Phänomen Traum: Serien-Träume. Die fehlende Prüfung.

Mit der Reihe ‚Phänomen Traum‘ möchte ich vehement der materialistisch orientierten Auffassung der Hirnforschung entgegentreten, die davon ausgeht, dass Träume im Grunde eine Art Neben- oder Abfallprodukt der Prozesse sind, die während des Schlafes potentiell im Gehirn stattfinden. Es sind nur Indizien, die ich liefern kann. Jedoch weisen diese in eine Richtung, die darauf hindeuten könnte, dass Träume viel mehr sind, als irgendwelche wert- und sinnlosen Geschichten, die sich das Hirn zusammen reimt.

Vielleicht kennen das auch einige meiner Leser. Es gibt Träume, die in ähnlicher Form immer wieder auftreten. Meist ist der Kontext, das Thema, das Resultat oder die Kernaussage vergleichbar. In einem meiner letzten Beiträge erwähnte die sog. ‚Fall‘-Träume, also, Träume, in denen man von irgendwo her herunter fällt. In diesem Beitrag möchte ich von Träumen berichten, in denen mir immer auf irgendeine Weise eine Prüfung fehlt.

Die Träume dieser Serie behandeln mein Abitur. In den ersten Träumen dieser Art war es immer so, dass ich anscheinend ausnahmslos jede Englisch-Stunde geschwänzt hatte. Doch mein Englisch-Lehrer hatte dies nicht immer mitbekommen. Deshalb bekam ich eine vier in Englisch. Ich war stets extrem verwundert, weshalb der Lehrer das nicht mitbekommen hatte. Oder hatte er es mitbekommen und wollte mich einfach nicht durch das Abitur rauschen lassen? Vielleicht, weil er ein zu guter Mensch war (unser Englisch-Pauker war real wirklich ein Mensch mit einem extrem guten Herz)? Eigentlich hätte ich jedoch eine sechs bekommen müssen, weil ich niemals am Unterricht teilgenommen hatte. Und deshalb hätte ich eigentlich kein Abi bekommen dürfen. In anderen Varianten dieser Traum-Serie war es eben doch aufgeflogen, dass ich niemals am Englisch-Unterricht teilgenommen hatte und deshalb hatte ich auch kein Abitur. Ich musste diese Englisch-Stunden deshalb noch nachholen und viele Jahre später noch zu dieser Schule gehen, um mein Abitur ‚rechtmäßig abzuschließen‘. Doch wie holt man all diese Englisch-Stunden nach? Es blieb aber immer das ungute Gefühl zurück, dass ich das Abitur entweder nicht oder nur unzureichend erhalten habe.
Als ob mir noch irgendwas fehlte. Eine letzte Prüfung. Eine letzte Klausur. Und dies würde sich bis heute fortführen und nicht enden.

Mein letzter Traum, vor einigen Nächten, war nun eine weitere Variation dieser Traum-Serie. Nun befand ich mich tatsächlich in der Situation, diese eine letzte Prüfung zu schreiben. Ich sehe das Papier vor mir, auf dem ich schreibe. Es ist wie ein Heftchen. Doch es ist anders. Ich tue mich schwer mit dem Thema. Es vergeht Zeit und das, was ich niederschreibe, ist total unvollständig und ungenügend. Die ersten Seiten in diesem Heftchen sind leer. Einige leere Seiten weiter habe ich wieder etwas geschrieben. So, als ob man eine unvollständige Geschichte oder Arbeit schreibt, bei der eben diese ersten Seiten fehlen. Und das, was ich geschrieben habe, war derart unvollständig, wirre und/oder falsch, dass es nur ein Desaster sein konnte. Ich spüre in diesem Traum, wobei ich scheinbar in einem Raum mit anderen in klassischer Manier eine Klausur oder so etwas schreibe, dass ich diese Klausur nicht schaffen werde. Das Resultat ist jedenfalls wieder das gleiche. Ich verbasel diese Klausur oder Prüfung und stehe letztlich wieder ohne Abitur da.
In diesem Zusammenhang wird mir ein anderer Traum wieder bewußt, den ich einige Tage zuvor hatte und an den ich mich aber jetzt erst wieder bewußt erinnere. Dabei lag das Schulgelände um eine Straße herum, bzw. es gab eine Straße, die gewissermaßen in diesem Schulgelände mündete. Fuhr man auf dieser Straße, gelangte man quasi direkt auf das Schulgelände und man befand sich auf dem Schulhof. Wobei die Schule selbst in keinster Weise der Schule glich, auf die ich gegangen bin.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.