Das UFO-Phänomen: Über die Lächerlichkeit der menschlichen Selbstüberschätzung

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Gestern Nacht lief ein Beitrag auf einem privaten Sender über das UFO-Phänomen. Ein Phänomen, mit dem ich mich bereits seit deutlich über 30 Jahren beschäftige. Mit zunehmendem Alter beginnen viele, und so auch ich, private Sender zu meiden. Ganz einfach, weil die ständige Werbung nervt und Ausdruck der Oberflächlichkeit dieser Welt ist.
Denn, wie wir alle wissen, gibt es keine Glückseligkeit oder geistige Erfüllung und Befriedigung, die darauf beruht, dass man extrem häufig in den Urlaub fährt oder vorallem so viel wie nur irgend möglich konsumiert. Aber das führt uns wohl wieder zu anderen Exkursionen, die an dieser Stelle keine Beachtung finden sollen.

An sich war der Beitrag recht interessant. Protagonist war der seit einigen Jahren auf der Bildfläche der UFO-Szene erschienene Luis Elizondo. Seines Zeichens ehemaliger Mitarbeiter eines US-Geheimdienstes. Wer näheres zu ihm erfahren will, sollte das Internet befragen. Letztgenannter Aspekt sollte bereits Zweifel und Fragezeichen in einem skeptisch denkenden Menschen hervorrufen. Doch darum sollte es in diesem Beitrag auch nicht gehen.

Der Beitrag war insofern interessant, weil einige interessante Informationen zu Aspekten, Sichtungen und Zeugen und dergleichen zu diesem Phänomen erwähnt wurden, die ich noch nicht kannte.

Aufgrund dessen, was gesagt, gezeigt und angesprochen wurde, bekam ich den Eindruck, dass die Hypothese, dass diese Objekte, deren Existenz in diesem Beitrag kaum einen Zweifel aufkommen ließen, und deren Existenz ich selbst kaum noch bezweifeln mag, aus unterschiedlichsten Gründen, außerirdischen Ursprungs sein könnten und dass diese Hypothese von Herrn Elizondo selbst präferiert sein könnte.

Nun ergaben sich in diesem Beitrag mehrere Situationen, in denen im Gespräch davon die Rede war, weshalb dieses Phänomen ernst genommen und intensiv erforscht werden müsste. Und diese Gründe waren folgende.

1. Da diese Objekte häufig über Atomanlagen jeglicher Art beobachtet worden sind und angeblich sogar Kernwaffen kurzzeitig aktiviert bzw. deaktiviert hatten, stellen sie eine Gefahr für die Sicherheit der Vereinigten Staaten dar.

2. Und, wörtlich: „Natürlich hätten wir gerne diese Technologie. Sie würde uns einen enormen Vorteil gegenüber feindlich gesonnenen Staaten verschaffen.“

3. Aus den o.g. Aspekten heraus vernahm man die Befürchtung, dass, wenn dem so ist, diese Wesen uns derart überlegen wären, weil sie ja auch ‚mal eben‘ unsere Atomwaffen deaktivieren könnten, dass sie uns Menschen bedrohen könnten und wir, Zitat: „Hilflos wären und nichts dagegen unternehmen könnten“.

Nachdem ich diese Aussagen und Bedeutungen im Kontext aufgenommen hatte und diese in mir arbeiteten, musste ich diesen Beitrag doch schnell wieder als ‚Episode vom Planeten der galaktischen Schwachköpfe‘ zu den Akten legen.
Denn, was sagt das aus? Es sagt aus, dass wir Menschen derart erbärmlich sind, dass wir uns wahrlich einen Namen als ‚Galaktische Schwachköpfe‘ verdient haben.
Die erste Kernaussage ist demnach wohl, dass sich die Erforschung einer ausserirdischen Intelligenz, die womöglich auf der Bühne unseres Planeten erschienen ist, lohnt oder erforderlich macht, nicht etwa, um es als einzigartige Gelegenheit zu sehen, Kontakt zu einer anderen Spezies aufzunehmen und dadurch enorme Erkenntnisse über unsere Existenz zu gewinnen, daraus zu lernen und uns in einem Sinne zu entwickeln, wie es unsere kühnsten Träume nicht ausschmücken könnten, nämlich in einem positiven und konstruktiven Sinne.
Nein, diese Erscheinungen und letztlich Lebensformen sollen erforscht werden, weil sie eine Bedrohung sind oder zumindest sein könnten. Denn sie könnten unsere ‚heiß geliebten‘ Massenvernichtungswaffen deaktivieren oder gar vernichten.
Da frage ich mich doch, ob das nicht sogar ein Segen für uns alle wäre?
Wäre es nicht sogar eine geradezu willkommene Hilfestellung und Wohltat diese Werkzeuge der Apokalypse los zu werden und uns von diesem Joch der Aggression und der totalen Vernichtung, dessen Bedeutung wir anscheinend in keinster Weise verstehen und erfassen oder einschätzen können, zu befreien?
Sind wir eigentlich in der Lage, unsere Dummheit selbst noch zu beurteilen oder zu verstehen?
Aber es kommt noch dümmer. Dieses Phänomen soll auch erforscht werden mit der Hoffnung, dass wir diese mögliche, fantastische Technologie übernehmen, adaptieren, kopieren, oder wer weiß was noch können, um unseren Wahnsinn der Machtbegierden, der Unterjochung anderer Menschen, der Aggressionen oder gar der Vernichtung des ganzen Planeten usw. usf. noch auf ein Optimum erweitern zu können.
Vielleicht, um letztlich das vollständige Chaos, Unterdrückung, Gewalt, Grausamkeiten und Abscheulichkeiten, die der Kreativität der menschlichen Destruktivität entstammen, noch auf ein maximales Maß, für welches es wohl keine Worte mehr geben mag, zu heben, um unseren Wahnsinn eine vollendete Note zu verleihen.
Das sind also die Motivationen, die den Autoren in den Sinn kommen.
Und es ist ihnen nicht mal zu dumm, dies nicht mal zu verschweigen oder zumindest so zu tun, als ginge es um etwas Positives, sondern es wird auch noch offen geäußert.
Für solch eine Ansammlung an perfiden Ideen und Annahmen, Dummheiten und zutiefst perversen Motivationen und fehlen mir wahrlich die Worte.
Nehmen wir einfach mal an, dass hinter diesen Objekten, deren Existenz angesichts der Vielzahl an Berichten usw., kaum noch zu bezweifeln ist, tatsächlich Intelligenzen stecken, die -woher auch immer- hier her gereist sind und sich in dieser Form ’nicht einfach fangen lassen‘, d.h. die stets zusehen, dass sie das Weite suchen und finden, sobald sie von uns bemerkt („auf’s Korn genommen“) werden.
Ist es da auszudenken, dass sie sich bedeckt oder gar versteckt halten und es tunlichst vermeiden, sich in irgendeiner Form von uns ‚erwischen‘ zu lassen oder erkennen zu geben?
Aber es kommt noch dümmer. Was denken wir eigentlich, wer wir sind?
Wenn es so ist, wie ich im vorletzten Absatz skizziert habe, so sind wir die wahren ‚Galaktischen Schwachköpfe‘. Wir basteln uns die Massenvernichtungswaffen zusammen, bedrohen und vernichten uns und nicht nur uns, sondern das gesamte Leben auf diesem Planeten. Wir sind so dumm und zerstören, vergiften und vernichten unsere eigene Lebensgrundlage, die Natur, dieses diffizile und in Milliarden Jahren gewachsene Netzwerk des komplexen Lebens. Eine Fülle der Existenz, angereichert mit den unglaublichsten Lebensformen, Strategien und Abhängigkeiten. Ein Leben, das sich durch viele Epochen durchgekämpft und gegen die Umbilde der Entwicklungen und Katastrophen behauptet hat, um zu leben. Um das Leben bestehen und gedeihen zu lassen.
Wir Menschen sind die Karikatur und die Widersprüchlichkeit und die Dümmlichkeit des Lebens.
Und da schicken wir uns an, die Technologie einer derartig fortgeschrittenen Spezies zu stehlen?
Das ist wohl an Lächerlichkeit, Ignoranz, Arroganz, Überheblichkeit und wahnwitzigen Dümmlichkeit kaum noch zu überbieten.
Wir haben aus diesem Planeten der Fülle eine Existenz der Kümmerlichkeit und Dummheit geschaffen.
Wir sind ein Nichts.
Wir werden in unserem eigenen Ungemach, Dreck und Zerstörung nicht mehr in der Lage sein, uns aus unserer eigenen Dummheit und Kleingeistigkeit zu erheben. Und das wird mehr als berechtigt sein.


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