Kategorie: Philosophie

Meine geistige Nahrung

Was, wenn es die Zeit garnicht gibt?

Als ich neulich zu den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen hinsichtlich des Wesens der Zeit im Netz recherchierte, war ich auf den Zusammenhang mit der Bewegung bzw. Geschwindigkeit gestoßen.
Wenn man sich beispielsweise vorstellte, dass man sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegte, würde man feststellen, dass für uns bzw. unser Bezugssystem keine Zeit vergeht.
Dieser Aspekt geht auf Einsteins Relativitätstheorie zurück, der die Zeit, auch wenn dessen Wesen als solches unverstanden ist, in Bezug zum Raum setzt.
Im Grunde könnte man also sagen, dass für jeden von uns die Zeit in gleicher Weise erfahrbar ist, weil wir uns mit gleicher Geschwindigkeit durch den Raum bewegen.

Wir Menschen erfahren die Zeit, als sei sie fließend und omnipräsent. Quasi ein fundamentaler Bestandteil unserer Welt.

Auch wenn das Wesen der Zeit als solches unbekannt ist, besteht doch Übereinstimmung in der Definition, dass sie als eine Abfolge von Ereignissen definiert werden kann. Wie man in diesem Zusammenhang Ereignisse definiert, wäre diskutabel.
Demzufolge könnte man auch annehmen, dass ohne Ereignisse keine Zeit vorhanden oder erfahrbar wäre.

Für uns Menschen, denn aus einer anderen Sicht vermag ich es momentan nicht zu beschreiben, entsteht der Eindruck der fließenden Zeit wohl im Wesentlichen durch zwei Aspekte:

  1. Erinnerungen bzw. das Gedächtnis
  2. Das Prinzip der Kausalität

Erinnerungen stellen letztlich nichts anderes als Informationen dar. Ich kann auf die Information zurück greifen, wie die letzten Minuten gewesen sind, bzw. welche Ereignisse geschehen sind.
Welche Szenen haben ich vorher in diesem Film gesehen?
Habe ich Butter eingekauft?
Ja, es war beim Discounter um die Ecke, ca. 16 Uhr.

Dadurch, dass ich ein Verständnis der Kausalität erlangt habe, weiß ich, dass mein Handeln bzw. meine Entscheidungen zu einem gewissen Ergebnis führen werden. Oder besser gesagt, dass ich durch gewisse Entscheidungen die Wahrscheinlichkeit beeinflusse, wie sich etwas entwickeln könnte.
Letztlich ist es eine Kalkulation, eine Art Wahrscheinlichkeitsrechnung, die auf Grundlage von Informationen, die wir durch Erfahrungen (Erinnerungen) gewonnen haben, durchgeführt wird und aufgrund dessen wir Entscheidungen treffen.

Letztlich könnte unser Verständnis von der Zeit, wie wir es erfahren, falsch sein.
Es könnte sein, dass unsere Welt durch eine Abfolge von ungezählten Ereignissen voranschreitet bzw. sich entwickelt oder gar erst entsteht.
Je nachdem, wofür ich mich entscheide, habe ich einen Einfluss darauf, was sich ereignen wird.
Doch die Zeit als solches muss nicht ein feststehendes Fundament sein, das ohne uns fortbesteht und einfach immer weiter fortschreitet.

Wie Hans-Peter Dürr einst sagte: Wir alle sind die Künstler, die in jedem Moment das Bild unserer Realität gemeinsam erschaffen.

Wenn ich mir vorstellte, es gäbe eine Welt oder eine Existenz außerhalb unseres Universums, gäbe es dort Zeit wie wir es kennen?
Vor dem Urknall, davon wird ausgegangen, gab es keine Zeit. Eben, weil es keine Ereignisse gab.

Doch blickte man von einer wie auch immer gearteten Welt außerhalb unseres Universums auf unsere Erde, auf der durch eine Unzahl an Ereignissen etwas geschieht, also aus unserer Sicht Zeit vergeht, und würde man auf diese Welt Einfluss nehmen, quasi von einem Moment auf den anderen. Würden wir es bemerken?
Wäre es nicht wie in einem Computer-Spiel, wenn man auf den Pause-Button klickt?
Man könnte die Zeit anhalten, etwas verändern oder eingreifen und die Zeit wieder laufen lassen, indem man die Ereignisse weiter ablaufen läßt.
Wir selbst würden es nicht bemerken, fast so, wie es für Lara Croft sein muss. Man speichert das Ergebnis der Ereignisse innerhalb eines Spiels ab, also das Resultat dessen, was bisher gemacht bzw. entschieden wurde.
Später lädt man diesen Speicherstand einfach wieder. Aus Sicht von Lara Croft, ist keine Zeit vergangen. Sie sieht sich dem gleichen Moment gegenüber wie zuvor.
Tatsächlich hätten aber immense Änderungen am Spielverlauf von außen -z.B. durch diverse Entscheidungen- durchgeführt werden können, so dass sich die Zukunft verändern würde.

Ist dies der Trick, wie sich außerirdische Instanzen in unsere Welt ‚hacken‘?
Könnte dies erklären, was Menschen mit einer Nahtodeserfahrung berichten?
Dass sie ihr komplettes Leben an sich haben vorüber ziehen sehen? Einfach, weil es in dieser Welt außerhalb unserer Welt keine Zeit gibt und man den kompletten Ablauf des Lebens auf dessen informationeller Grundlagen zurück berechnen kann? Oder indem man einfach auf die gesammelten Informationen zurück greift?

Macht Euch die Erde Untertan. Oder: Von denen, die keine Lobby haben.

Ein nicht ungewöhnliches, aber denkwürdiges Ereignis.
Heute, als ich mit den Hunden draußen war.
Uns kam eine ältere Frau entgegen auf einem Weg, der nicht breiter als ca. 2,5m war.
Da ich gerade um die Ecke kam, hatte ich die Dame nicht eher sehen können. Und unsere Hunde hatte ich an diese Aufroll-Leinen angeleint.
Das sind diese Leinen, deren Schnur man per Knopfdruck einfahren kann. Deshalb waren die Hunde recht weit von mir weg.
Eine unserer Hündinnen ging etwas auf die Dame zu, um zu schnüffeln.
Doch die Dame wich aus, ängstlich, fast panisch. Mit dieser bestürzten, ablehnenden und Missmut ausdrückenden Mimik und Gestik.
Als ob die Hunde etwas Böses, Gift oder der Teufel persönlich wären.
Dabei ist ‚Teufel‘ die passende Überleitung. Denn dieses Ereignis fand im Hof unserer Gemeinde-Kirche statt, genauer zwischen Grünfläche und Friedhof.
Seltsam, dachte ich, irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass gerade die, die religiös und/oder gläubig sind, eine Abneigung gegenüber allem, was nicht Mensch ist haben. Oder sie interessieren sich hauptsächlich nur für die Belange der eigenen Spezies.

Kann natürlich auch sein, dass es nur täuscht.
Aber nichtsdestotrotz befängt mich stets das Gefühl, gerade wenn ich mit den Hunden hier entlang gehe, dass man hier unter Beobachtung steht. Jede noch so kleine Auffälligkeit, z.B. dass ein Hund auf die Grünfläche pinkeln könnte, versuche ich zu vermeiden.

Woher kommt das, gerade an diesem Ort?

Oder ist es eher meiner Verwunderung geschuldet, dass ich der Meinung bin, dass doch gerade die, die glauben, ein höheres Verständnis von der Existenz als solche besitzen sollten, da sie sich doch mit diesen Dingen intensiver auseinandersetzen sollten, als z.B. jemand, der an nichts glaubt oder sich nie mit einem Glauben auseinander gesetzt hat oder nur in den Tag hinein lebt?
Glaube ich nicht deshalb diesen bestimmten Glauben, oder gibt es auch andere Beweggründe?
Und wenn ich mich im Zuge meiner Auseinandersetzung mit den Dingen dieser Welt im Zuge meines Glaubens auseinandersetze, sollte ich nicht zum Verständnis kommen, dass es mehr gibt, als die Belange der menschlichen Spezies?

Denn Gott hat die Welt geschaffen. So steht es doch in fast allen Schriften.
Wie kann man, wenn man gläubig ist, der Auffassung sein, dass der Mensch das Maß aller Dinge ist?
Wenn Gott demnach auch Tiere geschaffen hat? Wieso haben wir dann das Recht, Tiere abzulehnen, anders oder schlechter zu behandeln als uns selbst?
Diese Spezies zu unterjochen, zu quälen, zu mißbrauchen und auszurotten bzw. völlig unseren Interessen, die mehr als fragwürdig und primitiv sind, unterzuordnen?

Ein beliebtes Zitat aus der Bibel ist ja: Macht Euch die Erde Untertan.

Und das wurde Jahrtausende von den Kirchen derart verkündet und in die Hirne der Menschen gebrannt.

Nun, da die Umwelt bis in letzter Konsequenz von uns instrumentalisiert, misshandelt, unterjocht, dezimiert und katalogisiert ist, und das mit größter Bestimmtheit, Aggression und Brutalität, steht die Kirche vor einem Scheiterhaufen.

Denn wenn die Umwelt vergiftet und zerstört ist, werden unseren Kindern die Lebensgrundlagen fehlen.
Denn auch wenn es Milliarden Handys gibt: Essen und trinken müssen wir weiterhin.
Ganz nebenbei wollen wir auch noch gesund sein. Mit vergifteten und künstlichen Lebensmitteln wird das wohl kaum gelingen.
Das dürfte doch wohl jedem einleuchten, oder etwa nicht?

Also, wenn ich das zusammen fasse.
Wenn ich doch glaube, zumindest an die Schöpfung und an Gott.
Muss ich dann nicht alle Geschöpfe in meinen Glauben mit einbeziehen?
Denn Gott hat sie erschaffen und daher wird ihm an diesen Geschöpfen, die nun nicht gerade Mensch sind, auch etwas liegen.
Hätte er sie sonst geschaffen?
Wenn man denn schon in diese Richtung glaubt, wie würde es Gott wohl finden, wenn wir seine Geschöpfe so behandeln, wie wir es tun?
Und wenn wir uns an seinen Geschöpfen quasi vergehen, wäre das dann nicht ein Sündenfall schlechthin?

Wenn wir seine Geschöpfe als etwas minderwertiges behandeln, mit dem wir mit größter Selbstverständlichkeit, Aggression und Brutalität umgehen können, wie es uns gefällt?
Vorausgesetzt, Gott denkt, empfindet oder urteilt in etwa wie ein Mensch (könnte man denken, wenn man die Schriften so liest), gehe ich mal davon aus, dass es er es wohl kaum so toll finden würde, wenn wir so mit unseren Mitgeschöpfen verfahren, wie wir es tun!

Also, wenn man denn nun gläubig ist, und da habe ich lediglich den Glauben an einen Gott, der diese Welt geschaffen hat, und an die Schöpfung als solches vorausgesetzt: Muss man dann dessen Schöpfung nicht ehren, respektieren, hegen, pflegen oder gar lieben?

Muss ich als gläubiger Mensch dann nicht diese einfachen Grundprinzipien auch verstanden haben und leben?

Und wenn nicht. Wieso glaube ich dann bzw. gehe einmal die Woche zur Kirche, wenn ich nicht einmal diese einfachen, aber logischen und nachvollziehbaren Grundverständnisse nicht verstanden habe und vorallem nicht auch lebe?
Oder ist das alles bereits zu hoch oder zu weit hergeholt?
Basteln wir uns unseren Glauben oder Gott so, wie wir es gerade brauchen oder wie es für uns gerade günstig erscheint?

Gehe ich sonst nur zur Messe, um mir ein paar schlaue Verse aus der Bibel von jemandem vorlesen zu lassen, von dem ich meine, dass zumindest er das alles verstanden hat?
Hat der Glaube dann nicht nur eine Alibi-Funktion, vielleicht sogar nur, um mein Gewissen zu beruhigen?

Kann man dieses Selbstverständnis nicht von jedem, der an diese einfachen Grundannahmen glaubt, eigentlich prinzipiell voraussetzen?

Aber wer weiß, vielleicht war die Dame heute früh auch nur schlecht drauf oder hatte schlechte Erfahrungen mit Hunden gemacht.
Doch mein tendenziell im Hintergrund schwelendes Gefühl, dass die meisten Gläubigen diese einfachen Grundannahmen des Glaubens garnicht leben oder verstanden haben, bleiben ungut im Hintergrund.
Zumindest meine ich jedes Mal ein seltsames Gefühl in diese Richtung zu verspüren, wenn ich hier mit den Hunden(=Geschöpfe Gottes) entlang spaziere.

Ja, es gibt außerirdisches Leben!

Ganz klar: Es gibt außerirdische Leben!
Wie komme ich zu dieser -auf den ersten Blick- wagemutig anmutenden Aussage?

Das ganze ist ein reines Rechenexempel.
Und es sei die Annahme vorausgesetzt, dass Leben generell gemeint ist.
Also, unabhängig davon, ob dieses Leben Technik entwickelt hat oder nicht.

Und nun die Rechnung.

Im Universum gibt es die grob geschätzte Anzahl an Sonnen von: 10000000000000000000000 (10 Trilliarden, Quelle) .
Jede dieser Sonnen wird noch dazu von einer Zahl x an Planeten umkreist. Vielleicht haben manche Sonnen keine Planeten, andere Sonnen besitzen dafür umso mehr. Nimmt man einen Schnitt von 3 Planeten an, und berücksichtigt, dass – wir sind mal negativ eingestellt – lediglich 50% der Sonnen Planeten besitzen oder auch überhaupt geeignet sind, in irgendeiner Form Planeten hervorzubringen, kommt man auf 15 Trilliarden Planeten.
Nun müßte man noch all die Planeten abziehen, die kein Leben tragen könnten, besser gesagt, die keine erdähnliche Bedingungen besitzen, denn etwas anderes kennen wir derzeit nicht. Das Sonnensystem hat auf einem von acht Planeten definitiv Leben hervorgebracht (das zu leugnen, wäre jetzt aber fahrlässig).

Also, in meiner schlichten Rechnung müßte man jetzt noch ein achtel der Planeten nehmen und kommt dann auf eine Zahl von 1,875 Trillarden Planeten, die Leben hervorgebracht haben könnten.
Wem diese Zahl zu optimistisch klingt, dem sei gesagt, dass ich nochmal 50% abziehe, denn ich habe sicherlich nicht alles berücksichtigt.

Wie können uns das leisten, denn 1,875 Trillarden ist immer noch eine enorme Zahl. Okay, es bleiben immer noch abgerundet 900 Trillionen Planeten auf denen im Universum Leben entstanden sein könnte.

Allein der Wert ‚Trillionen‘ ist für mich schon nicht mehr vorstellbar. Gibt es etwas auf dieser Welt, was derart unwahrscheinlich ist, dass es bei 900 Trillionen Versuchen nicht passieren könnte? Ich kann es mir nicht vorstellen und kenne auch nichts, was bei dieser Anzahl an Versuchen nicht auch passiert.

Ohne in die Wahrscheinlichkeitsrechnung wechseln zu müssen, könnte ich mir einen Vergleich mit Lotto vorstellen. Hier liegt die Wahrscheinlichkeit sechs Richtige zu tippen, bei ca. 140 Millionen.

Wenn man sich nun vorstellte, man könnte 900 Trillionen Felder ausfüllen: Wer würde noch behaupten, dass es dann unwahrscheinlich wäre, dass man unter diesen Voraussetzungen nicht einen Sechser darunter hätte?

Klar, es wird jetzt auch wieder Zweifler geben, aber unter den o.g. Gesichtspunkten und Annahmen, wäre es schon als sehr unwahrscheinlich zu betrachten, dass es kein Leben irgendwo anders im Universum gibt.

Es stellt sich demnach also nicht die Frage, ob es im Universum weiteres Leben gibt, sondern eher wo.

Es gibt Gegebenheiten auf der Welt, deren Wahrscheinlichkeit derart hoch ist, dass man es nicht erst sehen oder anfassen können muss, um zu wissen, dass es das gibt. Man kann anhand der Zahlen bereits davon ausgehen, dass es existiert.

Ein Bewußtsein für die Zukunft: Die geistige Armut überwinden

Wer sich in der heutigen Welt des Menschen aufmerksam bewegt, erkennt sehr bald, dass es sich bei den dahinter liegenden Mechanismen um sehr alte und daher mächtige Beweggründe handelt.
Ich möchte an dieser Stelle keine Abhandlung der gesamten Menschheitsgeschichte verfassen. Doch zusammenfassend kann ausgesagt werden, dass so gut wie alles, was seit der Steinzeit geschehen ist, weshalb Menschen etwas getan oder nicht getan haben, beinahe ausschließlich aus Machtinteressen heraus geschehen ist.
Macht bedeutet Reichtum an Land, Finanzmittel, wie diese zur jeweiligen Epoche auch ausgesehen haben mögen, oder Macht im Sinne von politischen Befugnissen, übertragen durch das Vertrauen der Untergebenen. Letztgenanntes brachte als Nebeneffekt eben auch Reichtum im materiellen Sinne. Denn man verfügte über die Möglichkeiten, sich diesen monetären Reichtum zu verschaffen.
Dabei war es nicht so, dass diese Macht, die zumeist einzelnen Personen übertragen oder zugefallen war, stets zum Wohle aller Menschen genutzt worden war. Es profitierten in Summe meist nur einige wenige Menschen von materiellem Reichtum.
Der weitaus größte Teil der Menschheit lebte und lebt noch heute in materieller Armut.
Anscheinend hat das Prinzip, die Machtgier einzelner zu befriedigen, nicht dazu geführt, dass die Menschheit als solche davon profitiert hätte.
Was können wir also davon lernen, welche Erkenntnisse dürfen wir daraus gewinnen?

Möchten wir überhaupt, dass sich das o.g. Machtprinzip ändert oder möchten wir weiter so leben wie seit Jahrtausenden?

Bis hier her habe ich nur von materiellem oder politischem Reichtum gesprochen.
Doch in der Überschrift dieses Artikels heißt es: Die geistige Armut überwinden.

Geist und Materie, wie passt das zusammen?
Nun, wenn einzelne Macht mißbrauchen und für die eigenen individuellen Vorteile nutzen, handelt es sich dabei nicht um geistige Armut?

Wie viele tausende Herrscher haben bisher Güter und Materie angehäuft und was hat es Ihnen gebracht?
Spätestens nach dem Ableben war alles weg, denn wohl niemand kann diese angehäuften Reichtümer mit in den Tod nehmen.
Dementsprechend ist dieses Vorgehen wohl als eher kurzfristig, wenn nicht kurzsichtig zu erachten.
In der Zeit ihrer Regentschaft lastete der individuell angehäufte Reichtum auf den Schultern von Millionen Mitmenschen, sprich Untertanen, die entweder in Armut lebten oder gar ihr Leben dafür lassen mussten.

Nun könnte man sagen, dass ich von vergangenen Epochen spreche, der Steinzeit, Bronzezeit, dem Altertum oder der Antike.

Doch der Traum vom individuellen Reichtum ist heute stärker vertreten denn je.
Man muss nur die privaten Sender anstellen und in jeder Werbepause wird vielfach der Traum vom individuellen Reichtum vermittelt.
Eine Reise nach Sri Lanka? Ganz einfach auf der und der Webseite.
Ein Auto, kein Problem. Ist zwar für die Mehrzahl der Zuschauer bar kaum zu bezahlen, aber Kredite bietet die Bank, die in der nachfolgenden Werbung dafür wirbt.
Das Auto gehört mir dann zwar nicht, also als Besitztum im klassischen Sinne, doch was zählt, ist der Schein.
Denn weiß denn der Nachbar, dass das Auto real nicht mir gehört?

Vieles ist also demnach auch scheinbarer Reichtum.
Würde man alles, was letztlich als Kredit läuft, aus der Gesellschaft rausziehen, würden sicherlich nur noch 20-30% der Autos auf den Straßen verbleiben und ganze Siedlungen verschwinden.
Letztlich beruht alles auf dem Traum des individuellen Reichtums.
Machen wir uns nichts vor. Von den Wagemutigen, die ein solches Vorhaben annehmen, also irgendetwas auf Pump anzuschaffen, schafft es letztlich auch nur ein gewisser Prozentsatz.

Doch die letztgenannten Aspekte führen bereits viel zu weit.
Die ganzen materiellen Dinge, die es heute gibt, verschleiern nur das Grundproblem, das dahinter steckt.
Das Machtinteresse und der individuelle Reichtum ist zudem gepaart mit weiteren Aspekten, die innerhalb der modernen Welt hervorgehoben werden. Hierzu gehören Ängste und Geltungsbedürfnis.

In den materiellen Gesellschaftsstrukturen ist aus dem Traum der Herrscher der Vergangenheit ein Traum vieler Menschen geworden.
Einerseits, weil es heute sehr viel mehr Menschen gibt.
Andererseits, weil es heute durch die industriellen Herstellungsverfahren sehr viel mehr materielle Güter gibt.

Doch die Kernfrage, die ich oben bereits angedeutet hatte, bleibt: Wem hilft es etwas, wenn das Ende aller Tage für das Individuum gekommen ist? Liegt man dann auf dem Totenbett und kann beruhigter sterben?
Was verspricht man sich davon?
Hilft es sagen zu können: Mensch, ich bin jetzt 60 Jahre alt. Zwar wurde gerade eine unheilbare Erkrankung festgestellt, aber ich habe ja eine Million Euro auf dem Konto?
Muss ich dann etwa nicht sterben?

Irgendwie kann mir das niemand so recht erklären und ich stelle mir eine sinnvolle bzw. rational aufschlussreiche Erklärung auch schwierig vor. Können Sie mir das erklären?

Jedenfalls ist das alles für mich völlig irrational und unverständlich.
Wäre es nicht Zeit für eine neue Gesinnung? Eine Gesinnung, ein Ideal, das unserem Geist, unserem Intellekt entspricht?
Die Fesseln der Geschichte aufbrechen, um etwas wirklich angemessenes zu schaffen: Eine lebenswerte Zukunft für die gesamte Menschheit.
Das empfinde ich als erstrebenswerter, als mit Taschen voller Geld oder mit irgendwelchen Gütern, herumzulaufen, was letztlich auf der Ausbeutung anderer Menschen oder des Planeten Erde beruht.

Wir sind so weit gekommen, haben alles optimiert und können produzieren, was das Zeug hält, beinahe im wahrsten Sinne des Wortes.
Doch bislang hat es nicht zu mehr gereicht als dass wir unsere niedrigsten Instinkte befriedigen können auf Kosten anderer.

Es ist wahrlich Zeit dafür, unsere geistige Armut zu überwinden.

Wir dürfen das nicht anderen überlassen.
Nicht den Politikern, Wissenschaftler oder der Wirtschaft.
Jeder einzelne muss daran arbeiten und sei es nur, sein eigenes Handeln abzuwägen, selbst zu reflektieren und sich selbst jeden Tag vor die Wahl zu stellen: Brauche ich das? Wofür? Und was steckt dahinter? Will ich mich anderen gegenüber nur als jemand gebaren, der ich nicht bin? Und wieso will ich anders sein als ich wirklich bin?
Ich stelle mir vor, dass eine Änderung nur möglich ist, wenn sich bevölkerungsweit das Bewußtsein ändert.
Vom Mitläufer zum Handelnden werden. Ist das nicht eine interessante Perspektive und Herausforderung?
Dazu ist nicht viel nötig, außer die eigene Einstellung zu ändern und hier und dort anders zu handeln.
Zumindest sollten wir unsere Kinder in diese Richtung bilden und erziehen.

Was könnten wir erreichen, was könnten wir eine erstrebenswerte Zukunft schaffen, die frei ist von Gier, Stress, Hass, Neid und Egoismus.

Äquivalent Materie, Energie und Information?

Auf kleinster Ebene kann man innerhalb der Quantenphysik als objektives Ergebnis des Doppelspaltexperimentes festhalten, dass die Information als ein wesentliches Merkmal unserer Realität angesehen werden kann.

Interessant ist, dass dies durch das Wheeler-Experiment bestätigt werden konnte, d.h. die Ergebnisse des Doppelspaltexperimentes beruhen nicht auf Variablen oder Faktoren, die lediglich nicht bekannt sind, sondern sie sind tatsächlich vorhanden.

Einen ähnlichen Diskurs gibt es zu Effekten im makroskopischen Bereich, nämlich im Zusammenhang mit schwarzen Löchern. Als Zwischenergebnis wurde festgehalten, dass die Information eines materiellen Objektes, welches in ein schwarzes Loch fällt, nicht vernichtet wird. Was genau damit passiert, ist unklar.

Jedoch zeigt auch dieses Beispiel, dass die Information wesentlich für die Dinge innerhalb unserer Welt und unserer Realität ist.
Jedes ‚Ding‘ oder materielle Erscheinungsform wird unter anderem definiert durch die darin enthaltene Information.
Mit einem Beispiel aus dem Alltag gesprochen, besteht ein Burger eigentlich nur aus Fett, Proteinen, Zucker, Aminosäuren usw.
Erst die Information macht aus diesen Bestandteilen eine, für viele, jedoch nicht für mich ;-), schmackhafte Mahlzeit.

Doch bereits dies ist eine wichtige Erkenntnis dessen, was unser Leben und unsere Erscheinung in dieser Welt ausmacht.

Die Realität wird maßgeblich durch Information bestimmt.
Ich habe mich gefragt, ob es deshalb nicht eine Äquivalenzgleichung analog zur Gleichung: E=m*c2 geben müßte?

Mit dieser Gleichung müßte man die enthaltene Information in der Materie (oder innerhalb der Realität) bestimmen können. Wie etwa I=m*E oder etwas in der Art.

 

Der Traum: Der kleine Bruder des Todes?

Nun begab ich mich seit mehreren Jahrzehnten erneut auf die Recherche im Netz, um herauszufinden, ob die Wissenschaft mittlerweile eine Erklärung für das Phänomen des Traumes gefunden hat.
Um es kurz zu machen: Es gibt keine eindeutige und unstrittige Erklärung für das Träumen. Oder überhaupt den Schlaf als solches.
Das ist doch erstaunlich. Da fliegt der Mensch zum Mond, gründet Städte, in denen mehrer Millionen Menschen leben oder baut nicht so lustige Bomben, die mal eben eine ebenso gewaltige Zahl an Menschen mit einem Schlag auslöschen könnten.

Aber für so einfache und tägliche Ereignisse wie den Traum hat die Wissenschaft keine Erklärung. Irgendwie schwach, wie ich finde. Aber vieleicht auch nicht sonderlich überraschend. Kann es sein, dass der Wissenschaft etwas entgeht?
Dass ihre Sicht der Dinge in der Natur falsch oder zumindest unvollständig ist?

Ich maße mir dementsprechend natürlich auch nicht an, eine Antwort darauf zu haben. Doch wenn man sich der Sache allein auf Grundlage der einfachen Beobachtung nähert und Zusammenhänge in Erwägung zieht, die auch mal ein bischen, aus Sicht der nüchternen Wissenschaftler, fantastisch sein können, kommt man auf einfache Rückschlüsse.
Diese erklären natürlich das Phänomen nicht, aber sie sind zumindest ganz interessant.

Ich versuche mir meine Träume seit min. 35 Jahren zu merken oder zumindest auf sie zu achten. Eine Empfindlichkeit ihnen gegenüber zu entwickeln und sie, im krassen Gegensatz dazu, nicht einfach als ‚Spinnerei‘ zu ignorieren oder sie abzutun.

Neulich, nachdem ich wieder einige Träume hatte, war ich auf den Gedanken gekommen, dass in der Mehrzahl das Ich, das den Traum erlebt, sich meist in einer -aus der Sicht des Alltagsbewußtseins- etwas unglücklichen oder passiven Lage befindet.
Meist ist es so, dass man in eine Szene hineingeworfen wird bzw. die Szene spielt sich vor einem ab, ohne dass man großen Einfluss darauf hätte. Deshalb wundert man sich am darauffolgenden Tag, ‚was man da wieder geträumt hatte‘.

Es ist ja schließlich nicht so, dass man vorher das Szenario aktiv zusammenstellt oder gar danach gefragt wird. Zumindest kommt es einen nicht so vor.
Das Ich, oder ist es das Bewußtsein?, befindet sich einfach in der Szene. Punkt. Und muss damit klar kommen. Die Handlungen eines Traumes spielen sich vor einem ab. Als Beobachter reagiert man meist nur wie passiv auf das, was geschieht. Deshalb habe ich auch oft Angst vor dem, was in einem Traum geschieht. Ich habe schon oft versucht, mit dem Gedanken schlafen zu gehen, dass ich versuchen werde, mit meiner Einflussnahme im Traum, also im Traum, bewußt zu werden.
Quasi, dass ich mir beispielsweise im Traum des Traumes bewußt werde und z.B. derart reagiere, dass ich dann im Traum denke: „Hey, das ist alles nicht gruselig oder schlimm. Mir kann nichts passieren, weil das alles nur ein Traum und somit virtuell ist.“ Doch das war mir bisher niemals wirklich gelungen. Ich fühle mich als passiver Beobachter, oder, wie es die jüngeren vielleicht ausdrücken würden, man kommt sich vor wie ‚ein Opfer‘.

Ich finde, diese Erkenntnis ist bereits sehr interessant. Wieso ist das so und was könnte zu dieser Passivität führen?

Ich hatte darauf eine Idee, die mich seitdem nicht mehr los lässt.
Im Schlaf, wozu dieser letztlich auch gut sein mag, man weiß es schließlich nicht, ruht der Körper. Die Körperfunktionen sind auf ein Minimum reduziert. Was wäre, wenn das Diesseits-Bewußtsein, welches ebenfalls im Körper als eine Art Logikeinheit existiert, ebenfalls ruht?
Was ist eine Logikeinheit? Ich könnte mir denken, dass alles, was uns dabei hilft, in unserer Realität gut klar zu kommen, in unserem Gehirn gespeichert oder über dieses errechnet wird. Einfach, weil es schneller und effektiver ist.
Während unserer gesamten Existenz, beginnend bei der Geburt, sammeln wir Erfahrungen, was unsere Umwelt betrifft.
Woraus setzt sich unsere Umwelt zusammen? Welche Gesetze gibt es in unserer Welt? Worauf muss ich achten, um zu überleben? Was ergibt 1+1? Wie weit ist es vor hier nach dort? Wie weit ist ein Meter?
Also, alle logischen Zusammenhänge unserer Welt bzw. Realität könnten in einer Art rationalen Einheit, bei welchem das Gehirn eine Rolle spielt, beheimatet sein.

Wenn wir nun schlafen, fahren die organischen Systeme herunter, wie gesagt, weshalb auch immer.
Somit würde auch die Rationalität herunter fahren, da unser Gehirn ebenfalls in der Tätigkeit herunter fährt.

Im Schlaf erleben wir irgendwelche Szenen, wie und weshalb ist unbekannt. Aber unser Ich oder ein anderweitig geartetes Bewußtsein, erlebt ja diese Szenen.
Da unsere Logikeinheit, also unser Gehirn, heruntergefahren oder zumindest nur minimal aktiv ist, können wir dies nicht abrufen und können nur emotional aktiv sein. Daher fehlt uns alles, was sich rational im Traum verhalten könnte bzw. was es uns erlauben würde, den Traum rational wahr zu nehmen und vielleicht sogar zu ergründen.
Somit stehen wir ohne Logik und Ratio dar und sind vielfach beherrscht von Emotionen, haben Angst, was geschieht oder wozu sich eine Person gleich verwandeln wird oder etwas in der Art.
Wir können keinen Einfluss nehmen, weil wir uns im Traum rational nicht bewußt sind, obgleich es noch eine Instanz gibt, die den Traum wahrnimmt.

Auf jeden Fall können diese Beobachtungen deutlich aufzeigen, dass die menschliche Existenz, auch und insbesondere die geistige Existenz eines Menschen, nicht so einfach zu erklären ist wie es die Wissenschaft gerne macht.
‚Der Mensch ist nur eine Maschine, wenn auch eine recht komplexe‘. Das ist natürlich völliger Mumpitz und zeugt von deutlicher Ignoranz. Aber wieso sollte man sich auch mit etwas befassen, wenn es meiner Karriere, meinem Profit nicht förderlich ist oder gar mein Verständnis übersteigt?

Ich finde, wennn man sich der Sache einmal ganz sachlich nähert, ist auf jeden Fall die Aussage gesichert, dass der Mensch nicht einfach eine Maschine ist. Der Geist und das Bewußtsein sind ganz ausdrücklich vielschichtig, wie die o.g. Beobachtungen aufzeigen!

Wir sollten uns nicht einfach wie biologische Maschinen betrachten, denn das sind wir nicht.
Schon allein der Vergleich Maschine und Mensch zeigt schon die Ignoranz und Kurzsichtigkeit auf. Diese Elemente können nicht verglichen werden und schließen sich eigentlich gegenseitig aus.

Die Idee, die ich oben hatte, kratzt dabei lediglich am Gesamt-Phänomen des Träumens an sich.
Es wäre eine Bereicherung für die gesamte Menschheit, wenn man das Phänomen Traum in seiner Bedeutung ergründen würde.
Es würde sicherlich mehr dazu beitragen, dass wir verstehen, wer wir sind, als alles vernichtende Waffen zu bauen oder diesen Planeten mit aller Gewalt zu vernichten.

Wenn an diesem Gedanken etwas dran ist, dass die Rationalität überwiegend im Gehirn oder über das Gehirn stattfindet, was geschieht, wenn unser Körper stirbt? Existiert dann der Rest unseres Geistes oder unserer Identität weiter wie im Traum bloß ohne die auf unsere Realität spezifisch erstellte und gespeicherte Rationalität? Und begeben wir uns einfach mit dem Rest unserer geistige Existenz in eine andere Realität, die bereits immer und stetig neben unserer Realität Bestand hatte?
Ist der Traum eine Art Erlebnis- oder Beschäftigungs-Park für unser Bewußtsein, das schließlich nicht ruhen muss, weil es keine Zeit gibt in der Welt oder Realität, in der es beheimatet ist? Im Gegensatz zu unserer Realität, die bestimmt ist von den Gesetzmäßigkeiten wie die Zeit?

Bewußtsein: Was wußte Jesus Christus?

This entry is part 2 of 2 in the series Bewußtsein

In meinem Beitrag ‚Die Henne oder das Ei‚ habe ich das Gedankenspiel in den Raum geworfen, dass es möglich sein könnte, dass es ein Bewußtsein außerhalb der biologischen Existenz gibt bzw. dass es das Bewußtsein vor der biologischen Existenz gab.

Da die Naturwissenschaften bisher die Quelle und die Funktionsweise des Bewußtseins nicht in aller Gänze erklären können, hatte ich schon immer gedacht, dass es lohnenswert sein könnte, nach Indizien, Erklärungen oder Ideen von bedeutenden Personen der Vergangenheit Ausschau zu halten.

Ich meine damit Personen, die derart bedeutend sind und mit einem geistigen Anspruch, dass die Menschheitsgeschichte von ihnen maßgeblich beeinflusst worden ist.
So jemand ist beispielsweise Jesus Christus.

Ich fragte mich, dass doch jemand wie Christus ein weitreichendes Verständnis von der Welt als solches gehabt haben muss, schließlich wird er von vielen Menschen als Sohn Gottes oder Messias bezeichnet. Bei anderen Religionen außerhalb des Christentums ist er zumindest als bedeutender Prophet bekannt.
Also, definitiv und potentiell jemand, von dem man annehmen müßte, dass er mehr über den Menschen und die Welt weiß als vielleicht andere.
Wenn denn schon nicht der Sohn Gottes weiß, was es mit der Welt und respektive mit dem Bewußtsein auf sich hat, wer eigentlich dann?

Im Thomas-Evangelium bin ich dann auf folgende, wie ich finde, interessante Zeilen gestoßen:

„Jesus sprach: Wenn das Fleisch wegen der Seele entstand, so ist das ein Wunder. Aber wenn die Seele wegen des Leibes entstanden ist, so ist das ein Wunder der Wunder. Aber ich, ich wundere mich darüber, wie sich dieser große Reichtum in dieser Armut niedergelassen hat. „

Wenn ich nur die ersten beiden Sätze betrachte und ‚Seele‘ gegen ‚Bewußtsein‘ ersetze, komme ich zum Schluß, dass Jesus auf die Frage, ob erst das Bewußtsein existierte und dann das Fleisch, also die biologische Existenz, oder umgekehrt, keine konkrete Antwort gibt. Zumindest, wenn ich es wörtlich deute.
Er stellt ja nicht heraus, dass es schlußendlich so oder so ist, sondern er bietet beide Varianten an, ohne eine Festlegung.

Ich habe mir erlaubt, es ein wenig anders zu übersetzen:
1. Aussage: Es gab erst das Bewußtsein und es entwickelte sich dann das Fleisch (biologische Existenz)
Wenn das Fleisch wegen des Bewußtseins entstand, dann ist das ein Wunder.
2. Aussage: Das Bewußtsein resultiert aus der biologischen Existenz, ist also z.B. eine Funktion des Gehirns
Wenn allerdings das Bewußtsein aus dem Fleisch hervorgegangen ist, ist das ein noch größeres Wunder.

Man könnte das dann bestenfalls so deuten, dass Jesus der Idee, dass das Bewußtsein vorher existiert, den Vorrang gibt, da es ‚nur ein Wunder wäre‘, während die andere Variante ein noch größeres Wunder, also unwahrscheinlicher? wäre?

Im Grunde empfinde ich es als mühselig und fehleranfällig, nun irgendwelche Interpretationen davon auszuarbeiten, die dann in irgendwie weit her geholte Aussagen münden.

Fakt ist, dass Jesus keine definitive Aussage, mit der man konkret etwas anfangen könnte, gemacht hat.
Somit könnte ich annehmen, dass er es schlicht nicht wußte und beide Möglichkeiten einfach in den Raum gestellt hat.

Als einfache Milchmädchen-Logik könnte ich nun versucht sein zu fragen: Wenn selbst der Sohn Gottes es nicht wußte, oder zumindest nicht konkretisieren wollte, wie kommen wir dann auf ein Ergebnis hinsichtlich dieser Frage? Und wird die Naturwissenschaft das Wesen des Bewußtseins jemals ergründen können?

Bewußtsein: Was war zuerst, die Henne oder das Ei?

This entry is part 1 of 2 in the series Bewußtsein

Was war zuerst: Die Henne oder das Ei?
Das Bewußtsein oder das Leben?
Seltsame Frage. Doch ist das denkbar?
Zumindest kann die Wissenschaft das Wesen des Bewußtseins bisher nicht deuten, demnach ist es zumindest möglich. Oder nicht unmöglich.

Diese Frage teilt die Lager in ‚Wissenschaft‘ und ‚Glaube‘.

Ob es ein Bewußtsein außerhalb der biologischen Existenz gibt, kann nach heutigem Kenntnisstand nur geglaubt werden. Es ließe sich weder messen noch beweisen. Zumindest noch nicht.

Doch was würde das bedeuten, dass es ein Bewußtsein außerhalb der biologischen Existenz gibt?

Auf uns Menschen bezogen würde es bedeuten, dass unser Bewußtsein nicht eine Funktion des Gehirns ist, sondern ‚von außen kommt‘ und vielleicht nur in unserem Körper ‚wohnt‘.

Das Bewußtsein wäre vielleicht eine Funktion oder Eigenschaft der Materie als solches. Denn es wäre seit Anbeginn da gewesen.
Bereits bevor das Leben begann. Eben, seitdem es Materie gibt (oder vielleicht sogar noch davor). Denn letztlich besteht unser Körper nur aus der Materie, die wir sowieso auf unserem Planeten überall vorfinden. Betrachtet man unseren Körper als reinen Materiehaufen, ist es schon erstaunlich, dass sich überhaupt so etwas wie Leben entwickelt hat.
Wieso bildet sich Materie zu einer bestimmten, hoch komplexen Form, läuft umher und stellt Fragen?

Bleiben wir bei der unvoreingenommenen, neutralen und objektiven Betrachtungsweise, wie es die Wissenschaft vertritt, so ist der rein materielle Unterschied zwischen mir und einem Berg nicht so besonders groß. Der augenscheinlichste Unterschied ist wohl der, dass ich mich aktiv fort bewege, während der Berg an seiner Stelle verharrt, wenn er nicht durch geologische Prozesse indirekt und passiv irgendwohin bewegt wird.

Demnach kann man die Aussage treffen, dass all diese Eigenschaften, die das Leben auszeichnet, Charakteristika der Materie sein müssen, denn wir bestehen letztlich nur aus Materie (laut Wissenschaft).

Und hier sind wir bereits bei den Schwierigkeiten, die sowohl der Glaube als auch die Wissenschaft haben.

Der Glaube ist Glaube, weil die Ideen oder Behauptungen nicht bewiesen werden können.
Die Wissenschaft hat eine eingeschränkte Sichtweise, denn sie erforscht nur das, was materiell bereits vorhanden ist.
Sie kann nicht messen, was gegebenenfalls außerhalb unserer Welt existiert, einfach weil es nicht in Erscheinung tritt.

Beipiel: Wenn Lara Croft herausfinden wollte, woraus ihre Welt besteht, würde sie an einem bestimmten Punkt scheitern.
Vielleicht würde sie, wie es in Teilchenbeschleunigern gemacht wird, ihre ‚Materie‘ immer weiter aufspalten und letztlich feststellen, dass ihre Welt aus Nullen und Einsen besteht, sofern sie denn soweit kommen würde.
Das wäre dann das Äquivalent zu Bosonen und Fermionen, um nur einige zu nennen.
Dann würde sie versuchen, aus dem Verhalten und den Eigenschaften der Nullen und Einsen auf das Zustandekommen ihrer Welt zu schließen. Vielleicht würde sie eines Tages herausfinden, dass die Nullen und Einsen irgendwo her kommen und nach einem bestimmten Schema ‚in Erscheinung treten‘.
Doch würde sie jemals den Prozessor erkennen können oder gar den sie steuernden Menschen? Schwer vorstellbar.

Ein weiteres Beispiel für die Basis der Naturwissenschaft kann ein Eimer Lego-Steine sein, der ausgeschüttet wird.
Es gibt einen Haufen voller ungeordneter Steine und einige Gebilde wie Häuser und Figuren.
Ebenso wie beim Beispiel mit Lara Croft, ein gewisses Maß an Eigenintelligenz vorausgesetzt, würden die Lego-Figuren vielleicht irgendwann beginnen, das Wesen ihrer Welt zu erforschen.

Vielleicht würden sie eines Tages feststellen, dass die Lego-Welt ab einem gewissen Zeitpunkt ‚einfach da war‘.
Der Stoff ihrer Welt ist Kunststoff, was die Figuren jedoch wohl so nicht bezeichnen würden.
Es ist klar, die Wissenschaftler der Lego-Figuren können nur das erforschen, was es in dieser Welt gibt, eben die Lego-Steine (=Elementarteilchen).
Um auf uns zurück zu kommen, etwaige Mechanismen außerhalb unserer Welt, die jedoch ursprünglich für diese oder sogar bestimmend sind, kann die Naturwissenschaft ’naturgemäß‘, oder zumindest nach diesem Gedankenspiel, nicht erkennen.

Da bleibt die Frage, welcher Weg für den Menschen gut ist (oder ist es gar keiner dieser Wege?): Der Glaube mit seinen unbeweisbaren Ideen, was dem Menschen niemals die Befriedigung des sicheren Wissens bringen wird, oder die Wissenschaft, die die Welt sehr wahrscheinlich niemals vollständig erklären können wird?