Am Strand

… lockt uns der Mondschein
bei tiefschwarzer Nacht,
hinaus an den Strand;
lockt uns das Gewimmer
der brechenden Wellen,
hinaus in das Getümmel
der wütenden Wogen.
Halt mich fest,
du wunderbarer Engel;
halt mich fest,
und knüpf mich an dich,
du schneeweißes Mondkind mein!
Und folgt uns ein Troß der Sternenschar;
bringt uns Heimat,
uns abtrünnigen Kindern,
so lobt uns der Herr,
und streut etwas Licht
in unsere Herzen.
Und folgt uns der Mond,
mit silbrig glänzendem Licht,
alsbald wie eine Spange
in deinem wehenden Haar,
so sei der Atem der Nacht
der Geist der uns umgebenden Pracht.
Nun waten wir im Strandsand voran,
mit der Hast der schwelgenden Zeit,
und dem Ziel, das niemals gesteckt;
wird von uns der frohlockende Ruf
der gleißenden Nacht geweckt.

(1994 – Im Gedanken eine Art Fantasie, im Herzen zeitlose Realität)

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