Umweltzerstörung: Wen wird man eines Tages zur Rechenschaft ziehen können?

Ganz klar, macht man sich die massive Umweltzerstörung mit allen Facetten in der heutigen Zeit bewußt, ist es zum Verzweifeln. Es staut sich auch Wut darüber, dass nichts geschieht. Dass die Zukunft unserer Kinder vernichtet wird, im Grunde nur deshalb, um den Wohlstand und den Reichtum einiger weniger zu sichern und auszubauen.
Ob dieser Ohnmacht und Wut, habe ich mich gefragt, wie es sein wird in etwa 100-200 Jahren? Werden die Generationen zurück schauen und ebenfalls wütend darüber sein, dass heute nichts dagegen unternommen wurde? Wird man sich fragen, wen man zur Rechenschaft ziehen können wird?
Ich hatte mir überlegt, dass es in der Politik sicherlich schwierig sein wird, jemanden heran zu ziehen.
Sicherlich werden sich die Politiker damit heraus reden, dass sie innerhalb der im Verhältnis kurzen Regierungszeiten ‚alles dafür getan haben, dass dem Umweltschutz genüge getan wird‘.
Außerdem werden es die Nachkommen sein und die heutigen Politiker, die tatenlos dem Lobbyeismus anheim fallen oder aus Bequemlichkeit oder anderweitig gearteten Gründen nichts unternehmen, werden dann nicht mehr greifbar sein.

In einem interessanten Gespräch mit einem Freund ergab sich hinsichtlich dieser Personengruppen das gleiche ernüchternde Ergebnis. Doch er hatte einen anderen Gedanken. Er meinte, dass man auf jeden Fall die Wissenschaftler zur Rechenschaft ziehen können wird. Denn wenn es jemand gewußt hat, dann sie.
Ich finde, er hat damit absolut Recht.

Gleichsam möchte ich nicht ausschließen, dass die folgenden Generationen kein Interesse daran haben könnten, jemanden zur Rechenschaft zu ziehen.
Aber wenn, könnte dieser Personenkreis sicherlich zu jenen gehören, die im Fadenkreuz sein werden. Und das zu Recht, denn aus Kreisen der Wissenschaft kommt so nun mal ebenfalls kaum etwas. Jedenfalls habe ich in den Medien noch nie etwas davon gehört, dass Kreise der Wissenschaft sich über die Vernichtung der Umwelt oder der Lebensgrundlagen der kommenden Generationen empören oder dagegen etwas aktiv unternehmen. Ist ja auch klar, denn sie sind Teil des Systems und möchten natürlich nicht ihren Job oder die eigene Lebensgrundlage verlieren.

Wie kläglich und durchschaubar das gesamte ‚System Mensch‘ doch ist.

Unser Gesundheitssystem, oder: Wenn ich zum Wutbürger werde

Puh…ich glaube, ich brauche mal einen Blog-Beitrag, in dem ich mich mal richtig auskotzen kann.
Über das Gesundheitssystem, denn es ist derart marode, dass es zum Himmel schreit!
Ich weiß wovon ich schreibe, denn ich bin in den letzten Jahren äußerst oft bei Ärzten und in Krankenhäusern gewesen. Das hat mit persönlichen Zusammenhängen zu tun, Verwandte und Bekannte, die krank sind bzw. waren.
Was ich in diversen Krankenhäusern erlebt habe, spottet jeder Beschreibung!
Es zeugt von menschenunwürdigen und würdelosen Verhältnissen, die ich nicht länger hinnehmen möchte.
Ein Grund mit, weshalb ich diesen Beitrag schreibe bzw. mich mittlerweile gezwungen fühle, ihn zu schreiben.
Denn so kann es in Deutschland nicht mehr weiter gehen.
Klar, ich könnte jetzt einen Roman darüber verfassen, was ich erlebt habe.
Hier ein kleiner Abriss:

1. Mit Verdacht auf Schlaganfall ohne Betreuung lange Zeit allein gelassen
Mit Symptomen eine Schlaganfalls (Schwindel, Übelkeit, fehlendes Erinnerungsvermögen, Bewußtlosigkeit) wird eine Patientin in ein Krankenhaus eingeliefert. Dort wird sie mehr als eine Stunde in einen großen Raum mit weiteren kürzlich eingelieferten Patienten geschoben und sich selbst überlassen! Es gibt nur eine Person, die in der Nähe ist und vor einem PC sitzt und anscheinend völlig unbeeindruckt Verwaltungskram erledigt. Es wird weder durchgegangen und nach den Patienten geschaut noch irgendwie auf diese geachtet. Die Patientin kommt nach einiger Zeit gewissermaßen wieder zu sich. Ihr ist kalt. Niemand schaut nach ihr. Nachdem sie sich wieder sammeln konnte, zieht sie sich an. Die Person am Rechner unternimmt nichts, schaut nicht mal danach. Die Patientin verlässt das Krankenhaus. Erst jetzt wird eine Krankenschwester darauf aufmerksam. Es kommt zu einem kleinen Tumult/Wortgefecht, wo ich zugegen war und wir uns über diese Zustände aufregen und beschweren. Jetzt kommt eine Ärztin hinzu, die anscheinend aufgrund der Lautstärke Wind bekommen hatte und versucht uns zu beruhigen. Ich hatte den Eindruck, dass das Personal völlig überfordert und hoffnungslos unterbesetzt war. Ich finde diese Zusammenhänge unverantworlich und fahrlässig! In meiner Hilflosigkeit ob dieser unsagbaren Situation wäre ich fast handgreiflich geworden, wozu noch das freche und provokative Verhalten der Krankenschwester beigetragen hat. Man kann diese Situation nicht nachvollziehen, wenn man das nicht selbst erlebt hat. Es ist einfach nur zum verzweifeln.

2. Die Kur bzw. Reha
Was früher eine Kur war, nennt man heute Reha. Ich habe mich erst über diese Wortspielerei amüsiert. Aber mittlerweile weiß ich weshalb das so ist. Denn eine Reha ist knallhart danach ausgerichtet, dass man wieder fit für den Beruf gemacht wird, koste es was es wolle! Es ist nichts menschliches dabei, es geht nur um die Kohle. Selbst wenn jemand mit dem massiven Programm, das man während einer Reha ausführen soll, völlig überfordert ist und zusammenbricht! Eine Patientin mit einer unheilbaren chronischen neuronalen Erkrankung wird aufgefordert, morgens um 7 Uhr Nordic Walking im Winter zu machen. Unverantwortlich. Das Programm geht von morgens 7 Uhr bis spät Nachmittags. Veranstaltungen sind terminlich so gelegt, dass man es gerade so schafft, von einer Veranstaltung zur anderen zu gelangen. Wie auf einem Bahnhof, wo man den Anschlusszug nicht verpassen darf. Wenn man Veranstaltungen nicht machen möchte, weil man schlicht dazu nicht in der Lage ist, muss man sich rechtfertigen. Und Reha als solches. Reha-Maßnahmen werden vom Träger wie die Rentenversicherung finanziert. Sie sind weiterhin dazu da, die Berufsfähigkeit festzustellen. Man kann sich nun vorstellen, dass wenn eine Klinik z.B. von der Rentenversicherung abhängig ist, dass diese natürlich nicht alle Patienten ‚kaputt schreibt‘ im Sinne von wenige oder keine Stunden Arbeitsfähigkeit bescheinigt. Ein absoluter Mega-Skandal! Denn so verlassen unzählige Patienten die Reha-Klinik und müssen arbeiten gehen, obwohl sie es nicht mehr können.

3. Auszubildende im zweiten Lehrjahr hat Professor noch nicht gesehen, da auf Station für Privat-Patienten
Während eines Aufhaltes haben wir eine Pause auf einem Balkon gehalten und uns mit einer Auszubildenden unterhalten. Sie sagte, sie sei im zweiten Lehrjahr und habe den für die Station zuständigen Professor bislang nicht ein einziges Mal gesehen. Er sei immer im Klinik-Abschnitt für die Privat-Patienten. Ungeheuerlich! Hurra, es lebe die Zweiklassen-Medizin!

4. Papierkorb klebt auf Zimmerboden fest
In einem Fall war ich zu Besuch in einem Osnabrücker Krankenhaus. Der Boden des Zimmers sah recht ungepflegt aus zumindest seit Jahrzehnten nicht überholt. Eine Patientin sagte, der Papierkorb klebe förmlich auf dem Boden fest, denn es würde nicht richtig sauber gemacht.

5. Patientin mit halbseitiger Lähmung wird nicht von Toilette abgeholt
Es ist kaum zu beschreiben, wie unsäglich und unwürdig Zustände in deutschen Krankenhäusern sein können. Hier handelte es sich um eine halbseitig gelähmte Patientin, die zur Toilette musste und daher klingelte. Es kam keine Schwester! Erst nachdem wir uns beschwert hatten, es waren mittlerweile mindestens 20 Minuten vergangen, kam jemand. Doch damit nicht genug. Die Patientin war natürlich irgendwann fertig und klingelte von der Toilette aus, damit man sie abholen möge. Doch wieder kam niemand. Ich glaube, die Patientin verharrte so gefühlt nochmal 20-30 Minuten, bis sich eine Schwester gewissermaßen ‚erbarmte‘, die Patientin von der Toilette zu holen.

6. Angehörige und Patienten machen den Job der Schwestern und Pfleger
Der Aufenthalt unter 5. war für mich der schlimmste, den ich als Angehöriger erleben musste. Es waren unsägliche Zustände in diesem Krankenhaus. Es kam fast nie eine Schwester, egal wann und wie oft man klingelte. Da es sich um ein Vierbett-Zimmer handelte, war die Luft schnell verbraucht. Alle Patienten kamen überein, dass das Fenster ab und an mal geöffnet werden könnte, damit etwas frische Luft in den Raum kommt. Doch da selten jemand kam, haben dies die Angehörigen gemacht sowie weitere Tätigkeiten wie Dinge holen, Türen aufmachen, Jacken und Kleidung wegpacken, Patienten aufrichten usw. usf. Es war der Horror, dies mit anzusehen. Da meine Angehörige die einzige war, die sich auf den Beinen halten konnte, hatte sie die meiste Zeit für frische Luft gesorgt. Als ich meine Angehörige aus dem Krankenhaus abholte, da sie entlassen wurde, fragte eine Dame, die im Rollstuhl saß: Wer macht uns denn jetzt das Fenster auf?

Ich könnte noch zahlreiche weitere Punkte festhalten, die ich erlebt habe. Doch das würde wohl zu viel für diesen Beitrag werden.
Ich denke, es wird wohl extrem deutlich, dass es in Deutschland mit der gesundheitlichen Versorgung, wenn man es so noch bezeichnen mag, auf jeden Fall so nicht mehr weiter geht!

Ich fordere die Politik auf, diese Zustände umgehend und dringend zu beseitigen!
Ich werde meine nächste Wahl nach diesen (und natürlich nach zahlreichen weiteren) Aspekten ausrichten und möchte alle Leser dazu animieren, es ebenso zu halten.
Ich werde mich in nächster Zukunft mit den Parteiprogrammen der diversen Parteien auseinandersetzen und weiter berichten, welche Partei denn vor diesem Hintergrund überhaupt in Frage kommt.

Der Traum: Der kleine Bruder des Todes?

Nun begab ich mich seit mehreren Jahrzehnten erneut auf die Recherche im Netz, um herauszufinden, ob die Wissenschaft mittlerweile eine Erklärung für das Phänomen des Traumes gefunden hat.
Um es kurz zu machen: Es gibt keine eindeutige und unstrittige Erklärung für das Träumen. Oder überhaupt den Schlaf als solches.
Das ist doch erstaunlich. Da fliegt der Mensch zum Mond, gründet Städte, in denen mehrer Millionen Menschen leben oder baut nicht so lustige Bomben, die mal eben eine ebenso gewaltige Zahl an Menschen mit einem Schlag auslöschen könnten.

Aber für so einfache und tägliche Ereignisse wie den Traum hat die Wissenschaft keine Erklärung. Irgendwie schwach, wie ich finde. Aber vieleicht auch nicht sonderlich überraschend. Kann es sein, dass der Wissenschaft etwas entgeht?
Dass ihre Sicht der Dinge in der Natur falsch oder zumindest unvollständig ist?

Ich maße mir dementsprechend natürlich auch nicht an, eine Antwort darauf zu haben. Doch wenn man sich der Sache allein auf Grundlage der einfachen Beobachtung nähert und Zusammenhänge in Erwägung zieht, die auch mal ein bischen, aus Sicht der nüchternen Wissenschaftler, fantastisch sein können, kommt man auf einfache Rückschlüsse.
Diese erklären natürlich das Phänomen nicht, aber sie sind zumindest ganz interessant.

Ich versuche mir meine Träume seit min. 35 Jahren zu merken oder zumindest auf sie zu achten. Eine Empfindlichkeit ihnen gegenüber zu entwickeln und sie, im krassen Gegensatz dazu, nicht einfach als ‚Spinnerei‘ zu ignorieren oder sie abzutun.

Neulich, nachdem ich wieder einige Träume hatte, war ich auf den Gedanken gekommen, dass in der Mehrzahl das Ich, das den Traum erlebt, sich meist in einer -aus der Sicht des Alltagsbewußtseins- etwas unglücklichen oder passiven Lage befindet.
Meist ist es so, dass man in eine Szene hineingeworfen wird bzw. die Szene spielt sich vor einem ab, ohne dass man großen Einfluss darauf hätte. Deshalb wundert man sich am darauffolgenden Tag, ‚was man da wieder geträumt hatte‘.

Es ist ja schließlich nicht so, dass man vorher das Szenario aktiv zusammenstellt oder gar danach gefragt wird. Zumindest kommt es einen nicht so vor.
Das Ich, oder ist es das Bewußtsein?, befindet sich einfach in der Szene. Punkt. Und muss damit klar kommen. Die Handlungen eines Traumes spielen sich vor einem ab. Als Beobachter reagiert man meist nur wie passiv auf das, was geschieht. Deshalb habe ich auch oft Angst vor dem, was in einem Traum geschieht. Ich habe schon oft versucht, mit dem Gedanken schlafen zu gehen, dass ich versuchen werde, mit meiner Einflussnahme im Traum, also im Traum, bewußt zu werden.
Quasi, dass ich mir beispielsweise im Traum des Traumes bewußt werde und z.B. derart reagiere, dass ich dann im Traum denke: „Hey, das ist alles nicht gruselig oder schlimm. Mir kann nichts passieren, weil das alles nur ein Traum und somit virtuell ist.“ Doch das war mir bisher niemals wirklich gelungen. Ich fühle mich als passiver Beobachter, oder, wie es die jüngeren vielleicht ausdrücken würden, man kommt sich vor wie ‚ein Opfer‘.

Ich finde, diese Erkenntnis ist bereits sehr interessant. Wieso ist das so und was könnte zu dieser Passivität führen?

Ich hatte darauf eine Idee, die mich seitdem nicht mehr los lässt.
Im Schlaf, wozu dieser letztlich auch gut sein mag, man weiß es schließlich nicht, ruht der Körper. Die Körperfunktionen sind auf ein Minimum reduziert. Was wäre, wenn das Diesseits-Bewußtsein, welches ebenfalls im Körper als eine Art Logikeinheit existiert, ebenfalls ruht?
Was ist eine Logikeinheit? Ich könnte mir denken, dass alles, was uns dabei hilft, in unserer Realität gut klar zu kommen, in unserem Gehirn gespeichert oder über dieses errechnet wird. Einfach, weil es schneller und effektiver ist.
Während unserer gesamten Existenz, beginnend bei der Geburt, sammeln wir Erfahrungen, was unsere Umwelt betrifft.
Woraus setzt sich unsere Umwelt zusammen? Welche Gesetze gibt es in unserer Welt? Worauf muss ich achten, um zu überleben? Was ergibt 1+1? Wie weit ist es vor hier nach dort? Wie weit ist ein Meter?
Also, alle logischen Zusammenhänge unserer Welt bzw. Realität könnten in einer Art rationalen Einheit, bei welchem das Gehirn eine Rolle spielt, beheimatet sein.

Wenn wir nun schlafen, fahren die organischen Systeme herunter, wie gesagt, weshalb auch immer.
Somit würde auch die Rationalität herunter fahren, da unser Gehirn ebenfalls in der Tätigkeit herunter fährt.

Im Schlaf erleben wir irgendwelche Szenen, wie und weshalb ist unbekannt. Aber unser Ich oder ein anderweitig geartetes Bewußtsein, erlebt ja diese Szenen.
Da unsere Logikeinheit, also unser Gehirn, heruntergefahren oder zumindest nur minimal aktiv ist, können wir dies nicht abrufen und können nur emotional aktiv sein. Daher fehlt uns alles, was sich rational im Traum verhalten könnte bzw. was es uns erlauben würde, den Traum rational wahr zu nehmen und vielleicht sogar zu ergründen.
Somit stehen wir ohne Logik und Ratio dar und sind vielfach beherrscht von Emotionen, haben Angst, was geschieht oder wozu sich eine Person gleich verwandeln wird oder etwas in der Art.
Wir können keinen Einfluss nehmen, weil wir uns im Traum rational nicht bewußt sind, obgleich es noch eine Instanz gibt, die den Traum wahrnimmt.

Auf jeden Fall können diese Beobachtungen deutlich aufzeigen, dass die menschliche Existenz, auch und insbesondere die geistige Existenz eines Menschen, nicht so einfach zu erklären ist wie es die Wissenschaft gerne macht.
‚Der Mensch ist nur eine Maschine, wenn auch eine recht komplexe‘. Das ist natürlich völliger Mumpitz und zeugt von deutlicher Ignoranz. Aber wieso sollte man sich auch mit etwas befassen, wenn es meiner Karriere, meinem Profit nicht förderlich ist oder gar mein Verständnis übersteigt?

Ich finde, wennn man sich der Sache einmal ganz sachlich nähert, ist auf jeden Fall die Aussage gesichert, dass der Mensch nicht einfach eine Maschine ist. Der Geist und das Bewußtsein sind ganz ausdrücklich vielschichtig, wie die o.g. Beobachtungen aufzeigen!

Wir sollten uns nicht einfach wie biologische Maschinen betrachten, denn das sind wir nicht.
Schon allein der Vergleich Maschine und Mensch zeigt schon die Ignoranz und Kurzsichtigkeit auf. Diese Elemente können nicht verglichen werden und schließen sich eigentlich gegenseitig aus.

Die Idee, die ich oben hatte, kratzt dabei lediglich am Gesamt-Phänomen des Träumens an sich.
Es wäre eine Bereicherung für die gesamte Menschheit, wenn man das Phänomen Traum in seiner Bedeutung ergründen würde.
Es würde sicherlich mehr dazu beitragen, dass wir verstehen, wer wir sind, als alles vernichtende Waffen zu bauen oder diesen Planeten mit aller Gewalt zu vernichten.

Wenn an diesem Gedanken etwas dran ist, dass die Rationalität überwiegend im Gehirn oder über das Gehirn stattfindet, was geschieht, wenn unser Körper stirbt? Existiert dann der Rest unseres Geistes oder unserer Identität weiter wie im Traum bloß ohne die auf unsere Realität spezifisch erstellte und gespeicherte Rationalität? Und begeben wir uns einfach mit dem Rest unserer geistige Existenz in eine andere Realität, die bereits immer und stetig neben unserer Realität Bestand hatte?
Ist der Traum eine Art Erlebnis- oder Beschäftigungs-Park für unser Bewußtsein, das schließlich nicht ruhen muss, weil es keine Zeit gibt in der Welt oder Realität, in der es beheimatet ist? Im Gegensatz zu unserer Realität, die bestimmt ist von den Gesetzmäßigkeiten wie die Zeit?

Bewußtsein: Was wußte Jesus Christus?

In meinem Beitrag ‚Die Henne oder das Ei‚ habe ich das Gedankenspiel in den Raum geworfen, dass es möglich sein könnte, dass es ein Bewußtsein außerhalb der biologischen Existenz gibt bzw. dass es das Bewußtsein vor der biologischen Existenz gab.

Da die Naturwissenschaften bisher die Quelle und die Funktionsweise des Bewußtseins nicht in aller Gänze erklären können, hatte ich schon immer gedacht, dass es lohnenswert sein könnte, nach Indizien, Erklärungen oder Ideen von bedeutenden Personen der Vergangenheit Ausschau zu halten.

Ich meine damit Personen, die derart bedeutend sind und mit einem geistigen Anspruch, dass die Menschheitsgeschichte von ihnen maßgeblich beeinflusst worden ist.
So jemand ist beispielsweise Jesus Christus.

Ich fragte mich, dass doch jemand wie Christus ein weitreichendes Verständnis von der Welt als solches gehabt haben muss, schließlich wird er von vielen Menschen als Sohn Gottes oder Messias bezeichnet. Bei anderen Religionen außerhalb des Christentums ist er zumindest als bedeutender Prophet bekannt.
Also, definitiv und potentiell jemand, von dem man annehmen müßte, dass er mehr über den Menschen und die Welt weiß als vielleicht andere.
Wenn denn schon nicht der Sohn Gottes weiß, was es mit der Welt und respektive mit dem Bewußtsein auf sich hat, wer eigentlich dann?

Im Thomas-Evangelium bin ich dann auf folgende, wie ich finde, interessante Zeilen gestoßen:

„Jesus sprach: Wenn das Fleisch wegen der Seele entstand, so ist das ein Wunder. Aber wenn die Seele wegen des Leibes entstanden ist, so ist das ein Wunder der Wunder. Aber ich, ich wundere mich darüber, wie sich dieser große Reichtum in dieser Armut niedergelassen hat. „

Wenn ich nur die ersten beiden Sätze betrachte und ‚Seele‘ gegen ‚Bewußtsein‘ ersetze, komme ich zum Schluß, dass Jesus auf die Frage, ob erst das Bewußtsein existierte und dann das Fleisch, also die biologische Existenz, oder umgekehrt, keine konkrete Antwort gibt. Zumindest, wenn ich es wörtlich deute.
Er stellt ja nicht heraus, dass es schlußendlich so oder so ist, sondern er bietet beide Varianten an, ohne eine Festlegung.

Ich habe mir erlaubt, es ein wenig anders zu übersetzen:
1. Aussage: Es gab erst das Bewußtsein und es entwickelte sich dann das Fleisch (biologische Existenz)
Wenn das Fleisch wegen des Bewußtseins entstand, dann ist das ein Wunder.
2. Aussage: Das Bewußtsein resultiert aus der biologischen Existenz, ist also z.B. eine Funktion des Gehirns
Wenn allerdings das Bewußtsein aus dem Fleisch hervorgegangen ist, ist das ein noch größeres Wunder.

Man könnte das dann bestenfalls so deuten, dass Jesus der Idee, dass das Bewußtsein vorher existiert, den Vorrang gibt, da es ‚nur ein Wunder wäre‘, während die andere Variante ein noch größeres Wunder, also unwahrscheinlicher? wäre?

Im Grunde empfinde ich es als mühselig und fehleranfällig, nun irgendwelche Interpretationen davon auszuarbeiten, die dann in irgendwie weit her geholte Aussagen münden.

Fakt ist, dass Jesus keine definitive Aussage, mit der man konkret etwas anfangen könnte, gemacht hat.
Somit könnte ich annehmen, dass er es schlicht nicht wußte und beide Möglichkeiten einfach in den Raum gestellt hat.

Als einfache Milchmädchen-Logik könnte ich nun versucht sein zu fragen: Wenn selbst der Sohn Gottes es nicht wußte, oder zumindest nicht konkretisieren wollte, wie kommen wir dann auf ein Ergebnis hinsichtlich dieser Frage? Und wird die Naturwissenschaft das Wesen des Bewußtseins jemals ergründen können?

Bewußtsein: Was war zuerst, die Henne oder das Ei?

Was war zuerst: Die Henne oder das Ei?
Das Bewußtsein oder das Leben?
Seltsame Frage. Doch ist das denkbar?
Zumindest kann die Wissenschaft das Wesen des Bewußtseins bisher nicht deuten, demnach ist es zumindest möglich. Oder nicht unmöglich.

Diese Frage teilt die Lager in ‚Wissenschaft‘ und ‚Glaube‘.

Ob es ein Bewußtsein außerhalb der biologischen Existenz gibt, kann nach heutigem Kenntnisstand nur geglaubt werden. Es ließe sich weder messen noch beweisen. Zumindest noch nicht.

Doch was würde das bedeuten, dass es ein Bewußtsein außerhalb der biologischen Existenz gibt?

Auf uns Menschen bezogen würde es bedeuten, dass unser Bewußtsein nicht eine Funktion des Gehirns ist, sondern ‚von außen kommt‘ und vielleicht nur in unserem Körper ‚wohnt‘.

Das Bewußtsein wäre vielleicht eine Funktion oder Eigenschaft der Materie als solches. Denn es wäre seit Anbeginn da gewesen.
Bereits bevor das Leben begann. Eben, seitdem es Materie gibt (oder vielleicht sogar noch davor). Denn letztlich besteht unser Körper nur aus der Materie, die wir sowieso auf unserem Planeten überall vorfinden. Betrachtet man unseren Körper als reinen Materiehaufen, ist es schon erstaunlich, dass sich überhaupt so etwas wie Leben entwickelt hat.
Wieso bildet sich Materie zu einer bestimmten, hoch komplexen Form, läuft umher und stellt Fragen?

Bleiben wir bei der unvoreingenommenen, neutralen und objektiven Betrachtungsweise, wie es die Wissenschaft vertritt, so ist der rein materielle Unterschied zwischen mir und einem Berg nicht so besonders groß. Der augenscheinlichste Unterschied ist wohl der, dass ich mich aktiv fort bewege, während der Berg an seiner Stelle verharrt, wenn er nicht durch geologische Prozesse indirekt und passiv irgendwohin bewegt wird.

Demnach kann man die Aussage treffen, dass all diese Eigenschaften, die das Leben auszeichnet, Charakteristika der Materie sein müssen, denn wir bestehen letztlich nur aus Materie (laut Wissenschaft).

Und hier sind wir bereits bei den Schwierigkeiten, die sowohl der Glaube als auch die Wissenschaft haben.

Der Glaube ist Glaube, weil die Ideen oder Behauptungen nicht bewiesen werden können.
Die Wissenschaft hat eine eingeschränkte Sichtweise, denn sie erforscht nur das, was materiell bereits vorhanden ist.
Sie kann nicht messen, was gegebenenfalls außerhalb unserer Welt existiert, einfach weil es nicht in Erscheinung tritt.

Beipiel: Wenn Lara Croft herausfinden wollte, woraus ihre Welt besteht, würde sie an einem bestimmten Punkt scheitern.
Vielleicht würde sie, wie es in Teilchenbeschleunigern gemacht wird, ihre ‚Materie‘ immer weiter aufspalten und letztlich feststellen, dass ihre Welt aus Nullen und Einsen besteht, sofern sie denn soweit kommen würde.
Das wäre dann das Äquivalent zu Bosonen und Fermionen, um nur einige zu nennen.
Dann würde sie versuchen, aus dem Verhalten und den Eigenschaften der Nullen und Einsen auf das Zustandekommen ihrer Welt zu schließen. Vielleicht würde sie eines Tages herausfinden, dass die Nullen und Einsen irgendwo her kommen und nach einem bestimmten Schema ‚in Erscheinung treten‘.
Doch würde sie jemals den Prozessor erkennen können oder gar den sie steuernden Menschen? Schwer vorstellbar.

Ein weiteres Beispiel für die Basis der Naturwissenschaft kann ein Eimer Lego-Steine sein, der ausgeschüttet wird.
Es gibt einen Haufen voller ungeordneter Steine und einige Gebilde wie Häuser und Figuren.
Ebenso wie beim Beispiel mit Lara Croft, ein gewisses Maß an Eigenintelligenz vorausgesetzt, würden die Lego-Figuren vielleicht irgendwann beginnen, das Wesen ihrer Welt zu erforschen.

Vielleicht würden sie eines Tages feststellen, dass die Lego-Welt ab einem gewissen Zeitpunkt ‚einfach da war‘.
Der Stoff ihrer Welt ist Kunststoff, was die Figuren jedoch wohl so nicht bezeichnen würden.
Es ist klar, die Wissenschaftler der Lego-Figuren können nur das erforschen, was es in dieser Welt gibt, eben die Lego-Steine (=Elementarteilchen).
Um auf uns zurück zu kommen, etwaige Mechanismen außerhalb unserer Welt, die jedoch ursprünglich für diese oder sogar bestimmend sind, kann die Naturwissenschaft ’naturgemäß‘, oder zumindest nach diesem Gedankenspiel, nicht erkennen.

Da bleibt die Frage, welcher Weg für den Menschen gut ist (oder ist es gar keiner dieser Wege?): Der Glaube mit seinen unbeweisbaren Ideen, was dem Menschen niemals die Befriedigung des sicheren Wissens bringen wird, oder die Wissenschaft, die die Welt sehr wahrscheinlich niemals vollständig erklären können wird?

Extremes Klima, extreme Ignoranz in den Nachrichten

Unser Wald Ueberschwemmung-640x479 in Extremes Klima, extreme Ignoranz in den NachrichtenMeiner Empfindung nach, spielt das Wetter in immer kürzeren Abständen verrückt. Ganz besonders im Sommer 2015 war dies beinahe täglich spürbar.
Im Mai war es außergewöhnlich kühl. Dann täglich wechselhaftes Wetter. Im Juli dann der Hitze-Schock: 39 °C war keine Seltenheit.
Das ging dann ein paar Tage so und wieder leicht kühler.
Der Sturm Zeljko im Juli wirbelte alles ziemlich durcheinander, was man auf dem zweiten Bild in diesem Beitrag sehen kann. Der ganze Waldboden war voller Blätter und Äste.

Dann gab es noch am 16. August Unwetter mit kräftigen Regenfällen, so dass das Bächlein in unserem Wald den selbigen in großen Teilen überschwemmte, siehe Foto links.

 

Unser Wald Sturm-480x640 in Extremes Klima, extreme Ignoranz in den NachrichtenSowieso beschleicht mich das Gefühl, dass sich das Klima rasant verschlechtert.
Doch eigentlich habe ich dieses Gefühl bereits seit 20 Jahren. Daher gehe ich nun von einer Realität aus. Man kann eine Weile den positiven Stimmen vertrauen: „Das ist normal und das gab es schon immer“. Doch nach zwei Jahrzehnten Beobachtungen und dann diese Zuspitzung in den letzten Jahren, da kann ich das nicht mehr glauben. Denn schließlich habe ich auch schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel und mittlerweile meine eigenen Erfahrungen. Wenn man ehrlich ist, vernimmt man auch keine Stimmen des Zweifels mehr, insbesondere nicht von Seiten der allseits gelobten Wissenschaft.

Schlimm genug, diese Einsicht, dass das Klima durch Menschhand chaotischer wird. Doch sind wir uns eigentlich darüber bewußt, dass sich dieses Rad nicht einfach wieder zurück drehen läßt, dass es real auch nicht wieder zu stoppen sein wird, dass sich die Spirale immer schneller und extremer drehen wird?

Wenn ich dann aus unserem Wald komme und die Nachwirkungen der Stürme oder Regenfälle beobachtet habe, wundert es mich schon, dass in der Tagesschau immer nur die gleichen, gebetsmühlenartigen Nachrichten kommen: Griechenlandkrise, Griechenlandkrise, Griechenlandkrise.

Um mich herum geht gefühlt ‚die Welt unter‘, doch den Nachrichten fällt nichts besseres ein, als über die Griechenlandkrise zu berichten. Na toll.
Wieso ist das eigentlich so, dass die eigentlich dringlichen Probleme von den Nachrichten ignoriert werden? Sollen die Nachrichten beruhigen und uns mit Themen beschwichtigen, die im Vergleich unbedeutend sind? Denn wenn das Wetter immer schlimmer wird und unser Leben nachträglich verändern wird, welche Rolle spielt dann die Börse, Griechenland, China oder die FIFA?

Haben wir dieses Thema aus unserem Bewußtsein verdrängt, weil es sowieso keine Lösung gibt oder wir vor den Konsequenzen zurück schrecken, welche da wären, weniger Auto fahren, weniger Energie verschwenden, lieb gewonnene Bequemlichkeiten aufgeben, Abstriche im Luxus machen?

Um uns herum wird alles schlimmer und schlimmer. Doch uns fällt nicht besseres ein, als uns zu verstecken und zu hoffen, dass alles eines Tages weg sein wird und wohl nicht so schlimm wird, wie alle sagen.
Doch das wird es, darauf können wir uns verlassen. Wenn wir nicht unser Bewußtsein erweitern und unser Verhalten danach ausrichten, wird es uns nicht gut gehen in der Zukunft, so viel steht jetzt schonmal fest.

Gedanken zur Biologie von Nahtodeserfahrungen

Seit geraumer Zeit beschäftige ich mich mit dem Phänomen der Nahtodeserfahrung.
Aufgrund der Vielzahl an Berichten kann die Existenz dieses Phänomens als solches wohl kaum bezweifelt werden.

Da ich etliche Jahre Biologie studiert habe, stellt sich mir seit langem die Frage nach der biologischen Relevanz dieses Phänomens.

Wie wir aus der Natur bzw. Evolution wissen, hat alles einen Sinn. Dies und jenes hat sich entwickelt, damit diese und jene Spezies im allgemeinen Kampf ums Überleben erfolgreicher ist, wie Darwin es formulierte: ‚Survival of the fittest‘.

Dabei ist eine Kernaussage der Evolutionstheorie, dass das Individuum keine große Rolle spielt, wenn es denn nicht gerade der erstmalige Träger einer Erfolg versprechenden Mutation ist.

In diesem Zusammenhang ist eine Kernaussage bzw. Grundannahme der Naturwissenschaft, dass biologische Lebewesen im Grunde und eigentlich wie Maschinen ‚funktionieren‘. Energie rein, Leistung raus. Wenn kaputt, dann tot bzw. weg.
Zumindest wurde es mir während meines Studiums von den Dozenten derart vermittelt und das ist auch genau das, was ich allerorts lese.

Doch versuchte man, dieses Phänomen naturwissenschaftlich zu erklären, käme man an den nachfolgenden Fragen schlecht vorbei.

Die Frage ist also, machen Nahtodeserfahrungen biologisch Sinn?
Und wie steht es mit den Inhalten von Nahtodeserfahrungen? Welchen Sinn können sie ergeben aus Sicht der Biologie oder generell ‚mechanistisch‘ betrachtet?

Ich finde, dass wenn man annimmt, dass Nahtodeserfahrungen durch das Gehirn produziert werden, müssen diese beiden Fragen auch zwingend biologisch erklärbar sein!!

Für einen Naturwissenschaftler dürften Nahtodeserfahrungen eigentlich ein schönes Gebiet zur Erforschung sein. Denn sie laufen nach einem mehr oder weniger immer gleichen Schema ab.
(Wir nehmen die im Verhältnis wenigen Ausnahmen, bei denen einige Zeugen etwas anderes als das ‚übliche Grundschema‘ wahrgenommen haben, einmal aus)

Kurze Zusammenfassung: Nachdem rudimentäre Grundfunktionen des Körpers versagt haben (Herz steht, Blutkreislauf kommt zum Erliegen oder ähnliches), stellt der ‚Zeuge‘ fest, dass er sich nicht mehr in seinem Körper befindet. Einige Zeugen berichten, dass sie die Umgebung wahrnehmen und Geschehenisse im Raum beobachten können (z.B. an der Decke schwebend).
Später, oder auch sofort befinden sich die meisten in einem Tunnel an dessen Ende ein Licht glimmt auf das sie sich zu bewegen. Viele berichten, dass sie im Tunnel (oder auch später) Wesenheiten begegnen mit denen eine Kommunikation stattfindet. Viele berichten, dass sie verstorbene Verwandte und/oder Freunde treffen, die sie in Emfang nehmen. Oft wird der Ort ‚hinter dem Tunnel‘ als paradiesisch beschrieben. An diesem Ort spielt die Liebe eine alles bestimmende Rolle. Es gibt auch erstaunliche Berichte von Menschen (z.B. Anita Moorjani), die wahre Erkenntnisse an diesem Ort erlangt und somit ‚hinter die Kulissen geschaut‘ haben. Letztgenannte Person war schwer an Lymphdrüsenkrebs erkrankt, lag im Sterben und war nach ihrer Nahtodeserfahrung innerhalb weniger Wochen geheilt.

Natürlich habe ich das o.g. Schema hierfür nur kurz zusammengefasst, denn es gibt mannigfaltige Fascetten der einzelnen Begebenheiten.

Doch es geht mir darum, ob ein biologischer Sinn denkbar ist?

Der Naturwissenschaft zufolge, wird die Nahtodeserfahrung irgendwo im Gehirn stattfinden.
Welcher Zweck könnte darin bestehen, die o.g. Erlebnisse gewissermaßen oder geradezu wie einen Film ‚abzuspielen‘?
Ist es denkbar, dass es sich um eine Überlebensstrategie handelt?
Und wieso wählt das Gehirn dann diese Inhalte aus?
Kann man das überhaupt naturwissenschaftlich/biologisch erklären?

Ich empfinde es als extrem ungewöhnlich, dass das Gehirn in einer derartigen Extremsituation, denn etwas extremeres als die eigene Vernichtung ist wohl schwerlich denkbar, überhaupt Energie verschwendet, für einen ‚Film‘, den es abzuspulen gilt, damit der Geist, oder besser das Bewußtsein, irgendwie ‚beschäftigt‘ ist.
Das wirft bereits die nächste Frage auf, nach dem ‚wieso‘.
Aber bleiben wir bei der Energieverschwendung. In der Natur, aber gerade auch im biotischen Bereich, sollte es keine Energieverschwendung ohne Sinn und Zweck oder Ziel geben. Welches Ziel hat also die Nahtodeserfahrung und wieso verschwendet das Gehirn dafür seine schwindenden Energiereserven?
Wenn der Körper doch wie eine Maschine funktioniert, wäre es nicht sehr viel sinnvoller, einfach die Lichter auszuschalten und somit Energie zu sparen?

Stellen wir uns aber dennoch vor, das ‚Abspielen‘ der Nahtodeserfahrung hat einen wie auch immer gearteten Sinn für das Gehirn.
Die Frage, die mir dabei nicht aus dem Kopf geht ist, WEM spielt das Gehirn eine solche Welt (Nahtodeserfahrung) vor?
Es ist doch das Subjekt, das Ich, das diese Erfahrung macht. Aber bin ich nicht ich?
Oder ist das Gehirn nicht ich?
Demnach kann dies also bereits als Indiz dafür gelten, dass es ein ‚Etwas‘, ein ‚Ich‘ oder ‚Es‘ gibt, das neben dem Gehirn aber im Gehirn (er)lebt.
Den naturwissenschaftlichen Weg weiter gedacht, macht das Gehirn etwas, generiert eine Nahtodeserfahrung, weshalb auch immer, und stellt dies dem ‚Ich‘ zur Verfügung, das neben ihm im Gehirn lebt?
Denn wenn die Produktion der Nahtodeserfahrung, etwa wie ein Film, vom Gehirn hergestellt wird, muss dies ja auch ‚mir‘, also dem Bewußtsein?, vorgespielt werden. Es muss dann ja zwei Komponenten geben. Den einen, der den Film ‚produziert‘, also das Gehirn und den anderen, der ihn anschaut bzw. dem es vorgespielt wird.
Also, das Bewußtsein als eigenständige Instanz im Gehirn?
Ist das vielleicht bereits ein Indiz dafür, dass das Bewußtsein unabhängig von den Hirnfunktionen sein kann?
Das finde ich sehr interessant.

Fassen wir nochmal den naturwissenschaftlichen Weg der Erklärung zusammen. Der Körper ist letztlich nichts weiter als eine Maschine, zwar eine recht komplexe Maschine, aber letztlich kann man alles auf die mechanistische Weise herleiten. Das Gehirn besteht aus Milliarden Zellen, die wiederum miteinander verknüpft sind, was Myriaden Verbindungen ergibt.

In diesem Geflecht von Milliarden Hirnzellen entwickelt sich so etwas wie das Bewußtsein, als die Maschine erkennt sich selbst als existent und nimmt seine Umwelt, deren Auswirkungen ständig in Millionen Sinnesempfindungen, die auf das Hirn einprasseln, wahr. Es entwickelt sich also ein ‚Ich‘ oder ‚Es‘, das sozusagen und weit hergeholt im Gehirn ‚lebt‘ bzw. auch vom Gehirn produziert wird? Wenn die Maschine ‚kaputt geht‘ respektive im Begriff ist zu sterben oder ‚unter zu gehen‘, gibt es noch dieses ‚Es‘, also das Bewußtsein, welches im Hirn -auf irgendeine Weise und an einem unbestimmten Ort- existiert. Nun, da der Körper untergeht, also stirbt, spielt das Gehirn seinem ‚Es‘ eine heile Welt voll Liebe vor und verschwendet somit einen beachtlichen Betrag an Energie.
Einmal davon abgesehen, das ich die zuletzt genannten Zusammenhänge sehr obskur finde, obgleich dies die Auffassung der Naturwissenschaft sein dürfte, stellt sich mir die Frage nach dem:

Wieso?

Das einzige, was ich mir vorstellen könnte, wäre, dass es praktisch sein könnte, für den Fall, dass die Körperfunktionen aus irgendeinem Grund nun doch wieder funktionieren sollten, dass das Bewußtsein dann wieder ‚ganz das alte‘ ist und nicht (in der Zwischenzeit) bereits vor den mechanischen Körperfunktionen untergegangen ist?

Also, das alles stimmt mich fragend, wenn man so will. Kann man das so erklären?

Doch vielleicht helfen mir die Deutungen zu den Inhalten weiter.
Wieso sind die Inhalte fast immer die gleichen oder zumindest im Grundaufbau zu vergleichen?
Wenn doch alles nur eine Maschine ist, und demnach der darin befindliche Mensch/Ego/Bewußtsein lediglich aus physikalsichen Begebenheiten resultiert, wieso erleben manche Menschen nicht, dass sie sich beispielsweise eine super leckere Pizza genehmigen? Essen, als reine Notwendigkeit zum Überleben, sollte doch auf der Stufe der reinen Existenz angesiedelt sein.
Oder mit der Frau oder Mann ihrer Träume eine brauschende Nacht verbringen? Würde dieses Szenario nicht auch von der Extremsituation des Sterbens ablenken und befriedigen?
Ist es vielleicht doch nicht so einfach, den Menschen als Maschine zu betrachten?
Sicherlich gilt dies anscheinend wohl nicht für das Bewußtsein bzw. das innerste Ich oder ‚Es‘, denn das Szenario ist komplett anders.
Aber wieso?

Und dann gibt es inhaltlich noch eine markante Begebenheit, die nun wirklich etwas obskur ist.
Sehr viele Menschen, die eine Nahtodeserfahrung hatten, berichten davon, dass sie verstorbene Verwandte oder Bekannte getroffen haben, die mit ihnen kommunizierten.

Ich stelle mir auch immer die Frage, wieso fast immer nur verstorbene Verwandte/Bekannte angetroffen werden?

Wenn dies doch nichts anderes als ein Konstrukt des Gehirns ist, wieso wählt das Hirn dann (für seinen ‚Film‘ für das ‚Es‘) fast immer nur verstorbene Bekannte aus?
Wieso gehen nicht lebende Verwandte/Bekannte?
Wieso sollte das Gehirn danach auswählen?
Das finde ich doch mehr als schwer vorstellbar und eigentlich extrem ungewöhnlich, wenn man es so betrachtet.

Aufgrund der o.g. Gedankenkonstrukte kann ich mir es nicht vorstellen, dass das Phänomen der Nahtodeserfahrung als solches naturwissenschaftlich erklärbar ist. Auch nicht, wenn man jemals feststellt, wo im Gehirn das Phänomen auftritt.

Vor den o.g. Aspekten kann ich mir einzig eine anders geartete und vorallem schlüssige Erklärung dafür vorstellen.
Aber naturwissenschaftlich: No way.

Schmachten im gelben Möbelladen

Da waren wir wieder, ein Tag im gelben Möbelladen. Tatsächlich waren es wohl 2-3 Stunden, gefühlt eben (mindestens) ein Tag. Also, im Grunde wie immer wenn man dort ist. Doch heute ist Samstag direkt nach den Weihnachtsfeiertagen. Daher, so denke ich, wird das Geschäft recht leer sein, denn niemand hat nach der weihnachtlichen Materialschlacht noch Geld übrig. Doch das war wohl naiv gedacht, denn ein erster Blick auf den vorgelagerten Parkplatz läßt ahnen, dass man bereits froh sein kann, dass man überhaupt noch einen Parkplatz für sein Gefährt bekommt. Eine Sache, die ich wohl niemals verstehen werde. So kostspielig wie alle sagen, kann das Weihnachtsfest ja nicht sein, wenn noch derart viel Geld übrig ist, um nochmal eben ein paar Möbel zu kaufen.
Nachdem ich wider Erwarten dennoch einen Parkplatz ohne Androhung eines Rechtsstreites ergattern konnte, geht es hinein in die Höhle des Löwen bzw. Elches.
Und spätestens wenn man die Treppe zum Eingang hinauf schreitet, beschleicht einen das ungute Gefühl, dass man gleich wieder durch diese Möbelstrecke hindurch gedrückt wird, auf der einem auf der rechten und linken Seite die tollen Ideen zur Schau gestellt werden, die sich die kreativen Designer Lovlund und Ingmarson in Schweden ausgedacht haben.
Der Vorteil der Möbelstrecke: Man kann sich quasi nicht verlaufen.
Der Nachteil ist wohl der, dass man sich wie eine Art Vieh vorkommt, das einen abgesteckten Pfad entlang geführt wird.

Sowieso ist das gesamte Konzept aus Sicht des Konzernvorstandes perfekt. Es hat anscheinend mit ausgezeichneter Perfektion die Idee verfolgt, wie man mit so wenig Beschäftigten und noch weniger Aufwand wie möglich am meisten Umsatz generiert.

Zwar sieht man hier und da ein paar Beschäftigte herum laufen, doch haben Sie schon einmal nachgefragt? Entweder sind diese Mitarbeiter umzingelt von fragenden Kunden oder man bekommt lapidare Antworten. Und meistens wird man nur auf das Lager verwiesen, wo man sich alles selbst heraus ziehen kann. Sowieso steht meist alles nicht dort, wo man es vermutet. Ist man im Lager und findet etwas nicht, wird man auf den Platz in der Fläche verwiesen. Dann muss man den ganzen Wanderpfad entgegen dem Strom nochmal abwandern.

Raucher haben es besonders schwer. Ziemlich genau zur Hälfte des Geschäftes befindet sich das Restaurant. Bis man dort ist, sind je nach Suchanfrage, Tagesform und Geldbeutel mindestens 45 Minuten vergangen. Zeit für eine Zigarrette, insbesondere wenn man Kaffee trinkt. Doch das geht seit geraumer Zeit aufgrund des Schutzes der Nichtraucher nicht mehr. Was also tun? Wie komme ich zum Ausgang, um zumindest dort eine rauchen gehen zu können? Die Antwort lautet dann, mindestens 5-10 Minuten durch die Strecke quälen, nur um eine rauchen zu gehen. Anschließend das gleiche wieder zurück zum Restaurant. Besonders wenn man in Begleitung ist, unterläßt man dies dann aus Rücksicht.
Dann heißt es stark sein, denn folgt man der Möbelstrecke, werden noch einmal locker 45-60 Minuten vergehen, bis man frühestens das Geschäft verlassen kann. So folgt man der Viehstrecke also mit einem Schmacht, der sich geschnitten hat. Man wird reizbar.
Und die letzten Etagen werden zähneknirschend ob des schlechten Service abgeschlendert, mit dem Ziel, das Geschäft so rasch wie möglich zu verlassen.

Doch da hat man ja noch nicht mit dem bereits oben erwähnten Lager gerechnet. Hier kann man sich seine Ware als Kunde bitteschön selbst aus dem Regal ziehen. Vorbei sind die Zeiten, wo einem das noch von freundlichen Mitarbeitern zurecht gelegt wird. Angestellte für das Lager sind wohl viel zu teuer. Das Geld kann das gelbe Geschäft sich auch sparen, wenn ich es selbst mache. Das Konzept geht auf und wird gleich irgendwie im Hintergrund mit kommuniziert. Hier bist Du selbst (geduzt wird man schließlich sowieso schon). Hier darf ich mir die Ware gleich selbst aus dem Lager ziehen. Doch zunächst muss es erstmal gefunden werden. Doch es ist ja alles total logisch ausgezeichnet gewesen, so dass ich es gleich selbst gut finde. Eine Problematik, die sich erst garnicht ergäbe, wenn ich mein Zeug zusammen gestellt bekommen würde.
Die Kassen sind seltsamerweise immer voll. So bleibt die letzte Schlacht zu schlagen: Wo befindet sich die Kasse mit der kürzesten Schlange? Und angestellt. Weitere unnötige Minuten, die mich nach 2,5 Stunden von meiner Zigarrette abhalten. Man möchte dann nur noch raus. Doch was ist das? Als Kunde darf ich auch selbst abkassieren! Wow.
Ich erinnere mich, als anfangs diese sog. ‚Express-Kassen‘ eingeführt wurden, mussten die umliegenden KassiererInnen aushelfen, wenn ein Kunde damit nicht zurecht kam. Na toll, dachte ich, da kann man als KassiererIn mit seinem KnowHow sich selbst arbeitslos machen. Nämlich dann, wenn es nur noch solche Express-Kassen geben sollte. Tolle Perspektive.
Die Kunden übernehmen immer mehr meinen Arbeitsplatz und ich bin demnächst überflüssig. Ob die Liebe zum ‚ich mach als Kunde am besten alles selbst‘ jemals so weit gehen wird? Aus diesem Grund stelle ich mich prinzipiell niemals an die Express-Kassen, mögen sie auch noch so praktisch oder schnell sein.
Mir egal, denke ich, ich habe die letzte Hürde an der klassischen Kasse geschafft. Doch da gibt es noch diese Hot Dogs, die man sich, wie sollte es anders sein, auch gleich selbst zusammenbasteln muss. Da geht doch alles gleich viel schneller, wenn ich es als Kunde gleich selbst mache.
Völlig geschafft und mit einem Schmacht, der sich langsam aber sicher als Sternchen vor meinen Augen abzeichnet, ziehe ich an meiner Zigarrette, nachdem ich die Drehtür durchschritten habe. Diesmal bin ich mit wenigen Euro durchgekommen. Ein kleiner Durchbruch aber auch im Sinne meiner Annahme, dass nach dem Weichnachtsfest nicht mehr Geld übrig ist. Komisch, wieso das für die anderen gefühlten 2500 Kunden nicht zutrifft? Ich glaube, ich brauche eine Gehaltserhöhung…