Kategorie: Sonstiges

Im ersten deutschen Fernsehen geht ab kurz vor 8 Uhr alles gerecht zu…

Ja, in der heilen Welt des deutschen Wohnzimmers, geht kurz vor 8 Uhr alles sehr gerecht zu.

Um 8 Uhr kommt die Tagessschau und für diejenigen, die bereits vorher einschalten, gibt es die sonstigen, interessanten News aus der Welt des Wetters und Börse.

Zunächst kommt der Wetterbericht.
Seit 3 Monaten immer das gleiche: Die Hitzewelle mit min. 30-35 C°.
Die Natur, die Tiere und der Mensch leidet unter dieser extremen Hitze.

Ein Schelm, der da nicht an den längst bewiesenen, aber unbeachteten Klimawandel denkt.
Zu meinem Erstaunen, haben die Meteorologen in den letzten Tagen doch tatsächlich und öffentlich im TV eingeräumt, dass diese unerträgliche Hitze, die dazu führt, dass Städte wie Hamburg und Bremen das Trinkwasser limitieren (müssen), auf den Klimawandel zurück zu führen ist! Nein! Ehrlich? Ist doch nicht wahr… da war das langjährige Studium und die seit Jahrzehnten andauernden Auftritte im TV doch nicht umsonst gewesen.

Nach dem deprimierenden Wetterbericht bekommen auch direkt die Verursacher des Klimawandels eine Plattform geboten: Die Börse im Ersten.
Welche Werte gibt es, wieviel konnte (wieder mal) mehr aus der Erde herausgeholt werden?
Wer ist der Verlierer, wer der Gewinner? Wetteifern um die letzten Ressourcen, die letzten geilen Posten auf dem hart umkämpften Markt. Das Gesetz des Dschungels, Survival Of The Fittest, Darwin hatte doch Recht, alles nur ein Kampf um Fleisch und Blut. Wer den anderen platt macht, hat gewonnen, so einfach ist das. Die Natur kann man ungestraft und ungefragt platt machen.
Wer fragt da schon genauer nach? Eben: Fragen sind nur unangenehm und unbequem. Man müsste nachdenken, um diese Fragen zu beantworten und das will ja keiner. Zumindest nicht in der einfachen, von Zahlen beherrschten Welt der Finanzen und Bilanzen.
Diese von Menschen gemachten Welt, in der rein rational argumentiert und gehandelt wird, deren Motivation jedoch völlig irrational ist. Ängste und Emotionen sind der Antrieb. Das ist dann in Summe aber befriedigend. Weil man eben zu den Gewinnern zählen könnte. Nur zu doof, dass man dabei vergisst, dass dieses System völlig blöd ist, denn es zerfrisst die Lebensgrundlage der Menschheit. Aber das ist ja nur Panikmache.
Und dass die alten und kranken Menschen wegen der Hitzewelle tot umfallen, könnte letztlich ja nicht an der Hitze liegen, sondern nur daran, dass sie eben alt und/oder krank waren. Warum sind sie auch nicht jung und fit? selbst schuld!

Tja, in der heilen, deutschen Welt im TV kurz vor 8 ist doch alles noch völlig in Ordnung:
Denn in der darauf folgenden Tagesschau gibt es auch nicht wirklich Neues zu sehen, außer die üblichen Brandeinsätze der Feuerwehr in Schweden und Griechenland. Puh…ist das langweilig.
Aber gleich kommt ja der Tatort.

Intelligenz und Verhalten. Meine ersten Erfahrungen als junger Mensch.

Ganz klar, es gibt Wegpunkte der Erkenntnis im Leben eines Menschen, die stets in Erinnerung bleiben.
Eine tiefgreifende Einsicht hinsichtlich des Zusammenhanges zwischen Intelligenz und Verhalten ereilte mich, als ich etwa Anfang zwanzig war.
Ich war seinerzeit als Handwerker tätig, ein Ausbildungsberuf, den ich direkt nach meiner regulären Schulzeit erlernt hatte.
Aufgrund meines jungen Alters und der damit verbundenen fehlenden Erfahrung, hatte ich lediglich meine persönliche und autodidaktische Einschätzung oder Vorstellung dessen, wie es sich in der Welt der Menschen mit der Macht und der Position und der damit verbundenen Intelligenz verhält.
So war ich der einfachen aber logischen Annahme, dass sich je nach gesellschaftlicher, politischer oder beruflicher Position die Intelligenz der betreffenden Person äquivalent verhält. Je angesehener und gehobener die Position, desto intelligenter die Person.

Nun kann man diese Annahme natürlich noch präzisieren. Was bedeutet z.B. Intelligenz und wie misst man sie?
Aus meiner damaligen Sicht (in Grundzügen vertrete ich es heute immer noch) äußert sich Intelligenz durch intelligentes Verhalten.
Welches Verhalten ist intelligent? Es könnte sich um Verhalten handeln, das Rückschlüsse zulässt, dass die- oder derjenige objektiv betrachtet, soweit das irgend möglich ist, unter Berücksichtigung sämtlicher bekannten Informationen und Faktoren, die bestmögliche Entscheidung getroffen hat und zwar nicht nur für sich, sondern für die Mehrzahl der denkbaren Zusammenhänge und Faktoren.

Mein gedankliches Beispiel seinerzeit war schlicht aber einleuchtend: Welches Auto fahre ich?

Ich dachte, dass sich doch anhand eines simplen Vorganges wie die Wahl des Autos, bereits der Grad der Intelligenz abmessen ließe. Dementsprechend war ich davon ausgegangen, dass die Menschen mit einem gehobenen Grad an Intelligenz auch ein Auto besäßen, dass davon zeugt. Dies müsste man noch weiter präzisieren.

Aber ich denke, es ist sinnvoll, wenn ich meine Geschichte als solche an dieser Stelle weiter führe.
Ich war also Handwerker und für eine gewisse Zeit bei einem Kunden, einem mittelständischen Unternehmen, tätig. Dieses Unternehmen machte auf mich einen innovativen, modernen Eindruck. Alles war gut organisiert, sauber und wirkte korrekt. Es gab dort Parkplätze und natürlich, wie bei so vielen Unternehmen, reservierte Parkplätze für die Unternehmensleitung. Doch das wusste ich erst nicht. Dort standen immer sehr große Limousinen eines großen, bekannten deutschen Fahrzeugherstellers. Auf Nachfrage erklärte man mir, dass dies die Autos der Geschäftsführung seien.
Das verwunderte und erschütterte mich mit meiner o.g. Grundannahme. Wenn dies die Autos der ‚Chefetage‘ sind, wieso stehen dort nur große, überdimensionierte und luxuriöse Autos? Moment, nochmal zurück zur Intelligenz.
Was bedeutet Intelligenz im Zusammenhang mit einem Auto?

Betrachten wir die Sache mal objektiv und völlig unvoreingenommen und unemotional.
Das ist beim Thema ‚Auto‘ in Deutschland zwar extrem schwierig, aber nur mal in den Raum gestellt.

Das Auto als solches ist ein Transportmittel. Man nutzt es, um damit von A nach B zu fahren.
Das ist als solches kein Problem. Das Problem an sich entsteht einerseits dadurch, dass das Fahren mit einem Auto, das auf Verbrennung ausgelegt ist, Emissionen freisetzt. Was Emissionen sind uns weshalb sie nicht gut sind, bitte bei wikipedia nachlesen.
Ich setze diese Informationen nachfolgend voraus.

Zudem wird das Problem der Emissionen einerseits dadurch erheblich verschlimmert, wenn nicht nur ein Auto in der Welt fährt, sondern Millionen oder gar Milliarden Autos. Andererseits, wenn Millionen oder Milliarden Autos in der Welt fahren, wird das Problem zusätzlich verschlimmert, wenn diese Autos ineffizient betrieben werden, so dass sie mehr Emissionen freisetzen, als eigentlich notwendig wäre, um, sagen wir, eine Person von A nach B zu transportieren (Zweckmäßigkeit).
Dann gibt es natürlich noch Faktoren, wie unnötige Fahrten mit Fahrzeugen, die zudem nicht optimal genutzt werden (zu wenige Passagiere) usw. usf.

Die oben aufgeführten, objektiven Fakten hatte ich seinerzeit bereits gedanklich für mich voraus gesetzt.

Zurück zur Intelligenz. Was würde man (die zuvor genannten objektiven Grundgedanken und Fakten vorausgesetzt) vermuten, würde jemand, der eine hohe Intelligenz besitzt, bei der Wahl seines Fahrzeuges beachten?

  • Würde er ein Auto fahren, dass extrem ineffizient fährt, d.h. beispielsweise es muss eine viel zu große Masse beschleunigt werden, was einen erhöhten Emissionsausstoß bedeuten würde?
  • Würde er ein Fahrzeug fahren, dass auf Verbrennung eines Kraftstoffes ausgelegt ist und somit generell Emissionen freisetzt oder eher ein Fahrzeug, dass kaum oder keine Emissionen freisetzt (Elektroantrieb, Wasserstoff, Muskelbetrieb)?
  • Würde er ein Auto fahren, bei dessen Produktion bereits unverhältnismäßig viel Emissionen freigesetzt wurden, weil das Auto schlicht zu groß ist für seinen Nutzen (Person von A nach B transportieren)?

Ich denke, man kann bequem, alle o.g. Fragen mit ‚Nein‘ beantworten.
Und genau das ging mir seinerzeit, im zarten Alter von Anfang zwanzig, im Kopf herum.
Ich meine, das sind ja per se logische Grundannahmen, die man, unbedarft und jung, durchaus haben kann und die sicherlich nicht völlig fehl am Platze  sind.

Angesichts dessen war ich natürlich davon ausgegangen, dass die Geschäftsleitung dieses Unternehmens aus Personen besteht, die einerseits die intelligentesten Mitglieder dieses Unternehmens sind. Sonst hätten sie ja nicht diese Position.
Andererseits, wenn sie die intelligentesten Mitarbeiter sind, müsste das natürlich auch bei einem simplen Vorgang wie der Wahl des Autos deutlich werden oder erkennbar sein.

Demzufolge hatte ich natürlich, und wie selbstverständlich, erwartet, dass die Mitglieder der Geschäftsführung (nachfolgend MdG genannt) Autos fahren, die in irgendeiner Weise innovativ sind, was den Ausstoß von Emissionen angeht. Vielleicht Elektroautos, neuartige Antriebe jedweder Art, die in irgendeiner Weise zukunftsweisend, d.h. ressourcenschonend, sparsam und dem Zweck (Transport von A nach B) angemessen sind.

Doch das traf anscheinend nicht zu. Wie ist das zu erklären?
Es stellte mich seinerzeit tatsächlich vor eine kleine Sinnkrise. Diese Beobachtung schockierte und irritierte mich und ich brauchte eine gewisse Zeit, bis ich es durchdacht und verstanden hatte.

Ich war nach obigen objektiven Grundannahmen davon ausgegangen, dass ich in eine Welt oder menschliche Gesellschaft hinein geboren worden war, die dem Stand ihrer Entwicklung entsprach. Ich hatte anscheinend den Eindruck, dass die Menschheit, angesichts der wissenschaftlichen Errungenschaften und Erkenntnissen, recht weit fortgeschritten war.
Doch bei diesem o.g. Aspekt (Wahl des Autos) schien dies nicht zuzutreffen, eher im Gegenteil.
Diese Autos schienen protzig, viel zu groß, oberflächlich imponierend und überhaupt nicht dem Zweck angemessen.

Also, blieben mir nur die folgenden, wie ich fand, logischen Schlussfolgerungen:

  1. Die MdG sind nicht intelligent. Aber wieso haben sie dann diesen gehobenen Posten?
  2. Die MdG sind zwar intelligent, jedoch äußert sich das anscheinend nicht in ihrer Handlung. Aber wieso haben sie dann diesen gehobenen Posten?

Wie man anhand meiner gedanklichen Schlussfolgerungen erkennen kann, ergab sich bei der Beantwortung der Frage, wieso die MdG diese gehobenen Positionen inne haben, keine Antwort. Was bereits ziemlich verwirrend ist bzw. war.

Bleibt die Frage übrig, ob die MdG intelligent sind oder nicht?
Lassen wir den Punkt 1. außer Acht, denn ich möchte einerseits nicht provozieren, andererseits gehen wir mal davon aus, dass die MdG in irgendeiner Form intelligent gewesen sein könnten.
Und da sind wir bereits bei der Auslegung der Intelligenz. Sie ist anscheinend variabel, d.h. es kann durchaus jemand auf irgendeine Weise intelligent sein, sich jedoch überhaupt nicht so verhalten.
Das wiederum impliziert, dass Intelligenz sich auf einzelne ‚Handlungsfelder‘ beschränken kann.
Ein Beispiel wäre das Rauchen. Ein Mann wie Helmut Schmidt war sehr intelligent auf seine spezifische Weise und in bestimmten Zusammenhängen. Und dennoch hat er geraucht, wovon man behaupten kann, dass es eher von einer unintelligenten Handlung zeugt, wenn man voraussetzt, dass das Grundbestreben aller Menschen ein langes Leben ist.

Das heißt. Intelligenz akkumuliert sich nicht im vollen Umfang der Handlungen bzw. des Verhaltens einer Person.
Da muss man als junger Mensch erstmal drauf kommen.

Aber das eigentlich zugrunde liegende Prinzip bei diesem Beispiel mit den Autos ist ja das marktwirtschaftliche Prinzip, das zu einem bestimmten, augenscheinlich unintelligenten Handeln zwingt.
Diese Erkenntnis kam mir dann später. Es ist gut möglich, dass diese MdG privat und persönlich auch in einem globalen Zusammenhang (und nicht nur in Einzelaspekten ihres Daseins) intelligent waren, nur das geschäftliche Gebahren und die Sitten und Riten innerhalb des Geschäftsprinzipes haben sie zur Wahl der unökonomischsten und ineffizientesten Automobile gewissermaßen gezwungen. Weil ansonsten beispielsweise keine guten Geschäfte gemacht werden könnten.

Was für ein Bild wirft das auf die ‚Intelligenz der Geschäftswelt‘?

Perverser Sadist legt Giftköder in unserem Ort aus

Wenn man unbedarft, annähernd unvoreingenommen und stetig in gutem Glauben durch die Welt marschiert, kann man sich so einige Perversitäten, die in menschlichen Köpfen vorkommen können, schlicht nicht vorstellen.
Was ist das, was Menschen dazu veranlasst, Giftköder auszulegen, um Hunde zu vergiften und ihnen Qualen, ja, wenn nicht gar, den Tod beizubringen? Kann oder möchte man das verstehen?
So geschehen in den letzten Wochen in unserem Ort. Warnschilder weisen darauf hin, dass es mehrere Fälle gegeben hat, bei denen Tierärzte festgestellt haben, dass die Hunde Gift aufgenommen haben müssen.
Anscheinend gibt es Menschen, die nicht nur pervers und feige sind, sondern auch noch nicht zurechnungsfähig und eine Gefahr für das Gemeinwohl.
Mein erster Gedanke war, dass ich diese miese und feige Drecksau fertig machen werde, wenn ich ihn (oder sie?) kriege.
Mein zweiter Gedanke war, was wohl in solch einem kranken Hirn vor sich geht?
Klar, wahrscheinlich handelt es sich um einen Menschen, der in irgendeinen Hundehaufen getreten ist oder mal gebissen wurde oder sonstwie schlechte Erfahrungen mit Hunden gemacht hat. Wer weiß das schon? Aber das wären wohl  wahrscheinliche und denkbare Szenarien.
Dann dachte ich, dass diese Leute wohl unglaublich feige sein müssen. Denn schließlich könnten sie sich ja an die Hundebesitzer wenden, anstatt per se unschuldige Tiere vergiften zu wollen.
Wie kommt man überhaupt auf den Gedanken, andere Lebewesen absichtlich und bewußt aktiv töten zu wollen?
Wie kann man sich die Denke dieser perversen Menschen vorstellen? Wenn ich mich vom Gekreische der Nachbarskinder gestört oder genervt fühle, kann ich denen ja auch mit Rattengift vergiftete Lollys in die Hand drücken? Was denkt man, ändert sich dadurch? Denkt man dann: „Denen habe ich es aber gegeben. Die schreien jetzt nicht mehr rum!“ Oder was?
Denken diese Leute, dass eine Welt ohne Hunde besser wäre? Und dann? Wenn das nächste nervt, gehe ich dann dagegen vor?
In was für einer Welt wollen diese Menschen leben? Freuen sich diese Menschen, dass 75% der Fluginsekten durch Pestizide weggestorben sind, denn dann gibt es ja auch weniger Fliegen, Mücken und solch ein Zeugs?
Was wäre die Idealwelt dieser Menschen? Keine Hunde, keine Katzen, keine Tiere, keine Kinder, kein alles, was irgendwie mir unangenehm ist oder mich stört? Kann man sich dann nicht gleich erschießen bei einem Leben ohne Leben in meinem Umfeld?
Stellen sich diese Menschen überhaupt etwas vor? Reflektieren diese Menschen überhaupt in irgendeiner Form ihr Handeln oder ihre Welt?

Ich glaube nicht. Sie sind einfach verhasst auf Hunde und legen diese Köder aus. Und das war es dann.
Es gibt anscheinend Menschen, und das muss ich anscheinend erst noch lernen, die sich keine großen Gedanken über sich und ihr Verhalten machen. Denen das alles egal ist, Hauptsache man hat seine Sache umgesetzt. Fertig ist.
Es ist kaum zu glauben, aber anders stelle ich mir diese Leute nicht vor. Hirnamputierte, gefährliche Geisteskranke, die zudem noch hier in der Gegend umher laufen. Und wer weiß, vielleicht bin ich diesen miesen Typen bereits irgendwo begegnet. Oder habe einem von ihnen bereits die Hand geschüttelt. Mein Gott. Was für eine Vorstellung.
Es sind diese miesen, niederträchtigen und zutiefst verachtungswürdigen Abgründe der menschlichen Psyche, die mich immer fassungslos zurück lassen. In was für einer Welt lebe ich, wo jemand Giftköder auslegt und das Leben meiner Tiere gefährdet? Was für eine arme und miese Welt, in der ich leben muss.

Die alte Kirche in Wallenhorst: Ein Blick in die Geschichte verrät, weshalb wir so sind, wie wir sind.

Diese kleine, schnuckelige Kirche am Rand des Kerns von Wallenhorst. Ich kenne sie schon lange, doch so richtig damit auseinander gesetzt hatte ich mich bisher nicht. Und als wir neulich hier spazieren gegangen sind, habe ich mir das in der Nähe angebrachte Schild durchgelesen. Es wird auch von der Geschichte dieser Kirche berichtet. Das kann man auch bei wikipedia nachlesen. Demnach siegte Karl der Große über Widukind. Danach ließ er einen heidnischen Tempel zerstören und darauf diese Kirche bauen.
Was für viele nichts besonderes zu sein scheint, hat mich doch tief erschüttert. Das erste, was ich dachte war, dass ich vor diesem Hintergrund doch lieber den heidnischen Tempel betrachten würde, als diese Kirche. Wieso?
Ich habe dann gleich die Bilder vor Augen. Indigene Völker, die hier lebten, hatten einen Glauben erschaffen, der aus sich heraus kam und nicht von einer expandierenden, fremden Religion her stammte. Doch wieso empfinde ich ‚aus sich heraus‘ als eher besonders als einen Glauben, der indoktriniert worden ist? Na ja, die Antwort steht bereits im letzten Satz. Auch wenn wir es heute einen heidnischen Glauben nennen und auch die Römer von ‚den Barbaren‘ sprachen (negativ besetzte Begriffe), ist es doch das Resultat der Auseinandersetzung der Ureinwohner mit ihrer Umwelt. Wie sie es sahen und empfunden haben. Es ist etwas besonderes, eben weil es nicht von außen aufgezwungen, es also kein fremder Glaube war.
Zudem hatten die sog. Heiden, also unsere Vorfahren, einen engen Bezug zur Umwelt. Sie glaubten daran, dass alles zusammenhängt. Dass es einen Zusammenhang zwischen uns und unserer Umwelt gibt. Letztlich ist es ja genau das, was sehr viel sinnvoller erscheint und auch wohl richtig ist. Ob es nun einen, zwei, drei oder sehr viele Götter gibt, ist doch eigentlich erstmal sekundär. Wenn es nach der Wissenschaft geht, gibt es sogar keinen Gott.
Doch darum geht es auch garnicht. Es geht mir um das Wertvolle. Es ist wertvoll, weil es aus dem Leben der Ureinwohner heraus entstanden und nicht sozusagen ‚künstlich‘ ist oder etwas, was auf einem anderen Erdteil entstanden ist.
So ‚groß‘ im Geiste kann also Karl der Große nicht gewesen sein. Wohl eher ein Büttel der durch ihn vertretenen Mächte. Oder wie weise ist es wohl, auf die Ureinwohner gewissermaßen zu scheißen, diese platt zu machen und, gewissermaßen als extreme Provokation auf deren Heiligtum ein Symbol für den neuen Glauben zu pflanzen?

Wundert es da, was z.B. im dritten Reich geschehen ist? Sozusagen, weil es schon immer so war. Die einen meinen Recht zu haben, machen die anderen platt, suchen sich dazu eine Rechtfertigung und das war’s dann.
Die vielen wundervollen Entwicklungen des menschlichen Geistes, der Kulturen und auch des Glaubens werden einfach unterjocht und platt gemacht. Platz für die neue Überzeugung. Fertig ist.
Mittlerweile haben jedoch die Kinder des Christentums, namentlich die Wissenschaftler, längst definiert, dass es keinen Gott braucht, um die Welt zu erklären. Man stelle sich vor, man würde jetzt hingehen, die Kirchen abreißen und dort beispielsweise Labore bauen. Eben, weil es passend zum neuen ‚Glauben‘ wäre und auch provokativ genug ist.
Man fragt sich, wieso das so nicht geschieht?
So, oder so ungefähr ist wohl das Vorgehen von Karl dem Großen zu verstehen.
Kann das als geistige Höchstleistung verstanden werden? Als weises Vorgehen und umsichtiges Verhalten im Leben?
Geht man so mit Kulturen um?
Dazu passt doch ziemlich genial die Aussage von Hans-Peter Dürr: Ein Baum, der fällt, macht mehr Lärm, als ein Wald, der wächst. Und die menschliche Geschichte ist die Geschichte der fallenden Bäume…

Karl der Große hat sicherlich viele Schlachten geschlagen und ist ‚irgendwie aufgefallen‘ in der Geschichte der Menschheit. Aber ob ihn das besonders auszeichnet? Wie oben erwähnt, finde ich eher, dass er ein Blödmann gewesen sein muss, der nicht allzu viel in der Birne hatte, außer vielleicht, wie man andere platt macht. Kann man zumindest in diesem Zusammenhang wohl nur schwerlich anders sehen.
Na ja, im Grunde verfährt der Mensch noch immer auf diese Weise. Kein Wunder, weshalb die Welt heute so ist wie sie ist.
Deshalb hätte ich hier lieber den heidnischen Tempel bewundert als dieses Symbol eines indoktrinierten Glaubens, das auch noch genau hier in zynischer und provokanter Weise platziert worden ist.
Gewalt, Einfältigkeit und Dummheit ist eben etwas, worin sich der Mensch besonders gut versteht.

Es gibt viele Gründe, weshalb ich mich schäme, ein Mensch zu sein…

Es gibt viele Gründe, weshalb ich mich schäme, ein Mensch zu sein.
Ich kann mich noch erinnern, als ich diese Bilder sah, von den Färöer-Inseln, wo regelmäßig Delphine und Kleinwale abgeschlachtet werden. Im Blutrausch waten die Killer am Strand im vom Blut rot gefärbten Wasser umher und freuen sich. Was eine wahre Horror-Show des Wahnsinns.
Wer einmal diese entsetzlichen Schreie dieser unschuldigen, intelligenten und schützenswerten Tiere gehört hat, der weiß, dass diese Schreie wie aus der Hölle sind. Die wahrhafte Hölle, die wir ihnen bereitet haben. Grundlos.
Es ist ja nicht so, dass die Menschen auf den Färöer-Inseln diese Tiere unbedingt als Nahrungsmittel benötigen. Denn dafür quälen wir ja schon die Tiere in der Massentierhaltung. Anscheinend reicht das nicht aus. Es ist noch nicht genug sinnloses Leid verteilt worden auf Arten und Lebewesen, die mit unserem Spiel des Todes, der Qualen, des Leids und des Wahnsinns an sich eigentlich so garnichts zu tun haben. Ich hatte jedenfalls, als ich die Video-Aufnahmen von diesem Massaker gesehen hatte, Tränen in den Augen und schämte mich, ein Mensch zu sein. Es wäre ja auch seltsam, wenn man das nicht täte.

Dann ist da noch die Geschichte mit den riesigen Fabrik-Fangschiffen, mit welchen wir Menschen mal eben ganze Schwärme Thunfisch abfischen. Denn die Technik macht es möglich. Radar, Echolot und was gibt es alles. Da sind sie. Eben in einem Umkreis von mehreren Kilometern Netze runter lassen und los geht’s das Schlachten. Mal eben ein paar tausend Thunfische weniger in diesem Abschnitt des Meeres. Wen kümmert’s schon?
Wenn es aus Not wäre, z.B. um ein Volk vor dem Verhungern zu retten, welches eine Hungersnot aufgrund einer extremen und seltenen Wetterlage durchleidet. Weil keine anderen Mittel zur Verfügung stünden oder dergleichen.

Nein, das perfide und hinterhältige an unserem System ist, dass wir es garnicht nötig haben. Wir tun das aus blanker Gier. Damit wir auf unserer Pizza eben mehr Auswahl haben, die wir uns in der warmen Küche zusätzlich zu den bereits bestehenden Pfunden in den Magen schlingen. Das ist das verächtliche an der ganzen Sache. Wir tun es, weil es möglich ist. Aus Überheblichkeit. Weil wir es können.
Es ist dieser Hochmut, der uns hoffentlich bald zu Fall bringt, bevor wir noch mehr Leid anrichten.

 

Dann ist da noch diese Geschichte mit dem Müll.
Müll-Inseln im Pazifik. Doch das ist weit weg. Mülldeponien, die überquellen, weil wir den Hals nicht voll kriegen. Immer mehr und mehr. Doch leider auch immer mehr Müll.
Das wächst uns eindeutig über den Kopf, wie meine Bilder vom heutigen Tage belegen. Da bin ich spazieren gegangen. Quasi direkt vor meiner Haustür. Es sind nur drei Bilder. Ich hätte etliche mehr aufnehmen können. Fast wie eine Dokumentation der Apokalypse.
Und wieder ist es da, dieses Gefühl der Scham. Weil wir so unsagbar dumm sind.
Alles wird einfach in die Gegend geworfen. Und es macht niemandem etwas aus.
Eben bei Mekkes nen Burger reinschieben, Fenster vom Auto auf und ab dafür. Wie ich das hasse.

Unsere Gedankenlosigkeit, Arroganz und Überheblichkeit kotzt mich so dermaßen an. Es macht mich wütend. Doch gleichsam fühle ich mich so hilflos. Ein Rädchen im System der Menschen, die eigentlich unwürdig sind, auf diesem Planeten zu existieren.
Denn, was haben wir schon geleistet und beigetragen zum Großen, Ganzen?

Was kann man von den Nachkommen der Schlächter und Mörder schon erwarten? Als die indigenen Völker in Amerika ausgerottet wurden?
Spätestens damit fing es neuzeitlich meiner Meinung nach an. Die globalisierte Ursünde am Vermächtnis der Erde und Zivilisationen, der kulturellen Evolution. Die glorreiche Neuzeit, deren Teil wir sind. Aktuell stehen wir am Ende der Entwicklung und sind daher fortschrittlich, aufgeschlossen, weise und umsichtig. Wir haben aus unseren Fehlern gelernt. Könnte man denken, doch das haben wir nicht. Eher im Gegenteil. Wir haben nicht einen Deut dazu gelernt. Wir sind ja schon stolz darauf, dass es seit mehr als 80 Jahren in Europa keinen (Welt)Krieg mehr gegeben hat. Das ist doch schon mal was. Darauf können wir uns was einbilden. Doch im Geschehen der Erde ist das nicht mal ein Furz. Wir können uns auf nichts etwas einbilden. Nicht mal auf die neueste Generation an Handys. Gemacht für den schnellen Profit. Einfach, weil man es kann. Und das reicht uns schon. Wir werden alle verarscht. Und keiner merkt es.

Sehr wahrscheinlich gibt es im Umkreis von einigen hundert Lichtjahren keinen Planeten mehr wie die Erde, der ideale Bedingungen für die Entstehung von Leben bietet oder besser geboten hat.
Dieser Planet, der unsere Entwicklung begünstigt und ermöglicht hat, wird von uns mit Füßen getreten. Zugemüllt und vergiftet. Es ist beschämend, wie wir mit unserer Umwelt umgehen.
Beim letzten hier abgebildeten Foto, wurde mir übel. Es war einer dieser Gräben am Rande eines Feldes. Oben auf schwamm eine Lache aus Öl oder etwas, das wie Öl aussah. Ich frage mich, wer eigentlich das essen soll, was auf diesem Feld wächst? Igitt. Und wir fressen das alles. Da müssen wir uns auch nicht wundern, wenn man mal eben Krebs kriegt und dergleichen. Das ist alles derart hohl und bekloppt, dass mir die Worte fehlen.
In diese Brühe am Rande eines Feldes, ist der Ball unseres Hundes gefallen. Ich habe den Ball herausgefischt und nicht wieder unserem Hund zum Spielen gegeben. Das war einfach zu abartig, diese Giftbrühe am Ball. Zuhause habe ich den Ball erstmal gründlich ausgewaschen. Gott steh uns bei.

Und? Was sind nun die Maßnahmen, um uns aus dieser unwürdigen und unsägliche Situation zu retten? Welche Strategie verfolgt die Politik? Irgendwie klingt das nun doch etwas zynisch. Fast wie eine rhetorische Frage. Eben, weil wir viel zu doof sind, als dass von uns eine solche Lösung und Strategie zu erwarten wäre. Wir sind so doof wie Bohnenstroh oder bestenfalls so schlau wie die A49 bei Kassel.

Werden unsere Kinder nun in der Schule derart ausgebildet, dass sich in einigen Jahrzehnten etwas bessert? Ein Schulfach ‚Umwelt‘ zum Beispiel? Dass den Kindern der Blick für das Große, Ganze geschärft wird? Weil, wenn wir es schon nicht gebacken bekommen, müssten wir doch unseren Kindern die Werkzeuge mit auf den Weg geben, dass sie es besser machen. Dass sie wissen, wie man mit dem ganzen Müll, Unrat und Atommüll umgeht und wie man das vermeiden kann. Wenn unsere unwürdige und gedankenlose Generation weg gestorben ist. So geht das.
Okay, solch eine Forderung wäre ja von der Krone der Schöpfung wohl zuviel verlangt.
Die Schulen sind ja für etwas anderes da. Es sollen ja ordentliche Konsumenten und Profiteure heran gezüchtet werden, die den Kreislauf von Nehmen und Nehmen am Laufen halten. Die nicht nachdenken und in den Tag hinein leben. Bis ihnen der ganze menschliche Müll den Atem nimmt. Dann ist es vielleicht zu spät. Und wir sind bereits zu blöd, um letztgenanntes zu erkennen.
Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Wie die Lemminge stolzieren wir in den Abgrund. Wenn nur wir elendich an unseren Altlasten und an unserer Dummheit verrecken würden, wäre es ja durchaus okay und vorallem mehr als angemessen. Aber nein, wir ziehen auch noch unzählige andere Kreaturen, die sich einen Platz auf unserer (ehemals) wunderschönen Erde leidlich verdient hätten, mit ins Verderben. Alles andere wäre auch viel zu milde. Lieber noch einen rein treten in diese Mistviecher. Die nehmen wir doch besser mit in den Tod. Dafür müssten wir uns nochmal oben drauf schämen, in Grund und Boden. Wir sind es einfach nicht wert. Denn sie wissen nicht, was sie tun. Gott steh uns bei.

Mein Haus, mein Auto, mein TV, mein Handy. Aber die Umwelt will keiner haben.

Keine Frage, um die Qualität des eigenen Bewußtseins zu verbessern, bedarf es oftmals nur kleiner, banaler Maßnahmen.
So reicht ein Wort aus, um sich selbst hinsichtlich des Schutzes der Umwelt zu sensibilisieren.
Denn üblicherweise sagt man: Die Umwelt.
Aber wieso sagt und vorallem denkt man nicht: Meine Umwelt? Oder Deine Umwelt? Oder unsere Umwelt?
Die Umwelt scheint ein Ding zu sein, das fern von uns selbst irgendwas abstraktes zu sein scheint.
Und dass uns deshalb anscheinend nicht weiter tangiert. Irgendwie ‚ein Ding‘.
Doch Umwelt ist beispielsweise und ganz konkret die Luft, die wir zum Atmen brauchen.
Oder das Wasser, das wir trinken müssen, um zu überleben.
Eine intakte Umwelt ist die Grundlage, die unsere und meine Existenz sicherstellt.
Wenn ich also in dem Bewußtsein durch die Welt gehe, dass es nicht Die Umwelt ist, sondern Unsere Umwelt, die Umwelt meines Nächsten und auch Meine Umwelt, dann beginnt ein Prozess in uns selbst, der dazu führt, dass man eher reagiert, wenn jemand unsere Umwelt verpestet oder mit Füßen tritt.

Seitdem ich so denke und es mir stets bewußt mache, finde ich z.B. das Verhalten, dass Leute das Auto laufen lassen, während sie bequem zum Bankautomaten gehen, eine Zumutung.
Denn sie verpesten damit unsere und meine Umwelt. Die Umwelt gehört nicht allein denjenigen, die sie verpesten. Sie gehört allen und jedem ein Stück weit. Damit ist das laufen lassen des Motors ein echter Angriff auf unser und speziell mein Wohlergehen.
Dieser gedankenlose Banause verpestet also nicht irgendwas, was mich nichts angeht. Er verpestet unsere und meine Welt.
Das muss man sich bewußt machen!
Wenn er schon so blöde ist, und sich keine Gedanken um sein eigenes oder das Wohlergehen seiner Nachkommen macht, was bereits nicht zu tolerieren ist, dann muss er sich dafür verantworten, die Umwelt seiner Mitmenschen zu verpesten!
Er verpestet nicht irgendwas abstraktes. Es ist ganz konkret meine und unser aller Luft, die verpestet wird!

Was mir zur Regierungszeit von Helmut Kohl einfällt

Helmut Kohl ist heute gestorben.
Ich weiß. Man soll nicht schlecht über Verstorbene sprechen.
Daher halte ich hier lediglich fest, was mir zu der Zeit einfällt, wo diese Person regiert hat und wie diese Ereignisse sich seinerzeit für mich ganz persönlich dargestellt haben.

  1. Helmut Kohl ist nicht regulär durch Wahlen an die Macht gekommen. So stellte es sich für mich seinerzeit dar. Ich war 13 Jahre alt.
    Er hat nur durch einen Trick Helmut Schmidt, der ihm -meiner Meinung nach- in mannigfaltiger Art und Weise bei weitem überlegen war, absetzen können.
  2. Zur Zeit, als die CDU mit Helmut Kohl an die Macht kam, war unsere Familie vom Sozialamt abhängig, weil meine Eltern sich haben scheiden lassen. Meine Mutter sagte damals: „Wenn die CDU an die Macht kommt, werden uns mit Sicherheit Leistungen gestrichen.“ Tatsächlich, wenn ich mich recht erinnere, gab es Kürzungen im Sozialsystem.
  3. Nach dem Fall der Mauer kamen sehr viele Menschen nach Deutschland, die vorher hier nicht gelebt haben. Viele dieser Menschen haben sehr schnell Häuser bauen können. Es gibt sogar halbe Siedlungen, wo sich diese Menschen Häuser gebaut haben. Während gleichzeitig im Sozialsystem Kürzungen vorgenommen worden sind. Das habe ich nie wirklich verstanden, wie man mit dem eigenen Volk derart umgehen kann.
  4. Als ich das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nachgemacht hatte und Bafög bezog, um über die Runden zu kommen, sah ich ein Interview im Fernsehen, wo Helmut Kohl von einer ‚Bringschuld‘ für Leute sprach, die Bafög bezogen. Anschließend fühlte ich mich schlecht und kam mir vor wie ein Sozial-Schmarotzer. Dabei hatte ich nur vor, mich weiter zu bilden und somit meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. Dazu nahm ich Rechte wahr, die dazu vom Staat geschaffen worden sind. Kohl (oder seine Experten-Mitarbeiter) hatte wohl dieses Grundprinzip nicht verstanden, dass es aus Sicht des Staates sehr viel lukrativer ist, Menschen zu unterstützen, die später potentiell mehr verdienen und somit mehr Steuern zahlen können als dass man gar nichts wieder bekommt. Zudem zahlen diese Leute einen Teil der geliehenen Mittel sogar wieder zurück. Selbst lebte Kohl von seinen Verdiensten wohl auch nicht so schlecht. Gelder, die von Steuerzahlern stammten. Ich glaube nicht, dass ihm jemand deshalb mal ein schlechtes Gewissen eingeredet hat.
  5. Zur vierten Bundestagswahl, bei der Kohl kandidierte, hatte jemand in Ibbenbüren auf ein Wahlplakat der CDU mit Kohl drauf ein Graffiti hinterlassen: „Unser dicker König“. Das fand ich lustig. Es repräsentierte die subjektiv wahrgenommene Unendlichkeit seiner Regierungszeit. Es stand auch für das Gefühl in der Bevölkerung der Stagnation und des puren Machtinteresses dieser Person, die einfach nie genug von Macht und Einfluss haben konnte und immer wieder kandidierte und immer wieder kandidierte und immer wieder kandidierte und immer wieder….
  6. Ich erinnere mich daran, dass die Wirtschaft in den 80er Jahren nie wirklich in Bedrängnis war bzw. es wirtschaftlich sehr gut ging. Dennoch wurden jedes Jahr 40-50 Milliarden DM an Schulden aufgenommen. Dabei gab es doch das Prinzip nach Keynes: In guten Jahren spart man. Das ersparte Geld setzt der Staat wieder in schlechten Jahren ein, um Arbeitsplätze zu sichern und die Wirtschaft zu unterstützen. Das hatte Kohl oder deren Wirtschaftsexperten wohl auch nie wirklich verstanden. Da kommt über einen so langen Zeitraum einiges an Milliarden an Schulden zusammen, was unter anderem zum immensen Schuldenberg geführt hat, den wir heute noch abtragen müssen. Besten Dank auch.
  7. Nach der Parteispendenaffäre sah ich eine Diskussionsrunde, wo jemand zugegen war, der Mitglied der Kommission war, die diese Affäre untersuchen sollte. Dieser Mann war selbst Mitglied der CDU. Er äußerte sich empört und sprach von erschreckenden Verhältnissen innerhalb der CDU. Als Beauftragte PCs der CDU sicherstellen sollten, waren diese verschwunden oder zerstört und Belege vernichtet worden oder ähnliches, genau erinnere ich mich nicht mehr an die Einzelheiten dieses Zeugen. Das ist nur das, woran ich mich erinnere.