Können wir die Fragen und Rätsel nach dem Leben und dem Tod wissenschaftlich, d.h. rational verstehen?

Ein kleiner Beitrag, den ich zu dieser Fragestellung bei yt geschrieben habe. Dank geht auch an Philzer, für die Ideen und Anregungen, dies besser zu verstehen, zu ordnen und gedanklich sinnvoll in eine Formulierung koordiniert zu bekommen.

Mit unserem rationalen Denken und Verständnis dessen, was Leben und Tod ist oder bedeutet/bedeuten könnte, werden wir diese Fragen oder Rätsel nicht lösen können, denn die Welt ist irrationaler Natur.
Das ist sogar wissenschaftlicher Konsens. Oder sollte es zumindest nach dem materialistischem Weltbild sein. Denn jede Annahme eines rationalen Urgrundes oder Ursprungs führt zu einer Form der zielgerichteten Entwicklung, sprich hin zu einem Plan oder Design. Denn Rationalität bedeutet, hin zu einem Ziel zu denken, zu entscheiden, zu planen und zu handeln. Und, dass die Natur einem Plan folgt oder sich hin zu einem Ziel entwickelt, das dürfte wohl so ziemlich das letzte sein, was die Wissenschaft haben möchte. 😉
Wir Menschen haben vielmehr die Rationalität für uns entdeckt, oder waren aufgrund unserer körperlichen Ausgestaltung dazu in der Lage, die Welt rational zu deuten, zu beschreiben, zu verstehen oder zu nutzen, was wiederum aber gleichzeitig nicht bedeutet, dass die Natur selbst rational ist. Das führte zu dem, was wir heute kennen.
Das gab es vor uns Menschen nicht. Warum? Weil es vorher keine Lebensformen auf der Erde gab, die eben die Rationalität genutzt haben. Es gab nur die Natur. Zwar nutzen wir unsere Rationalität, wir verfolgen damit aber überwiegend irrationale Ziele. Das wundert nicht, denn wir selbst entstammen der irrational operierenden/’funktionierenden‘ Natur und sind somit selbst im tiefsten Inneren unseres Selbst irrational.
Beispiele. Ich liebe. Ich werde nicht geliebt. Ich bin gierig. Ich will immer mehr. Ich will Erfolg. Ich will Millionär werden. Ich will Anerkennung. Ich will Macht. Ich freue mich. Ich bin traurig. Ich möchte besser sein als andere. Ich möchte schnell und einfach und möglichst bequem von A nach B kommen. Und so weiter und sofort. Das sind alles, aus der Sicht der natürlichen Begebenheiten und Mechanismen (des natürlichen Ursprungs), völlig irrationale Bestrebungen. Denn wir können diese Motivationen rational nicht erklären, denn im eigentlichen Sinne sind sie irrational. Wenn wir im tiefsten Inneren rational agierende/funktionierende/denkende und handelnde Wesen wären, hätten wir diese Motivationen nicht und würden nicht danach trachten, ihnen nachzugehen bzw. diese Ziele zu verfolgen. Aber exakt das tun wir bzw. sind das unsere Motivationen.
Wir nutzen also die Rationalität, um unsere irrationalen Ziele zu erreichen. Dieses Werkzeug der Rationalität nun dazu zu nutzen, um Leben und Sterben zu verstehen oder zu deuten oder etc. (Erscheinungen, die der Natur entstammen), halte ich daher für nicht angemessen, irrig, falsch und nicht zielführend. Denn wir können per definitionem die Natur, oder gar diese Welt, nicht rational verstehen. Denn sie ist irrationaler Natur. Siehe oben.

Phänomen Traum. Serienträume. Das schwarze Nichts und die irreversible Zerstörung der Umwelt.

Mit der Reihe ‚Phänomen Traum‘ möchte ich vehement der materialistisch orientierten Auffassung der Hirnforschung entgegentreten, die davon ausgeht, dass Träume im Grunde eine Art Neben- oder Abfallprodukt der Prozesse sind, die während des Schlafes potentiell im Gehirn stattfinden. Es sind nur Indizien, die ich liefern kann. Jedoch weisen diese in eine Richtung, die darauf hindeuten könnte, dass Träume viel mehr sind, als irgendwelche wert- und sinnlosen Geschichten, die sich das Hirn zusammen reimt.

Vor einigen Jahren hatte ich, wiederum über Jahre hinweg, zahlreiche ähnliche Träume, die stets das gleiche Element beinhalteten: Die irreversibel zerstörte Umwelt. Dies wurde in diesen Träumen fast ausschließlich als eine Art schwarze Wolke am Himmel dargestellt. Lediglich in einem Traum befand sich diese schwarze Wolke nicht am Himmel, sondern in Bodennähe.
Die Träume skalierten in der Dramatik, d.h. sie wurden immer drastischer in dem, was geschah und welchen (bleibenden) Eindruck sie hinterließen.
Ich erinnere mich, dass einer der ersten Träume damit begann, dass ich mich in meiner Wohnung befand (also, nicht in einer Wohnung, die mir aus dem RealLife bekannt wäre, sondern eine Wohnung, welche ich in der Traumwelt als ‚meine Wohnung‘ erachtete oder empfand) und durch das Zimmerfenster schaute. In einiger Entfernung bildete sich diese schwarze Wolke ab. Ähnlich, als ob ein Unwetter aufzieht und sich alles dunkelgrau verzieht. Nur war dort eine sehr dunkle Wolke, die eben so dunkel war, dass sie tief schwarz war. Blankes Schwarz, nur schwarz. Keine Strukturen, vielleicht am Rand dieses Gebildes. Aber der große Kern einfach nur schwarz. Das wirkte sehr bedrohlich und machte Angst. Ich hatte auch den Eindruck, dass es keine Wolke als solches darstellen sollte, sondern es symbolisierte eine Art Nichts. Ein schwarzes Nichts. Und dieses Nichts war dadurch entstanden, weil wir die Umwelt derart zerstört hatten, dass dieses Nichts nun in unserer Welt war und auch nicht weg geht. Es war dramatisch und diese Dramatik war das Symbol dafür, dass der Schritt oder der Zeitpunkt überschritten war, dass wir in der Lage wären, Gegenmaßnahmen gegen die Umweltzerstörung (d.h. gegen das schwarze Nichts) einzuleiten und das Blatt noch wenden zu können. Wir haben keinen Handlungsspielraum mehr, um das Blatt zu wenden. Es wird uns heimsuchen und wir können nichts dagegen unternehmen. Das Symbol dafür, dass es keinen Weg mehr zurück gibt, dass die (Um)Welt im Begriff ist, unterzugehen. Unsere Welt ist im Begriff unterzugehen oder sich zumindest in eine Art Chaos zu verwandeln. Und das schwarze Nichts wuchs in der Reihe dieser Träume. Es wurde immer bedrohlicher.
Da diese Traumreihe etliche Jahre her ist, kann ich die einzelnen Träume in der Reihenfolge nicht mehr einzeln beschreiben. Ich weiß nur noch, dass es zu dieser aufsteigenden Dramatik kam.
In dem o.g. Traum, der einer der ersten dieser Art war, zog ich einfach die Gardinen, Vorhänge oder so etwas zu oder ich drehte mich um, um ‚das Problem‘ zu ignorieren und nicht mehr hinblicken zu müssen.
Das gelang auch. Ich sah es nicht mehr und musste nicht daran denken.
Doch, in Folge der Träume, war dies nicht mehr möglich. In einem der darauf folgenden Träume, krachte das Fenster auf, oder etwas in der Art. Die schwarze Wolke war derart groß angewachsen, dass das Fenster nicht mehr hielt. Das schwarze Nichts wächst und wächst.
In einem Traum dieser Reihe war das Nichts eine Art große Wolke, die sich, wie oben erwähnt, jedoch in Bodennähe bewegte. Einige andere Menschen und ich liefen vor ihr weg. Dabei war das Nichts direkt hinter uns und wir konnten eine Weile gerade eben so davor weg laufen. Doch es war direkt hinter uns. Das war sehr bedrohlich. Das Nichts würde alles verzehren und was folgt, ist die Nicht-Existenz. Es würde alles einfach verschlingen und dann wäre Nichts. Einfach so. Alles, was unsere Welt ausmacht, inhaltlich und aber auch materiell. Alles das wäre einfach weg. In dem Nichts verschlungen.
Immer, wenn jetzt ein Unwetter im RealLife aufzieht und/oder es blitzt und donnert, erinnert es mich an diese Träume und ich denke daran, dass dies das Verderben ist oder andeutet. Und ich fühle das gleiche wie in diesem Träumen. Es ist schrecklich. Der Untergang, unser Untergang, wird damit beginnen. Das Wetter wird Chaos sein und Vernichtung wird einhalten. Es wird uns verschlingen. Deshalb bekomme ich auch zunehmend Angst, wenn es wieder solche Wetter-Kapriolen gibt wie in den letzten Jahren. Denn für mich ist es dann nicht einfach ’schlechtes Wetter‘, das lediglich temporär ist oder anhält. Es ist der Beginn des Endes. Das alles verzehrende Nichts ist in unserer Welt. Weil wir sie zerstört haben. In unserer Dummheit. Und nun ist es da und geht nicht mehr weg. Eine zunehmende Bedrohung unserer Existenz. Ein immer größer werdendes Problem, wogegen wir nichts mehr tun können. Doch das zermürbende und alles erdrückende Gefühl ist eben, dass es da ist, weil wir so dumm waren und, dass es wachsen wird. Immer weiter, bis es nichts mehr gibt. Und niemand und nichts wird dagegen etwas unternehmen können. Es ist einfach schrecklich, diese Perspektivlosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Hilflosigkeit.

Bewußtsein, eine kausale Herleitung

Das Bewußtsein muss eine inhärente Eigenschaft dessen sein, was ist.

Es erinnert mich an ein Gedankenexperiment, welches ich in Richtung Kausalität vorgenommen hatte.
Was ist ursächlich?

Weil es Töne (Schallwellen, Akustik) gab, bildete sich das Gehör.
Ursache: Informationsübertragung via Schallwellen.
Reaktion dessen, was ist: Ein Gehör.

Auf diese Weise kann man es für alle Sinne und auch fast alle Gliedmaßen/Organe/physische Formgebungen anwenden.
Man bekommt einen eindeutigen und zweifelsfreien kausalen Zusammenhang. Es folgt einer messerscharfen Logik.
Denn, angenommen es existierte kein Schall in unserer Welt. Hätte sich dann ein Gehör ausgebildet?
Es bildete sich eine körperliche Ausprägung oder ein Organ, weil es etwas zuvor gab, worauf das, was ist, reagiert hat. Um es nutzen zu können. Oder, nach der Evolutionstheorie, weil es einen Vorteil ergab.

Doch, wie ist es beim Bewußtsein?
Weil es das Gehirn gab, bildete sich das Bewußtsein?
Das würde nicht passen, denn das Gehirn ist, wenn man es analog zum Gehör behandeln wollte, bereits das Organ, das sich aufgrund von ‚etwas‘ gebildet haben mag. Es würde auch nicht erklären, ‚wieso‘ sich das Gehirn derart bildete, dass es das Bewußtsein hervorzubringen in der Lage wäre. Demnach müsste sich das Gehirn derart gebildet haben, weil etwas zuvor existiert hat, weshalb es sich in dieser Form und Struktur gebildet hat.
Wir müssten also zuvor eine Herleitung dafür finden (wie beim Gehör), wieso sich das Gehirn (respektive Gehör) derart ausbildete, wie es sich ausbildete.
Nächste Versuch.
Weil es Bewußtsein gab, bildete sich das Gehirn.

Hier wäre die Analogie zum Schall und der Ausbildung des Gehörs gegeben. Es würde in das Schema der Kausalitätsbeziehungen der Ausbildung aller Sinne und Körperteile passen.
Es würde auch erklären, weshalb das Gehirn sich derart ausgebildet hat, wie es sich ausgebildet hat.
Wieso soll es gerade beim Gehirn (das Organ) anders als bei allen möglichen körperlichen Ausprägungen sein?
Und, nach obiger Beschreibung/Herleitung, wieso sollte es sich entgegen einer messerscharfen, kausalen Argumentation verhalten?
Weil wir das Bewußtsein nicht auf die gleiche Weise messen können, wie wir Schallwellen messen können?
Können wir das Bewußtsein tatsächlich nicht messen?
Na, dann frage ich mich, wie man sich das erklären kann, einerseits, wie mein obiger Text entstanden ist?
Andererseits, wie es durch diesen Text dazu kommen kann, dass sich bei allen Lesern etwas verändert?
Nochmal die Frage.
Können wir das Bewußtsein tatsächlich nicht messen?

Das Bewußtsein muss eine inhärente Eigenschaft dessen sein, was ist.

Phänomen Traum: Serien-Träume. Weitere Begegnungen mit Lilly…

Mit der Reihe ‚Phänomen Traum‘ möchte ich vehement der materialistisch orientierten Auffassung der Hirnforschung entgegentreten, die davon ausgeht, dass Träume im Grunde eine Art Neben- oder Abfallprodukt der Prozesse sind, die während des Schlafes potentiell im Gehirn stattfinden. Es sind nur Indizien, die ich liefern kann. Jedoch weisen diese in eine Richtung, die darauf hindeuten könnte, dass Träume viel mehr sind, als irgendwelche wert- und sinnlosen Geschichten, die sich das Hirn zusammen reimt.

Ja, es ist schon erstaunlich und spannend, wenn man seine Träume aufzeichnet und im Zuge dessen erstaunliche Zusammenhänge feststellt, die man ansonsten bestenfalls für einen kurzen Moment vielleicht geahnt hätte, aber sehr wahrscheinlich wieder direkt verworfen und als Zufall abgetan hätte.

So hatte ich bereits ein halbes Jahr, bevor unsere liebe Hündin Lilly uns verlassen hat, in meinem Traum ‚Lilly kann uns bei unserem weiteren Weg nicht weiter begleiten‚ in wirklich bemerkenswert eindeutiger, da aussagekräftiger Weise davon geträumt, dass sie sich von mir ‚im Geiste‘ verabschiedet hat.
In der Nachfolgezeit hatte ich seitdem erneut zwei Träume, in denen ich Lilly begegnet bin. Dies geschah in beiden Träumen ähnlich. In einer gewissen Weise unerwartet, fand ich sie vor.

Traum 1
Da dieser Traum mittlerweile 4-5 Monate her ist, kann ich mich nicht mehr an jedes kleinste Detail erinnern. Aber der Haupt-Handlungsstrang ist einerseits in den Grundaspekten ähnlich mit dem ersten Traum, in dem Lilly sich von mir geistig verabschiedet hat. Andererseits sind es gerade die Unterschiede, die extrem bemerkenswert sind. Bemerkenswert deshalb, weil sie direkt in Beziehung zur aktuellen Situation stehen.
Im Nachhinein empfinde ich fast schon als unheimlich, wie dieser Traum im Grunde Bezug auf mein Dasein und meine Empfindungen in der Gegenwart nimmt.

Ich befinde mich in diesem Traum mit meiner Frau in einem Zug und wir sind auf der Reise. Wir haben auf dieser Reise ein definiertes Ziel, eine Stadt und/oder einen bestimmten Bahnhof. Wie oben erwähnt, ereignen sich einige Dinge auf dieser Reise, an die ich mich aber nicht mehr so ganz erinnere. Daher weiß ich das nicht mehr ganz so recht. Letztlich befinde ich mich in der Lok des Zuges. Diese gibt es aber nicht mehr, sondern nur noch das Fahrwerk der Lok. Das klingt etwas crazy, aber manche Träume sind halt etwas abgefahren. Ich sitze direkt auf dem Fahrwerk der Lok, quasi fast auf den Schienen und steuere den Zug. Man beachte an dieser Stelle bereits den Zusammenhang zum ersten Traum. Ich, oder in diesem Traum wir, befinden uns auf der Reise.
Aus irgendeinem Grund, an den ich mich nicht mehr erinnere, beschließe ich, einen Bahnhof/Station vor unserem eigentlichen Ziel bereits den Zug zu verlassen. Ich wollte mich dann später mit meiner Frau am Ziel wieder treffen. Gewissermaßen habe ich also einen Abstecher gemacht, indem ich eine Station vorher aussteige.
Nun verlasse ich den Zug und gehe am Bahnsteig entlang und plötzlich bemerke im Durcheinander, welches auf dem Bahnsteig herrscht, es liefen viele Personen hin und her, einen kleinen unscheinbaren Hund und es war Lilly!
Es wirkte fast wie Zufall und es war auch nicht so, dass Lilly nun dort auf mich gewartet oder mich erwartet hätte. Lilly bemerkte mich auch nicht erst, wie es im RealLife der Fall ist, dass ein Hund bereits da steht, weil er/sie das Herrchen/Frauchen bereits gehört oder gerochen hat.
Es war so, als hätte ich sie zufällig dort gesehen und getroffen.
Ich freute mich jedenfalls riesig! Ich rief: „Lilly, was machst du denn hier?“.
Ich war so voller Freude. Es war hinreißend! Ich nahm sie in den Arm und freute mich so sehr, dass ich sie gefunden hatte, wie man es sich nicht vorstellen kann.

Traum 2
Dieser Traum ist erst 1-2 Wochen her. Ich befinde mich mit meiner Frau in einem Ort, der nicht unserem Wohnort gleicht. Er ähnelt eher einem Ort oder einer Stadt, in der ich früher gewohnt habe. Aber es ist doch anders. Es ist ruhig, grün mit vielen Pflanzen und schön. Jedenfalls gehen wir mit den Hunden raus. Während unsere jetzige (noch lebende) Hündin an der Leine geht, vermisse ich plötzlich unsere Lilly, die in diesem Traum und unserem Eindruck nach, frei gelaufen war. Wir befinden uns am Kopf eines Parkplatzes. Am Ende des Parkplatzes kommt eine schmale Straße. Wie es sonst (im RealLife) auch der Fall ist, laufe ich also los, um Lilly zu suchen. Ich durchquere den Parkplatz und laufe zur Straße hin. Auf der anderen Straßenseite befindet sich der Bürgersteig und davon abgehend eine Ausbuchtung. Man kann sich das wie eine Haltebucht einer Autobahn-Baustelle vorstellen, fast in dieser Weise wie ein Ruheplatz für Spaziergänger. Eine Mauer grenzte den Bürgersteig bzw. diese ‚Haltebucht für Spaziergänger‘ nach hinten hin ab. Über diese Mauer hinweg und bis in diese Bucht hinein, ragten Blütenpflanzen. Weiße Blüten hingen herab. Sehr schön. Vor dieser Blütenpracht sah bzw. fand ich nun Lilly. Sie stand davor und schnupperte an diesen schönen, weißen Blüten. Völlig unbedarft, ruhig und neugierig und genußvoll stand sie dort und schnupperte an diesen Blüten. So, als ob ihr das garnicht bewußt war, dass sie weg gelaufen war. So, als ob sie garnicht weg gelaufen war, sondern ‚für sich war‘. So, als ob sie schon länger weg war und sich dessen garnicht bewußt war. Irgendwie so, als ob sie in einer ganz anderen Welt lebt und eine Pause machte, indem sie an diesen Blüten schnupperte. Es wirkte ebenso wie im Traum 1 eher wie Zufall. Die Empfindungen sind an dieser Stelle schwer zu beschreiben. Die Szene, als ich sie dort stehen und schnuppern sah, wirkte voller Unschuld, Neugier und Reinheit. Ich rief zu ihr: „Lilly! Da bist du ja!“. Wie im Traum 1 freute ich mich so riesig(!), dass ich sie gefunden hatte! Es war wundervoll und so umwerfend schön, dass man es mit Worten nicht beschreiben kann. Ich war so froh und glücklich, sie gefunden zu haben! Und in diesem Moment wirkte sie so unschuldig. Es war so wunderschön. Wiederum umarmte ich sie voller Freude und Glück und ich war derart glücklich, sie gefunden zu haben.

Corona, der freie Wille und der Determinismus

In der Neurowissenschaft existiert die Auffassung, und dies wird ja gebetsmühlenartig postuliert und vertreten, dass wir keinen freien Willen haben und demzufolge der Determinismus vorherrscht.
War es also determiniert, dass wir das Virus entdecken und dass wir einen Impfstoff dagegen entwickeln können?
Und wie ist es zu erklären, da es ja keinen freien Willen gibt, dass sich Wissenschaftler ‚den Plan machen‘, einen Impfstoff herzustellen? Wenn es doch determiniert ist, benötigt man doch keinen ‚Willen, dies zu tun‘, bzw. wenn nicht aus unserem freien Willen heraus, woher kam dann der ‚Wille‘ oder der ‚Drang‘ oder die Motivation, oder wie sollte man es nennen, dagegen aktiv etwas zu unternehmen?
Und wenn es doch der Determinismus ist oder war, der uns dazu ‚gebracht hat‘, den ‚Willen zu haben, dagegen etwas zu unternehmen‘, wäre es dann nicht legitim anzunehmen, dass dieses ‚Etwas‘ bereits potentiell vorhanden war, bevor es ‚etwas oder genau dieses in unserem Hirn hervorgebracht hat‘? Denn schließlich muss sich (nach Hawking) diese Entwicklung aus dem Vorhandenen (seit dem Urknall) schlicht ‚hoch gerechnet‘ und somit entfaltet haben.
Formulieren wir es mal anders herum. Wäre ein Beleg für den Deteriminismus nicht etwa erbracht, wenn man jetzt alle Virologen und damit verbundene Wissenschaftler für eine gewisse Zeit einsperren würde, so dass sie ‚ihrem Drang oder dem ‚Schein des Willens‘, etwas aktiv gegen Viren zu unternehmen‘ nicht nachkommen könnten? Da sich alles nur ‚entfaltet‘, müssten dann nicht geeignete Medikamente quasi ‚vom Himmel fallen‘ oder ‚aus dem Nichts entstehen‘, denn der Wille, Medikamente zu entwickeln, war ja nur Schein? Okay, dieses Beispiel hinkt, denn es gab ja dann niemanden, oder sollte ich besser sagen ‚kein physisches Werkzeug‘, das dieser ‚Motivation, etwas dagegen zu tun‘, nachkommen oder dieses ‚ausleben‘ könnte, wenn alle eingesperrt sind. Oder was ist genau determiniert? War dann das Einsperren der Virologen bereits in denen determiniert, die dies vollzogen haben?
Wenn es also einen Determinismus gibt, könnte man sich dann nicht schlicht hinsetzen und annehmen, dass sowieso alles seinen Weg nehmen wird und schlicht nichts tun und die ‚Dinge auf sich zukommen lassen‘? Okay, das hinkt auch wieder, denn dann hätte man ja nicht die Entscheidungsfreiheit, dies zu entscheiden. Man ‚müsste dann ja das tun, was man tun zu müssen glaubt‘. Mh, auch irgendwie unbefriedigend. Also, wieso unternehmen wir überhaupt etwas gegen das Virus bzw. was treibt uns dazu an und was ist das?
Gut, nun könnte man sagen, ‚weil wir leben wollen‘. Aber das stimmt dann ja auch nicht so ganz, denn in diesem Falle ‚denken wir nur, dass wir leben wollen‘ und dieses ‚wollen‘ ist ja induziert, wenn es keinen freien Willen gibt, wovon dieses ‚induzierte Wollen‘ auch immer kommt.
Gut, nun nimmt man an, wenn man schon an den Determinismus glaubt, dass diese Motivation vom Stoffgeschehen her kommt. Stoffgeschehen im Gehirn, das bedeutet dann Energie, die aus unserer Nahrung, aus der Flüssigkeit und ursprünglich aus der Sonne kommt. Also, die Energie der Sonne wird in oder durch unser Hirn ‚geführt‘ oder umgesetzt und dieses bedingt dann ‚unseren Schein des Willens zu leben‘. Führt das dann nicht letztlich zu solchen Aussagen wie ‚die Energie der Sonne führt in unserem Gehirn zu einem Schein des Willens, zu überleben und letztlich somit zum Schein des Willens, etwas gegen dieses Virus zu unternehmen‘? Also, die ‚Sonne will indirekt, dass wir etwas gegen Corona unternehmen‘? Seltsam.
Also, sorry. Irgendwas stimmt da mit der Aussage: ‚Wir haben keinen freien Willen‘ anscheinend nicht oder diese Welt, in der wir leben ist derart absurd, crazy und abgefahren, dass wir es wohl nicht verstehen werden können sollen. Oder so ähnlich.

Zitate: Hans Jonas

Handle so, daß die Wirkungen deiner Handlung verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden.

Der schlechten Prognose den Vorrang zu geben gegenüber der guten, ist verantwortungsbewusstes Handeln im Hinblick auf zukünftige Generationen.

Hans Jonas (*1903 +1993), Philosoph, Professor an der New School for Social Research in New York.

Corona und die Deutschen: Macht Wohlstand dumm?

Ja, ich weiß. Der Titel dieses Beitrages könnte provokativ wirken und vielleicht soll es das auch. Weshalb ich diesen Titel gewählt habe, erfährt man, wenn man von meinem heutigen Erlebnis erfahren und meine mir ins Auge gefallenen Fragestellungen und Erkenntnisse dazu gelesen hat.

Eigentlich kann ich dieses Thema nicht mehr hören, so sehr ist es seit fast einem Jahr in aller Munde und vorallem die Medien haben uns seitdem non stop mit ihren diversesten Perspektiven und Meinungsmache-Anmaßungen malträtiert. Dabei kann man folgende Tatsache festhalten, was ich aber schon in ähnlicher Form geäußert habe: Die Medien sind in keinem Falle dazu da, sich ein realistisches Bild von einem Thema zu verschaffen! Ihr Interesse liegt in den meisten Fällen und Situationen darin, das heraus zu posaunen, was die Masse hören will. Sie betreibt deshalb auch Meinungsmache- bzw. bildung, vorallem von Menschen, die geistig nicht in der Lage sind, oder die nicht die Zeit haben, sich selbst ein zumindest einigermaßen objektives Bild zu verschaffen.
Aber darauf möchte ich in diesem Beitrag nicht eingehen.
Vielmehr möchte ich eine Situation beschreiben, die ich heute erlebt habe. Sie zeigt in eindringlicher Weise auf, in welch absurde und eigentlich dumme Position man sich bringen kann, wenn man nicht in der Lage ist, zumindest die einfachsten Grundlagen seiner Selbst zu reflektieren. Dieses Beispiel hat tatsächlich vor wenigen Stunden stattgefunden. Ich gebe das vor, weil es vielleicht derart krass wirkt, als wolle man nicht glauben, dass es das gibt.
Zur Beschreibung/Herleitung der Situation.
Wir halten drei Hühner. Bei Hühnern gibt es eine sehr infektiöse und lebensbedrohliche Erkrankung, welche ‚Newcastle‘ genannt wird. Da es sich um eine Infektionserkrankung handelt, also durch Viren hervorgerufen wird, die sich stets genetisch verändern, müssen Hühner regelmäßig dagegen geimpft werden. Der Impfstoff gegen Newcastle wird, ähnlich wie beim Menschen der Grippe-Impfstoff, regelmäßig an die Mutationen des Virus angepasst, deshalb die regelmäßige Impfung, in der Regel alle 1,5 Monate. Da Newcastle sehr infektiös ist und bei einer ‚Pandemie‘ Millionen Hühner betroffen sein könnten, ist diese Impfung Pflicht und es wird dokumentiert, wer wann geimpft hat. Man achte an dieser Stelle bereits auf die Parallelen zu Corona. Diesen Impfstoff erhält man nicht bei einem Tierarzt und nicht für einzelne Hühner. Im Wesentlichen werden damit Hühnerfarmen versorgt, also, Betriebe, die mehrere tausend Hühner in der Massentierhaltung besitzen. Für kleinere Einheiten würde es sich für die Hersteller wohl nicht lohnen bzw. wäre der Impfstoff viel zu teuer. Der Impfstoff wird deshalb für eine ‚Stückzahl‘ oberhalb von 1000 Tieren ausgegeben bzw. man erhält ihn gar erst nur in diesen Gebinden.
Demnach muss man als Hühnerhalter mit sehr wenig Hühnern eine Quelle finden, wo man diesen Impfstoff beziehen kann. Als Impfgegner kann man nun einwenden, dass an der ganzen Impferei sowieso nicht viel dran ist, deshalb könnte man diese Impfung auch weg lassen. Ich kann jedoch aus der Praxis und Erfahrung heraus sagen, dass diese Impfung sinnvoll ist. Die Begründung würde den Rahmen sprengen, deshalb belasse ich es dabei und der Leser muss mir an dieser Stelle einfach glauben.
Unsere ‚Quelle‘ ist ein hiesiger Hühnerzucht-Verein, der alle 1,5 Monate diesen Impfstoff für seine zahlreichen Mitglieder bezieht und ausgibt.

Und genau dort war ich heute früh.
Es läuft dann so, dass man ein Gefäß mitbringt, in welchem der Impfstoff abgefüllt wird. Ich nehme dazu immer unsere halb mit Wasser gefüllte Wasserflasche aus der Tränke unserer Hühner und lasse den Impfstoff darin abfüllen. Während dieser Prozedur hat man Zeit, sich in einer Liste einzutragen. Diese Liste dient dazu, dass der Leiter des Vereins später per E-Mail eine Impfbescheinigung senden kann (siehe Impfpflicht oben).
Währenddessen kommt man auch immer mit den anderen Hühnerhaltern ins Gespräch bzw. es werden auch stets die aktuellsten Themen besprochen.
Es ist nicht schwer zu erraten, dass das aktuelle Gesprächsthema Corona und die in der nächsten Woche sehr wahrscheinlich Einzug haltenden weiteren Maßnahmen (Lockdown) war. Es wurde auch der neue Impfstoff angesprochen und die Skepsis dem gegenüber.
Als ich den Raum betrat, saß ein Herr im höheren Alter, von mir auf mindestens 70 Jahre geschätzt, am Tisch und war im Begriff, sich in die o.g. Liste einzutragen. Dieser Mann machte während des Gespräches eine abfällige Bemerkung hinsichtlich Corona, die auf (s)eine leugnerische Haltung hinsichtlich dieser Pandemie hinwies und die wohl zynisch gemeint war: ‚Ich bin heute früh auch kaum durchgekommen, wegen der ganzen Berge an Leichen auf der Straße‘.
Die Absurdität dieser Gesamtsituation und die Dummheit, die in dieser Aussage steckt, ist wohl kaum noch zu übertreffen. Denn anscheinend ist dieser Mann nicht mal in der Lage, die einfachsten Aspekte der bzw. seiner Existenz zu reflektieren.
Es beginnt wohl mit seinem mehr als fortgeschrittenen Alter. In einem Alter über 70 befindet man sich bekanntermaßen in der Top-Risikogruppe!
Wie kann man in dieser Lebenssituation Zweifel an Corona als solches und gegenüber der Bedrohung dadurch und deshalb an den Maßnahmen überhaupt haben, die ja vorallem die Risikogruppen(!) (also ihn!!) schützen sollen? Das ist mir schlicht unbegreiflich. 🙁
Doch wenn man weiter darüber nachdenkt und hinterfragt, kommt es noch dümmer.
Könnte es möglich/denkbar sein, dass ‚die Straßen eben nicht mit Leichen übersät sind‘, weil es bisher Maßnahmen gab, die gegriffen oder dies verhindert haben?
Noch eine Frage: ‚Müssen wir erst handeln, wenn die Straßen mit Leichen übersät sind, so dass man mit dem Auto nicht mehr durch kommt?‘
Doch man kann es noch krasser sehen. Dieser Mann hält es für sinnvoll, seine Hühner regelmäßig gegen eine gefährliche Infektionserkrankung zu impfen. Aber für sich selbst gilt das nicht?
Wie dumm kann man eigentlich sein, dass man diese einfachsten Grundgedanken und Fragen nicht reflektieren kann?
Man muss sich nun diese an Absurdität kaum noch zu übertreffende Situation mal vorstellen.
Da sitzen diese Leute dort und lassen sich Impfstoff für ihre Hühner abfüllen, doch wenn es um ihre eigene Infektionserkrankung geht, die hinter der nächsten Hausecke drohen könnte, da gilt das nicht bzw. wird ignoriert und darüber werden mehr als sinnlose und dämliche Sprüche geklopft?
Deshalb nun der Bogenschluss zu meinem provokanten Titel diese Beitrages: Macht Wohlstand womöglich dumm oder wie kann man sich dieses mehr als absurde und eigentlich dumme Verhalten und Gedankengut erklären?