könnte, werden wir diese Fragen oder Rätsel nicht lösen können, denn die Welt ist irrationaler Natur.
Das ist sogar wissenschaftlicher Konsens. Oder sollte es zumindest nach dem materialistischem Weltbild sein. Denn jede Annahme eines rationalen Urgrundes oder Ursprungs führt zu einer Form der zielgerichteten Entwicklung, sprich hin zu einem Plan oder Design. Denn Rationalität bedeutet, hin zu einem Ziel zu denken, zu entscheiden, zu planen und zu handeln. Und, dass die Natur einem Plan folgt oder sich hin zu einem Ziel entwickelt, das dürfte wohl so ziemlich das letzte sein, was die Wissenschaft haben möchte. 😉
Wir Menschen haben vielmehr die Rationalität für uns entdeckt, oder waren aufgrund unserer körperlichen Ausgestaltung dazu in der Lage, die Welt rational zu deuten, zu beschreiben, zu verstehen oder zu nutzen, was wiederum aber gleichzeitig nicht bedeutet, dass die Natur selbst rational ist. Das führte zu dem, was wir heute kennen.
Das gab es vor uns Menschen nicht. Warum? Weil es vorher keine Lebensformen auf der Erde gab, die eben die Rationalität genutzt haben. Es gab nur die Natur. Zwar nutzen wir unsere Rationalität, wir verfolgen damit aber überwiegend irrationale Ziele. Das wundert nicht, denn wir selbst entstammen der irrational operierenden/’funktionierenden‘ Natur und sind somit selbst im tiefsten Inneren unseres Selbst irrational.
Beispiele. Ich liebe. Ich werde nicht geliebt. Ich bin gierig. Ich will immer mehr. Ich will Erfolg. Ich will Millionär werden. Ich will Anerkennung. Ich will Macht. Ich freue mich. Ich bin traurig. Ich möchte besser sein als andere. Ich möchte schnell und einfach und möglichst bequem von A nach B kommen. Und so weiter und sofort. Das sind alles, aus der Sicht der natürlichen Begebenheiten und Mechanismen (des natürlichen Ursprungs), völlig irrationale Bestrebungen. Denn wir können diese Motivationen rational nicht erklären, denn im eigentlichen Sinne sind sie irrational. Wenn wir im tiefsten Inneren rational agierende/funktionierende/denkende und handelnde Wesen wären, hätten wir diese Motivationen nicht und würden nicht danach trachten, ihnen nachzugehen bzw. diese Ziele zu verfolgen. Aber exakt das tun wir bzw. sind das unsere Motivationen.
Wir nutzen also die Rationalität, um unsere irrationalen Ziele zu erreichen. Dieses Werkzeug der Rationalität nun dazu zu nutzen, um Leben und Sterben zu verstehen oder zu deuten oder etc. (Erscheinungen, die der Natur entstammen), halte ich daher für nicht angemessen, irrig, falsch und nicht zielführend. Denn wir können per definitionem die Natur, oder gar diese Welt, nicht rational verstehen. Denn sie ist irrationaler Natur. Siehe oben.

Bewußtsein, eine kausale Herleitung

Das Bewußtsein muss eine inhärente Eigenschaft dessen sein, was ist.

Es erinnert mich an ein Gedankenexperiment, welches ich in Richtung Kausalität vorgenommen hatte.
Was ist ursächlich?

Weil es Töne (Schallwellen, Akustik) gab, bildete sich das Gehör.
Ursache: Informationsübertragung via Schallwellen.
Reaktion dessen, was ist: Ein Gehör.

Auf diese Weise kann man es für alle Sinne und auch fast alle Gliedmaßen/Organe/physische Formgebungen anwenden.
Man bekommt einen eindeutigen und zweifelsfreien kausalen Zusammenhang. Es folgt einer messerscharfen Logik.
Denn, angenommen es existierte kein Schall in unserer Welt. Hätte sich dann ein Gehör ausgebildet?
Es bildete sich eine körperliche Ausprägung oder ein Organ, weil es etwas zuvor gab, worauf das, was ist, reagiert hat. Um es nutzen zu können. Oder, nach der Evolutionstheorie, weil es einen Vorteil ergab.

Doch, wie ist es beim Bewußtsein?
Weil es das Gehirn gab, bildete sich das Bewußtsein?
Das würde nicht passen, denn das Gehirn ist, wenn man es analog zum Gehör behandeln wollte, bereits das Organ, das sich aufgrund von ‚etwas‘ gebildet haben mag. Es würde auch nicht erklären, ‚wieso‘ sich das Gehirn derart bildete, dass es das Bewußtsein hervorzubringen in der Lage wäre. Demnach müsste sich das Gehirn derart gebildet haben, weil etwas zuvor existiert hat, weshalb es sich in dieser Form und Struktur gebildet hat.
Wir müssten also zuvor eine Herleitung dafür finden (wie beim Gehör), wieso sich das Gehirn (respektive Gehör) derart ausbildete, wie es sich ausbildete.
Nächste Versuch.
Weil es Bewußtsein gab, bildete sich das Gehirn.

Hier wäre die Analogie zum Schall und der Ausbildung des Gehörs gegeben. Es würde in das Schema der Kausalitätsbeziehungen der Ausbildung aller Sinne und Körperteile passen.
Es würde auch erklären, weshalb das Gehirn sich derart ausgebildet hat, wie es sich ausgebildet hat.
Wieso soll es gerade beim Gehirn (das Organ) anders als bei allen möglichen körperlichen Ausprägungen sein?
Und, nach obiger Beschreibung/Herleitung, wieso sollte es sich entgegen einer messerscharfen, kausalen Argumentation verhalten?
Weil wir das Bewußtsein nicht auf die gleiche Weise messen können, wie wir Schallwellen messen können?
Können wir das Bewußtsein tatsächlich nicht messen?
Na, dann frage ich mich, wie man sich das erklären kann, einerseits, wie mein obiger Text entstanden ist?
Andererseits, wie es durch diesen Text dazu kommen kann, dass sich bei allen Lesern etwas verändert?
Nochmal die Frage.
Können wir das Bewußtsein tatsächlich nicht messen?

Das Bewußtsein muss eine inhärente Eigenschaft dessen sein, was ist.

Corona, der freie Wille und der Determinismus

In der Neurowissenschaft existiert die Auffassung, und dies wird ja gebetsmühlenartig postuliert und vertreten, dass wir keinen freien Willen haben und demzufolge der Determinismus vorherrscht.
War es also determiniert, dass wir das Virus entdecken und dass wir einen Impfstoff dagegen entwickeln können?
Und wie ist es zu erklären, da es ja keinen freien Willen gibt, dass sich Wissenschaftler ‚den Plan machen‘, einen Impfstoff herzustellen? Wenn es doch determiniert ist, benötigt man doch keinen ‚Willen, dies zu tun‘, bzw. wenn nicht aus unserem freien Willen heraus, woher kam dann der ‚Wille‘ oder der ‚Drang‘ oder die Motivation, oder wie sollte man es nennen, dagegen aktiv etwas zu unternehmen?
Und wenn es doch der Determinismus ist oder war, der uns dazu ‚gebracht hat‘, den ‚Willen zu haben, dagegen etwas zu unternehmen‘, wäre es dann nicht legitim anzunehmen, dass dieses ‚Etwas‘ bereits potentiell vorhanden war, bevor es ‚etwas oder genau dieses in unserem Hirn hervorgebracht hat‘? Denn schließlich muss sich (nach Hawking) diese Entwicklung aus dem Vorhandenen (seit dem Urknall) schlicht ‚hoch gerechnet‘ und somit entfaltet haben.
Formulieren wir es mal anders herum. Wäre ein Beleg für den Deteriminismus nicht etwa erbracht, wenn man jetzt alle Virologen und damit verbundene Wissenschaftler für eine gewisse Zeit einsperren würde, so dass sie ‚ihrem Drang oder dem ‚Schein des Willens‘, etwas aktiv gegen Viren zu unternehmen‘ nicht nachkommen könnten? Da sich alles nur ‚entfaltet‘, müssten dann nicht geeignete Medikamente quasi ‚vom Himmel fallen‘ oder ‚aus dem Nichts entstehen‘, denn der Wille, Medikamente zu entwickeln, war ja nur Schein? Okay, dieses Beispiel hinkt, denn es gab ja dann niemanden, oder sollte ich besser sagen ‚kein physisches Werkzeug‘, das dieser ‚Motivation, etwas dagegen zu tun‘, nachkommen oder dieses ‚ausleben‘ könnte, wenn alle eingesperrt sind. Oder was ist genau determiniert? War dann das Einsperren der Virologen bereits in denen determiniert, die dies vollzogen haben?
Wenn es also einen Determinismus gibt, könnte man sich dann nicht schlicht hinsetzen und annehmen, dass sowieso alles seinen Weg nehmen wird und schlicht nichts tun und die ‚Dinge auf sich zukommen lassen‘? Okay, das hinkt auch wieder, denn dann hätte man ja nicht die Entscheidungsfreiheit, dies zu entscheiden. Man ‚müsste dann ja das tun, was man tun zu müssen glaubt‘. Mh, auch irgendwie unbefriedigend. Also, wieso unternehmen wir überhaupt etwas gegen das Virus bzw. was treibt uns dazu an und was ist das?
Gut, nun könnte man sagen, ‚weil wir leben wollen‘. Aber das stimmt dann ja auch nicht so ganz, denn in diesem Falle ‚denken wir nur, dass wir leben wollen‘ und dieses ‚wollen‘ ist ja induziert, wenn es keinen freien Willen gibt, wovon dieses ‚induzierte Wollen‘ auch immer kommt.
Gut, nun nimmt man an, wenn man schon an den Determinismus glaubt, dass diese Motivation vom Stoffgeschehen her kommt. Stoffgeschehen im Gehirn, das bedeutet dann Energie, die aus unserer Nahrung, aus der Flüssigkeit und ursprünglich aus der Sonne kommt. Also, die Energie der Sonne wird in oder durch unser Hirn ‚geführt‘ oder umgesetzt und dieses bedingt dann ‚unseren Schein des Willens zu leben‘. Führt das dann nicht letztlich zu solchen Aussagen wie ‚die Energie der Sonne führt in unserem Gehirn zu einem Schein des Willens, zu überleben und letztlich somit zum Schein des Willens, etwas gegen dieses Virus zu unternehmen‘? Also, die ‚Sonne will indirekt, dass wir etwas gegen Corona unternehmen‘? Seltsam.
Also, sorry. Irgendwas stimmt da mit der Aussage: ‚Wir haben keinen freien Willen‘ anscheinend nicht oder diese Welt, in der wir leben ist derart absurd, crazy und abgefahren, dass wir es wohl nicht verstehen werden können sollen. Oder so ähnlich.

Wir leben in einer deskriptiven Welt

Als ich Kind war, war ich davon überzeugt, dass unsere Welt von uns Menschen bereits vollständig verstanden sei. Wie jeder weiß, ist dem nicht so. Das ist eine extrem ernüchternde Situation, wenn man eines Tages auf diese Erkenntnis stößt.
Nun, was gehört dazu, um die Gegenwart, in der wir leben, vollständig zu beschreiben? Dabei meine ich nicht etwa den Hawkingschen Ansatz, also buttom->up, sondern eigentlich eher genau umgekehrt. Mit dem materialistischen buttom->up-Ansatz, der im Grunde rein an der Materie ansetzt und davon ausgeht, dass man sämtliche Ereignisse kumulativ hochrechnen können kann, gehe ich davon aus, dass man allein mit der Beschreibung der materiellen Welt zwar weit kommt, jedoch nur bis zu einem bestimmten Punkt, nämlich bis zur Konfiguration der Materie, der Form, wenn überhaupt.
Beispiel. Eine extra-terrestrische Zivilisation, die sich einzig auf den materiellen Ansatz versteht, gelangt zur Erde und untersucht die Lebensformen, unter anderem den Menschen. Sie analysiert und versteht unser Gehirn. Würde sie allein dadurch darauf schließen können, dass es in unserer Welt Laptops gibt? Oder Atombomben oder Kultur oder politische Systeme oder oder oder? Nein! Sie würde bestenfalls herausfinden, dass unser Gehirn das Potential hätte (Konjunktive beachten), dass wir rational denken könnten, dass wir Wissenschaft betreiben könnten, dass wir deshalb auch Atombomben bauen könnten. Sie würden aber nicht wissen, DASS es das alles in unserer Welt oder Realität gibt, DASS wir das auch umgesetzt haben!
Also, was müssten sie tun, um sich von unserer Welt bzw. unserer Gegenwart oder Realität ein eindeutiges Bild zu verschaffen, um zu verstehen (‚vollständig zu beschreiben‘) wie und weshalb unserer Realität so ist wie sie ist? Sie müssten herausfinden, was wann und weshalb geschehen ist, weshalb es in unserer Welt z.B. Atombomben gibt. Was wäre passiert, wenn Truman morgens eine Pampelmuse zum Frühstück gegessen hätte, seine Enkeltöchter gesehen und nachgedacht hätte, Mitgefühl mitgenommen hätte und deshalb sich dazu entschieden hätte, keine Atombombe auf Japan zu werfen? Hätte es dann einen kalten Krieg gegeben? Wenn ja, in gleicher Weise?
Auf diese Art kann man ungezählte Beispiele und Faktoren nennen, die womöglich zu einer völlig anderen Realität geführt hätten, als die, in der wir leben. Was schlussfolgern wir daraus? Um die Realität zu verstehen, in der wir in diesem Moment leben, reicht es nicht aus, bloß die Materie zu betrachten und zu studieren und/oder bestenfalls zu verstehen. Denn von der reinen Form her, hätte es sich dennoch völlig anders entwickeln können. Die Form, z.B. unser Gehirn oder Körper, bietet lediglich das Potential(!), was möglich wäre. Alles andere ist inhaltlicher Natur, wie die Zeilen bzw. Informationen in einem Buch. Man muss die inhaltlichen Aspekte und Zusammenhänge, also, das was inhaltlich in einem Buch geschrieben steht, kennen und zwar von der Bedeutung und Kontext her. Und dies ist immateriell! Es reichen nicht die Buchstaben und Ziffern. Das bedeutet, und so stelle ich mir das vor, dass die rein materiellen Aspekte von der Bedeutung her, im Gegensatz zum Inhalt, der Information, fast zu vernachlässigen sind, wollte man unsere Realität in Gänze beschreiben und verstehen.

Das besondere ist, dass der freie Wille dem Ganzen noch eine extrem mächtige Variable hinzufügt.
Es führt dann zu einer Art Viele-Welten-Theorie. Und vielleicht gibt es eine Welt, in der ich ebenfalls existiere, aber die das beschreibt, was geschehen wäre, hätte ich mich in der Schule weniger oder mehr angestrengt. Oder was geschehen wäre, hätte ich mir mit 5 Jahren nicht das Bein gebrochen. Eine Welt, in der die schwangere Mutter von Alexander den Großen sich an dem Abend, als es gerade zur Entwicklung gewisser neuronaler Strukturen kam, sich mit Wein einen gekippt hätte und Alexander dadurch gehandikapt zur Welt gekommen wäre.
Wie sähe die Welt heute aus, wenn es Alexander den Großen nie gegeben hätte? Das alles steht nicht in der Materie oder unseren Genen, es ist in der Geschichte durch Myriaden quasi unvorhersehbarer Variablen und Faktoren und den Entscheidungen der Beteiligten entstanden und somit in das Informationsfeld unserer Geschichte geschrieben worden. Wir könnten selbst unsere eigene aktuelle Realität nicht verstehen, wenn wir nicht irgendwann mit der Geschichtsschreibung (Information) und später der Aufzeichnung unserer Gedanken, Theorie, Hypothesen und Erkenntnisse begonnen hätten!

Dies alles nenne ich ‚deskriptive Welt‘. Also, eine Welt, in der es eigentlich um die Inhalte geht, die Informationen. Diese sind letztlich immateriell. Jetzt mag der ein oder andere sagen, dass es in der materiellen Welt sehr wohl Informationen gibt, die sich auch materiell abbilden, z.B. in Form von genetischen Informationen. Dies ist so, doch dort stehen keine Informationen über, um beim o.g. Beispiel zu bleiben, Alexander den Großen. Genetische Informationen sind wie etwa Baupläne zu verstehen. Sie beziehen sich bestenfalls auf die Konstruktion und vielleicht auch noch auf die rudimentäre ‚Funktion der Materie‘. Es wie beim o.g. Buch. Genetische Informationen stellen die blanken Seiten dar, den Buchrücken, die Verklebung, das Gebinde usw.. Dabei möchte ich ihre Bedeutung nicht schmälern. Das Materielle und das Immaterielle greifen womöglich sogar ineinander. So wäre das Materielle ohne das Immaterielle nicht möglich oder denkbar und umgekehrt. Sie sind beides Faktoren, die zu der Welt führen, zu der sie geführt haben. Dies ist selbstverständlich ein Aspekt, der zur vollständigen Beschreibung dieser Welt zwingend notwendig ist, denn beides tritt auf, deshalb gehört es zusammen.

Wir leben demnach und also in einer ‚beschreibenden Welt‘. Ohne diese Inhalte ist diese Welt nichts oder nicht existent. Umgekehrt wäre diese Welt, wie wir sie kennen, ohne die Form, den Buchrücken ebenfalls auch nicht die, die sie ist.

Einige Feststellungen über die groteske Ambivalenz der Existenz in der westlichen Welt.

Was ist das Leben und was macht es aus?
Bereits beim Versuch, auf diese einfache Fragestellung eine Antwort zu finden, stößt man augenscheinlich an gewisse Grenzen. Es ist der ewige Zwiespalt zwischen Außen und Innen, zwischen Subjekt und Objekt. Und doch kommen beide überein und bilden, quasi wie auf einer Bühne oder einem Spielplatz, die Welt, in der wir uns bewegen. Ganz natürlich und von ganz allein.
Der Erforschung der Objekte hat sich die Wissenschaft verschrieben. Sie verlangt eine objektiv erfassbare und beschreibbare Welt. Modelle und Funktionen, nach denen unsere Welt im wahrsten Sinne überall und nach dem gleichen Muster ‚funktioniert‘. Heraus kommen Theorien, die quasi nie fertig, sondern nur so lange gültig sind, bis sie falsifiziert werden.
Doch die Wissenschaft ist für das Verlangen und das Bedürfnis des Subjektes insofern zweck- oder nutzlos, da sie einzig Antworten finden kann, die die Oberfläche, also die Objekte, betreffen. Sie entzieht sich einem moralisch- ethischen Anspruch, formuliert dies erst gar nicht und/oder läuft diesem sogar konträr. Rückschlüsse aus den Erkenntnissen der Wissenschaft sind, auf den Menschen oder auf uns Lebewesen bezogen, meist lebensfern, lebensfeindlich und/oder nicht umsetzbar. Angesichts der Grundlage der Erkenntnisse, eben die der Beschreibung der Objekte, wundert dies geradezu nicht.
Der Mensch und die vielen anderen Lebensformen auf diesem Planeten, sind und verstehen sich eben nicht als Objekte.
Im Gegensatz zur unbelebten Materie, haben sie eine subjektive Empfindung, ein subjektives Selbstverständnis, oder auch zumindest ein selbst reflektiertes Sein. Sie sind die Vertreter des Lebens, welches sich bewegt, berührt, fühlt, lernt, sich austauscht und (inter)agiert innerhalb dieser Welt.
So mag man denken, dass wenn die Wissenschaft schon keine Antwort bieten kann, die uns Menschen genügt und uns, d.h. unser Innerstes, ausreichend befriedigen kann, so dass unser Geist im tiefsten Sinne genährt ist. Wer oder was vermag es dann?
Doch auch wer einen Blick in die makroskopische Welt der Menschen wirft, um vielleicht dort eine Systematik oder einen Kern dessen zu erkennen, was uns ausmacht und was das Wesen des subjektiven Lebens als solches sein könnte, wird sehr bald feststellen, dass sich alles derart verhält, als ob unsere Welt eine Welt der Zusammenkunft von zahllosen Individuen, losgelöst voneinander, sei. Eine kollektive Struktur oder ein ‚Kitt‘, der Zusammenhalt und ein Verständnis als Spezies mag sich nicht oder kaum erkennen lassen.
Ganz besonders deutlich wird dies, wenn wir die politischen und wirtschaftlichen Strukturen sowie leitende Personen betrachten. In der westlichen Welt mit demokratischen Strukturen scheint Politik und Wirtschaft kaum dividierbar zu sein. Das Bestreben und die Motivation richtet sich anscheinend einerseits danach, Mangel zu begleichen. Dabei mangelt es daran, was im Fokus derer liegt, die einen Mangel empfinden. Der bewußt und offensichtlich wahrgenommene Mangel besteht in der Regel aus materiellen Objekten, sehr selten wird ein geistiger Mangel als solcher wahrgenommen. Andererseits richtet es sich danach, die zum gegebenen Zeitpunkt leitenden Personen mit Einfluss und Privilegien in den jeweiligen Positionen zu halten und zu diesem Zweck Unruhe und Unzufriedenheit zu vermeiden.
Zum Zweck der Begleichung des empfundenen Mangels an materiellen Gütern, ist, im Laufe der Jahrzehnte nach dem letzten Weltkrieg, eine wirtschaftliche Omnipräsenz entstanden, die sich anschickt, nicht nur Objekte in ungeahntem Umfang und Ausmaße herzustellen, sondern zunehmend das geistige Selbstverständnis und das Werteempfinden der Menschen zu unterwandern und in subtiler Form zu substituieren.
Eine typische Redewendung hierzu ist: ‚Ich arbeite, um zu leben und lebe nicht, um zu arbeiten.‘ Diese Aussage scheint sich zunehmend bei vielen Menschen, die die westliche Lebensform inkorporiert und akzeptiert haben, in fataler Weise umzukehren.
Auf diese Weise ist, spätestens in der Zeit nach dem letzten Weltkrieg, eine wirtschaftliche Allmacht entstanden, die als monströs zu bezeichnen ist und die sich nicht mehr kontrollieren läßt, da zudem die politischen Mittel als unabhängiger Faktor und mögliche Kontrollinstanz, erschöpft sind. Dies auch deshalb, weil die Mitglieder des politischen Apparates selbst als Teil des wirtschaftlichen Geschehens zu verstehen sind. Auf diese Weise hat sich ein erschreckender Apparat entwickelt, der sich selbst erhaltend die Grundlage für sich selbst erzeugt und darbietet.
Die Naturwissenschaft, die sich, wie oben erwähnt, auf die Erforschung der Objekte und der objektiv zu erfassenden Erscheinungen zunehmend spezialisiert hat und deren Mitglieder ebenfalls dem sich selbst erhaltenen System untergeordnet und eingegliedert sind, kommt da als Beschaffer für immer neue Dinge, die das Verlangen nach einem immer neu propagierten und definierten Mangel immer wieder neu nährt und hervorruft, in idealer Weise in Frage und gerade recht. Der geistige Anspruch dieser Ausrichtung verkommt somit zu einem reinen Erfüllungsgehilfen, der sich durch seine fest in das System eingegliederten Vertreter und Fürsprecher selbst erhält. Ihre Erkenntnisse der Erforschung der objektiven Welt beantworten und unterstützen geradezu in fataler Weise die gewünschte Auslegung und Gesinnung. Es entstanden Dogmen der Weltsicht. Somit erstaunt es nicht, dass es kaum Kontrollmechanismen für Dinge gibt, die neu erforscht und entwickelt werden und die somit letztlich in die Umwelt entlassen werden. Es wird gemacht, was gemacht werden kann und auch weil man es kann. Eine weitere Hinterfragung wird derart im Keim erstickt, da ansonsten angenommen werden muss, dass das System als solches in Frage gestellt wird. Dies ist im Zuge der sich immer schneller entwickelnden und festigenden Weltsicht in immer größerem Maße unerwünscht. Das System erhält, nährt und fördert sich dadurch nicht nur in materieller Weise selbst, sondern auch immateriell, d.h. geistig. Letztgenanntes ist in besonderer Weise fatal.
Derweil haben sich diese Mechanismen derart verselbständigt, dass der Fortbestand der Spezies als solches zukünftig in Frage gestellt wird.
Es werden immer mehr Dinge, Substanzen und Verbindungen in die Umwelt entlassen, die dort in dieser Form nicht bekannt waren und somit für den sich selbst regulierenden und erhaltenden, biologischen Zyklus vom Kommen, Gehen und der Entwicklung der biologischen Organismen ungeeignet sind. Das, was nicht verbrannt wird, wird in die Welt gekippt. Ohnmächtig ob dieser Entwicklung bleibt dem geistig auf extreme Weise aktiven menschlichen Geschlecht anscheinend nur das Messen und Zusehen des eigenen Untergangs. Viel zu lange haben die ehemals wichtigsten, verbliebenen Gruppen mit möglichem Einfluss versagt. Wenn schon die Naturwissenschaft zu einem geistigen Mündel der Wirtschaft verkommen ist, so hätten zumindest die politischen und die geisteswissenschaftlichen Eliten dieser Entwicklung entgegen wirken müssen.
Die Menschheit, oder besser der menschliche Geist, durch den diese Entwicklung angetrieben worden ist, hat dieser Entwicklung anscheinend zu lange tatenlos zugesehen.
Ich könnte an dieser Stelle noch einige Stunden weiter schreiben. Ich habe zahlreiche Teilaspekte nur angerissen, worüber ich wiederum etliche Anhandlungen verfassen könnte, die in sich vielleicht nicht vollständig sind oder sein können, denn auch meine Auffassungsgabe vor diesem überaus komplexen Hintergrund ist als Einzelindividuum sicherlich begrenzt. Doch nehme ich mir einen gewissen Wahrheitsgehalt bei meinen Ausführungen heraus.
Kehren wir zurück zur anfangs gestellten und mutmaßlich schlicht anmutenden Fragestellung: Was ist das Leben und was macht es aus?
Ich habe herausgestellt und herausgearbeitet, dass das menschliche Leben mehr ist, als Materie und Objekte, die für sich ohne Bedeutung sind. Eine Bedeutung kommt geradezu erst durch das Wirken des menschlichen Geistes zustande. Schaue ich in unseren Hof, sehe ich ein Auto. Das Auto als solches ist nicht etwa durch evolutionäre Prozesse entstanden, was meint, dass die Biologie Anpassungen an sich ändernde biotische und abiotische Bedingungen an biologischen Organismen durch Zufall (Mutation) und Selektionsdruck vornimmt. Dieses Auto ist dafür nicht notwendig. Das Auto kann sich nicht selbst entwickeln, denn es wurde entwickelt. Und selbst wenn es sich selbst entwickeln könnte, wäre der einzige Sinngehalt, es nach geistigen Vorstellungen zu tun, die denen des Erschaffers entsprechen. Nach unserem Verlangen, unseren Bedürfnissen und unserem Verständnis. Somit ist selbst die heute extrem stark angepriesene ’neue Entwicklung‘, das autonome Fahren und die künstliche Intelligenz, letztlich ein Kind unseres Geistes, welches sich das ‚ausgedacht hat‘. Solange das Auto als solches kein echtes eigenständiges Bewußtsein besitzt, wird es nur ein Bauteil sein, ein Ding, das sich bestenfalls nach uns orientiert, da dessen Bedürfnisse auf Maßstab unserer Gedanken und Bedürfnisse beruhen.
Auch wenn es keine echte, allgemein gültige Antwort auf die einfach anmutende Frage nach dem Leben gibt, so habe ich ebenso herausgestellt, dass die Motivation hinter dem, was wir Menschen verstehen und was uns und unser System antreibt, geistiger Natur ist. Der erwähnte, von uns empfundene Mangel, der sich uns als Mangel an Dingen darstellt, ist im Keim jedoch in fundamentaler Weise im eigentlichen Sinne ein geistiger Mangel. Wir unterliegen somit dem gleichen Irrtum, wie bereits die alten Ägypter, die Macht, Wohlstand und Reichtum einer kleinen Elite zukommen ließen, welche der Verführung verfiel, dass diese Privilegien einerseits nach dem Ableben des Körpers beibehalten würden, andererseits, dass diese Macht, der Reichtum und der Wohlstand dem Ableben des eigenen Körpers etwas entgegen setzen könnte oder dies gar aufhalten könnte.

Dieser Gedanke, Wunsch oder Traum scheint die Menschheit seit der frühen Phase der Existenz der Spezies umzutreiben. Ist es gar ein Bug im Geiste?
Wäre es nicht ob der monströsen und beängstigenden Entwicklung rund um das Tun und Handeln, dem ‚Rumoperieren‘ an den Objekten dieser Welt, sehr viel sinnvoller, den menschlichen Geist als den ‚Verursacher‘ der gesamten menschlichen Entwicklung zu erforschen und auf den Grund zu gehen? Wie genau entsteht er und was treibt ihn an?
Wie genau entsteht aus elektrischen Signalen, Aktionspotentialen, Sauerstoffzehrung, der Komplexität des neuronalen Korrelates das menschliche Bewußtsein und wie steht es im Verhältnis und Zusammenhang mit den Gegebenheiten, der Physik, des Raumes an sich?

Die Welt des Menschen: Irrational denkende und handelnde Wesen leben in einer rationalen Welt.

Ein Artikel für alle, die auf der Suche sind nach Antworten auf die großen Fragen der Menschheit.

So viel kann ich schon zu Beginn verraten, finale Antworten auf die großen Fragen der Menschheit habe ich auch nicht. Doch, das ist nicht weiter schlimm, denn damit befinde ich mich in guter Gesellschaft.
Im Zuge meiner ca. 35 Jahre dauernden Studien und Recherchen, bin ich jedoch zu der ein oder anderen Erkenntnis gelangt, die vielleicht für den Leser interessant sind und zu weiteren Diskussionen und Überlegungen anregen dürften.
Und in gewisser Hinsicht wage ich zu behaupten, dass meine Erkenntnisse einer gewissen Wahrheit nicht entbehren.

Der Mensch als irrational handelndes und denkendes Wesen

Ich stelle in den Raum, dass folgende Eigenschaften des Menschen der Antrieb oder die Ursache für einen extrem hohen Prozentsatz seiner Entscheidungen und die daraus resultierenden Handlungen verantwortlich sind:

  1. Bequemlichkeit
  2. Gier
  3. Egoismus
  4. Macht
  5. Angst
  6. Liebe
  7. Definition des Selbst über andere in einem überhöhten Maß

Dies sind lediglich Oberbegriffe und sie lassen sich sicher noch sinnvoll und in Teilaspekte untergliedern.
Auffällig ist, dass bis auf Punkt 6. die übrigen Punkte Eigenschaften darstellen, die sich im Kontext der konstruktiven, friedlichen, harmonischen und gerechten (d.h. sozial ausgeglichenen) Co-Existenz der Menschen untereinander potentiell negativ auswirken (können/dürften).

Es ist nun keine Kunst, eine Vielzahl an Beispielen zu nennen, wo diese Eigenschaften in eklatanter Form zu völlig irrationalen Entscheidungen und Handlungen führen.
Ein prägnantes Beispiel dürfte wohl die Börse sein. An der Börse treffen nämlich Rationalismus und Irrationalismus direkt aufeinander. Auf der einen Seite Zahlen, Daten, Fakten (Produktions- und Herstellungszahlen, Angebot, Nachfrage usw.), auf der anderen Seite eine Vielzahl an psychologischen Aspekten, allen voran die Gier und die Angst (siehe oben), aus denen letztlich die Börse selbst und die jeweiligen Kurse resultieren.

Rationale Welt

Ein Blick in die Wissenschaft reicht, um in Erfahrung zu bringen, dass unsere Welt nach strengen Gesetzen funktioniert (Naturgesetze). Vieles lässt sich mathematisch berechnen, es gibt Konstanten, Ausdrücke, und was die Wissenschaft als Fakt definiert, lässt sich jederzeit reproduzieren.
Auch wenn man konstatieren muss, dass die Wissenschaft noch längst nicht alles herleiten kann, es handelt sich dabei womöglich nur um einen kleinen Prozentsatz von allem, was sich uns darstellt.
Aber das, was man einwandfrei nachweisen und herleiten kann, ist eindeutig rational, was ein Wesenszug der Resultate der Wissenschaft als solches ist.
Und wer nicht so recht an die Rationalität glauben oder sich dies nicht vorstellen mag, der nehme das Beispiel Kausalität und probiere das ganz simpel im Alltag aus oder beobachte es. Sie werden feststellen, dass es für alles eine Ursache gibt. Nehmen Sie irgendein Beispiel aus ihrem Alltag. Nichts ist auf Mal verschwunden oder durch unerklärliche, mysteriöse Umstände derart entstanden. Oder noch ein simpleres Beispiel: Ordnung in Ihrer Wohnung. Je aufwendiger die Planung, die Strategie und vorallem dadurch die Effektivität der daraus resultierenden Maßnahmen ist, desto ‚ordentlicher‘ wird die Wohnung sein. Also, es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung. Unsere Welt ‚funktioniert‘ rein rational und nach dem Prinzip der Kausalität. Je rationaler Sie vorgehen und die richtigen Ursachen erkennen, desto mehr Ordnung wird entstehen.

Fragen

Nun stellt sich die Frage, wie der Mensch mit seinem Irrationalismus, bzw. seinen vorherrschenden o.g. Wesenszügen, in diese mutmaßlich ‚rational funktionierende Welt‘ passt bzw. sich harmonisch darin einfügen lässt?

Eine weitere, interessante Frage ist, wie sich aus einem System, das anscheinend und annähernd nach mechanistischen Prinzipien und nach der reinen Logik zu funktionieren scheint, eine Lebensform entwickeln konnte, welche tendenziell eher irrational denkt, handelt und entscheidet?
Ist aus diesem quasi mechanistisch zu verstehenden System (Natur) etwas völlig neues und konträres entstanden? Wie ist das möglich?

Oder ist es eher so, dass die Natur als solches in seinen Grundfesten eben nicht rein rational, mechanistisch und nach der puren Logik zu verstehen ist und wir Menschen dies nur derart verstehen und als idealisiertes System ‚überstülpen‘?
Wie realistisch mag es sein, dass die Natur nach der Mathematik funktioniert, die wir gewissermaßen per Reverse Engineering im Nachhinein aufgedeckt, definiert und sogar verstanden haben?

Oder liegt die ‚Wahrheit‘ irgendwo zwischen diesen Vorstellungen, d.h. gibt es keinen reinen Rationalismus und Irrationalismus, kein Schwarz und Weiß, sondern eher sehr viel Grau?

Ist die Wissenschaft demnach als Lebensmaxime (manche sprechen derweil sogar davon, dass die Wissenschaft Religionen ablösen wird) oder philosophische Struktur überhaupt für uns Menschen geeignet? Und was geschähe dann mit Moral und Ethik?

Ist die menschlichen Gesellschaft vorstellbar, in der sich Paare einzig nach körperlicher Attraktivität zusammen finden und vorallem langfristig zusammen (be)stehen, unabhängig von der Liebe und irrationalen Beweggründen?