Corona und die Deutschen. Teil 1: Toilettenpapier


Eine kleine Reihe über die aktuelle ‚Corona-Krise‘. Dieser Begriff, der uns von den Medien ins Hirn gebrannt wurde.

Eigentlich gibt es sehr viel tiefgründigere Themen, die man in Verbindung mit diesem Virus in unserem Lande bringen könnte. Aber da es so schnöde, unverständlich, aber auch gerade deshalb in idealer Form symptomatisch für das aktuelle Geschehen und Zusammenhänge sein kann, möchte ich dieses Thema voranschicken.

Schon sehr lange heißt es, dass viele Menschen viel Toilettenpapier kaufen, seitdem vom Virus in den Medien berichtet wird. Doch eine gewisse Zeit lang, vor ca. 3-4 Wochen, gab es meistens, wenn ich mich in einem Discounter aufhielt, noch etwas davon in den Regalen.

Vor ca. 4 Wochen kauften wir zwei Pakete. Das war bereits ein Paket mehr als wir es sonst für geeignet hielten. Wer würde schon denken, dass so etwas, im Vergleich z.B. zu Trinken, Essen und dergleichen, schnödes und unwichtiges wie Toilettenpapier mal eng werden würde?
Im Laufe der Zeit beobachtete ich, dass die Regale immer häufiger leer wirkten und ausgeräumt waren.
Vor ca. 1,5 Wochen war im Markt um die Ecke wieder etwas zu erstehen und deshalb kaufte ich Toilettenpapier ein. Ein Paket, nicht mehr. Mir wäre es zu peinlich, unsolidarisch und auch geistig unter meinem Niveau gewesen, nun wie ein Tier ebenfalls tonnenweise davon zu kaufen. Aber da war die Menge, die ein einzelner Kunde kaufen durfte, bereits limitiert.
Also, kaufte ich ein Paket. Nach 1-1,5 Wochen wurde das Toilettenpapier bei uns im Haushalt nun wiederum knapp. Wir schauten dann in den letzten zwei Tagen auf unseren Wegen, die wir sowieso zurück legten mussten, in fünf(!) verschiedenen Geschäften rein in unterschiedlichen Regionen (Wallenhorst, Glandorf), doch überall waren die Regale ausgeräumt.
Nun war bei uns nur noch eine Rolle vorhanden, so dass tatsächlich ein Notstand zu drohen schien.
Irgendwo musste ich also Toilettenpapier her bekommen, wenn ich, bzw. wir in unserem Haushalt, mir/uns noch zivilisiert den Hintern reinigen wollte(n).
Also, bin ich heute durch geschlagene sechs(!) Geschäfte gefahren. In zwei Geschäften stieß ich auf Toilettenpapier und jedes Mal war der Kauf auf eine Packung limitiert.
Wie ist das alles zu erklären? In einer sog. ‚Krise‘ sind nicht etwa Lebensmittel knapp, sondern so etwas wie Toilettenpapier? Ist das ein deutsches Phänomen oder ist das in fast allen europäischen Ländern so?

Auch auf Nachfrage bei Bekannten, Verwandten und Freunden gab es keine übereinstimmende oder schlussendlich zweifelsfreie Erklärung dafür. Meist erklärte man mir, dass genug Toilettenpapier im Haushalt vorhanden sei. Aber das nicht wegen Corona, sondern (angeblich) immer schon.
Na ja, vielleicht ist das schon des Rätsels Lösung?

Aus meiner Sicht gibt es zwei Erklärungsansätze, die sich schlüssig anhören.

1. Listen der Bundesämter für/bei Katastrophen
Auf diesen Listen ist aufgeführt, was man alles benötigt im Falle einer Katastrophe. Unter anderem ist Toilettenpapier aufgeführt. Sind die Menschen damit einkaufen gegangen?

2. Angst vor Quarantäne
Dies klingt mir sehr schlüssig. Die Menschen haben Angst davor, dass sie wegen Corona in Quarantäne sind und decken sich deshalb mit Toilettenpapier ein?
Aber gibt es nichts wichtigeres als Toilettenpapier? Trinken, Essen, Rauchen, Handy usw. usf. Letzteres habe ich auch nur aufgeführt, weil das Handy mittlerweile gefühlt sogar wichtiger scheint als Essen oder Trinken.
Ist diese pessimistische Einstellung, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass man in Quarantäne muss, tatsächlich realistisch oder handelt es sich um bloße Angstmache der Medien?

Wieso sind die Menschen derart pessimistisch? Handelt es sich um eine Grundeinstellung der Menschen in Deutschland?

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