Wieso wir ein Teil dieser Welt und nicht getrennt von ihr sind

Mit diesem Beitrag möchte ich mich auf das einfachste und deshalb wohl am besten zu verstehende Existenz-Verständnis beziehen. Denn es gibt viele Menschen, die denken oder davon ausgehen, dass die Materie das einzige ist, was existiert.
Nun, wir beginnen diesen Exkurs, indem wir unseren Körper betrachten. Niemand wird bezweifeln, dass er aus Materie, und zu einem hohen Anteil, aus Kohlenstoff besteht.
Der Titel dieses Artikels beginnt mit: ‚Wieso wir ein Teil dieser Welt und nicht getrennt von ihr sind‘.
‚Ein Teil dieser Welt‘ kann sehr vieles bedeuten. Ein Teil kann sehr scharf gesehen werden, indem dieser Teil als abgegrenzt verstanden wird. Sowohl räumlich als zeitlich. Etwas, das hermetisch abgegrenzt ist oder gar für sich (be)steht und existiert. Es kann aber auch genau anders herum verstanden werden. Mehr dazu weiter unten.
Nun, unser Körper besteht zweifellos aus Materie. Schaue ich beispielsweise in den Spiegel, sehe ich einen Haufen Materie, der eine gewisse Form und Erscheinung hat.
Das, was wir da sehen, ist eine Information in Form von Photonen. Diese werden vom Spiegel zu bzw. in unsere Augen reflektiert und ergeben als Resultat diverser Umwandlungen und Berechnungen ein Bild.
Die Photonen stammen ursächlich beispielsweise von der Deckenbeleuchtung. Sie treffen auf unseren Körper und werden teils absorbiert und teils reflektiert. Die reflektierten Photonen treffen auf den Spiegel, der diese wiederum reflektiert und auf unsere Augen wirft. Letztlich handelt es sich bei Photonen um ein Äquivalent an elektromagnetischen Wellen. Je nach Welle erzeugen sie auf den Rezeptoren unserer Retina Reize unterschiedlichster Ausprägung, die wir letztlich als unterschiedliche Farben und daraus beispielsweise Gewebearten interpretieren.

Aus der Sicht eines Menschen und dessen Größenordnung zu dem, was wir insgesamt im Universum kennen, messen und sehen können, haben wir die Dimension, in der wir uns aufhalten und in der wir wahrnehmen und in der wir als ‚Körper Mensch‘ existieren, als ‚in der Mitte‘ definiert.
Wobei man konstatieren muss, dass wir dies einzig deshalb getan haben, weil wir alles aus unserer menschlichen Perspektive betrachten und verstehen. Das bedeutet, ob dies in letzter Konsequenz für alles, was existiert, ebenfalls in diesem Verständnis der Dimensionen auch final so sei, sei dahin gestellt. Es ist einzig dem geschuldet, wie wir es sehen und verstehen. Sonst gibt es keine andere logische Begründung dafür.
Die Dimension des Universums in seiner Ausdehnung als solches wird als ‚makroskopisch‘ definiert.
Die Dimension der kleinsten Teilchen wird als ‚mikroskopisch‘ definiert.
Und die Dimension, in der wir uns verstehen und im Spiegel sehen, wird, wie oben bereits hergeleitet, als ‚mesoskopisch‘ definiert.
Das sind alles bloß Worte-Klaubereien und Hülsen, die uns dabei helfen, das überhaupt namentlich zu erfassen, zu sagen und wiederzugeben und uns verständlich über ein- und dieselbe Sache zu unterhalten und Informationen auszutauschen.
Also, was wir aus unserer Welt des Alltags her kennen und was wir im Spiegel sehen, ist die Dimension der mesoskopische Welt.
Ohne es in jeder Nanosekunden zu registrieren, steht unser Körper in stetigem Austausch mit unserer Umwelt. Die Vorstellung, dass unser Körper autark und hermetisch von unserer Umwelt gewissermaßen abgeriegelt ist, ist eindeutig falsch. Es kommt uns nur so vor, weil wir beispielsweise das meiste, was in der mikroskopischen Dimension in der Gegenwart geschieht, nicht registrieren.
Dazu möchte ich ein paar Beispiele nennen.
Streichen wir mit der Hand über den Esstisch, werden unzählige Elektronen und auch Atome ausgetauscht, d.h. sie wechseln den Körper. Entweder vom Tisch zu unserer Hand oder umgekehrt.
Doch es gibt noch einfachere und deshalb besser zu verstehende Beispiele.
Jeder muss essen und trinken. Was geschieht dabei?
Im wesentlichen nehmen wir allerlei Stoffe und Energie auf. Ohne diese Stoffe und Energie würden wir wohl sterben. So einfach ist das und deshalb müssen wir ja essen und trinken.
Und es gibt noch ein Beispiel, namentlich die Atmung. In jeder Minute atmen wir ein und aus. Dabei nehmen wir Sauerstoff auf und aber auch andere Moleküle aus der Luft.
Allein diese denkbar einfachsten Beispiele zeigen wohl mehr als deutlich auf, dass unser Körper ohne unsere Umwelt und die darin bestehenden Elektronen, Atome, Moleküle, Verbindungen und Energie nicht existieren kann und wird.
Denn, wie ich im Titel dieser Artikels geschrieben habe, er ist ein Teil dieser Welt.
Wie aus meinen Beispielen hervor geht, ist er auch nicht autark und hermetisch von dieser Welt abgeriegelt oder trennbar, denn dann würde unser Körper sterben.
Es ist ganz einfach so, weil wir ein Teil dieser Welt sind.
Jeder, der das nicht glaubt, kann eine Falsifizierung dieser Theorie vornehmen, und seinen Körper einer vollständigen Isolierung von der Umwelt, sofern umsetzbar, aussetzen. Das würde also bedeuten, keinerlei Austausch von irgendwas mit der Umwelt, also, auch keine Atmung, kein Essen und kein Trinken. Es würde wohl nur wenige Augenblicke dauern, bis wir sterben würden.
Wenn man dies alles auf diese völlig logische und richtige Weise betrachtet, kommt man nicht umhin anzunehmen, dass wir eben nicht für uns vor uns hin existieren, sondern vielmehr bildhaft gesprochen, im ‚Fluidum der materiellen Welt‘ eingebettet sind. Denn es existiert ein stetiger Austausch zwischen unserem Körper und unserer Umwelt.
Dies habe ich oft als ‚kleines verdicktes Gelklümpchen‘ bezeichnet, wenn man sich das Universum inklusive des Raumes als solches als Gelklumpen vorstellte.

In diesem Artikel habe ich versucht, auf einfache Weise, weil eben einzig auf die Materie bezogen, darzustellen, dass die Vorstellung eindeutig und zweifelsfrei falsch ist, dass wir uns als abgegrenzte Körper verstehen, die ohne unsere Umwelt in der Lage wären zu existieren. Eben, weil wir im stetigen Austausch mit dieser Welt und Umwelt stehen.
Die Vorstellung, dass wir hermetisch abgrenzbare Körper seien, resultiert einzig auf unserer Wahrnehmung und hauptsächlich darauf, weil wir die Prozesse und Austausche nicht registrieren, die allein auf mikroskopischer Ebene in jeder Piko-Sekunde stattfinden.
So einfach ist das.
Etwas komplexer und schwerer verständlich wird es für diejenigen, die meinen, es gäbe einzig die Materie, wenn wir Aspekte der Existenz heran ziehen, die in gewisser Weise immateriell sind. Dabei geht es etwa um Informationen und um den Austausch von Informationen.
Um die Komplexität dieses Artikel simpel zu halten, und damit es einfach zu verstehen (und für den ein oder anderen zu akzeptieren) ist, habe ich mich auf die einfachsten Fakten und das simpelste Verständnis von Existenz konzentriert bzw. bezogen.

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