Corona, der freie Wille und der Determinismus

In der Neurowissenschaft existiert die Auffassung, und dies wird ja gebetsmühlenartig postuliert und vertreten, dass wir keinen freien Willen haben und demzufolge der Determinismus vorherrscht.
War es also determiniert, dass wir das Virus entdecken und dass wir einen Impfstoff dagegen entwickeln können?
Und wie ist es zu erklären, da es ja keinen freien Willen gibt, dass sich Wissenschaftler ‚den Plan machen‘, einen Impfstoff herzustellen? Wenn es doch determiniert ist, benötigt man doch keinen ‚Willen, dies zu tun‘, bzw. wenn nicht aus unserem freien Willen heraus, woher kam dann der ‚Wille‘ oder der ‚Drang‘ oder die Motivation, oder wie sollte man es nennen, dagegen aktiv etwas zu unternehmen?
Und wenn es doch der Determinismus ist oder war, der uns dazu ‚gebracht hat‘, den ‚Willen zu haben, dagegen etwas zu unternehmen‘, wäre es dann nicht legitim anzunehmen, dass dieses ‚Etwas‘ bereits potentiell vorhanden war, bevor es ‚etwas oder genau dieses in unserem Hirn hervorgebracht hat‘? Denn schließlich muss sich (nach Hawking) diese Entwicklung aus dem Vorhandenen (seit dem Urknall) schlicht ‚hoch gerechnet‘ und somit entfaltet haben.
Formulieren wir es mal anders herum. Wäre ein Beleg für den Deteriminismus nicht etwa erbracht, wenn man jetzt alle Virologen und damit verbundene Wissenschaftler für eine gewisse Zeit einsperren würde, so dass sie ‚ihrem Drang oder dem ‚Schein des Willens‘, etwas aktiv gegen Viren zu unternehmen‘ nicht nachkommen könnten? Da sich alles nur ‚entfaltet‘, müssten dann nicht geeignete Medikamente quasi ‚vom Himmel fallen‘ oder ‚aus dem Nichts entstehen‘, denn der Wille, Medikamente zu entwickeln, war ja nur Schein? Okay, dieses Beispiel hinkt, denn es gab ja dann niemanden, oder sollte ich besser sagen ‚kein physisches Werkzeug‘, das dieser ‚Motivation, etwas dagegen zu tun‘, nachkommen oder dieses ‚ausleben‘ könnte, wenn alle eingesperrt sind. Oder was ist genau determiniert? War dann das Einsperren der Virologen bereits in denen determiniert, die dies vollzogen haben?
Wenn es also einen Determinismus gibt, könnte man sich dann nicht schlicht hinsetzen und annehmen, dass sowieso alles seinen Weg nehmen wird und schlicht nichts tun und die ‚Dinge auf sich zukommen lassen‘? Okay, das hinkt auch wieder, denn dann hätte man ja nicht die Entscheidungsfreiheit, dies zu entscheiden. Man ‚müsste dann ja das tun, was man tun zu müssen glaubt‘. Mh, auch irgendwie unbefriedigend. Also, wieso unternehmen wir überhaupt etwas gegen das Virus bzw. was treibt uns dazu an und was ist das?
Gut, nun könnte man sagen, ‚weil wir leben wollen‘. Aber das stimmt dann ja auch nicht so ganz, denn in diesem Falle ‚denken wir nur, dass wir leben wollen‘ und dieses ‚wollen‘ ist ja induziert, wenn es keinen freien Willen gibt, wovon dieses ‚induzierte Wollen‘ auch immer kommt.
Gut, nun nimmt man an, wenn man schon an den Determinismus glaubt, dass diese Motivation vom Stoffgeschehen her kommt. Stoffgeschehen im Gehirn, das bedeutet dann Energie, die aus unserer Nahrung, aus der Flüssigkeit und ursprünglich aus der Sonne kommt. Also, die Energie der Sonne wird in oder durch unser Hirn ‚geführt‘ oder umgesetzt und dieses bedingt dann ‚unseren Schein des Willens zu leben‘. Führt das dann nicht letztlich zu solchen Aussagen wie ‚die Energie der Sonne führt in unserem Gehirn zu einem Schein des Willens, zu überleben und letztlich somit zum Schein des Willens, etwas gegen dieses Virus zu unternehmen‘? Also, die ‚Sonne will indirekt, dass wir etwas gegen Corona unternehmen‘? Seltsam.
Also, sorry. Irgendwas stimmt da mit der Aussage: ‚Wir haben keinen freien Willen‘ anscheinend nicht oder diese Welt, in der wir leben ist derart absurd, crazy und abgefahren, dass wir es wohl nicht verstehen werden können sollen. Oder so ähnlich.

Zitate: Hans Jonas

Handle so, daß die Wirkungen deiner Handlung verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden.

Der schlechten Prognose den Vorrang zu geben gegenüber der guten, ist verantwortungsbewusstes Handeln im Hinblick auf zukünftige Generationen.

Hans Jonas (*1903 +1993), Philosoph, Professor an der New School for Social Research in New York.

Corona und die Deutschen: Macht Wohlstand dumm?

Ja, ich weiß. Der Titel dieses Beitrages könnte provokativ wirken und vielleicht soll es das auch. Weshalb ich diesen Titel gewählt habe, erfährt man, wenn man von meinem heutigen Erlebnis erfahren und meine mir ins Auge gefallenen Fragestellungen und Erkenntnisse dazu gelesen hat.

Eigentlich kann ich dieses Thema nicht mehr hören, so sehr ist es seit fast einem Jahr in aller Munde und vorallem die Medien haben uns seitdem non stop mit ihren diversesten Perspektiven und Meinungsmache-Anmaßungen malträtiert. Dabei kann man folgende Tatsache festhalten, was ich aber schon in ähnlicher Form geäußert habe: Die Medien sind in keinem Falle dazu da, sich ein realistisches Bild von einem Thema zu verschaffen! Ihr Interesse liegt in den meisten Fällen und Situationen darin, das heraus zu posaunen, was die Masse hören will. Sie betreibt deshalb auch Meinungsmache- bzw. bildung, vorallem von Menschen, die geistig nicht in der Lage sind, oder die nicht die Zeit haben, sich selbst ein zumindest einigermaßen objektives Bild zu verschaffen.
Aber darauf möchte ich in diesem Beitrag nicht eingehen.
Vielmehr möchte ich eine Situation beschreiben, die ich heute erlebt habe. Sie zeigt in eindringlicher Weise auf, in welch absurde und eigentlich dumme Position man sich bringen kann, wenn man nicht in der Lage ist, zumindest die einfachsten Grundlagen seiner Selbst zu reflektieren. Dieses Beispiel hat tatsächlich vor wenigen Stunden stattgefunden. Ich gebe das vor, weil es vielleicht derart krass wirkt, als wolle man nicht glauben, dass es das gibt.
Zur Beschreibung/Herleitung der Situation.
Wir halten drei Hühner. Bei Hühnern gibt es eine sehr infektiöse und lebensbedrohliche Erkrankung, welche ‚Newcastle‘ genannt wird. Da es sich um eine Infektionserkrankung handelt, also durch Viren hervorgerufen wird, die sich stets genetisch verändern, müssen Hühner regelmäßig dagegen geimpft werden. Der Impfstoff gegen Newcastle wird, ähnlich wie beim Menschen der Grippe-Impfstoff, regelmäßig an die Mutationen des Virus angepasst, deshalb die regelmäßige Impfung, in der Regel alle 1,5 Monate. Da Newcastle sehr infektiös ist und bei einer ‚Pandemie‘ Millionen Hühner betroffen sein könnten, ist diese Impfung Pflicht und es wird dokumentiert, wer wann geimpft hat. Man achte an dieser Stelle bereits auf die Parallelen zu Corona. Diesen Impfstoff erhält man nicht bei einem Tierarzt und nicht für einzelne Hühner. Im Wesentlichen werden damit Hühnerfarmen versorgt, also, Betriebe, die mehrere tausend Hühner in der Massentierhaltung besitzen. Für kleinere Einheiten würde es sich für die Hersteller wohl nicht lohnen bzw. wäre der Impfstoff viel zu teuer. Der Impfstoff wird deshalb für eine ‚Stückzahl‘ oberhalb von 1000 Tieren ausgegeben bzw. man erhält ihn gar erst nur in diesen Gebinden.
Demnach muss man als Hühnerhalter mit sehr wenig Hühnern eine Quelle finden, wo man diesen Impfstoff beziehen kann. Als Impfgegner kann man nun einwenden, dass an der ganzen Impferei sowieso nicht viel dran ist, deshalb könnte man diese Impfung auch weg lassen. Ich kann jedoch aus der Praxis und Erfahrung heraus sagen, dass diese Impfung sinnvoll ist. Die Begründung würde den Rahmen sprengen, deshalb belasse ich es dabei und der Leser muss mir an dieser Stelle einfach glauben.
Unsere ‚Quelle‘ ist ein hiesiger Hühnerzucht-Verein, der alle 1,5 Monate diesen Impfstoff für seine zahlreichen Mitglieder bezieht und ausgibt.

Und genau dort war ich heute früh.
Es läuft dann so, dass man ein Gefäß mitbringt, in welchem der Impfstoff abgefüllt wird. Ich nehme dazu immer unsere halb mit Wasser gefüllte Wasserflasche aus der Tränke unserer Hühner und lasse den Impfstoff darin abfüllen. Während dieser Prozedur hat man Zeit, sich in einer Liste einzutragen. Diese Liste dient dazu, dass der Leiter des Vereins später per E-Mail eine Impfbescheinigung senden kann (siehe Impfpflicht oben).
Währenddessen kommt man auch immer mit den anderen Hühnerhaltern ins Gespräch bzw. es werden auch stets die aktuellsten Themen besprochen.
Es ist nicht schwer zu erraten, dass das aktuelle Gesprächsthema Corona und die in der nächsten Woche sehr wahrscheinlich Einzug haltenden weiteren Maßnahmen (Lockdown) war. Es wurde auch der neue Impfstoff angesprochen und die Skepsis dem gegenüber.
Als ich den Raum betrat, saß ein Herr im höheren Alter, von mir auf mindestens 70 Jahre geschätzt, am Tisch und war im Begriff, sich in die o.g. Liste einzutragen. Dieser Mann machte während des Gespräches eine abfällige Bemerkung hinsichtlich Corona, die auf (s)eine leugnerische Haltung hinsichtlich dieser Pandemie hinwies und die wohl zynisch gemeint war: ‚Ich bin heute früh auch kaum durchgekommen, wegen der ganzen Berge an Leichen auf der Straße‘.
Die Absurdität dieser Gesamtsituation und die Dummheit, die in dieser Aussage steckt, ist wohl kaum noch zu übertreffen. Denn anscheinend ist dieser Mann nicht mal in der Lage, die einfachsten Aspekte der bzw. seiner Existenz zu reflektieren.
Es beginnt wohl mit seinem mehr als fortgeschrittenen Alter. In einem Alter über 70 befindet man sich bekanntermaßen in der Top-Risikogruppe!
Wie kann man in dieser Lebenssituation Zweifel an Corona als solches und gegenüber der Bedrohung dadurch und deshalb an den Maßnahmen überhaupt haben, die ja vorallem die Risikogruppen(!) (also ihn!!) schützen sollen? Das ist mir schlicht unbegreiflich. 🙁
Doch wenn man weiter darüber nachdenkt und hinterfragt, kommt es noch dümmer.
Könnte es möglich/denkbar sein, dass ‚die Straßen eben nicht mit Leichen übersät sind‘, weil es bisher Maßnahmen gab, die gegriffen oder dies verhindert haben?
Noch eine Frage: ‚Müssen wir erst handeln, wenn die Straßen mit Leichen übersät sind, so dass man mit dem Auto nicht mehr durch kommt?‘
Doch man kann es noch krasser sehen. Dieser Mann hält es für sinnvoll, seine Hühner regelmäßig gegen eine gefährliche Infektionserkrankung zu impfen. Aber für sich selbst gilt das nicht?
Wie dumm kann man eigentlich sein, dass man diese einfachsten Grundgedanken und Fragen nicht reflektieren kann?
Man muss sich nun diese an Absurdität kaum noch zu übertreffende Situation mal vorstellen.
Da sitzen diese Leute dort und lassen sich Impfstoff für ihre Hühner abfüllen, doch wenn es um ihre eigene Infektionserkrankung geht, die hinter der nächsten Hausecke drohen könnte, da gilt das nicht bzw. wird ignoriert und darüber werden mehr als sinnlose und dämliche Sprüche geklopft?
Deshalb nun der Bogenschluss zu meinem provokanten Titel diese Beitrages: Macht Wohlstand womöglich dumm oder wie kann man sich dieses mehr als absurde und eigentlich dumme Verhalten und Gedankengut erklären?



Zitate: Andreas Jour-Spitzer

Es ist eine armselige und erbärmliche Situation. Nachdem uns die Naturwissenschaft gebetsmühlenartig das Dogma des Materialismus, die Nichtigkeit des freien Willens und die Bedeutungslosigkeit des Seins gepredigt hat, bleibt ihr nur noch die Dokumentation des durch das eigene Wirken hervorgerufenen Untergangs. Halleluja.

Andreas Jour-Spitzer, Betreiber dieses Blogs.

Zitate: Larry Dossey

Zukünftig werden unsere Nachkommen sicherlich mit Erstaunen auf ein Markenzeichen unserer Zeit schauen: Wie wir vom Materialismus getäuscht wurden, wie unsere genialsten Wissenschaftler ihren Verstand mit Begeisterung benutzten, um zu beweisen, dass der Verstand nicht existiert und wie sie ihr eigenes Bewusstsein dazu nutzen, zu beweisen, dass es in Wirklichkeit gar kein Bewusstsein gibt. Die Voraussetzung für das Überleben unserer Art ist es in erster Linie, die menschenunwürdigen, lähmenden und selbstmörderischen Geißeln des Materialismus zu überwinden. (…) Wir leben in einer Zeit der Krise, vor allem aufgrund der materialistischen Weltanschauung, die unserer Kultur zugrunde liegt, die Lebewesen als chemische Maschinen und den Geist als nichts anderes als ein Produkt des Gehirns betrachtet.

Diese Weltsicht hat eine Atmosphäre des Nihilismus geschaffen, das Gefühl, dass das Leben zwecklos und bedeutungslos ist, und es fördert auch unseren rücksichtslosen Missbrauch der Umwelt. Wie der Bericht der Galileo-Kommission eindeutig zeigt, zeigen viele zeitgenössische wissenschaftliche Untersuchungen, dass die Annahmen dieses Weltbildes falsch sind, und weisen auf eine ganzheitliche und spirituelle Perspektive hin. Als Kultur müssen wir uns dringend mit dieser neuen Perspektive auseinandersetzen, damit wir beginnen können, harmonischer miteinander und mit der natürlichen Welt zu leben. Der Bericht der Galileo-Kommission ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu diesem Ziel.

Dr. Larry Dossey, Herausgeber des „Journal of Science and Healing“.

Zitate: Max Planck

Ich betrachte die Materie als aus dem Bewusstsein heraus entstehend. Wir können nicht hinter das Bewusstsein kommen. Alles, über das wir sprechen, alles das, was wir als bestehend annehmen, postuliert Bewusstseins. Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie in einem winzigsten Sonnensystem des Alls zusammenhält. Da es im ganzen Weltall aber weder eine intelligente Kraft noch eine ewige Kraft gibt – es ist der Menschheit nicht gelungen, das heißersehnte Perpetuum mobile zu erfinden – so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewussten intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie. (…)

Max Planck, Begründer der Quantenphysik und Nobelpreisträger für Physik.

Zitate: Wilder Graves Penfield

Nachdem ich mein ganzes Leben der Aufgabe gewidmet habe, die Zusammenhänge zwischen Geistes- und Gehirntätigkeit zu erforschen, drängt sich mir die überraschende Feststellung auf, dass von den beiden in Frage kommenden Möglichkeiten die dualistische die plausiblere zu sein scheint. Zwar ist die Geistestätigkeit eine Funktion des wichtigsten Gehirnmechanismus, aber der Geist besitzt darüber hinaus eine eigene Energie. Diese Form der Energie unterscheidet sich von der neuronalen Potentiale in den Neuritenbahnen. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

Wilder Graves Penfield, Neurochirurg und Neurophysiologe, Schüler von Nobelpreisträger (Medizin) Charles Scott Sherrington.