Phänomen Außerkörperliche Erfahrung: Als ich nicht mehr atmen konnte.

In einem Zustand zwischen Tiefschlaf und Aufwachen liege ich früh morgens auf dem Rücken im Bett. Es muss so etwa vor 4 Jahren gewesen sein. Mein Kopf war leicht nach hinten geneigt, weil das schmale Kissen genau unter meinem Nacken lag. Plötzlich vernahm ich ein lautes Schnalzen, das durch den Raum ging und was dadurch zustande kam, dass meine Zunge in meinen Rachen gerutscht war. Ich habe wohl geschnarcht und in dieser Position kann es wohl passieren, dass die Zunge und das ganze Gebilde, wo die Zunge angebracht ist, gen Rachen und Atemöffnung rutscht und dieses somit völlig verschließt. Ich bekam also keine Luft mehr und konnte nicht mehr atmen. Im Halbschlaf bekam ich dies mit. Meine Atmung stand still.
In diesem Moment, hatte ich einerseits das Gefühl und das Bewußtsein, dass ich nicht alleine war. Ich fühlte mich wie ein Kind unter Kindern. Um mich herum waren andere, die, wie ich, wie Kinder, in diesem Sinne frei, losgelöst und ohne Verbindung zum Körper, dieser Szenerie beiwohnten. Ich befand mich gewissermaßen unter ihnen. Aber es war nicht so, dass alle Anwesenden wegen dieser Vorfalls da waren, sondern sie und ich waren ’sowieso da‘. Das Ereignis mit der Zunge erfolgte einfach so, wie zufällig, und hatte mit der Gesellschaft ursprünglich nichts zu tun.
Andererseits nahm ich meinen Körper wahr, der da auf dem Bett lag neben meiner Frau. Er kam mir vor, wie ein Haufen Fleisch, bloße Materie und nun ‚ohne Geist‘ oder ‚ohne mich‘, fast wie eine Maschine.
Weiterhin hatte ich das Gefühl, dass die Zeit still stand. Als ob, mit einem Schnapp oder diesem Geräusch des Schnalzens meiner Zunge, die Zeit eingefroren war.
Ich sagte oder dachte und scherzte ‚zu den anderen‘, ‚dass es nicht schlimm sei, wenn ich keine Luft mehr bekomme. Man könne ja einen Luftröhrenschnitt machen, woraufhin ich dadurch wieder Luft bekäme.‘
So absurd es klingt, doch das waren meine Gedanken in diesem Moment. Ich scherzte, anscheinend zu mir selbst und zu den mich umgebenden ‚anderen Kindern‘. Die Situation war für mich eher locker und komisch als ernst.
Es kam mir vor, als hätte ich auch nicht mehr zurück gehen brauchen und alles wäre irgendwie weiter gegangen.
Mit einem Unterschied: Ich wäre in dieser Welt nicht mehr vorhanden gewesen. Meine Frau, die neben mir lag, wäre allein gewesen und die gesamte Situation, alles, was mich und meine Position in dieser Welt betrifft, mein Einfluss auf andere, alle, die mit mir in Verbindung standen, hätten sich ändern müssen bzw. es hätte deren Leben beeinflusst. Weil ich eben nun weg gewesen wäre.
Plötzlich kam es mir so vor, als hätte mich eines ‚der anderen Kinder‘ in ‚meinen Körper geschubst‘, weil ich die Ernsthaftigkeit dieser Situation nicht erkannt hatte. Es ist nur ein Gefühl, aber es kam mir vor, als sei ‚jemand dort gewesen‘, um mich wieder ‚in meinen Körper zu schubsen‘. Es war wie ein Stoß. Und plötzlich war ich hellwach und richtete mich unvermittelt auf. Durch das Aufrichten und die Anspannung meiner Muskeln innerhalb des Zungenkomplexes, löste sich die Atmung wieder.
Ich hielt kurz inne, um die Lage zu sondieren und meine Vitalfunktionen kurz zu prüfen. Da ich während der beschriebenen Situation keinerlei Zeitgefühl hatte, hätte ich schließlich bereits eine recht lange Zeit in dieser Lage und ohne zu atmen verbracht haben können. Ich hatte diesbezüglich kein Gefühl dafür. Doch mein Herz schlug ganz ruhig und ich musste nicht schnell atmen, um Sauerstoff ’nachzuholen‘. Ich konnte also nicht sehr lange mit stehender Atmung gelegen haben. Ich ging ins Badezimmer und schaute in den Spiegel, um zu sehen, ob ich vielleicht bereits blaue Lippen hätte. Doch dies war auch nicht so. Ich sah völlig normal und gesund aus. Es hatte also nicht sehr lange, vielleicht etliche Sekunden gedauert.
Das alles war sehr seltsam für mich. Es gab mir das Gefühl, dass es wichtig ist, dass man überhaupt in dieser Welt ist. Wenn ich ‚weg geblieben wäre‘, hätte sich sehr viel verändert, hauptsächlich jedoch die Situationen der vielen Menschen, die mit mir in Verbindung stehen. Mir wurde klar, dass jeder einzelne von uns einen spezifischen Raum ausfüllt, mit unzähligen Verbindungen zu anderen Menschen, der uns in seiner Fülle, Auswirkung und Einfluss eigentlich in keinster Weise bewusst ist!
Jeder hat deshalb eine immense Verantwortung, vorallem wegen des Gesamtbildes und der vielen anderen Menschen, mit denen wir in Verbindung stehen. Deshalb ist es wichtig, dass es uns überhaupt gibt!
Wir sind hier, weil wir hier sind und das hat einen speziellen Grund und eine spezielle (Aus)Wirkung!
Diese Dringlich- und Wichtigkeit wurde mir nach diesem Erlebnis bewußt und ich bekam ein schlechtes Gewissen, weil ich mir dieser Wichtigkeit in dieser Situation nicht bewußt war und ich auch noch, auch wenn es nur gedanklich/geistig war, darüber gescherzt hatte. Ich hatte es auf die leichte Schulter genommen und die Brisanz nicht erkannt und somit mit dem Schicksal oder dem weiteren Lebensweg der mit mir in Verbindung stehenden Menschen, allen voran meiner Frau, gespielt. Das machte mich nun nachdenklich, auch etwas traurig und bestürzt.
Jeder von uns hat eine extreme Verantwortung für andere! Das ist das wichtigste überhaupt! Jeder von uns ist sich nicht (jederzeit) bewußt, welche Lücke er bei vielen mit ihm in Verbindung stehenden Menschen hinterlassen würde, wenn er plötzlich nicht mehr da wäre oder sterben würde.

Es geht deshalb in dieser Welt der Menschen weniger um die eigene Person, als viel mehr um die Verbindungen, die Einflüsse, der Austausch und um das gesamte Netz, das eine Person ausmacht. Jeder von uns erfüllt eine ganz spezifische Aufgabe und füllt einen (für die Menschen in unserem Kreis) extrem wichtigen Platz, der durch sonst niemanden ersetzt werden kann, als durch uns! In diesem Sinne ist auch das Individuum oder die Persona als solches extrem wichtig.
Doch sehr viel wichtiger ist, DASS man hier ist!

Einige Feststellungen über die groteske Ambivalenz der Existenz in der westlichen Welt.

Was ist das Leben und was macht es aus?
Bereits beim Versuch, auf diese einfache Fragestellung eine Antwort zu finden, stößt man augenscheinlich an gewisse Grenzen. Es ist der ewige Zwiespalt zwischen Außen und Innen, zwischen Subjekt und Objekt. Und doch kommen beide überein und bilden, quasi wie auf einer Bühne oder einem Spielplatz, die Welt, in der wir uns bewegen. Ganz natürlich und von ganz allein.
Der Erforschung der Objekte hat sich die Wissenschaft verschrieben. Sie verlangt eine objektiv erfassbare und beschreibbare Welt. Modelle und Funktionen, nach denen unsere Welt im wahrsten Sinne überall und nach dem gleichen Muster ‚funktioniert‘. Heraus kommen Theorien, die quasi nie fertig, sondern nur so lange gültig sind, bis sie falsifiziert werden.
Doch die Wissenschaft ist für das Verlangen und das Bedürfnis des Subjektes insofern zweck- oder nutzlos, da sie einzig Antworten finden kann, die die Oberfläche, also die Objekte, betreffen. Sie entzieht sich einem moralisch- ethischen Anspruch, formuliert dies erst gar nicht und/oder läuft diesem sogar konträr. Rückschlüsse aus den Erkenntnissen der Wissenschaft sind, auf den Menschen oder auf uns Lebewesen bezogen, meist lebensfern, lebensfeindlich und/oder nicht umsetzbar. Angesichts der Grundlage der Erkenntnisse, eben die der Beschreibung der Objekte, wundert dies geradezu nicht.
Der Mensch und die vielen anderen Lebensformen auf diesem Planeten, sind und verstehen sich eben nicht als Objekte.
Im Gegensatz zur unbelebten Materie, haben sie eine subjektive Empfindung, ein subjektives Selbstverständnis, oder auch zumindest ein selbst reflektiertes Sein. Sie sind die Vertreter des Lebens, welches sich bewegt, berührt, fühlt, lernt, sich austauscht und (inter)agiert innerhalb dieser Welt.
So mag man denken, dass wenn die Wissenschaft schon keine Antwort bieten kann, die uns Menschen genügt und uns, d.h. unser Innerstes, ausreichend befriedigen kann, so dass unser Geist im tiefsten Sinne genährt ist. Wer oder was vermag es dann?
Doch auch wer einen Blick in die makroskopische Welt der Menschen wirft, um vielleicht dort eine Systematik oder einen Kern dessen zu erkennen, was uns ausmacht und was das Wesen des subjektiven Lebens als solches sein könnte, wird sehr bald feststellen, dass sich alles derart verhält, als ob unsere Welt eine Welt der Zusammenkunft von zahllosen Individuen, losgelöst voneinander, sei. Eine kollektive Struktur oder ein ‚Kitt‘, der Zusammenhalt und ein Verständnis als Spezies mag sich nicht oder kaum erkennen lassen.
Ganz besonders deutlich wird dies, wenn wir die politischen und wirtschaftlichen Strukturen sowie leitende Personen betrachten. In der westlichen Welt mit demokratischen Strukturen scheint Politik und Wirtschaft kaum dividierbar zu sein. Das Bestreben und die Motivation richtet sich anscheinend einerseits danach, Mangel zu begleichen. Dabei mangelt es daran, was im Fokus derer liegt, die einen Mangel empfinden. Der bewußt und offensichtlich wahrgenommene Mangel besteht in der Regel aus materiellen Objekten, sehr selten wird ein geistiger Mangel als solcher wahrgenommen. Andererseits richtet es sich danach, die zum gegebenen Zeitpunkt leitenden Personen mit Einfluss und Privilegien in den jeweiligen Positionen zu halten und zu diesem Zweck Unruhe und Unzufriedenheit zu vermeiden.
Zum Zweck der Begleichung des empfundenen Mangels an materiellen Gütern, ist, im Laufe der Jahrzehnte nach dem letzten Weltkrieg, eine wirtschaftliche Omnipräsenz entstanden, die sich anschickt, nicht nur Objekte in ungeahntem Umfang und Ausmaße herzustellen, sondern zunehmend das geistige Selbstverständnis und das Werteempfinden der Menschen zu unterwandern und in subtiler Form zu substituieren.
Eine typische Redewendung hierzu ist: ‚Ich arbeite, um zu leben und lebe nicht, um zu arbeiten.‘ Diese Aussage scheint sich zunehmend bei vielen Menschen, die die westliche Lebensform inkorporiert und akzeptiert haben, in fataler Weise umzukehren.
Auf diese Weise ist, spätestens in der Zeit nach dem letzten Weltkrieg, eine wirtschaftliche Allmacht entstanden, die als monströs zu bezeichnen ist und die sich nicht mehr kontrollieren läßt, da zudem die politischen Mittel als unabhängiger Faktor und mögliche Kontrollinstanz, erschöpft sind. Dies auch deshalb, weil die Mitglieder des politischen Apparates selbst als Teil des wirtschaftlichen Geschehens zu verstehen sind. Auf diese Weise hat sich ein erschreckender Apparat entwickelt, der sich selbst erhaltend die Grundlage für sich selbst erzeugt und darbietet.
Die Naturwissenschaft, die sich, wie oben erwähnt, auf die Erforschung der Objekte und der objektiv zu erfassenden Erscheinungen zunehmend spezialisiert hat und deren Mitglieder ebenfalls dem sich selbst erhaltenen System untergeordnet und eingegliedert sind, kommt da als Beschaffer für immer neue Dinge, die das Verlangen nach einem immer neu propagierten und definierten Mangel immer wieder neu nährt und hervorruft, in idealer Weise in Frage und gerade recht. Der geistige Anspruch dieser Ausrichtung verkommt somit zu einem reinen Erfüllungsgehilfen, der sich durch seine fest in das System eingegliederten Vertreter und Fürsprecher selbst erhält. Ihre Erkenntnisse der Erforschung der objektiven Welt beantworten und unterstützen geradezu in fataler Weise die gewünschte Auslegung und Gesinnung. Es entstanden Dogmen der Weltsicht. Somit erstaunt es nicht, dass es kaum Kontrollmechanismen für Dinge gibt, die neu erforscht und entwickelt werden und die somit letztlich in die Umwelt entlassen werden. Es wird gemacht, was gemacht werden kann und auch weil man es kann. Eine weitere Hinterfragung wird derart im Keim erstickt, da ansonsten angenommen werden muss, dass das System als solches in Frage gestellt wird. Dies ist im Zuge der sich immer schneller entwickelnden und festigenden Weltsicht in immer größerem Maße unerwünscht. Das System erhält, nährt und fördert sich dadurch nicht nur in materieller Weise selbst, sondern auch immateriell, d.h. geistig. Letztgenanntes ist in besonderer Weise fatal.
Derweil haben sich diese Mechanismen derart verselbständigt, dass der Fortbestand der Spezies als solches zukünftig in Frage gestellt wird.
Es werden immer mehr Dinge, Substanzen und Verbindungen in die Umwelt entlassen, die dort in dieser Form nicht bekannt waren und somit für den sich selbst regulierenden und erhaltenden, biologischen Zyklus vom Kommen, Gehen und der Entwicklung der biologischen Organismen ungeeignet sind. Das, was nicht verbrannt wird, wird in die Welt gekippt. Ohnmächtig ob dieser Entwicklung bleibt dem geistig auf extreme Weise aktiven menschlichen Geschlecht anscheinend nur das Messen und Zusehen des eigenen Untergangs. Viel zu lange haben die ehemals wichtigsten, verbliebenen Gruppen mit möglichem Einfluss versagt. Wenn schon die Naturwissenschaft zu einem geistigen Mündel der Wirtschaft verkommen ist, so hätten zumindest die politischen und die geisteswissenschaftlichen Eliten dieser Entwicklung entgegen wirken müssen.
Die Menschheit, oder besser der menschliche Geist, durch den diese Entwicklung angetrieben worden ist, hat dieser Entwicklung anscheinend zu lange tatenlos zugesehen.
Ich könnte an dieser Stelle noch einige Stunden weiter schreiben. Ich habe zahlreiche Teilaspekte nur angerissen, worüber ich wiederum etliche Anhandlungen verfassen könnte, die in sich vielleicht nicht vollständig sind oder sein können, denn auch meine Auffassungsgabe vor diesem überaus komplexen Hintergrund ist als Einzelindividuum sicherlich begrenzt. Doch nehme ich mir einen gewissen Wahrheitsgehalt bei meinen Ausführungen heraus.
Kehren wir zurück zur anfangs gestellten und mutmaßlich schlicht anmutenden Fragestellung: Was ist das Leben und was macht es aus?
Ich habe herausgestellt und herausgearbeitet, dass das menschliche Leben mehr ist, als Materie und Objekte, die für sich ohne Bedeutung sind. Eine Bedeutung kommt geradezu erst durch das Wirken des menschlichen Geistes zustande. Schaue ich in unseren Hof, sehe ich ein Auto. Das Auto als solches ist nicht etwa durch evolutionäre Prozesse entstanden, was meint, dass die Biologie Anpassungen an sich ändernde biotische und abiotische Bedingungen an biologischen Organismen durch Zufall (Mutation) und Selektionsdruck vornimmt. Dieses Auto ist dafür nicht notwendig. Das Auto kann sich nicht selbst entwickeln, denn es wurde entwickelt. Und selbst wenn es sich selbst entwickeln könnte, wäre der einzige Sinngehalt, es nach geistigen Vorstellungen zu tun, die denen des Erschaffers entsprechen. Nach unserem Verlangen, unseren Bedürfnissen und unserem Verständnis. Somit ist selbst die heute extrem stark angepriesene ’neue Entwicklung‘, das autonome Fahren und die künstliche Intelligenz, letztlich ein Kind unseres Geistes, welches sich das ‚ausgedacht hat‘. Solange das Auto als solches kein echtes eigenständiges Bewußtsein besitzt, wird es nur ein Bauteil sein, ein Ding, das sich bestenfalls nach uns orientiert, da dessen Bedürfnisse auf Maßstab unserer Gedanken und Bedürfnisse beruhen.
Auch wenn es keine echte, allgemein gültige Antwort auf die einfach anmutende Frage nach dem Leben gibt, so habe ich ebenso herausgestellt, dass die Motivation hinter dem, was wir Menschen verstehen und was uns und unser System antreibt, geistiger Natur ist. Der erwähnte, von uns empfundene Mangel, der sich uns als Mangel an Dingen darstellt, ist im Keim jedoch in fundamentaler Weise im eigentlichen Sinne ein geistiger Mangel. Wir unterliegen somit dem gleichen Irrtum, wie bereits die alten Ägypter, die Macht, Wohlstand und Reichtum einer kleinen Elite zukommen ließen, welche der Verführung verfiel, dass diese Privilegien einerseits nach dem Ableben des Körpers beibehalten würden, andererseits, dass diese Macht, der Reichtum und der Wohlstand dem Ableben des eigenen Körpers etwas entgegen setzen könnte oder dies gar aufhalten könnte.

Dieser Gedanke, Wunsch oder Traum scheint die Menschheit seit der frühen Phase der Existenz der Spezies umzutreiben. Ist es gar ein Bug im Geiste?
Wäre es nicht ob der monströsen und beängstigenden Entwicklung rund um das Tun und Handeln, dem ‚Rumoperieren‘ an den Objekten dieser Welt, sehr viel sinnvoller, den menschlichen Geist als den ‚Verursacher‘ der gesamten menschlichen Entwicklung zu erforschen und auf den Grund zu gehen? Wie genau entsteht er und was treibt ihn an?
Wie genau entsteht aus elektrischen Signalen, Aktionspotentialen, Sauerstoffzehrung, der Komplexität des neuronalen Korrelates das menschliche Bewußtsein und wie steht es im Verhältnis und Zusammenhang mit den Gegebenheiten, der Physik, des Raumes an sich?

Phänomen Traum: Wie ich lernte, mir die Schuhe zu schnüren

Mit der Reihe ‚Das Phänomen Traum‘ möchte ich vehement der materialistisch orientierten Auffassung der Hirnforschung entgegentreten, die davon ausgeht, dass Träume im Grunde eine Art Neben- oder Abfallprodukt der Prozesse sind, die während des Schlafes potentiell im Gehirn stattfinden. Es sind nur Indizien, die ich liefern kann. Jedoch weisen diese in eine Richtung, die darauf hindeuten könnte, dass Träume viel mehr sind, als irgendwelche wert- und sinnlosen Geschichten, die sich das Hirn zusammen reimt.

Obgleich es nun mehr als vier Jahrzehnte her ist, erinnere ich mich gut, wie ich einst das Schnüren der Schuhe lernte. Und das quasi über Nacht, einfach so, von einem Tag auf den anderen, im wahrsten Sinne des Wortes.

Ich muss ca. 5 oder 6 Jahre alt gewesen sein, als meine Mutter mir immer wieder erfolglos versuchte beizubringen, wie man Schuhe schnürt. Wenn ich zur Schule ging, musste meine Mutter mir in der Früh immer die Schuhe zu schnüren, weil ich es nicht konnte. So oft, dass es mir selbst irgendwann bald peinlich war.

Dann, eines Nachts, träumte ich, wie es geht. Ich sah meine Füße von oben, wie an meinem echten Körper. Da es schon so lange her ist, weiß ich nicht mehr genau, wie der Ablauf in dem Traum genau war. Entweder hat mir jemand die Schuhe zugebunden und es mir auf diese Art gezeigt, oder ich hatte es in diesem Traum selbst gemacht und es dabei gelernt.

Ab dem kommenden Morgen konnte ich meine Schuhe selbst schnüren. Und seitdem ist es so.
Das ist der erste Traum an den ich mich erinnere, mit einem Inhalt, der Auswirkungen auf mein Leben in dieser Realität und innerhalb meines Wach-Bewusstseins hatte.

Entspricht dies der Theorie, dass Träume Deutungen des Gehirns von irgendwelchen Signalen sind, die dadurch zustande kommen, dass sich Synapsen im Schlaf neu verknüpfen und orientieren?
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass dabei exakt die Trauminhalte herauskommen oder interpretiert werden, die genau diesen Verknüpfungen (Schnüren der Schuhe) entsprechen?

Wir wollen es an dieser Stelle mal ganz genau nehmen. Nach aktuellem Verständnis der Neurowissenschaft.
Das Bewußtsein kommt ‚irgendwie‘ und ‚irgendwo‘ zum gegebenen Zeitpunkt in meinem Gehirn zustande. Quasi immer, wenn ich nicht gerade bewußtlos, narkotisiert oder sonstwas bin.
Lernen kommt ‚irgendwie‘ dadurch zustande, dass sich Neuronen über deren Synapsen miteinander verbinden. Ich habe im letzten Satz ‚irgendwie‘ geschrieben, weil irgendwie nicht exakt bekannt ist, wie genau Informationen abgelegt werden. In welchen Neuronen oder über welche Synapsen wird beispielsweise das Schnüren der Schuhe gespeichert? Müsste es sich nicht bei jedem gleichermaßen im Gehirn darstellen, weil es ja auch das gleiche Lernen bzw. Lerninhalt darstellt?
Wird es binär, als Hexcode oder analog gespeichert?
Wenn man wüsste, in welcher Region, oder welche Neuronen wie verknüpft sind, müsste sich der Lerninhalt ‚Schnüren der Schuhe‘ nicht auch auf andere Menschen übertragen lassen, angenommen, man wäre imstande, dies umzusetzen bzw. zu implementieren? Ließen sich auf diese Weise noch umfangreichere Inhalte übertragen, z.B. die Erinnerung oder der Erlebnisinhalt eines Urlaubes in der Südsee?
Wenn ich wüsste, welche Neuronen mit wievielen Synapsen in welcher Region des Gehirns mit welchen anderen Neuronen verknüpft sind, um den Lerninhalt ‚Schnüren der Schuhe‘ zu kodieren, könnte man diese Information spezifisch auch löschen?
Und wie schaut es mit der Kapazität aus? Könnte man ‚die Bank sprengen‘?
Wieviel Information kann das Gehirn speichern? Angesichts dessen, dass die Anzahl der beteiligten Neuronen begrenzt ist, denn letztlich würde das alles nicht mehr ‚in den Kopf passen‘, müsste doch auch die Kapazität ‚irgendwann‘ begrenzt sein. Man denke an die Inselbegabten. Dieser Mann, der Zeit seines Lebens Bücher gelesen hat und sich an jedes Buch, jede Seite und jede Zeile erinnern kann. Er kann auf Nachfrage, jeden Satz auf jedweder Seite rezitieren. Was geschieht, wenn die Kapazität seines Gehirn schlicht erschöpft ist? ‚System overloaded‘?
Aber gehen wir noch weiter zurück zu den Basics, gewissermaßen beginnend bei ‚A‘.
Wir haben einen Organismus eines Menschen. Über Jahrmillionen hat sich durch Mutation und Selektionsdruck, bla bla bla usw. usf. letztlich aus unbelebter Materie das Gehirn entwickelt. Es war halt von Vorteil, dass es einerseits ein Gehirn gibt, andererseits, dass es immer komplexer wurde.
Denn dadurch konnte halt mehr gelernt und gespeichert werden. Wieso sollte Materie, die per se unbeseelt und sinn- bzw. nutzlos bzw. beliebig ist, sich derart organisieren? Wieso verknüpfen sich Synapsen neu oder überhaupt, allein durch das Eintreffen von Bild- und oder Ton-Informationen? Und dann noch derart, dass in Summe dies zu einem Vorteil, d.h. einem mehr oder weniger sinnvollen Verhalten führt? Also, ich gebe Reize auf ein System, welches sich daraufhin derart ‚konfiguriert‘, dass dies zu einem vorteilhaften äußeren Verhalten führt. Einfach so und von allein?
Beispiel: Weglaufen, wenn ein Löwe kommt. Angenommen, wir sind am Anfang der gesamten Erkenntniskette und es ist das erste Mal, dass ein Mensch auf einen Löwen stößt. Irgendwann muss es ja schließlich so gewesen sein. Der erste Mensch mit dieser Begegnung wird wohl gefressen worden sein, denn er hatte ja keinerlei Erfahrungen und somit Informationen dieser Art in seinem Gehirn ‚gespeichert‘.
(Wieso wollen Gehirnzellen überhaupt überleben?)
Aber gut. Es geht weiter. Viele viele Male wird ein Mensch aufgrund seiner nicht vorhandenen Informationen aufgrund eines Angriffes eines Löwen (woher ‚weiß‘ der Löwe in dieser frühen Anfangsphase überhaupt, dass ein Mensch Nahrung darstellt und/oder lohnt gejagt zu werden?) aufgefressen. Bis der Tag kommt, da andere Mitglieder des Stammes dies beobachten. Das bedeutet aus Sicht der Naturwissenschaft, sie sehen und/oder riechen es, d.h. sie nehmen Bild- und Geruchsinformationen wahr. Das könnte diese Informationen im Gehirn, wie und wo auch immer, ‚hinterlegen‘. Wieso ist das eigentlich etwas schlimmes oder negatives? Wie findet die Beurteilung statt? Woher weiß das Gehirn, dass es etwas ’nicht so gutes ist‘? Will das Gehirn etwa ‚überleben‘ und warum? Ein System, das aus einer Ursuppe, völlig rational und auf Basis der Chemie und Physik entstanden ist, interpretiert etwas als ’nicht so gut‘ und warum?

Aber lassen wir all diese ketzerischen Fragen, die zu nichts führen…

Phänomen Nahtoderlebnis: Nur eine Illusion des Gehirns?

Nachfolgend meine Antwort innerhalb eines Kommentares auf youtube auf die o.g. Frage.

Ja, das ist die große und berechtigte Frage. Doch, bei allen (vermeintlichen) Fortschritten, die die Neurowissenschaft gemacht hat, darf man nicht unberücksichtigt lassen, dass das Phänomen, oder besser das Faktum Bewusstsein, die Subjektivität, völlig unverstanden ist.
Es ist das größte Mysterium, das wir kennen.
Es kommt ja nicht nur darauf an, festzustellen, wo Bewusstsein im Hirn entstehen mag. Das meint, die Sauerstoffzehrung und/oder elektrischen Signale, die heute mit bildgebenden Verfahren aufgezeichnet werden. Denn selbst, wenn dies nun sichtbar wäre, stellt sich doch weiterhin die Frage, wie aus Elektrizität oder Aktivität sowas wie das Bewusstsein, das Empfinden, die Subjektivität oder gar ein Erlebnisinhalt wie eine Nahtodeserfahrung hervorgehen kann?
Deshalb bin ich der Meinung, dass diese bildgebenden Verfahren im Grunde garnichts (er)klären, denn das eigentliche Mysterium bleibt weiterhin ungeklärt. Das bildhaft abzubilden, stellen wir uns vor, es seien tatsächlich die Aktivitäten im Hirn, die zu einem Nahtodeserlebnis führen, bleibt vor diesem Hintergrund weiterhin ohne Aussage oder Bedeutung.
Selbst, wenn man sich mit der dürftigen Aussage zufrieden gibt, dass Erlebnisinhalte in Todesnähe ‚irgendwie durch Neuronenaktivität‘ zustande kommen mögen, bleibt immer noch die Frage nach den Inhalten.
Zunächst steht doch die Frage im Raum, wieso das Hirn seine letzten (Energie)Reserven verbrät zur Bildung eines solchen ‚Films‘ oder Illusion, anstatt einfach die Lichter auszuschalten, um Energie zu sparen?
In diesem Moment oder Zeitraum, da der Körper stirbt bzw. die wichtigsten Grundfunktionen zum Erliegen kommen (Kreislaufkollaps, Herzstillstand, Blutdruckabfall, usw. usf.), herrscht nicht etwa ob dieser zutiefst bedrohlichen, erschütternden und beängstigenden Situation völliges Chaos ‚im Kopf‘. Nein, es wird eine ‚Art Film generiert‘, der sehr stringent orchestriert sehr sinnvolle und tiefgründige Inhalte darbietet, in dem sich das Bewusstsein in aller Ruhe in Friede und Freude und Harmonie wähnt, während gleichzeitig die Existenzgrundlage förmlich und spürbar (ein System nach dem anderen schaltet ab bzw. es kommen keine Signale mehr aus den Extremitäten usw. usf.) zunehmend und drastisch schwindet, sprich abschaltet.
Etwas, das derart organisiert funktioniert, in einer derart aussichtslosen Situation, mit Aussicht auf die finale Auslöschung der eigenen Existenz, verlangt nach Struktur, denn wie sollte sonst etwas derartig strukturiertes wie dieser ‚finale Film‘ in einer solchen Lage möglich sein? Also, Neuronenstrukturen für diese letzten Filmchen im Hirn?
Doch, wo sind diese Strukturen im Gehirn und vorallem: Wie und Wieso sind sie entstanden? Gibt es einen Vorteil in der Evolution, der diese Strukturen im Hirn hat bilden lassen? Oder sind diese Strukturen völlig sinnfrei als Zufall in der Evolution entstanden? Nahtodeserfahrungen als sinnfreie und zufällige Mutationen im Hirn?
Und selbst, wenn man genetische Hintergründe ausschließt. Denn, so lehrt uns die Neurowissenschaft, bilden sich die ‚Autobahnen‘, also die Verbindungen der Synapsen im Gehirn, durch individuelle(!) Erfahrungen, Erlerntem, Erlebnisse und Gewohnheiten eines lebenden Organismus innerhalb und im Austausch mit seiner Umwelt.
Gerade deshalb ist die ’strukturelle Konfiguration‘ des Gehirns eines eineiigen Zwillings nicht die Selbe wie das des anderen Zwillings, der genetischen identisch ist.
Wie kann es da sein, da das Gehirn derart dynamisch und unterschiedlich zu anderen Gehirnen ist, sogar bei genetisch identischen Lebewesen, dass ‚der Film Nahtodeserfahrung‘ sich bei den meisten Menschen, die ein solches Erlebnis berichten, von der inhaltlichen Struktur oder Muster her nahezu gleicht?
Wieso behandeln die Inhalte stets tiefgründige, philosophische Inhalte, die die Grundfeste der Existenz berühren?
Wieso erlebt man beispielsweise nicht Sex mit der Traumfrau/mann oder das Essen einer riesigen Pizza oder solche Sachen? Oder ‚Sackhüpfen am Hauptbahnhof mit einer Banane auf dem Kopf‘, also sinnfreie Erlebnisse?
Und wenn andere Entitäten ‚auftreten‘ bzw. erfahren werden: Wieso sind das fast immer bereits verstorbene Verwandte oder Bekannte? Oder zumindest unbekannte Wesen? Denken wir uns in diesem Moment: ‚Ach, Onkel Klaus kann in diesem finalen Film nun nicht erscheinen, denn der lebt ja noch?‘ Klingt doch sehr absurd, finde ich.
Also, die Inhalte sollten sich in einem rein materialistisch gedachten Erklärungsansatz genauso gut erklären und herleiten lassen, wie die Ursachen. Es bleiben also, auch nach vielen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die unzweifelhaft Einzug gehalten haben, sehr viele Fragen, die unbeantwortet, wenn nicht unverstanden sind. Ich habe das Gefühl, je mehr man meint gefunden zu haben, desto mehr Fragen tun sich auf. Da bleibt schon letztlich zumindest das Gefühl zurück, ob das alles wirklich auf das reine Stoffgeschehen und Hirnprozesse oder so etwas zurück zu führen ist, oder ob es wirklich mehr dahinter gibt, was wir nur nicht verstehen, erfassen, definieren oder erklären können?
Wenn man genau dahinter schaut und hinterfragt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass doch mehr dahinter ist, tatsächlich sehr groß.

Am Strand

… lockt uns der Mondschein
bei tiefschwarzer Nacht,
hinaus an den Strand;
lockt uns das Gewimmer
der brechenden Wellen,
hinaus in das Getümmel
der wütenden Wogen.
Halt mich fest,
du wunderbarer Engel;
halt mich fest,
und knüpf mich an dich,
du schneeweißes Mondkind mein!
Und folgt uns ein Troß der Sternenschar;
bringt uns Heimat,
uns abtrünnigen Kindern,
so lobt uns der Herr,
und streut etwas Licht
in unsere Herzen.
Und folgt uns der Mond,
mit silbrig glänzendem Licht,
alsbald wie eine Spange
in deinem wehenden Haar,
so sei der Atem der Nacht
der Geist der uns umgebenden Pracht.
Nun waten wir im Strandsand voran,
mit der Hast der schwelgenden Zeit,
und dem Ziel, das niemals gesteckt;
wird von uns der frohlockende Ruf
der gleißenden Nacht geweckt.

(1994 – Im Gedanken eine Art Fantasie, im Herzen zeitlose Realität)

Energie sparen und Umwelt schonen: Durchlauferhitzer bändigen.

Diese Reihe sollte sowohl Materialisten als auch Idealisten ansprechen. Für die Erstgenannten geht es wohl primär darum, Geld zu sparen. Für die anderen ist dieser Aspekt eher sekundär, denn sie wollen darüber hinaus die Umwelt schonen.

Dieser Artikel beschäftigt sich damit, wie man es schaffen kann, jede Menge Strom zu sparen, ohne auf Komfort verzichten zu müssen. Er stellt damit, wenn man so will, in gewisser Hinsicht einen Gegenbeweis dar, dass man nicht ‚zurück ins Mittelalter katapuliert wird‘, nur, weil man Energie oder Strom einspart.

Sie haben einen elektrisch betriebenen Durchlauferhitzer über den das Warmwasser Ihrer Wohnung erzeugt wird?
Dann habe ich eine gute und eine schlechte Nachricht für Sie.
Die gute Nachricht ist, dass Sie in diesem Falle keine (zeitlich) aufwendigen Messmethoden vom Zaume brechen müssen, um den größten Stromfresser in Ihrem Haushalt zu finden: Es wird der Durchlauferhitzer sein!

Die schlechte Nachricht ist, Sie können diesen Stromfresser nicht einfach abstellen, denn in der Regel ist man auf warmes Wasser angewiesen. Weiterhin: Mit Strom Wasser erhitzen ist sehr teuer.

Mit meinen folgenden Tipps können Sie direkt anfangen, den Stromverbrauch zu minimieren.

1. Leistung des Durchlauferhitzers reduzieren
Wenn man bislang noch nicht darauf geachtet hat, lohnt sich ein Blick auf die Anzeige des Durchlauferhitzers. Die meisten Geräte dieser Art haben eine Einstellmöglichkeit, mit welcher Leistung das Wasser erwärmt wird. Dabei gilt: Je höher die eingestellte Leistung, desto heißer ist das Wasser.
Test. Drehen Sie am Wasserhahn einzig das warme Wasser auf und warten Sie einige Sekunden, bis die volle/maximale Temperatur ankommt. Halten Sie die Hand in den Wasserstrahl. Falls der Durchlauferhitzer viel zu stark eingestellt ist, werden sich sehr schnell die Finger verbrennen.
Maßnahme: Stellen die die Leistung des Durchlauferhitzers so weit zurück, dass Sie sich so gerade noch die Haut nicht verbrühen. Testen Sie diese Einstellung. Reicht es, um auch ein Bad einzulassen oder zu duschen? Falls nicht, erhöhen Sie minimal die Leistung wieder, aber mit Bedacht. Falls doch, können Sie versuchen, die Leistung noch etwas zu reduzieren.
Sofern die Leistung zu Beginn auf Maximal eingestellt war, und nun, sagen wir auf die Hälfte eingestellt ist, werden Sie eine dementsprechende Ersparnis an Strom, und somit Geld feststellen. Natürlich kann es 1-2 Jahre dauern, bis Sie die Ersparnis anhand Ihrer Rechnung wohltuend zur Kenntnis nehmen können. Aber wer nicht irgendwann anfängt, spart nie etwas. Alles nur eine Zeitfrage.

2. Weitere Ersparnis durch Verhaltensänderung
Sie konnten durch die o.g. Maßnahme drastisch Strom sparen und Sie fragen sich, ob noch mehr drin ist?
Dann habe ich einen weiteren Tipp, der allerdings etwas anspruchsvoller ist. Denn er zielt auf Ihr Verhalten und somit auf Ihren Anspruch an Bequemlichkeit ab und er erfordert ein gewisses Maß an Disziplin. Alles Aspekte, die für viele Menschen schwierig sind.
Letztlich ist aber noch mehr Ersparnis drin, wenn man das eigene Verhalten in den Schlüsselsituationen hinterfragt und entsprechend handelt.

Dahinter stehen Fragen wie:
– Wie lange muss ich eigentlich duschen, um sauber zu sein und mich wohl zu fühlen?
– Wie oft brauche ich ein Bad?
– Welche Temperatur reicht beim Duschen, damit es angenehm ist? (Muss es wirklich knallig heiß sein?)
– Wieso sollte ich unnütz warmes Wasser verschwenden?

Hinter diesen Fragen steht die Strategie, dass je weniger Wasser der Durchlauferhitzer aufheizen muss, desto weniger Strom wird letztlich auch verbraucht. Klingt logisch, ist in der Praxis, wegen der aufzubringenden Disziplin, aber schwieriger umzusetzen, als lediglich den Regler am Gerät etwas zu verstellen (siehe 1.).

Nun einige geeignete Maßnahmen zur Verhaltensänderung:
– Baden (Einlassen einer ganzen Badewanne) Sie so wenig wie möglich, aber so viel, dass Sie nicht den Eindruck haben, sich stark eingeschränkt zu fühlen. Letztgenanntes ist eher ein psychologischer Trick. Es gibt Menschen, die baden alle paar Tage. War dies in Ihrer Kindheit auch so? Handelt es sich mitunter nicht nur um ein Gewohnheitsding, heute häufiger zu baden? In der Regel, so hat sich bei mir herausgestellt, reicht ein Bad die Woche völlig. Wenn man aber erst die Vorteile des Duschens kennen- und schätzen gelernt hat (schneller und günstiger), badet man nach einer Weile der Umgewöhnung sogar noch sehr viel seltener.

– Wenn Sie duschen, achten Sie darauf, kein warmes Wasser einfach so wegplätschern zu lassen. Bei meinen Tests beim Duschen war mir aufgefallen, dass ich während des Einseifens das Wasser habe laufen lassen. Das hat mich geärgert. Der Grund war, dass wenn ich das Wasser währenddessen abgestellt hatte, es oft wieder etwas dauerte, bis die eingestellte Temperatur wieder erreicht worden war. Trotz dieses Umstandes, hatte ich mir aber irgendwann angewöhnt, das Wasser während des Einseifens komplett zu zu drehen. Zwar dauert es oft danach wieder, bis die gewünschte, angenehme Temperatur da ist, aber durch die Ersparnis an Wärme und Strom wird man letztlich bestätigt, dass es der richtige Weg ist. Darüber hinaus: Wieso sollte man auch Wasser, und vorallem Wärme, einfach so verschwenden und verschenken?

Fazit
Es ist möglich, Geld zu sparen und gleichzeitig die Umwelt zu schonen, ohne ‚ins Mittelalter zurück katapuliert zu werden‘. Das ist nur ein Argument von Leuten, die bequem und inkonsequent sind oder die halt Probleme mit sich insofern haben, dass sie nicht in der Lage sind, ihr eigenes Verhalten zu reflektieren. Wenn man es richtig angeht, wird man nach ein paar Jahren erfreut feststellen, dass man sich sich auch bei den Verhaltensänderungen komplett an die Logik gewöhnt hat, nichts einfach so aus Spaß an der Freud zu verschwenden. Weshalb sollte man das auch? Hat man was zu verschwenden, nur weil man faul ist?
Wenn man der Sache ursächlich an den Kragen will, lohnt es sich, wie so oft, sich selbst an die eigene Nase zu fassen und sein Verhalten nicht nur zu hinterfragen, sondern auch auf die richtigen Schlussfolgerungen zu kommen, welche, last but not least, in folgerichtige Entscheidungen und Handlungen übergehen sollten.
Bei mir ist es mittlerweile so, dass ich mich über mich selbst ärgere, wenn ich mal vergesse oder zu faul bin, das Wasser während des Einseifens abzustellen.

Die Welt des Menschen: Irrational denkende und handelnde Wesen leben in einer rationalen Welt.

Ein Artikel für alle, die auf der Suche sind nach Antworten auf die großen Fragen der Menschheit.

So viel kann ich schon zu Beginn verraten, finale Antworten auf die großen Fragen der Menschheit habe ich auch nicht. Doch, das ist nicht weiter schlimm, denn damit befinde ich mich in guter Gesellschaft.
Im Zuge meiner ca. 35 Jahre dauernden Studien und Recherchen, bin ich jedoch zu der ein oder anderen Erkenntnis gelangt, die vielleicht für den Leser interessant sind und zu weiteren Diskussionen und Überlegungen anregen dürften.
Und in gewisser Hinsicht wage ich zu behaupten, dass meine Erkenntnisse einer gewissen Wahrheit nicht entbehren.

Der Mensch als irrational handelndes und denkendes Wesen

Ich stelle in den Raum, dass folgende Eigenschaften des Menschen der Antrieb oder die Ursache für einen extrem hohen Prozentsatz seiner Entscheidungen und die daraus resultierenden Handlungen verantwortlich sind:

  1. Bequemlichkeit
  2. Gier
  3. Egoismus
  4. Macht
  5. Angst
  6. Liebe

Dies sind lediglich Oberbegriffe und sie lassen sich sicher noch sinnvoll und in Teilaspekte untergliedern.
Auffällig ist, dass bis auf Punkt 6. die übrigen Punkte Eigenschaften darstellen, die sich im Kontext der konstruktiven, friedlichen, harmonischen und gerechten (d.h. sozial ausgeglichenen) Co-Existenz der Menschen untereinander potentiell negativ auswirken (können/dürften).

Es ist nun keine Kunst, eine Vielzahl an Beispielen zu nennen, wo diese Eigenschaften in eklatanter Form zu völlig irrationalen Entscheidungen und Handlungen führen.
Ein prägnantes Beispiel dürfte wohl die Börse sein. An der Börse treffen nämlich Rationalismus und Irrationalismus direkt aufeinander. Auf der einen Seite Zahlen, Daten, Fakten (Produktions- und Herstellungszahlen, Angebot, Nachfrage usw.), auf der anderen Seite eine Vielzahl an psychologischen Aspekten, allen voran die Gier und die Angst (siehe oben), aus denen letztlich die Börse selbst und die jeweiligen Kurse resultieren.

Rationale Welt

Ein Blick in die Wissenschaft reicht, um in Erfahrung zu bringen, dass unsere Welt nach strengen Gesetzen funktioniert (Naturgesetze). Vieles lässt sich mathematisch berechnen, es gibt Konstanten, Ausdrücke, und was die Wissenschaft als Fakt definiert, lässt sich jederzeit reproduzieren.
Auch wenn man konstatieren muss, dass die Wissenschaft noch längst nicht alles herleiten kann, es handelt sich dabei womöglich nur um einen kleinen Prozentsatz von allem, was sich uns darstellt.
Aber das, was man einwandfrei nachweisen und herleiten kann, ist eindeutig rational, was ein Wesenszug der Resultate der Wissenschaft als solches ist.
Und wer nicht so recht an die Rationalität glauben oder sich dies nicht vorstellen mag, der nehme das Beispiel Kausalität und probiere das ganz simpel im Alltag aus oder beobachte es. Sie werden feststellen, dass es für alles eine Ursache gibt. Nehmen Sie irgendein Beispiel aus ihrem Alltag. Nichts ist auf Mal verschwunden oder durch unerklärliche, mysteriöse Umstände derart entstanden. Oder noch ein simpleres Beispiel: Ordnung in Ihrer Wohnung. Je aufwendiger die Planung, die Strategie und vorallem dadurch die Effektivität der daraus resultierenden Maßnahmen ist, desto ‚ordentlicher‘ wird die Wohnung sein. Also, es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung. Unsere Welt ‚funktioniert‘ rein rational und nach dem Prinzip der Kausalität. Je rationaler Sie vorgehen und die richtigen Ursachen erkennen, desto mehr Ordnung wird entstehen.

Fragen

Nun stellt sich die Frage, wie der Mensch mit seinem Irrationalismus, bzw. seinen vorherrschenden o.g. Wesenszügen, in diese mutmaßlich ‚rational funktionierende Welt‘ passt bzw. sich harmonisch darin einfügen lässt?

Eine weitere, interessante Frage ist, wie sich aus einem System, das anscheinend und annähernd nach mechanistischen Prinzipien und nach der reinen Logik zu funktionieren scheint, eine Lebensform entwickeln konnte, welche tendenziell eher irrational denkt, handelt und entscheidet?
Ist aus diesem quasi mechanistisch zu verstehenden System (Natur) etwas völlig neues und konträres entstanden? Wie ist das möglich?

Oder ist es eher so, dass die Natur als solches in seinen Grundfesten eben nicht rein rational, mechanistisch und nach der puren Logik zu verstehen ist und wir Menschen dies nur derart verstehen und als idealisiertes System ‚überstülpen‘?
Wie realistisch mag es sein, dass die Natur nach der Mathematik funktioniert, die wir gewissermaßen per Reverse Engineering im Nachhinein aufgedeckt, definiert und sogar verstanden haben?

Oder liegt die ‚Wahrheit‘ irgendwo zwischen diesen Vorstellungen, d.h. gibt es keinen reinen Rationalismus und Irrationalismus, kein Schwarz und Weiß, sondern eher sehr viel Grau?

Ist die Wissenschaft demnach als Lebensmaxime (manche sprechen derweil sogar davon, dass die Wissenschaft Religionen ablösen wird) oder philosophische Struktur überhaupt für uns Menschen geeignet? Und was geschähe dann mit Moral und Ethik?

Ist die menschlichen Gesellschaft vorstellbar, in der sich Paare einzig nach körperlicher Attraktivität zusammen finden und vorallem langfristig zusammen (be)stehen, unabhängig von der Liebe und irrationalen Beweggründen?