Kategorie: Phänomene

Phänomen Traum: Zwei ‚Fall‘-Träume mit positivem Ausgang

Mit der Reihe ‚Phänomen Traum‘ möchte ich vehement der materialistisch orientierten Auffassung der Hirnforschung entgegentreten, die davon ausgeht, dass Träume im Grunde eine Art Neben- oder Abfallprodukt der Prozesse sind, die während des Schlafes potentiell im Gehirn stattfinden. Es sind nur Indizien, die ich liefern kann. Jedoch weisen diese in eine Richtung, die darauf hindeuten könnte, dass Träume viel mehr sind, als irgendwelche wert- und sinnlosen Geschichten, die sich das Hirn zusammen reimt.

In der letzten Zeit hatte ich zwei Träume, die vielleicht eines gemeinsam haben, nämlich, dass es ‚abwärts‘ ging. Deshalb beschreibe ich beide Träume in einem Beitrag. Auch, weil deren Inhalte auch nicht so umfangreich waren, als dass sich jeweils ein Beitrag lohnen würde.

Diese Art Träume kennt wahrscheinlich so gut wie jeder und meist hat man sie vermehrt in der Jugend oder sogar noch früher. Man stürzt irgendwo herunter und fällt und fällt und fällt endlos irgendwo herunter. Manchmal ist es ein Fahrstuhlschacht oder eine Schlucht oder irgendwas in der Art.
Meist scheint man niemals aufzuschlagen und wenn doch, wacht man in diesem Moment völlig Schweiß gebadet oder erschrocken auf.
In meinen beiden Träumen ging es irgendwie in diesem Sinne auch bergab, aber beide Träume hatten einen positiven Ausgang, der mich nicht erschrocken aufwachen ließ.

Traum 1, ca. 1-2 Wochen her.
Ich befinde mich in einem Zirkuszelt. Es sehr großes Zelt, ungefähr so, wie diese riesigen Zelte in den USA. Sie bestehen aus mehreren Abschnitten. Jeder Abschnitt zeichnet sich durch einen großen Mast aus, der dem Zelt für diesen Abschnitt seine Wölbung gibt und woran es befestigt ist.
Ich sitze oben im Zelt, fast an der Decke, auf einer Stange. Es handelt sich um diese Stangen, über die diese fliegenden Akrobaten von einer Stange zur anderen fliegen. Ich habe gerade den Fachbegriff nicht zur Hand. Die eigentliche Vorführung, die ich und meine Partnerin anscheinend kurz zuvor durchgeführt hatten, war bereits vorbei und eine neue Attraktion war in einem anderen Abschnitt dieses riesigen Zeltes zur Begeisterung des Publikums bereits gestartet. Die Aufmerksamkeit des Publikums war also aktuell eher auf die neue Vorführung gerichtet.
Neben mir, ebenfalls auf einer solchen Stange, saß meine Partnerin. Sie war nicht nur meine Partnerin, was die akrobatischen Aktionen angeht (was auch immer wir vorher mutmaßlich vorgeführt hatten), sondern auch meine Lebensgefährtin oder Frau. Wir hingen also dort oben nebeneinander und irgendwie miteinander verbunden. Unsere beiden Stangen bzw. die Seile/Aufhängungen hingen irgendwie zusammen.
Da wurde mir bewußt, dass ich an Höhenangst litt. Ich schaute herunter und es waren locker 10-20m freier Raum unter uns. Mir wurde schwummrig. Im RealLife bin ich tatsächlich seit ein paar Jahrzehnten ängstlich, was Höhen angeht. Früher, so etwa bis Ende 20, hat es mir nicht so viel ausgemacht. In dem Traum war die Höhenangst jedoch nicht so ganz ausgeprägt wie im RealLife. Jedoch war mir diese leichte Höhenangst unangenehm, denn schließlich war ich anscheinend in dieser Rolle in diesem Traum ja ein Akrobat. Dazu kam, dass ich zusammen mit meiner Frau, die offensichtlich keine Höhenangst hatte und einer alten Akrobatenfamilie entstammte, diese gefährlichen Kunststücke vollbringen musste. Da kommt Höhenangst natürlich nicht gut bzw. ist dann sogar eher gefährlich und bedenklich. Ich war also, im Gegensatz zu meiner Frau, kein ‚geborener Akrobat‘, sondern ‚dazu gekommen‘ oder eingeheiratet. Deshalb war es mir unangenehm, denn ich war, zumindest was diesen Beruf angeht, ’suboptimal geeignet‘ für meine Frau. Ich fühlte mich, als ob ich ihr deshalb nicht genügen könnte wegen dieses Makels.
Irgendwann ließ meine Frau uns von dort oben herunter, indem sie ein Seil sukzessive mit der einen Hand immer wieder rhythmisch löste.
Dann, als wir fast unten auf dem Zeltboden angekommen waren, wurden meine Zweifel wegen meiner ‚Fehlbarkeit‘ aufgelöst, indem mir plötzlich, wie mit einer ‚ungefilterten emotionalen Übertragung‘ im vollen Umfang die Gefühle meiner Frau mir gegenüber gewahr wurden. Alles das, was Worte nicht übertragen können und was nicht gesagt wird oder werden kann, wurde mir von meiner Frau übertragen. Es war nicht so, dass sie es mir bewußt übermittelt hat, indem sie mich anstarrte und es überhaupt initiiert hat. Es wurde mir viel mehr ‚einfach so‘ bewußt und gegenwärtig, ohne, dass meine Frau in diesem Traum das veranlasst oder gewusst hätte oder so etwas. Ich fühlte also direkt ihre Gefühle mir gegenüber im vollsten Umfang und extrem intensiv. Ich fühlte also in diesem Sinne, dass sie mit mir glücklich war und es daran keinen Zweifel gab. Eine wahre Freude und Glück, weil sie mich hatte. Ich spürte, dass ich ihr mehr als genügte. Ich war der Grund für ihre Zufriedenheit und ihre Lebensfreude. Ich war ihre Liebe. Was so einfach und schlicht klingt, war genau deshalb umso schöner für mich. Dass ich es erfahren und fühlen konnte. Dass ich es nun auf diese Weise regelrecht ‚wusste‘. Doch viel mehr, ich spürte es jetzt und damit war es so wie es ist. Anscheinend hatte ich es ‚zuvor‘ (wie auch immer ein ‚zuvor‘ in diesem Traum ausgesehen haben möge und wie man sich Zeit/Vergangenheit im Traum vorstellen kann) wohl nicht gewusst. Und es war für mich noch schöner als man es sich eh schon vorstellt, denn mein Makel der Höhenangst machte da keinen Unterschied. Meine Frau liebte mich, weil ich da bin und das bin, was ich bin. Es war sehr schön. Und es machte mich stolz und glücklich. Ich habe mich nach diesem Traum gefragt, wieso man im RealLife seinen Mitmenschen nicht wirklich alles versucht zu erklären, wie man empfindet, wie sehr man z.B. jemanden liebt? Es scheint eine Message dieses Traumes gewesen zu sein. Eigentlich lieben wir uns und niemand ist wirklich schlecht oder ungeeignet. Jeder ist gut so, wie er ist und man liebt den anderen auch genau deshalb. Es ist schade und traurig, dass wir das im Leben kaum oder selten sagen oder den anderen zu verstehen geben. Vielmehr wird häufig nur das negative gesehen oder hervor gehoben. Es wird stets versucht, zu verbessern, anzupassen und so zurecht zu biegen, wie es irgendwelche fremden und absurden Vorgaben, Vorstellungen oder Theorien vorgeben. Was ein Quatsch und Verschwendung.

Traum 2, ca. 2-3 Tage her.
Ein Wolkenkratzer in New York. Ich arbeite anscheinend dort als Handwerker. Der Wolkenkratzer befindet sich nicht im Bau, sondern ist schon längst ‚in Betrieb‘. Irgendwo, in einem der obersten Stockwerke, also achtzigster Stock oder sowas, jedenfalls extrem weit oben, möchte ich nach unten fahren und bewege mich auf einen Fahrstuhl zu. Ich komme um die Ecke, dort befindet sich die Fahrstuhltür, und sehe, dass die Tür, zu meiner Verwunderung, offen steht. Man kennt das ja, gemäß Murphy’s Gesetz muss man immer auf den Fahrstuhl warten. Doch dieser Fahrstuhl stand offen und drinnen standen 3-4 Leute. Ich erinnere mich an einen Mann in der Mitte. Drei Personen standen nämlich nebeneinander, mit dem Blick zur Tür gerichtet. Der Mann in der Mitte war ein Afroamerikaner in einem Anzug bzw. er hatte einen schicken, mittellangen Mantel an. So einen mit Fell am Kragen und aus Leder. Richtig edel. Irgendwie so, wie man es sich in der Business-Welt der Wall Street vorstellt. Nun betrat ich eilig den Fahrstuhl, bevor die Türen zu fahren. In dem Moment, als ich den Fahrstuhl betrat, sackte dieser ab. Anscheinend, weil mein Gewicht zu groß war bzw. das dazu gekommene Gewicht gerade so an der Grenze dessen war, was dieser Fahrstuhl tragen konnte. Doch eigentlich war dieser Fahrstuhl natürlich für noch sehr viel größere Gewichte geeignet. Einer dieser seltsamen Zusammenhänge in Träumen eben, die nicht so ganz logisch sind. Oder vielleicht war der Fahrstuhl auch altersschwach. Jedenfalls sackte der Fahrstuhl ab. Erst ein bisschen, dann mehr und ich fühlte, wie der Fahrstuhlboden unter mir nachgab. Ich drehte mich leicht um und sah, wie die Fahrstuhltür bzw. die Öffnung sich nach oben entfernte aber noch zu sehen war, weil der Fahrstuhl selbst sich ja absenkte. Eine Frau rief ängstlich irgendetwas. Und auch ich gab irgendwas in der Art ‚Huch‘ oder so von mir. Doch der Fahrstuhl als solches stürzte nicht ab. Ich hatte das Gefühl, dass ich keine Angst haben muss. Jedenfalls hatte ich keine Angst mit dem Fahrstuhl ins Unendliche abzustürzen. Und nun fuhr der Fahrstuhl los. Ganz so, als würde er seiner normalen Funktion bzw. Tätigkeit nachgehen. Und wir fuhren nach unten. Etwas schneller als normal, denn das Gewicht war ja erhöht oder grenzwertig. Es war schon etwas, was einem ein mulmiges Gefühl bereiten könnte, aber ich hatte die ganze Zeit das Bewußtsein, dass ich keine Angst deshalb haben müsste. Und selbst, wenn der Fahrstuhl abstürzen würde, empfand ich angesichts dieses möglichen Szenarios kaum oder keine Angst. Nun waren wir unten angekommen und es gingen die Gedanken um, ob der Fahrstuhl auch in der untersten Etage angesichts des ‚Übergewichts‘ (vielleicht war der Fahrstuhl auch einfach altersschwach) normal funktionieren, anhalten würde und die Türen sich auch öffnen würden. Doch der Fahrstuhl hielt an und öffnete die Türen. Alle Passagiere und auch ich konnten unversehrt aussteigen.

Phänomen Traum: Lilly kann uns auf unserem Weg nicht weiter begleiten

Mit der Reihe ‚Phänomen Traum‘ möchte ich vehement der materialistisch orientierten Auffassung der Hirnforschung entgegentreten, die davon ausgeht, dass Träume im Grunde eine Art Neben- oder Abfallprodukt der Prozesse sind, die während des Schlafes potentiell im Gehirn stattfinden. Es sind nur Indizien, die ich liefern kann. Jedoch weisen diese in eine Richtung, die darauf hindeuten könnte, dass Träume viel mehr sind, als irgendwelche wert- und sinnlosen Geschichten, die sich das Hirn zusammen reimt.

Aus aktuellem Anlass möchte ich von meinem Traum berichten, den ich letzte Nacht hatte. Hierzu muss ich ein wenig ausholen.
Unsere Hündin Lilly wird dieses Jahr 18 Jahre alt. Ein wahrlich langes Leben. Als sie geboren wurde, zahlte man hierzulande noch mit der Deutschen Mark. Sie hatte es die ersten zwei Jahre nicht leicht, denn sie wurde in Spanien, genauer in Malaga, geboren und lebte dort, so nahmen wir an, auf der Straße. Wir konnten es an ihrem Verhalten erkennen, dass sie auf der Straße gelebt haben muss. Letztlich landete sie, wie viele Tiere dort, in einer Tötungsstation. Sie wurde dann von einer Organisation gerettet und nach Deutschland gebracht. Nachdem sie nach Deutschland kam, ‚diente‘ sie noch kurz als Amme und half dabei, einige Welpen zu ernähren, bevor sie letztlich, bereits ziemlich zerzaust und geschunden zu meiner Frau kam. Etwas später lernte ich sie dann kennen. Seitdem hat Lilly eigentlich, mit ein paar Ausnahmen (z.B. als sie von einem aggressiven Hund aus heiterem Himmel angefallen und blutig zusammen gebissen worden war) ein behütetes, aufmerksames, umsorgtes und gutes Leben geführt. Das ist natürlich jetzt alles sehr knapp zusammengefasst.

Vor ca. 1,5 Jahren ging es ihr zunehmend schlechter und zwar insofern, dass sie nicht mehr so recht fressen wollte. Sie war immer noch sehr aktiv und folgte mir auch stets durch die Wohnung. In der Küche stand sie immer vor mir und wollte etwas zu essen haben. Wenn ich ihr etwas anbot, fraß sie es jedoch meistens nicht. Das einzige, was sie noch wirklich fressen wollte, waren Sauerländer Bockwürstchen. Klingt seltsam, aber diese Würstchen hatten wir seinerzeit das ein oder andere mal zu einer Mahlzeit gemacht. Natürlich sind Sauerländer Bockwürstchen keine Grundlage für eine gesunde Ernährung, schon garnicht auf Dauer. Mehr als ein Würstchen wollte sie zudem auch nicht fressen. Und so nahm sie immer mehr an Gewicht ab. Ein Besuch beim Tierarzt und einer ersten Untersuchung inklusive kleinem Blutbild ergab keine Auffälligkeiten. Es wurden die Zähne (Zahnstein usw.) gemacht, falls es daran liegen würde. Wir testeten Schmerztabletten, um zu sehen, ob die Ursache vielleicht Schmerzen waren. Mit diesen Tabletten ging es ihr ein wenig besser. Doch, dass sie wenig bis garnicht essen wollte, hielt an. Sie verlor weiter an Gewicht. Ich hatte gedacht, dass man sie nicht einfach aufgeben und sterben lassen könne. Deshalb waren wir erneut beim Tierarzt. Dieses Mal wurde ein großes Blutbild erstellt sowie im Grunde alles, was man irgendwie messen und untersuchen kann, untersucht. Es wurde festgestellt, dass sie eine Schildrüsen-Unterfunktion sowie das Edison-Syndrom hat. Für beides bekamen wir Tabletten.
Bereits am ersten Tag der Medikation ging es ihr sofort besser, sie war wie ausgewechselt. Alles besserte sich abrupt, wenn man von einigen kleineren Malessen absieht, die natürlich auch schlicht auf ihr Alter zurück zu führen waren. Seit dieser Zeit bekommt sie also diese Tabletten. Wir waren immer mal wieder beim Tierarzt, um sie kurz durchhorchen zu lassen. Nach einem halben Jahr hatten wir nochmals einen Bluttest machen lassen, um zu sehen, wie sich ihre Vitalwerte verhalten. Es ergab sich, dass ihre Nierenwerte schlechter geworden waren. Auch mussten wir die Dosis des Schilddrüsenhormons erhöhen.
Ich kürze das an dieser Stelle etwas ab, denn ich möchte ja eigentlich noch auf den Traum zu sprechen kommen.
Seit einigen Wochen geht es Lilly wieder schlechter trotz Medikation.
Daran, dass sie sehr häufig Wasser lassen muss, was uns dazu veranlasste, min. alle 1-2 Stunden mit ihr ‚Pippi-Machen‘ zu gehen, hatten wir uns bereits gewöhnt und gerne für sie getan.
Doch nun scheint die Phase wieder Einzug zu halten, dass sie sehr wenig frisst und auch wieder stark abgenommen hat. Ich stelle mir natürlich die Frage, ob es richtig ist, sie weiter und mit noch mehr Medikamenten zu behandeln. Neulich überkam mich das Gefühl, dass sie nicht mehr viel Zeit hat.

Gestern hatte ich nun den folgenden Traum. Ich fuhr auf dem Rad, eine Szene, die schlüssig ist, denn ich hatte gerade erst mein Rad geputzt, erneuert und wieder einwandfrei in Schuss gebracht. Ich war unterwegs, anscheinend in die Stadt. Genau erinnere ich mich nicht, wohin ich eigentlich fahren wollte oder wo ich hingefahren war. Dann war ich auf dem Rückweg auf einer Straße, die ich gut kenne. Dort hatten wir vor einigen Jahren gewohnt. Ich fuhr eifrig und zügig. Plötzlich hörte ich ein Schnaufen und leichtes Keuchen rechts von mir. Ich blickte zur rechten Seite und sah Lilly, unsere Hündin. Sie war anscheinend neben mir am Rad gelaufen, ohne, dass ich es bemerkte. Es war mir schlicht nicht bewußt. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich der Meinung, dass ich völlig alleine mit dem Rad unterwegs war. Wir sind real tatsächlich sehr viel mit unseren Hunden und mit dem Rad unterwegs gewesen, wobei wir auch eine Laufstange benutzten, an der man die Hunde anleinen konnte, so dass sie mit einem Abstand rechts vom Rad neben und herlaufen konnten. Das war auch bei oder mit Lilly so, nur dass sie dies seit ca. 4 Jahren nicht mehr konnte aufgrund ihres Alters. All dies war bekannt, nur dass sie nun in diesem Traum plötzlich an meinem Rad neben mir herlief überraschte mich sehr, denn ich wusste es schlicht nicht. Ich hatte deshalb, weil ich es nicht wusste und so rasant und angestrengt mit dem Rad geradelt war und Lilly neben mir lief, ihr bestes gab, um mit zu halten, trotz ihres Alters, ein schlechtes Gewissen. Es tat mir leid, dass ich es nicht bemerkte und sie deshalb vielleicht über Gebühr herum getrieben und überanstrengt hatte.
Ich hielt mein Rad am Straßenrand an und leinte sie vom Rad ab. Es herrschte kein Verkehr, so dass ich mir diesbezüglich keine Sorgen machte. Lilly ging daraufhin um das Rad herum auf die linke Seite vom Rad, ein wenig auf die Straße, wo sich eine Schlagloch oder besser Mulde in der Straße befand. Sie legte sich hinein und rollte sich wie eine Katze zusammen und schlief ein. Sie sah so friedlich aus. Allgemein machte Lilly einen sehr guten Eindruck in diesem Traum. Sie hatte keine grauen Haare wie im Jetzt und sie sah auf jeden Fall jünger und toll aus.
Mir wurde bewußt, dass ich nicht ihren Körper sah, sondern ihre Seele, die sich nur in der Form darstellte, wie ich sie im Jetzt kenne.
Mir wurde auch klar, dass sie sich nicht bloß schlafen legte, sondern dass sie sich womöglich zum Sterben hinlegen würde. Der Tod an sich trat in diesem Traum nicht ein, es war vielmehr symbolisch zu verstehen.
Die Message war klar: „Lilly kann mir oder uns auf meinem oder unserem Weg durch das Leben nicht mehr weiter folgen.“
Es war wie ein Abschied im Geiste. Die friedliche Art, wie sie sich in das Loch einrollte und einfach einschlief, sollte bedeuten, dass es okay sei. Eigentlich könnte ich noch deuten, wenn ich in mich hinein horche, dass es im Gegenteil nicht gut sei. wenn ich nicht lerne, los zu lassen. Genau das könnte mein persönliches Problem sein. Ich bin ein sehr verantwortungsbewußter Mensch. Und so halte ich es mit den Lebewesen in meiner Nähe bzw. für die ich mich verantwortlich halte. Daher fällt es mir schwer, los zu lassen. So z.B., wie es nötig wäre, wenn ein Körper zu alt ist, um in dieser Welt zu bleiben. Und vielleicht bedeutet es ja auch zusätzliches Leid und Schmerz für Lilly? Hunde sind die loyalsten und treuesten Gefährten des Menschen. Wenn sie nicht gerade aufgrund eines akuten Ereignisses (Herzanfall, Schlaganfall, Krebs oder ähnliches) aus der Welt scheiden, so bleiben sie ihrer vorgegebenen Maxime immer treu und geben von sich aus niemals auf.

Ich frage nun die atomistisch ausgerichteten und denkenden Hirnforscher: „Welche neuronalen Änderungen über Nacht, d.h. im Schlaf, müssen stattfinden, damit das Gehirn eine solche (sinn- und/oder nutzlose) ‚Geschichte‘ zustande bringt bzw. ’sich ausdenkt'“?

Denkt ihr nicht, dass eure Deutung völliger Humbug, aber zumindest realitätsfern und/oder unvollständig ist?

Phänomen Traum: Mein erster und bisher einziger luzider Traum

Mit der Reihe ‚Das Phänomen Traum‘ möchte ich vehement der materialistisch orientierten Auffassung der Hirnforschung entgegentreten, die davon ausgeht, dass Träume im Grunde eine Art Neben- oder Abfallprodukt der Prozesse sind, die während des Schlafes potentiell im Gehirn stattfinden. Es sind nur Indizien, die ich liefern kann. Jedoch weisen diese in eine Richtung, die darauf hindeuten könnte, dass Träume viel mehr sind, als irgendwelche wert- und sinnlosen Geschichten, die sich das Hirn zusammen reimt.

Wie oft hatte ich bereits davon gehört, dass es diese luziden Träume geben soll. Da ich mir verhältnismäßig oft Träume merken kann, bzw. diese mir in Erinnerung kommen, hatte ich mich bereits seit Jahrzehnten gewundert, dass, wenn ich diesbezüglich doch anscheinend recht sensitiv bin, dass ich selbst noch nie einen luziden Traum hatte oder diesen gewissermaßen hervorrufen konnte.
Es ist mittlerweile einige Monate her, da konnte ich einen solchen Traum erfahren. Bei luziden Träumen soll es so sein, dass sich der Träumende während des Traumes bewußt ist, dass er/sie gerade träumt. Dies erlebte ich während es folgenden Traumes, der sich zwei Abschnitte und Szenen gliedert.

Die erste Szene, an die ich mich während dessen, was ich in dieser Nacht erlebte bzw. träumte, erinnere, war, dass ich mich im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses befand, welches sich gerade im Bau befand. Es standen die Grundmauern und alles wirkte also wie ein Rohbau und/oder wie eine Baustelle. Draußen war es Nacht und die Beleuchtung eher dunkel, aber man konnte im Treppenhaus noch einigermaßen sehen. Ich stieg die Treppen im Treppenhaus hinauf bis in die oberste Etage. Dort angekommen ging ich in einen Raum bei dem aber der Boden fehlte bzw. noch nicht fertig war. Es standen dort nur die Grundmauern. Die Bauarbeiter hatten deshalb von einer Raumecke zur anderen eine Holzbohle verlegt, über die man von einer Ecke des Raumes zu anderen gelangen konnte. Ich wollte also über diese Bohle gehen, was diese an sich eher dunkle und damit unheimliche Atmosphäre natürlich nicht gerade angenehmer machte. Als ich so auf der Bohle unterwegs war, sie war geschätzt ca. 6-8m lang, und mir nun Gedanken durch den Kopf gingen, was wohl passieren würden, wenn ich hier herunter fiel, kam mir auf halben Weg eine dunkle Gestalt entgegen, wie eine Art unheimliches Schattenwesen. Es war sofort klar, dass diese Gestalt mir nicht gerade wohlgesonnen war, sondern etwas mit mir vor hatte. In dieser Situation natürlich, mich z.B. von der Bohle stoßen, so dass ich runter stürzte. Dann stand die Gestalt direkt vor mir und packte mich am rechten Arm, was sich total real anfühlte. Man kennt diese Art Träume, dass man auch körperlich das Gefühl empfindet, wie man es in der unserer realen 3D-Welt eben auch fühlen würde. Nun bekam ich natürlich große Angst. Diese Gestalt wollte mich offensichtlich packen und runter reißen. In diesem Moment hatte ich plötzlich die Eingebung, dass diese Gestalt und alles in dieser Situation nur ein Traum ist und ich derjenige bin, der diesen Traum träumt. Demnach würde ich auch bestimmen, was in diesem Traum geschieht! Deshalb wollte ich mir diesen Angriff dieser Schattengestalt auch nicht bieten lassen und erklärte diesen für nichtig bzw. für aufgehoben. Die Kraft und die Auswirkung dessen, wie diese Gestalt mich am Arm gepackt hatte, hatte somit keine Wirkung mehr, da ich sie aufhob. Ich schubste diese Schattengestalt einfach die Bohle runter und ging weiter.
Das war nun das erste Mal, dass ich überhaupt in meinem fünfzig jährigen Leben einen derartigen Traum hatte (oder mich daran erinnern konnte), dass ich selbst bestimmte, was bzw. wie etwas geschieht! Ich war völlig überrascht. Ich war mir bewußt, dass ich träumte. Es war kaum zu glauben aber auch erhebend.

Nun stand ich ja noch weiter auf der Bohle. Am Ende der Bohle, also an der anderen Zimmerecke, stand eine weitere Schattengestalt, die im Grunde darauf wartete, dass ich der Bohle bis dahin folgte, um dann auf mich los zu stürzen und mich fertig zu machen.
Nun war ich mir aber des Traumes bewußt und somit gestärkt durch diese Erkenntnis, wollte ich mich nun auch dieser zweiten Gestalt ‚entledigen‘, wenn man so will. Ich starrte die Gestalt an und befahl ihr, ‚dass sie ihr Herz heraus reißen und aufessen solle‘. Etwas skurril und bizarr, aber genau das war, was ich wollte, was mit dieser Gestalt geschehen solle.
Ich war wohl etwas überheblich ob der Erkenntnis, dass ich nun der Regisseur und der Schöpfer meines eigenen Films war. Doch das verrückte war, dass diese Gestalt genau das machte, was natürlich eher in den Bereich des Horrorfilms ging. Aber ich konnte sehen, wie die Gestalt tatsächlich sich in die Brust griff, etwas, das aussah, wie das schlagende Herz, heraus riss und es in den eigenen Mund steckte. Schon abgefahren, aber auch ziemlich bizarr und ekelig.
Nun, da ich diese unheimliche und böse Kreatur los geworden war, ging ich weiter bis auf das Dach, welches ein Flachdach war.
Plötzlich bemerkte ich, dass sich etwas von hinten näherte. Es handelte sich um einen Schwarm unheimlicher, fliegender Geschöpfe, vielleicht vergleichbar mit Fledermäusen oder kleine Vampire. Sie wollten mich von hinten angreifen. Weiterhin nach vorne blickend, streckte ich einen Arm nach hinten aus und verwandelte diese Geschöpfe Kraft meines Willens in einen Schwarm harmlose und friedliche, weiße Tauben! Völlig abgefahren. Ich drehte mich um, um mir diesen wunderschönen Schwarm weißer Tauben anzusehen, woraufhin ich plötzlich bemerkte, dass sich nun von der anderen Seite der gleiche unheimliche Schwarm schwarzer kleiner Vampire näherte, wie zuvor von hinten. Auch diese verwandelte ich sogleich in einen Schwarm friedlicher, kleiner und weißer Tauben. Gleichzeitig wechselte die Tageszeit von Nacht zu Tag und es war hell.

Nun ist es schon sehr kurios, sich einerseits in einer Art Film zu befinden, der gewissermaßen ein Eigenleben führte und aus irgendwelchen Gründen es ständig provozierte, mich zu ängstigen und irgendwie mir ständig Szenen darbot, mich zu erschrecken, mir irgendwas zu wollen oder anzutun. Das kennt man ja von unzähligen Träumen, dass man immer das Gefühl hat, man ist nur passiver Mitspieler, der der Situation immer nur irgendwie ausgeliefert ist. Andererseits konnte ich nun aber diese böse Grundstimmung des Traumes anscheinend bewußt umwandeln und beeinflussen in etwas erfreuliches und positives. Dieser Zwiespalt oder dieses Zerwürfnis wurde mir im Traum bewußt, nachdem ich den zweiten Schwarm in Tauben verwandelt hatte. Deshalb rief ich ‚in den Traum hinaus‘ (in etwa): „Was wollt ihr eigentlich von mir? Ich tue das hier alles für euch!“

Somit endete der erste Abschnitt meines luziden Traumes. Wenn es denn einer war. Und der zweite Abschnitt folgte.
Szenenwechsel. Ich befand mich in der Wohnung meiner Eltern und meine Mutter suchte ihr Auto, welches sie irgendwo in der Gegend stehen gelassen und vergessen hatte. Sie war wohl einkaufen unweit von hier, nicht weit weg. Ich war mir weiterhin bewußt, dass ich ja nun die volle Kontrolle über das Traumgeschehen hatte und sagte ihr, dass ich ich eben losgehe und ihr Auto finden werde. Ich ging also hinaus, oder besser flog hinaus, denn weshalb sollte ich zu Fuß gehen, wenn ich doch machen konnte, was ich wollte? Ich flog also umher, ist ja viel angenehmer und praktischer, und suchte nach dem Auto meiner Mutter. Ab hier hatte ich das Gefühl, dass alles, was nun kommen würde, wie eine Art ‚Sandbox‘ oder ‚Spielwiese‘ sein würde. Ein Experimentierfeld für meine ’neue Kraft‘ mit der ich tun konnte, was ich wollte.
Ich flog also so um das Haus meiner Eltern, bog um die Ecke ab und kam an einen Baum vorbei auf dem ein Auto lag. Seltsam, aber so war es, dass ein Auto, welches nicht das Auto meiner Mutter war, auf der Baumkrone des Baumes lag. Mir wurde bewußt, da ich ja der Träumer und somit Gestalter des Traumes war, wohl ‚irgendwas falsch gemacht hatte‘. Das wollte ich korrigieren, indem ich das Auto wieder auf den Boden unterhalb des Baumes ‚zurück befördern‘ wollte, was ich gleich in Angriff nahm. Plötzlich standen unter dem Baum aber jede Menge gleichartige, aber andere Autos. Mir wurde bewußt, dass ich den ‚Befehl‘ oder den Gedanken oder die Vorstellung dessen, was ich eigentlich vorhatte, anscheinend nicht im Griff hatte oder falsch gemacht hatte. Das kam mir so in etwa vor, wie ein Zauberlehrling, der seine Zaubersprüche nicht so recht im Griff hat. Anstatt das Auto nach unten zu befördern, hatte ich jede Menge anderer Autos geschaffen, die nun dort standen. Das war mir eher unangenehm, doch bereinigen konnte ich dieses Ergebnis irgendwie nicht so recht. Ich erinnere mich eigentlich nicht mehr, wie dieser Abschnitt des Traumes endete.

Was in mir blieb, ist die Erkenntnis, dass ich in meinen Träumen nicht immer nur ein passives Etwas sein muss, das das hinnehmen muss, was da kommt, sondern dass ich selbst der Regisseur sein kann und das, was in meinen Träumen geschieht, beeinflussen kann. Es war eine erstaunliche Erfahrung. Aber wer weiß. Vielleicht war das Gefühl, die Kontrolle und das Bewußtsein zu besitzen, den Traum selbst gestalten und beeinflussen zu können nur ein Traum innerhalb eines Traumes?


Phänomen Außerkörperliche Erfahrung: Als ich nicht mehr atmen konnte.

In einem Zustand zwischen Tiefschlaf und Aufwachen liege ich früh morgens auf dem Rücken im Bett. Es muss so etwa vor 4 Jahren gewesen sein. Mein Kopf war leicht nach hinten geneigt, weil das schmale Kissen genau unter meinem Nacken lag. Plötzlich vernahm ich ein lautes Schnalzen, das durch den Raum ging und was dadurch zustande kam, dass meine Zunge in meinen Rachen gerutscht war. Ich habe wohl geschnarcht und in dieser Position kann es wohl passieren, dass die Zunge und das ganze Gebilde, wo die Zunge angebracht ist, gen Rachen und Atemöffnung rutscht und dieses somit völlig verschließt. Ich bekam also keine Luft mehr und konnte nicht mehr atmen. Im Halbschlaf bekam ich dies mit. Meine Atmung stand still.
In diesem Moment, hatte ich einerseits das Gefühl und das Bewußtsein, dass ich nicht alleine war. Ich fühlte mich wie ein Kind unter Kindern. Um mich herum waren andere, die, wie ich, wie Kinder, in diesem Sinne frei, losgelöst und ohne Verbindung zum Körper, dieser Szenerie beiwohnten. Ich befand mich gewissermaßen unter ihnen. Aber es war nicht so, dass alle Anwesenden wegen dieser Vorfalls da waren, sondern sie und ich waren ’sowieso da‘. Das Ereignis mit der Zunge erfolgte einfach so, wie zufällig, und hatte mit der Gesellschaft ursprünglich nichts zu tun.
Andererseits nahm ich meinen Körper wahr, der da auf dem Bett lag neben meiner Frau. Er kam mir vor, wie ein Haufen Fleisch, bloße Materie und nun ‚ohne Geist‘ oder ‚ohne mich‘, fast wie eine Maschine.
Weiterhin hatte ich das Gefühl, dass die Zeit still stand. Als ob, mit einem Schnapp oder diesem Geräusch des Schnalzens meiner Zunge, die Zeit eingefroren war.
Ich sagte oder dachte und scherzte ‚zu den anderen‘, ‚dass es nicht schlimm sei, wenn ich keine Luft mehr bekomme. Man könne ja einen Luftröhrenschnitt machen, woraufhin ich dadurch wieder Luft bekäme.‘
So absurd es klingt, doch das waren meine Gedanken in diesem Moment. Ich scherzte, anscheinend zu mir selbst und zu den mich umgebenden ‚anderen Kindern‘. Die Situation war für mich eher locker und komisch als ernst.
Es kam mir vor, als hätte ich auch nicht mehr zurück gehen brauchen und alles wäre irgendwie weiter gegangen.
Mit einem Unterschied: Ich wäre in dieser Welt nicht mehr vorhanden gewesen. Meine Frau, die neben mir lag, wäre allein gewesen und die gesamte Situation, alles, was mich und meine Position in dieser Welt betrifft, mein Einfluss auf andere, alle, die mit mir in Verbindung standen, hätten sich ändern müssen bzw. es hätte deren Leben beeinflusst. Weil ich eben nun weg gewesen wäre.
Plötzlich kam es mir so vor, als hätte mich eines ‚der anderen Kinder‘ in ‚meinen Körper geschubst‘, weil ich die Ernsthaftigkeit dieser Situation nicht erkannt hatte. Es ist nur ein Gefühl, aber es kam mir vor, als sei ‚jemand dort gewesen‘, um mich wieder ‚in meinen Körper zu schubsen‘. Es war wie ein Stoß. Und plötzlich war ich hellwach und richtete mich unvermittelt auf. Durch das Aufrichten und die Anspannung meiner Muskeln innerhalb des Zungenkomplexes, löste sich die Atmung wieder.
Ich hielt kurz inne, um die Lage zu sondieren und meine Vitalfunktionen kurz zu prüfen. Da ich während der beschriebenen Situation keinerlei Zeitgefühl hatte, hätte ich schließlich bereits eine recht lange Zeit in dieser Lage und ohne zu atmen verbracht haben können. Ich hatte diesbezüglich kein Gefühl dafür. Doch mein Herz schlug ganz ruhig und ich musste nicht schnell atmen, um Sauerstoff ’nachzuholen‘. Ich konnte also nicht sehr lange mit stehender Atmung gelegen haben. Ich ging ins Badezimmer und schaute in den Spiegel, um zu sehen, ob ich vielleicht bereits blaue Lippen hätte. Doch dies war auch nicht so. Ich sah völlig normal und gesund aus. Es hatte also nicht sehr lange, vielleicht etliche Sekunden gedauert.
Das alles war sehr seltsam für mich. Es gab mir das Gefühl, dass es wichtig ist, dass man überhaupt in dieser Welt ist. Wenn ich ‚weg geblieben wäre‘, hätte sich sehr viel verändert, hauptsächlich jedoch die Situationen der vielen Menschen, die mit mir in Verbindung stehen. Mir wurde klar, dass jeder einzelne von uns einen spezifischen Raum ausfüllt, mit unzähligen Verbindungen zu anderen Menschen, der uns in seiner Fülle, Auswirkung und Einfluss eigentlich in keinster Weise bewusst ist!
Jeder hat deshalb eine immense Verantwortung, vorallem wegen des Gesamtbildes und der vielen anderen Menschen, mit denen wir in Verbindung stehen. Deshalb ist es wichtig, dass es uns überhaupt gibt!
Wir sind hier, weil wir hier sind und das hat einen speziellen Grund und eine spezielle (Aus)Wirkung!
Diese Dringlich- und Wichtigkeit wurde mir nach diesem Erlebnis bewußt und ich bekam ein schlechtes Gewissen, weil ich mir dieser Wichtigkeit in dieser Situation nicht bewußt war und ich auch noch, auch wenn es nur gedanklich/geistig war, darüber gescherzt hatte. Ich hatte es auf die leichte Schulter genommen und die Brisanz nicht erkannt und somit mit dem Schicksal oder dem weiteren Lebensweg der mit mir in Verbindung stehenden Menschen, allen voran meiner Frau, gespielt. Das machte mich nun nachdenklich, auch etwas traurig und bestürzt.
Jeder von uns hat eine extreme Verantwortung für andere! Das ist das wichtigste überhaupt! Jeder von uns ist sich nicht (jederzeit) bewußt, welche Lücke er bei vielen mit ihm in Verbindung stehenden Menschen hinterlassen würde, wenn er plötzlich nicht mehr da wäre oder sterben würde.

Es geht deshalb in dieser Welt der Menschen weniger um die eigene Person, als viel mehr um die Verbindungen, die Einflüsse, der Austausch und um das gesamte Netz, das eine Person ausmacht. Jeder von uns erfüllt eine ganz spezifische Aufgabe und füllt einen (für die Menschen in unserem Kreis) extrem wichtigen Platz, der durch sonst niemanden ersetzt werden kann, als durch uns! In diesem Sinne ist auch das Individuum oder die Persona als solches extrem wichtig.
Doch sehr viel wichtiger ist, DASS man hier ist!

Phänomen Traum: Wie ich lernte, mir die Schuhe zu schnüren

Mit der Reihe ‚Das Phänomen Traum‘ möchte ich vehement der materialistisch orientierten Auffassung der Hirnforschung entgegentreten, die davon ausgeht, dass Träume im Grunde eine Art Neben- oder Abfallprodukt der Prozesse sind, die während des Schlafes potentiell im Gehirn stattfinden. Es sind nur Indizien, die ich liefern kann. Jedoch weisen diese in eine Richtung, die darauf hindeuten könnte, dass Träume viel mehr sind, als irgendwelche wert- und sinnlosen Geschichten, die sich das Hirn zusammen reimt.

Obgleich es nun mehr als vier Jahrzehnte her ist, erinnere ich mich gut, wie ich einst das Schnüren der Schuhe lernte. Und das quasi über Nacht, einfach so, von einem Tag auf den anderen, im wahrsten Sinne des Wortes.

Ich muss ca. 5 oder 6 Jahre alt gewesen sein, als meine Mutter mir immer wieder erfolglos versuchte beizubringen, wie man Schuhe schnürt. Wenn ich zur Schule ging, musste meine Mutter mir in der Früh immer die Schuhe zu schnüren, weil ich es nicht konnte. So oft, dass es mir selbst irgendwann bald peinlich war.

Dann, eines Nachts, träumte ich, wie es geht. Ich sah meine Füße von oben, wie an meinem echten Körper. Da es schon so lange her ist, weiß ich nicht mehr genau, wie der Ablauf in dem Traum genau war. Entweder hat mir jemand die Schuhe zugebunden und es mir auf diese Art gezeigt, oder ich hatte es in diesem Traum selbst gemacht und es dabei gelernt.

Ab dem kommenden Morgen konnte ich meine Schuhe selbst schnüren. Und seitdem ist es so.
Das ist der erste Traum an den ich mich erinnere, mit einem Inhalt, der Auswirkungen auf mein Leben in dieser Realität und innerhalb meines Wach-Bewusstseins hatte.

Entspricht dies der Theorie, dass Träume Deutungen des Gehirns von irgendwelchen Signalen sind, die dadurch zustande kommen, dass sich Synapsen im Schlaf neu verknüpfen und orientieren?
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass dabei exakt die Trauminhalte herauskommen oder interpretiert werden, die genau diesen Verknüpfungen (Schnüren der Schuhe) entsprechen?

Wir wollen es an dieser Stelle mal ganz genau nehmen. Nach aktuellem Verständnis der Neurowissenschaft.
Das Bewußtsein kommt ‚irgendwie‘ und ‚irgendwo‘ zum gegebenen Zeitpunkt in meinem Gehirn zustande. Quasi immer, wenn ich nicht gerade bewußtlos, narkotisiert oder sonstwas bin.
Lernen kommt ‚irgendwie‘ dadurch zustande, dass sich Neuronen über deren Synapsen miteinander verbinden. Ich habe im letzten Satz ‚irgendwie‘ geschrieben, weil irgendwie nicht exakt bekannt ist, wie genau Informationen abgelegt werden. In welchen Neuronen oder über welche Synapsen wird beispielsweise das Schnüren der Schuhe gespeichert? Müsste es sich nicht bei jedem gleichermaßen im Gehirn darstellen, weil es ja auch das gleiche Lernen bzw. Lerninhalt darstellt?
Wird es binär, als Hexcode oder analog gespeichert?
Wenn man wüsste, in welcher Region, oder welche Neuronen wie verknüpft sind, müsste sich der Lerninhalt ‚Schnüren der Schuhe‘ nicht auch auf andere Menschen übertragen lassen, angenommen, man wäre imstande, dies umzusetzen bzw. zu implementieren? Ließen sich auf diese Weise noch umfangreichere Inhalte übertragen, z.B. die Erinnerung oder der Erlebnisinhalt eines Urlaubes in der Südsee?
Wenn ich wüsste, welche Neuronen mit wievielen Synapsen in welcher Region des Gehirns mit welchen anderen Neuronen verknüpft sind, um den Lerninhalt ‚Schnüren der Schuhe‘ zu kodieren, könnte man diese Information spezifisch auch löschen?
Und wie schaut es mit der Kapazität aus? Könnte man ‚die Bank sprengen‘?
Wieviel Information kann das Gehirn speichern? Angesichts dessen, dass die Anzahl der beteiligten Neuronen begrenzt ist, denn letztlich würde das alles nicht mehr ‚in den Kopf passen‘, müsste doch auch die Kapazität ‚irgendwann‘ begrenzt sein. Man denke an die Inselbegabten. Dieser Mann, der Zeit seines Lebens Bücher gelesen hat und sich an jedes Buch, jede Seite und jede Zeile erinnern kann. Er kann auf Nachfrage, jeden Satz auf jedweder Seite rezitieren. Was geschieht, wenn die Kapazität seines Gehirn schlicht erschöpft ist? ‚System overloaded‘?
Aber gehen wir noch weiter zurück zu den Basics, gewissermaßen beginnend bei ‚A‘.
Wir haben einen Organismus eines Menschen. Über Jahrmillionen hat sich durch Mutation und Selektionsdruck, bla bla bla usw. usf. letztlich aus unbelebter Materie das Gehirn entwickelt. Es war halt von Vorteil, dass es einerseits ein Gehirn gibt, andererseits, dass es immer komplexer wurde.
Denn dadurch konnte halt mehr gelernt und gespeichert werden. Wieso sollte Materie, die per se unbeseelt und sinn- bzw. nutzlos bzw. beliebig ist, sich derart organisieren? Wieso verknüpfen sich Synapsen neu oder überhaupt, allein durch das Eintreffen von Bild- und oder Ton-Informationen? Und dann noch derart, dass in Summe dies zu einem Vorteil, d.h. einem mehr oder weniger sinnvollen Verhalten führt? Also, ich gebe Reize auf ein System, welches sich daraufhin derart ‚konfiguriert‘, dass dies zu einem vorteilhaften äußeren Verhalten führt. Einfach so und von allein?
Beispiel: Weglaufen, wenn ein Löwe kommt. Angenommen, wir sind am Anfang der gesamten Erkenntniskette und es ist das erste Mal, dass ein Mensch auf einen Löwen stößt. Irgendwann muss es ja schließlich so gewesen sein. Der erste Mensch mit dieser Begegnung wird wohl gefressen worden sein, denn er hatte ja keinerlei Erfahrungen und somit Informationen dieser Art in seinem Gehirn ‚gespeichert‘.
(Wieso wollen Gehirnzellen überhaupt überleben?)
Aber gut. Es geht weiter. Viele viele Male wird ein Mensch aufgrund seiner nicht vorhandenen Informationen aufgrund eines Angriffes eines Löwen (woher ‚weiß‘ der Löwe in dieser frühen Anfangsphase überhaupt, dass ein Mensch Nahrung darstellt und/oder lohnt gejagt zu werden?) aufgefressen. Bis der Tag kommt, da andere Mitglieder des Stammes dies beobachten. Das bedeutet aus Sicht der Naturwissenschaft, sie sehen und/oder riechen es, d.h. sie nehmen Bild- und Geruchsinformationen wahr. Das könnte diese Informationen im Gehirn, wie und wo auch immer, ‚hinterlegen‘. Wieso ist das eigentlich etwas schlimmes oder negatives? Wie findet die Beurteilung statt? Woher weiß das Gehirn, dass es etwas ’nicht so gutes ist‘? Will das Gehirn etwa ‚überleben‘ und warum? Ein System, das aus einer Ursuppe, völlig rational und auf Basis der Chemie und Physik entstanden ist, interpretiert etwas als ’nicht so gut‘ und warum?

Aber lassen wir all diese ketzerischen Fragen, die zu nichts führen…

Phänomen Nahtoderlebnis: Nur eine Illusion des Gehirns?

Nachfolgend meine Antwort innerhalb eines Kommentares auf youtube auf die o.g. Frage.

Ja, das ist die große und berechtigte Frage. Doch, bei allen (vermeintlichen) Fortschritten, die die Neurowissenschaft gemacht hat, darf man nicht unberücksichtigt lassen, dass das Phänomen, oder besser das Faktum Bewusstsein, die Subjektivität, völlig unverstanden ist.
Es ist das größte Mysterium, das wir kennen.
Es kommt ja nicht nur darauf an, festzustellen, wo Bewusstsein im Hirn entstehen mag. Das meint, die Sauerstoffzehrung und/oder elektrischen Signale, die heute mit bildgebenden Verfahren aufgezeichnet werden. Denn selbst, wenn dies nun sichtbar wäre, stellt sich doch weiterhin die Frage, wie aus Elektrizität oder Aktivität sowas wie das Bewusstsein, das Empfinden, die Subjektivität oder gar ein Erlebnisinhalt wie eine Nahtodeserfahrung hervorgehen kann?
Deshalb bin ich der Meinung, dass diese bildgebenden Verfahren im Grunde garnichts (er)klären, denn das eigentliche Mysterium bleibt weiterhin ungeklärt. Das bildhaft abzubilden, stellen wir uns vor, es seien tatsächlich die Aktivitäten im Hirn, die zu einem Nahtodeserlebnis führen, bleibt vor diesem Hintergrund weiterhin ohne Aussage oder Bedeutung.
Selbst, wenn man sich mit der dürftigen Aussage zufrieden gibt, dass Erlebnisinhalte in Todesnähe ‚irgendwie durch Neuronenaktivität‘ zustande kommen mögen, bleibt immer noch die Frage nach den Inhalten.
Zunächst steht doch die Frage im Raum, wieso das Hirn seine letzten (Energie)Reserven verbrät zur Bildung eines solchen ‚Films‘ oder Illusion, anstatt einfach die Lichter auszuschalten, um Energie zu sparen?
In diesem Moment oder Zeitraum, da der Körper stirbt bzw. die wichtigsten Grundfunktionen zum Erliegen kommen (Kreislaufkollaps, Herzstillstand, Blutdruckabfall, usw. usf.), herrscht nicht etwa ob dieser zutiefst bedrohlichen, erschütternden und beängstigenden Situation völliges Chaos ‚im Kopf‘. Nein, es wird eine ‚Art Film generiert‘, der sehr stringent orchestriert sehr sinnvolle und tiefgründige Inhalte darbietet, in dem sich das Bewusstsein in aller Ruhe in Friede und Freude und Harmonie wähnt, während gleichzeitig die Existenzgrundlage förmlich und spürbar (ein System nach dem anderen schaltet ab bzw. es kommen keine Signale mehr aus den Extremitäten usw. usf.) zunehmend und drastisch schwindet, sprich abschaltet.
Etwas, das derart organisiert funktioniert, in einer derart aussichtslosen Situation, mit Aussicht auf die finale Auslöschung der eigenen Existenz, verlangt nach Struktur, denn wie sollte sonst etwas derartig strukturiertes wie dieser ‚finale Film‘ in einer solchen Lage möglich sein? Also, Neuronenstrukturen für diese letzten Filmchen im Hirn?
Doch, wo sind diese Strukturen im Gehirn und vorallem: Wie und Wieso sind sie entstanden? Gibt es einen Vorteil in der Evolution, der diese Strukturen im Hirn hat bilden lassen? Oder sind diese Strukturen völlig sinnfrei als Zufall in der Evolution entstanden? Nahtodeserfahrungen als sinnfreie und zufällige Mutationen im Hirn?
Und selbst, wenn man genetische Hintergründe ausschließt. Denn, so lehrt uns die Neurowissenschaft, bilden sich die ‚Autobahnen‘, also die Verbindungen der Synapsen im Gehirn, durch individuelle(!) Erfahrungen, Erlerntem, Erlebnisse und Gewohnheiten eines lebenden Organismus innerhalb und im Austausch mit seiner Umwelt.
Gerade deshalb ist die ’strukturelle Konfiguration‘ des Gehirns eines eineiigen Zwillings nicht die Selbe wie das des anderen Zwillings, der genetischen identisch ist.
Wie kann es da sein, da das Gehirn derart dynamisch und unterschiedlich zu anderen Gehirnen ist, sogar bei genetisch identischen Lebewesen, dass ‚der Film Nahtodeserfahrung‘ sich bei den meisten Menschen, die ein solches Erlebnis berichten, von der inhaltlichen Struktur oder Muster her nahezu gleicht?
Wieso behandeln die Inhalte stets tiefgründige, philosophische Inhalte, die die Grundfeste der Existenz berühren?
Wieso erlebt man beispielsweise nicht Sex mit der Traumfrau/mann oder das Essen einer riesigen Pizza oder solche Sachen? Oder ‚Sackhüpfen am Hauptbahnhof mit einer Banane auf dem Kopf‘, also sinnfreie Erlebnisse?
Und wenn andere Entitäten ‚auftreten‘ bzw. erfahren werden: Wieso sind das fast immer bereits verstorbene Verwandte oder Bekannte? Oder zumindest unbekannte Wesen? Denken wir uns in diesem Moment: ‚Ach, Onkel Klaus kann in diesem finalen Film nun nicht erscheinen, denn der lebt ja noch?‘ Klingt doch sehr absurd, finde ich.
Also, die Inhalte sollten sich in einem rein materialistisch gedachten Erklärungsansatz genauso gut erklären und herleiten lassen, wie die Ursachen. Es bleiben also, auch nach vielen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die unzweifelhaft Einzug gehalten haben, sehr viele Fragen, die unbeantwortet, wenn nicht unverstanden sind. Ich habe das Gefühl, je mehr man meint gefunden zu haben, desto mehr Fragen tun sich auf. Da bleibt schon letztlich zumindest das Gefühl zurück, ob das alles wirklich auf das reine Stoffgeschehen und Hirnprozesse oder so etwas zurück zu führen ist, oder ob es wirklich mehr dahinter gibt, was wir nur nicht verstehen, erfassen, definieren oder erklären können?
Wenn man genau dahinter schaut und hinterfragt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass doch mehr dahinter ist, tatsächlich sehr groß.

Das Phänomen Traum: Ein Dèjá Vu und ein Blick in die Zukunft?

Mit der Reihe ‚Das Phänomen Traum‘ möchte ich vehement der materialistisch orientierten Auffassung der Hirnforschung entgegentreten, die davon ausgeht, dass Träume im Grunde eine Art Neben- oder Abfallprodukt der Prozesse sind, die während des Schlafes potentiell im Gehirn stattfinden. Es sind nur Indizien, die ich liefern kann. Jedoch weisen diese in eine Richtung, die darauf hindeuten könnte, dass Träume viel mehr sind, als irgendwelche wert- und sinnlosen Geschichten, die sich das Hirn zusammen reimt.


Direkt nach meiner Lehre im Handwerk hatte ich noch einige Jahre als Geselle gearbeitet. Es war für mich eine sehr anstrengende und emotional turbulente Zeit. Ich begann, zu meditieren. Nicht, wie man es sich üblicherweise vorstellt, also, im Schneidersitz und ein Mantra wiederholend, sondern indem ich ruhige Musik hörte und mich innerlich fallen ließ. Ich achtete auf meine Träume und lernte, mir diese besser in Erinnerung zu rufen. Gleichzeitig beschäftigte ich mich zunehmend mit grenzwissenschaftlichen Themen. Überwiegend ging es dabei um das UFO-Phänomen. Da ich noch sehr jung war, Anfang Zwanzig, führte es mich zu diesem Thema, weil es eben cool war und ich eine gewisse Affinität dazu hatte.

Eines Tages, ich meine, es war ein Freitag, war ich gegen Feierabend auf einer Baustelle im Begriff, unsere Kabeltrommel zusammen zu rollen. Wie es auf einer Baustelle ist, war nicht nur unsere Firma dort tätig, sondern auch ein paar Elektriker.
Während ich also die Kabeltrommel zusammen rollte, hatte ich plötzlich das untrügliche Gefühl, dass mir die gesamte Situation nicht nur bekannt vorkam, ich wusste, dass ich das bereits erlebt hatte.
Ich dachte dann zu mir: „Jetzt müsste der Elektriker nur noch sagen: Peter, gib mal den Seitenschneider.“
Und es kam, wie ich es vorher gesagt hatte. Tatsächlich rief der Elektriker seinem Kollegen das oben zitierte zu.

Man kann sich vorstellen, dass ich total überrascht und verwundert war.
Ich hielt einen langen Moment lang inne und konnte die Situation nicht fassen.
Jeder hat sicherlich schon eine ähnliche Situation erlebt. Man hört es häufiger: ‚Irgendwie kommt mir die Situation jetzt bekannt vor.‘
Doch hier war es entscheidend anders, denn ich hatte nicht im Nachhinein(!) das Gefühl, dieses Ereignis bereits erlebt zu haben, sondern ich wusste im Voraus(!), was sich ereignen wird. Und dies hatte sich mit dem Ausspruch des Elektrikers sogar bewahrheitet!
Ich war fassungslos und es ließ mich nicht los. Da ich, wie oben beschrieben, zu dieser Zeit eher spirituell unterwegs war, überlegte ich, woher ich diese Information erhalten haben könnte. Wenn ich dies bereits erlebt habe, wo und wie habe ich dies bereits erlebt? Ich kam nach einiger Überlegung zu dem Schluß, dass ich es in einem Traum erlebt haben könnte. Zu dieser Zeit war dies die schlüssigste Erklärung für mich.
Ich wollte dies testen. Also, legte ich mich in einer der kommenden Nächte mit dem Gedanken und dem Willen schlafen, im Traum vorherzusehen, wann meine Großmutter sterben wird. Das klingt an dieser Stelle vielleicht etwas verrückt, respekt- oder pietätlos, aber es kam mir seinerzeit eben so in den Sinn. Ich war noch jung und forsch.

In dieser Nacht träumte ich nun folgendes. Ich befand mich in einem Raum, der vollkommen mit Nebel erfüllt war. Ich konnte fast meine Hand vor Augen nicht sehen. Bis auf den Nebel war anscheinend nichts vorhanden.

Plötzlich nahm ich eine Person wahr, die sich von vorn durch den Nebel auf mich zu bewegte. Diese Person wirkte suspekt auf mich. Es war ein Mann, der einen weißen Anzug trug mit Krawatte und sehr vornehm. Er wirkte, wie aus einem etwas kitschigen Hollywood-Film. Irgendwie unglaubwürdig oder unecht. Im Nachhinein würde ich sagen, dass diese Person derart in Erscheinung trat, vielleicht weil ich es so besser verstand oder es so erwartete?

Der Mann, der so etwas wie Gott oder etwas Übergeordnetes darstellen sollte, sagte: ‚Das gehört sich nicht.‘
Es hatte den unmissverständlichen Ton eines Verbotes, genau so, wie man es einem Kind sagen würde. Es gab da keinen Zweifel oder in der Form: ‚Es wäre gut, wenn..‘. Es war auch kein Befehl. Aber es war eindeutig, dass es so gemeint war. Die Message war klar. So etwas ‚tut man nicht‘.
Anschließend war der Traum vorbei.

Ich weiß, das klingt verrückt, aber es hat sich exakt so zugetragen.
Nach diesem Traum bin ich mit diesen Worten ‚Das gehört sich nicht‘ aufgewacht. Obgleich das bereits ca. 30 Jahre her ist, liegen mir die Worte und deren Eindeutigkeit immer noch im Gedächtnis.

Dieses Verbot bezog sich auf mein Vorhaben, das Datum des Todes eines nahestehenden Menschen in Erfahrung zu bringen. Und daher hatte ich so etwas auch nie wieder versucht.

Doch ich ließ mich nicht davon abbringen, zumindest andere, übliche Situationen, die sich zukünftig ereignen sollten, wie oben bei der Arbeit, in Erfahrung bringen zu wollen.
Und so plante ich an einem der folgenden Wochenenden zu träumen, mit wem ich am Montag arbeiten werde. Ich hatte an diesem Montag wieder eine starke Vorahnung. Und es kam auch so, wie ich es gefühlt hatte.

Doch aus irgendeinem Grund, verließ mich das Interesse an diesen Vorahnungen. Ich dachte, es würde nie wieder so eindeutig sein, wie der Vorfall auf der Baustelle mit dem Elektriker. Und so verlief es sich. Im Grunde habe ich nichts vergleichbares im Sinne dieser Vorahnungen, die später tatsächlich und in dieser Eindeutigkeit eintreffen mehr geträumt oder erlebt.

Etwas kurios ist dann in diesem Zusammenhang noch folgender Aspekt. Es bezieht sich auf den Mann im weißen Anzug in meinem Traum. Mehr als ein Jahrzehnt später kam der Film ‚Bruce Allmächtig‘ in die Kinos. Als ich den Film sah, traute ich meinen Augen nicht! Morgan Freeman spielt dort die Rolle Gottes, in einem weißen Anzug, der so ziemlich (wie man es nach dieser Zeit aus der Erinnerung noch sagen kann) dem gleich kam, wie ich es geträumt hatte! Es klingt absolut verrückt, aber wenn ich es nicht selbst erlebt hätte, würde ich es selbst nicht glauben.

Haben die Entitäten, denen man im Traum begegnet, einen Sinn für Humor? Oder war dies ein zusätzlicher Fingerzeig oder Wink mit dem Zaunpfahl, dass ich daran glauben darf, dass gar etwas dran ist, dass wir im Traum Möglichkeiten besitzen, die wir uns nicht vorstellen können, z.B. in die Zukunft zu schauen?

Das Phänomen Traum: Das Ende meiner Suche

Mit der Reihe ‚Das Phänomen Traum‘ möchte ich vehement der materialistisch orientierten Auffassung der Hirnforschung entgegentreten, die davon ausgeht, dass Träume im Grunde eine Art Neben- oder Abfallprodukt der Prozesse sind, die während des Schlafes potentiell im Gehirn stattfinden. Es sind nur Indizien, die ich liefern kann. Jedoch weisen diese in eine Richtung, die darauf hindeuten könnte, dass Träume viel mehr sind, als irgendwelche wert- und sinnlosen Geschichten, die sich das Hirn zusammen reimt.

Man muss den nachfolgenden Inhalt vor dem Hintergrund sehen, dass ich seit meiner Kindheit auf der Suche nach Antworten zu unserer Existenz bin, um es an dieser Stelle in dieser Form zusammen zu fassen. Ich bekam in diesem Traum die Information, dass ‚wenn ich die Bedeutung und den Zusammenhang meiner Existenz erkennen würde, würde ich mich selbst erkennen‘. Während ich diese Information ‚wahrnahm‘, sah ich ein großes geometrisches Muster in Graustufen. Es wirkte wie durch ein Fischauge, also etwas aufgebläht vor mir. Danach bekam ich in diesem Traum Angst, dass sich ‚mein Selbst auflösen würde‘.

Diesen Traum hatte ich Anfang 2018.

Gestern, also ca. ein Jahr später, bekam ich von meiner Nichte (8 Jahre) ein selbst gemaltes Bild zum Geburtstag geschenkt.

Man kann sich vorstellen, dass ich wegen des ungewöhnlichen Motivs absolut verwundert war. Kein Haus, keine Personen, keine Sonne, keine Tiere, keine der sonst möglichen, geschätzten 12 Millionen Möglichkeiten an Szenen und Motiven, die man von einem 8 jährigen Mädchen kennt oder erwartet. Nachdem ich zunächst total überrascht war, erinnerte es mich sofort an meinen Traum. Ich dachte, das ist doch kaum zu glauben.

Zwar ist es nicht so ganz das Muster, was ich in meinem Traum gesehen habe. Zumindest nicht im Vergleich dazu, woran ich mich erinnere. Und das Muster ist bunt und nicht in Graustufen.

Aber angesichts der angedeuteten möglichen Variantenvielfalt, ist es doch fast unvorstellbar, dass ich ein solches Muster gemalt bekomme.

Daraufhin fragte ich sie, was das sei. Sie antwortete: Ein Mandala.

Dieses Wort hatte ich sicherlich schon mal gehört, aber so wirklich wusste ich nicht, was ein Mandala ist. Deshalb habe ich mal bei wikipedia nachgeschaut und war total verblüfft.


Ist das alles nur Zufall oder doch eher eine im Zusammenhang stehende Information, die mich erreicht?