Phänomen Traum: Serien-Träume. Weitere Begegnungen mit Lilly…

Mit der Reihe ‚Phänomen Traum‘ möchte ich vehement der materialistisch orientierten Auffassung der Hirnforschung entgegentreten, die davon ausgeht, dass Träume im Grunde eine Art Neben- oder Abfallprodukt der Prozesse sind, die während des Schlafes potentiell im Gehirn stattfinden. Es sind nur Indizien, die ich liefern kann. Jedoch weisen diese in eine Richtung, die darauf hindeuten könnte, dass Träume viel mehr sind, als irgendwelche wert- und sinnlosen Geschichten, die sich das Hirn zusammen reimt.

Ja, es ist schon erstaunlich und spannend, wenn man seine Träume aufzeichnet und im Zuge dessen erstaunliche Zusammenhänge feststellt, die man ansonsten bestenfalls für einen kurzen Moment vielleicht geahnt hätte, aber sehr wahrscheinlich wieder direkt verworfen und als Zufall abgetan hätte.

So hatte ich bereits ein halbes Jahr, bevor unsere liebe Hündin Lilly uns verlassen hat, in meinem Traum ‚Lilly kann uns bei unserem weiteren Weg nicht weiter begleiten‚ in wirklich bemerkenswert eindeutiger, da aussagekräftiger Weise davon geträumt, dass sie sich von mir ‚im Geiste‘ verabschiedet hat.
In der Nachfolgezeit hatte ich seitdem erneut zwei Träume, in denen ich Lilly begegnet bin. Dies geschah in beiden Träumen ähnlich. In einer gewissen Weise unerwartet, fand ich sie vor.

Traum 1
Da dieser Traum mittlerweile 4-5 Monate her ist, kann ich mich nicht mehr an jedes kleinste Detail erinnern. Aber der Haupt-Handlungsstrang ist einerseits in den Grundaspekten ähnlich mit dem ersten Traum, in dem Lilly sich von mir geistig verabschiedet hat. Andererseits sind es gerade die Unterschiede, die extrem bemerkenswert sind. Bemerkenswert deshalb, weil sie direkt in Beziehung zur aktuellen Situation stehen.
Im Nachhinein empfinde ich fast schon als unheimlich, wie dieser Traum im Grunde Bezug auf mein Dasein und meine Empfindungen in der Gegenwart nimmt.

Ich befinde mich in diesem Traum mit meiner Frau in einem Zug und wir sind auf der Reise. Wir haben auf dieser Reise ein definiertes Ziel, eine Stadt und/oder einen bestimmten Bahnhof. Wie oben erwähnt, ereignen sich einige Dinge auf dieser Reise, an die ich mich aber nicht mehr so ganz erinnere. Daher weiß ich das nicht mehr ganz so recht. Letztlich befinde ich mich in der Lok des Zuges. Diese gibt es aber nicht mehr, sondern nur noch das Fahrwerk der Lok. Das klingt etwas crazy, aber manche Träume sind halt etwas abgefahren. Ich sitze direkt auf dem Fahrwerk der Lok, quasi fast auf den Schienen und steuere den Zug. Man beachte an dieser Stelle bereits den Zusammenhang zum ersten Traum. Ich, oder in diesem Traum wir, befinden uns auf der Reise.
Aus irgendeinem Grund, an den ich mich nicht mehr erinnere, beschließe ich, einen Bahnhof/Station vor unserem eigentlichen Ziel bereits den Zug zu verlassen. Ich wollte mich dann später mit meiner Frau am Ziel wieder treffen. Gewissermaßen habe ich also einen Abstecher gemacht, indem ich eine Station vorher aussteige.
Nun verlasse ich den Zug und gehe am Bahnsteig entlang und plötzlich bemerke im Durcheinander, welches auf dem Bahnsteig herrscht, es liefen viele Personen hin und her, einen kleinen unscheinbaren Hund und es war Lilly!
Es wirkte fast wie Zufall und es war auch nicht so, dass Lilly nun dort auf mich gewartet oder mich erwartet hätte. Lilly bemerkte mich auch nicht erst, wie es im RealLife der Fall ist, dass ein Hund bereits da steht, weil er/sie das Herrchen/Frauchen bereits gehört oder gerochen hat.
Es war so, als hätte ich sie zufällig dort gesehen und getroffen.
Ich freute mich jedenfalls riesig! Ich rief: „Lilly, was machst du denn hier?“.
Ich war so voller Freude. Es war hinreißend! Ich nahm sie in den Arm und freute mich so sehr, dass ich sie gefunden hatte, wie man es sich nicht vorstellen kann.

Traum 2
Dieser Traum ist erst 1-2 Wochen her. Ich befinde mich mit meiner Frau in einem Ort, der nicht unserem Wohnort gleicht. Er ähnelt eher einem Ort oder einer Stadt, in der ich früher gewohnt habe. Aber es ist doch anders. Es ist ruhig, grün mit vielen Pflanzen und schön. Jedenfalls gehen wir mit den Hunden raus. Während unsere jetzige (noch lebende) Hündin an der Leine geht, vermisse ich plötzlich unsere Lilly, die in diesem Traum und unserem Eindruck nach, frei gelaufen war. Wir befinden uns am Kopf eines Parkplatzes. Am Ende des Parkplatzes kommt eine schmale Straße. Wie es sonst (im RealLife) auch der Fall ist, laufe ich also los, um Lilly zu suchen. Ich durchquere den Parkplatz und laufe zur Straße hin. Auf der anderen Straßenseite befindet sich der Bürgersteig und davon abgehend eine Ausbuchtung. Man kann sich das wie eine Haltebucht einer Autobahn-Baustelle vorstellen, fast in dieser Weise wie ein Ruheplatz für Spaziergänger. Eine Mauer grenzte den Bürgersteig bzw. diese ‚Haltebucht für Spaziergänger‘ nach hinten hin ab. Über diese Mauer hinweg und bis in diese Bucht hinein, ragten Blütenpflanzen. Weiße Blüten hingen herab. Sehr schön. Vor dieser Blütenpracht sah bzw. fand ich nun Lilly. Sie stand davor und schnupperte an diesen schönen, weißen Blüten. Völlig unbedarft, ruhig und neugierig und genußvoll stand sie dort und schnupperte an diesen Blüten. So, als ob ihr das garnicht bewußt war, dass sie weg gelaufen war. So, als ob sie garnicht weg gelaufen war, sondern ‚für sich war‘. So, als ob sie schon länger weg war und sich dessen garnicht bewußt war. Irgendwie so, als ob sie in einer ganz anderen Welt lebt und eine Pause machte, indem sie an diesen Blüten schnupperte. Es wirkte ebenso wie im Traum 1 eher wie Zufall. Die Empfindungen sind an dieser Stelle schwer zu beschreiben. Die Szene, als ich sie dort stehen und schnuppern sah, wirkte voller Unschuld, Neugier und Reinheit. Ich rief zu ihr: „Lilly! Da bist du ja!“. Wie im Traum 1 freute ich mich so riesig(!), dass ich sie gefunden hatte! Es war wundervoll und so umwerfend schön, dass man es mit Worten nicht beschreiben kann. Ich war so froh und glücklich, sie gefunden zu haben! Und in diesem Moment wirkte sie so unschuldig. Es war so wunderschön. Wiederum umarmte ich sie voller Freude und Glück und ich war derart glücklich, sie gefunden zu haben.

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